*indiebooks* Aktuelle Titel aus Indie-Verlagen / Frühjahr 2019

In wenigen Tagen ist Indiebookday. Am Samstag, den 30. März 2019, um genau zu sein. An diesem Tag sind alle buchbegeisterten Menschen aufgefordert, eine Buchhandlung aufzusuchen und dort mindestens einen Titel zu erwerben, der von einem Indie-Verlag veröffentlich wurde.

Auf diese Weise möchten wir sowohl die unabhängigen – kleineren – Verlage als auch den Buchhandel unterstützen und die leider schwindenden Umsätze ein wenig ankurbeln.

Um euch die Auswahl an interessanten und lesenswerten Indie-Büchern zu erleichtern, habe ich in etlichen Verlagsvorschauen gestöbert und einige literarische Schätzchen „herausgefischt“.

Für welche Titel Noah und ich uns entschieden haben, verraten wir heute noch nicht – die stellen wir euch am Wochenende vor!


Debütroman

„Wallace“ von Anselm Oelze

Inhalt: Frühjahr 1858: Ein Brief verlässt eine kleine Insel in den Molukken. Sein Ziel ist Südengland, sein Inhalt: ein Aufsatz über den Ursprung der Arten. Kaum ein Jahr später sorgt die Schrift für Aufsehen und wird bekannt als Theorie der Evolution. Doch nicht der Verfasser des Briefes, der Artensammler Alfred Russel Wallace, erntet den Ruhm dafür, sondern sein Empfänger, der Naturforscher Charles Darwin. Von Wallace bleibt lediglich eine nach ihm benannte Trennlinie der Arten im Malaiischen Archipel.
Einhundertfünfzig Jahre später stößt der Museumsnachtwächter Albrecht Bromberg auf das Schicksal des vergessenen Wallace. Er begibt sich auf seine Spuren und je länger er mit Wallace unterwegs ist, desto mehr zweifelt Bromberg an, ob alles so bleiben muss, wie es ist. Er fasst einen Plan, der endlich denjenigen ins Licht rücken soll, der bisher im Dunkeln war, und erkennt: Geschichte wird nicht gemacht, sondern geschrieben.
Mit seinem Debüt ist Anselm Oelze ein philosophischer Abenteuerroman gelungen, ein literarisches Denkmal für die Außenseiter des Lebens und der Geschichte. (Quelle:  Schöffling & Co.)

ET: 5. Februar 2019 // 22,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Gelenke des Lichts“ von Emanuel Maeß

Inhalt: Seit er Angelika bei einem dionysischen Neptunfest über den Strand tanzen sah, bedrängen ihren aufgewühlten Bewunderer völlig ungeahnte Regungen. Nicht nur wirkt sich die Begegnung bewusstseinserweiternd auf seine Wahrnehmung aus, ihn erfasst darüber hinaus ein schwerwiegendes und allumfassendes Verlangen nach Wahrheit, Schönheit und Selbsterkenntnis, das weder das elterliche Pfarrhaus noch die zeitgenössischen Bildungsinstitutionen stillen können. Seine Suche führt aus der Mitte der Welt, Urspring an der Werra, einer tief in der Vergangenheit liegengebliebenen Provinzidylle im Schatten des Eisernen Vorhangs, in Brückenorte des Wissens und Weltstädte der Weisheit. Götter, Geister und Dämonen melden sich zu Wort, als der postmoderne Studienbetrieb entscheidende Fragen offenlässt. Kommen sie zu spät? Am Ende bleiben nur die Liebe, der Sprung und die Gelenke des Lichts.
Emanuel Maeß hat einen sprachmächtigen Roman geschrieben, der in seiner spielerischen Leichtigkeit und Tiefe in der neuen Literatur seinesgleichen sucht.  (Quelle: Wallstein)

ET: 18. Februar 2019 // 20,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Eine Liebe in New York“ von Tadeusz Dabrowski

Inhalt: Er lernt sie zufällig in der U-Bahn kennen: Megan ist Architektin, lebt in New York und interessiert sich für moderne Kunst. Als typische Amerikanerin ist sie blond, jung und oberflächlich. Oder denkt das nur der polnische Dichter, mit dem sie nach dieser ersten Begegnung ein paar leidenschaftliche Nächte verbringt? Er kommt nur schwer damit zurecht, dass sie, eigentlich aus Kanada, sich nach seiner Abreise nicht mehr meldet und trotz Handy nie erreichbar zu sein scheint. Ein Buch, das sie ihm zum Abschied geschenkt hat, ist alles, was ihm noch von ihr bleibt. Darin steht eine Geschichte, die sich wie ein Spiegel der eigenen, schwer greifbaren Begegnung inmitten der New Yorker Großstadtkulisse liest. Megans Buch heißt ‚Es ist, wie’s ist‘ – aber wie ist es eigentlich, das Leben? Tadeusz D browskis Romandebüt umkreist auf raffinierte Weise das Rätsel einer Liebe, die umso verrückter macht, je mehr sie sich entzieht. »Eine Liebe in New York« erzählt poetisch und intensiv vom Schmerz einer sich verflüchtigenden Wirklichkeit. (Quelle:  Schöffling & Co.)

ET: 5. März 2019 // 18,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Ich bin die, vor der mich meine Mutter gewarnt hat“ von Demian Lienhard

Inhalt: Außer der Hochbrücke ist nichts besonders an der kleinen Stadt, in der Alba lebt – die 25 Meter fällt man bei Windstille in 2,28 Sekunden, die Straße darunter ist statistisch gesehen die tödlichste der Schweiz. Das Schuljahr ist noch nicht vorbei, und schon hat Alba auf diese Weise drei Mitschüler verloren. In Zürich gehen die Jugendlichen auf die Barrikaden, sie kämpfen für kulturellen Freiraum, gegen Wohnungsnot, Drogenelend, Überwachung. »Macht aus dem Staat Gurkensalat!«, lautet die Parole. Alba ist mittendrin und hat dazu noch ihre ganz eigenen Probleme. Eines davon: Jack. Eigentlich heißt er René, aber Jack ist einfach passender. Kurz nach Albas ›Unfall‹ werden sie ein Paar. Für einmal ist Alba glücklich, aber keiner weiß besser als sie, dass alles einen Haken hat – gerade das Glück. Und wenn man erst auf die schiefe Bahn gerät, geht es rasant bergab … oder?
Mit frappierender Originalität, intelligentem Witz und einer kompromisslosen Tragik folgt Demian Lienhard seiner jungen, erfrischend widerborstigen und einnehmenden Ich-Erzählerin Alba bei ihren Höhenflügen und Tiefschlägen durch die knisternde Atmosphäre der 1980er und frühen 1990er in der Schweiz, geprägt von wachsenden sozialen Problemen und einer aufrührerischen Jugendbewegung. Der glühende Kern des sprachsicheren und virtuosen Romans aber ist die rebellische Erzählstimme selbst, eine funkensprühende Verbindung aus ›Smells Like Teen Spirit‹, ›La Boum‹ und einer unwiderstehlichen Warmherzigkeit, schelmischen Humor und Sprachwitz – Alba würde man überallhin folgen, sogar auf diesen Höllentrip.                                  (Quelle: Frankfurter Verlagsanstalt)

ET: 20. März 2019 // 24,00 EUR // ⇒ Verlagsseite


Erzählende Literatur

„Monster“ von Yishai Sarid

Inhalt: Am Ende des Romans steht eine Eskalation: ein Faustschlag, mit dem ein Tourguide in Treblinka einen Dokumentarfilmer niederstreckt. Doch wie konnte es dazu kommen? In einem Bericht an seinen ehemaligen Chef schildert der Mann, wie die Menschen, die er jahrelang durch NS-Gedenkstätten führte, mit der Erinnerung an den Holocaust umgehen. Er fragt nach der Verbindung zwischen Juden damals und Israelis heute, nach Machtverherrlichung und danach, was Menschen zu Mördern macht. Und er beobachtet Schülergruppen, die sich in Fahnen hüllen, scheinheilige Minister oder manipulative Künstler, er beobachtet, wie ein jeder in dem Grauen der Geschichte vor allem eines zu erkennen meint: einen Nutzen für sich selbst.
Yishai Sarid, einer der bekanntesten Autoren Israels, wirft in seinem Roman ein neues Licht auf die Erinnerungskultur, wagt sich an vermeintlich unantastbare Fragen und stellt in stillem, unaufgeregtem Ton eingefahrene Denkmuster infrage. (Quelle: Kein & Aber)

ET: 4. Februar 2019 // 21,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Die Jagd nach dem Blau“ von Romain Gary

Inhalt: Der elternlose Ludo lebt in einem Dorf in der Normandie bei seinem Onkel, dem Landbriefträger Ambroise Fleury. Der gilt als leicht durch­geknallt und erfreut die Kinder rundum mit seinen selbst gebauten Drachen: BLAUER VOGEL, ZITTERBACKE, JEAN-JACQUES ROUSSEAU.
Ludo, als wahrer Fleury, einer Familie, der die »Fähigkeit des Vergessens« nicht gegeben ist, leidet an »Gedächtnisüberschuss«; er kann das halbe Kursbuch der Eisenbahn aufsagen. Auch nicht aus
dem Kopf geht ihm Lila, Tochter polnischer Adliger, die ihn nach Jahren des Wartens endlich auf den Sommersitz der Familie einlädt. Die Liebe ist kompliziert, im Weg steht nicht nur Lilas deutscher Cousin Hans, ­sondern bald auch der Krieg. Nach der Besatzung der Deutschen, verbunden mit Razzien und Deportationen, schließt Ludo sich der Résistance an, während der Onkel sieben gelbe Sterne am Himmel aufsteigen lässt. (Quelle: Rotpunktverlag)

ET: 6. Februar 2019 // 24,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Die Spionin der Charité“ von Christian Hardinghaus

Inhalt: Bern, 20. Juli 1974: Die 56-jährige Lily Kolbe zerreißt wütend die Zeitung, die über die heute stattfindenden Gedenkfeiern zum gescheiterten Attentat auf Hitler vor 30 Jahren berichtet. Sie kann es kaum ertragen, dass an ihren Mann Fritz Kolbe und ihren ehemaligen Chef Ferdinand Sauerbruch nie erinnert worden ist. Die acht Mitglieder der bis heute unbekannten Widerstandsgruppe »Donnerstagsclub« hatten sich nach dem Krieg geschworen, alles geheim zu halten. Lily will das Schweigen jetzt brechen. Sie greift zum Telefon und ruft Eddie Bauer, einen Journalisten der „New York Times“, an: »Ich bin bereit zu reden. Kommen Sie in die Schweiz! Sofort!«
Die einstige Chefsekretärin Sauerbruchs erzählt Bauer von den stillen Helden der Charité, die sich 1941 dazu entschließen, Nazi-Patienten auszuspionieren und ihren Tod, wenn nötig, zu beschleunigen. Als Lily 1943 beauftragt wird, den Mitarbeiter des Außenministeriums Fritz Kolbe zu bespitzeln, verliebt sie sich und kann ihn für den Widerstand gewinnen. Eine Zeit geht alles gut, doch bald häufen sich Besuche der Gestapo in der Klinik. Gibt es einen Verräter innerhalb der Gruppe? Die Lage spitzt sich nach dem 20. Juli 1944 dramatisch zu. Der Chef des Sicherheitsdienstes Ernst Kaltenbrunner überwacht persönlich die Charité. Als er versteckte Juden aufspürt, droht der Club endgültig aufzufliegen …
Journalist Bauer kann nicht fassen, welch brisante Informationen er bekommt. Bald jedoch interessieren sich auch andere dafür. Als Lily eine Wanze in ihrem Telefon entdeckt, kann sie selbst Bauer nicht mehr trauen. (Quelle: Europaverlag)

ET: 8. Februar 2019 // 20,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Gezeitenwechsel“ von Sarah Moss

Inhalt: Adam Goldschmidt lebt als hauptberuflicher Vater, nebenberuflicher Dozent und Ehemann einer überarbeiteten Ärztin in einem Vorort von Coventry. Seine Tage drehen sich um schmutzige Wäsche, vitaminreiche Ernährung und pädagogisch wertvolle Kindergeburtstage. Doch dann kommt der Morgen, an dem er einen Anruf aus der Schule seiner Töchter erhält. Er beginnt mit den Worten, von denen ein jeder hofft, sie niemals hören zu müssen: Es ist etwas passiert.
Sensibel, humorvoll und mit einer Intensität, die unter die Haut geht, erzählt Sarah Moss von den Absurditäten eines Familienalltags in Großbritannien, von der Liebe zwischen Eltern und ihren Kindern, vor allem aber von den Momenten, die uns die Zerbrechlichkeit des Lebens vor Augen führen.            (Quelle: mare)

ET: 12. Februar 2019 // 24,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Alleingang“ von Stefan Moster

Inhalt: Als Kinder sind sie Freunde: Freddy und Tom. Sie wohnen in derselben Straße, besuchen dieselbe Klasse, nachmittags spielen sie Baader-Meinhof-Bande. Während Tom als behütetes Einzelkind aufwächst, lebt Freddy mit Oma und Geschwistern in einem verwahrlosten Haushalt. Anfang der Achtziger zieht Tom in eine alternative Studenten-WG; man positioniert sich gegen Kernkraft, Startbahn West und Pershing-Raketen – und gefällt sich darin, »einen wie Freddy« in seinen Reihen zu haben. Doch die Rolle des Außenseiters ist kompliziert.
Erzählt aus der Perspektive des Erwachsenen, der frisch aus der Haft entlassen ist, spielt der Roman an einem einzigen Tag: Von dort blickt Freddy zurück in jene Zeit, in der Freundschaften, Konflikte, freie Liebe und der Hunger nach Anerkennung sein Leben bestimmten – und zu einer Tragödie führten, die ihn viele Jahre seines Lebens kosten sollte. (Quelle: mare)

ET: 12. Februar 2019 // 24,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„1919 – Fiktion“ von Herbert Kapfer

Inhalt: 1919. Deutschland unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Aufstände. Räterepubliken. Freikorpskämpfe. Versailler Vertrag. Dolchstoß, politischer Mord, Revanche und Nazismus: Hätte Geschichte anders verlaufen können? Soldaten, Rückkehrer, Revolutionäre, Minister, Freikorpskämpfer, Gymnasiasten, Matrosen, Monarchisten, Vertriebene, Verliebte, ein Vagabund, eine Zeitungsverkäuferin: In ihren Geschichten präsentieren sich die tausendfachen Probleme einer Zeit, die von den Explosionen des Krieges erschüttert und von der katastrophalen Niederlage geprägt ist, von Hunger, Massenelend und Kriegsgewinnlern, von fanatischem Nationalismus und sozialrevolutionären Ideen, von militärischer Gewalt und Fantasien freier Liebe. In 1919 fließen Hunderte von Splittern, Szenen und Handlungsverläufen aus zeitgenössischen Romanen, Berichten und Aufsätzen zusammen. Ein Erzählstrom in 123 Kapiteln, der aus den Ideen und Kämpfen der Zeit schöpft, aus trivialen, völkischen, utopischen, dadaistischen, reaktionären, politischen, literarischen und fotografischen Quellen. Ein Spiel mit historischen Möglichkeiten und literarischen Figuren, imaginierten Geschichten und realen Ereignissen, kollektivem Wahn und individuellen Wirklichkeiten. Eine Fiktion, die extreme Positionen vorführt und die Widersprüche der Weimarer Republik zuspitzt, die von Kaiser Wilhelms Glück und Ende erzählt, von der Bruderschaft der Vagabunden und dem Untergang einer Flotte, von den Träumen der Kunst und der Rückkehr deutscher U-Boote. Ein kühnes, überraschendes, ungeheuerliches Werk wider Geschichtsvergessenheit, Fatalismus und blinden Gehorsam. Ein wegweisendes Buch über ein Weltende, das eine Zukunft war. (Quelle: Antje Kunstmann)

ET: 13. Februar 2019 // 25,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Max & Consorten“ von Franz Wauschkuhn

Inhalt: Schwarzmarkt, Krüppel, Adenauer. »Im Sommer 45 gingen die wildesten Partys ab.« Babette Coehn lacht. »Swingboys, KZ-Überlebende, blutjunge Offiziere. Wir fanden uns wieder in der halbzerbombten Villa an der Alster, tanzten, weinten, lachten, redeten und redeten.« Doch sechs Jahre später herrscht ringsum eisiges Schweigen. »Sind wir Juden?«, fragt Max seine Mutter. »Wie man’s nimmt«, antwortet sie, reist nach Zürich, lässt ihre drei Söhne wieder mal allein. Max ist erfüllt von Sorge und Angst. Erlebnisse, die für einen Sechsjährigen völlig unbegreiflich sind, umgeben ihn wie ein Vorhang, hinter dem maßloser Schrecken lauert. Erst im Rückblick beginnt er, all das Ungeheuerliche, dessen Augenzeuge er wurde, zu durchschauen.
Der Krieg der Bomben, Bunker und Sirenen war mit dem 8. Mai 1945 zu Ende. Aber der andere, der unsichtbare Krieg im Mikrokosmos der Gesellschaft, 1933 gegen alle Andersdenkenden eröffnet, setzt sich noch immer krebsartig fort. Denn die NS-Seilschaften in Justiz, Polizei, Medizin und Wirtschaft funktionieren nach wie vor bestens, als sei nichts geschehen. In Wyk auf der Insel Föhr erkennt Babette im Sommer 1951 ihren Todfeind wieder. Der protzende Dandy von heute ist ihr Gestapo-Verfolger von gestern. Jetzt lebt er nach dem Motto: Kaviar statt Hakenkreuz! Offen ist auch die Rechnung mit ihrem, ach so arischen Schwager. Was ist mit dem Vermögen, das Babette ihm anvertraut hat? Im jungen Bonner Staat stört es offenbar keinen, dass es die Gestapo war, die ihn ins Top-Management der Ambiance-Versicherung katapultiert hat. Babette beginnt ihren eigenen Krieg: gewitzt, brutal-subtil und – ja – voller weiblicher Lust an der Vergeltung. Im Land des Wirtschaftswunders wird der »Schwamm drüber«-Blues gespielt. Doch die bittere Vergangenheit bleibt täglich präsent. Babette kann nicht ruhen, bis den Tätern von damals das Handwerk gelegt ist. (Quelle: Osburg)

ET: 26. Februar 2019 // 22,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Großmutters Haus“ von Thomas Sautner

Inhalt: Was ist ein gelungenes Leben? Die Begegnung mit der tot geglaubten, unkonventionellen Großmutter, die in einem verborgenen Haus mitten im Wald lebt, bringt einer jungen Frau unerwartete Erkenntnisse, die ihr Leben auf den Kopf stellen.
Malina lebt in der Großstadt, studiert und arbeitet nebenbei in einer Bücherei. Eines Tages bringt ihr der Postbote ein rätselhaftes Päckchen, prall gefüllt mit Geldscheinen. Auf einem beigefügten Kärtchen steht lapidar: »Anbei ein paar Zettel mit Nullen drauf. Deine Großmutter.« Malina kann es kaum glauben, hat sie doch die Großmutter seit Jahren für tot gehalten. Also macht sie sich auf den Weg in ihre alte Heimat, zum großmütterlichen Haus, das tief im Wald versteckt liegt. Die Großmutter, die sie dort vorfindet, ist extravagant, ausgeflippt und lebensfroh. Zum Wiedersehen bietet die alte Dame ihrer Enkelin zunächst einen Joint an … (Quelle: Picus)

ET: 27. Februar 2019 // 22,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Schiffbruch vor Lampedusa“ von Davide Enia

Inhalt: Ein eindringlicher Text über die Insel Lampedusa, über ihre Bewohner und über Menschen, die dort Rettung suchen – ein großes Zeugnis von Humanität.
»Das Baby ist winzig, die Mutter selbst noch ein halbes Kind. Sie sind da, fünf Meter von mir entfernt. Und direkt vor mir gehen drei Mann gleichzeitig unter. Wen soll ich also retten? Zu wem soll ich hin? Was tun? Rechnen – das ist alles, was man in so einer Situation tun kann. Mathematik. Drei sind mehr als zwei. Drei Leben sind ein Leben mehr.«
Davide Enia ist nach Lampedusa gefahren, um sich selbst ein Bild von der Insel zu machen, die in den Medien zum Sinnbild für die Flüchtlingskrise geworden ist. Seine Gespräche mit Rettungshelfern, Freunden und Fischern, aber auch seine persönlichen Eindrücke bei Rettungsaktionen und »Anlandungen« verwebt er zu einer unglaublich dichten und ergreifenden Erzählung. Lampedusa ist dabei ein Mikrokosmos, in dem die Folgen von Migration, Flucht und Grenzen unmittelbar spürbar sind. Gleichzeitig erinnert Enia sich an magische Sommer an der sizilianischen Küste und seine früheren Urlaube auf der Insel, und versucht, die Unschuld dieser Zeit wieder heraufzubeschwören.
Enias Tage auf Lampedusa werden begleitet von seiner Sorge um den krebskranken Onkel und der Notwendigkeit, sich mit dessen nahenden Tod auseinanderzusetzen. Dieser sehr persönliche Schmerz über den drohenden Verlust lässt erahnen, was die große Katastrophe vor den europäischen Küsten für die Tausenden, die ihr Leben im Mittelmeer verlieren, und ihre Familien bedeuten muss. So macht Enia das Unfassbare fassbar.
Die Schönheit des Mittelmeers und der Natur werden ebenso sichtbar wie die menschlichen Tragödien, die dort zum Alltag geworden sind. (Quelle: Wallstein)

ET: 4. März 2019 // 20,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Legenden“ von Sylvain Prudhomme

Inhalt: Die Crau, eine Steinwüste vor den Toren von Arles. Weites, nacktes Land, überlassen einzig dem rauen Mistral und den Schafen. Hier leben Matt und Nel, verbunden durch eine tiefe Freundschaft. Als Matt beginnt, die Vergangenheit der Region zu erforschen, stößt er immer wieder auf die Namen zweier Cousins von Nel, die in den Achtzigern hier lebten.Zwei Brüder, Enfants terribles, intelligent, exzessiv und voller Verachtung für jegliche Gefahren. Für kurze Zeit sind sie da, in Arles, in der Crau, im Leben ihrer Freunde, von denen sie gehasst und vergöttert werden. Partys, Gewalt, Freiheit, Jugend, Nachlässigkeit. Matt versucht, das Lebensgefühl jener Jahre einzufangen, und scheucht dabei Echos auf, die ihm und Nel ihre eigenen Entscheidungen gnadenlos vor Augen führen. (Quelle: Unionsverlag)

ET: 18. März 2019 // 22,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Little Boy“ von Lawrence Ferlinghetti

Inhalt: ‚So habe ich mein ganzes Leben lang geschrieben‘, sagt der legendäre Beatnik-Dichter Lawrence Ferlinghetti über »Little Boy«, den aufregenden Roman über sein Leben, das nun bald 100 Jahre umspannt. Er erinnert sich darin an die Trennung von seiner Mutter, an seine Kindheit bei einer Tante in Frankreich und wie er bei einer wohlhabenden, aber kaltherzigen Pflegefamilie in Bronxville aufwuchs. Zugleich fängt er in einem turbulenten Strom aus Gedanken und Assoziationen das magische Lebensgefühl seiner Generation ein. Im Kalifornien der fünfziger Jahre gründete Ferlinghetti, nachdem er in Paris studiert und den Zweiten Weltkrieg als Marinesoldat im Pazifik und den D-Day in der Normandie miterlebt hatte, den Buchladen und Verlag City Lights, wo Ginsbergs »Howl« erschien und Kerouac und Burroughs ein und aus gingen. So wild, wie der Beat in Musik und Literatur tobte, so temperamentvoll und leidenschaftlich lässt Ferlinghetti den Anbruch der Hippiebewegung wieder lebendig werden, empört sich, mischt sich ein, klagt an – und beschwört die Kunst als politischen Protest. (Quelle: Schöffling & Co.)

ET: 19. März 2019 // 22,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„14. Juli“ von Éric Vuillard

Inhalt: Der Sommer 1789 ist herrlich warm und so schön, dass man die Hungersnot im vorangegangenen bitterkalten Winter leicht vergessen kann, zumindest in den Palästen. Im Volk aber wächst die Unzufriedenheit über die Willkür und Dekadenz der herrschenden Klassen, bis die drückende Hitze schließlich kaum mehr auszuhalten ist. Eines Nachts versammeln sich erste Gruppen in der Dunkelheit. Waffenarsenale werden gestürmt, Theaterrequisiten geplündert. Aus falschen Speeren werden echte Schlagstöcke. Die Kirchenglocken in Paris schlagen Alarm, doch zu spät: Am Morgen des 14. Juli hat sich die Menge bereits vor den Toren der Bastille versammelt – sie wird Europa für immer verändern. Éric Vuillard schildert die Geburtsstunde der französischen Revolution als bildreiches Panorama voller Miniaturen, die uns daran erinnern, dass Freiheit auch Gleichheit aller Menschen vor der Geschichte bedeutet. (Quelle: Matthes & Seitz)

ET: 29. März 2019 // 18,00 EUR // ⇒ Verlagsseite


Spannung

„Bluebird, Bluebird“ von Attica Locke

Inhalt: Mit einem Abschluss in Princeton und zwei Jahren Jurastudium hätte Darren Mathews leicht einen Platz in der Elite der afroamerikanischen Anwälte einnehmen können. Stattdessen folgte er dem Beispiel seines Onkels, um Texas Ranger zu werden. Auf Drängen eines Freundes im FBI fährt er nach Lark. Was zunächst wie ein doppeltes Hassverbrechen in einer winzigen Stadt in Texas aussieht, entpuppt sich als ein komplizierter Fall. Eines der Opfer ist Michael Wright, ein schwarzer Anwalt aus Chicago. Das andere Opfer Missy Dale, eine un­glücklich verheiratete weiße Kellnerin, die zusammen mit Wright eine Redneck-Bar in Lark spät in der Nacht verlassen hat. Beide misshandelten Leichen werden im nahegelegenen Attoyac Bayou gefunden.
Mathews, der wegen eines ähnlich gelagerten Falls suspendiert wurde, vermu­tet eine Verbindung zur Aryan Brotherhood of Texas, einer gewalttätigen rassistischen Bande, die sich durch Drogenschmuggel bereichert. Er trifft auf einen ihm feindlich eingestellten Sheriff, den rassistischen Ehemann der Toten und die äußerst launische Witwe des toten Anwalts, die extra einfliegt, um herauszufinden, was ihrem Ehemann zugestoßen ist. (Quelle: Polar)

ET: 1. Februar 2019 // 20,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Der Fall Fontane“ von Johannes Wilkes

Inhalt: Vergnügt radelt Hauptkommissar Mütze mit seinem Freund Karl-Dieter durch die Mark Brandenburg, als sie unter dem Birnbaum von Ribbeck eine grausige Entdeckung machen: Ein kleiner Hund zerrt sie zu einem Mann mit eingeschlagenem Schädel. Natürlich beginnt Mütze trotz Urlaub direkt mit den Ermittlungen: Welches Geheimnis hat die Ehefrau des Toten? Was hat es mit dem abgetrennten Wolfskopf auf sich? Und wer ist der Mann, der im Fontanekostüm durch Neuruppin läuft? Bald wird klar: Der Schlüssel zur Lösung des Falls scheint bei Theodor Fontane zu liegen … (Quelle: Gmeiner Verlag)

ET: 13. Februar 2019 // 14,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Willnot“ von James Sallis

Inhalt: In Willnot, einer amerikanischen Kleinstadt, wird eine Grube voller Leichen entdeckt. Lamar Hale, der ortsansässige Arzt, wird vom Sheriff zum Tatort gerufen. Niemand weiß, wer die Opfer sind, geschweige denn, was das Motiv für diese grausame Tat sein könnte. Eine Spezialeinheit rückt an, um das Gelände zu sichern und mit der Spurensuche zu beginnen. Derweil erhält Lamar Hale Besuch von Brandon Lowndes, einem ehemaligen Patienten, der nach vielen Jahren Abwesenheit wieder in Willnot auftaucht. Über die Gründe für seine Rückkehr schweigt er sich aus. Ein paar Tage später erhält Hale erneut unangekündigten Besuch, diesmal von einer FBI-Agentin namens Theodora Odgen, die sich nach Brandon Lowndes erkundigt. Dem Vernehmen nach war er Scharfschütze bei den Marines, ein Elitekiller, der sich unerlaubt von der Truppe entfernt hatte. Und genau dieser Brandon Lowndes wird einige Tage später aus dem Hinterhalt angeschossen. Das FBI ist sofort zur Stelle, aber Brandon verschwindet aus dem Krankenhaus, bevor man ihn befragen kann. (Quelle: Liebeskind)

ET: 18. Februar 2019 // 20,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Goethespur“ von Bernd Köstering

Inhalt: Hendrik Wilmut, Literaturdozent an der Universität Frankfurt, fällt aus allen Wolken, als sein alter Freund Eddie darauf beharrt, dass Goethes erste Italienreise in Wahrheit nie stattgefunden hat. Auch Eddies Behauptung, er werde verfolgt, glaubt Wilmut nicht. Erst als ein Attentat auf Eddie verübt wird, beginnt er sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen. Beide reisen auf Goethes Spuren nach Innsbruck und über den Brenner. Tag um Tag, Kilometer um Kilometer kommen sie dem Attentäter näher … (Quelle: Gmeiner Verlag)

ET: 13. März 2019 // 12,00 EUR // ⇒ Verlagsseite


Sachbuch

„Rebellische Frauen – Women in Battle“ von Marta Breen / Jenny Jordahl

Inhalt: Hier werden engagiert, leichtfüßig und pointiert die Geschichten all der furchtlosen Frauen erzählt, die seit über 150 Jahren und bis heute leidenschaftlich für die Rechte der Frauen auf der ganzen Welt kämpfen: Für das Recht, zu wählen. Für das Recht über den eigenen Körper zu bestimmen. Für das Recht, zu leben wie, und zu lieben, wen man will. Und für wirtschaftliche Unabhängigkeit, für Bildung und Beruf. Marta Breen, in Ihrer Heimat Norwegen einer der profiliertesten Feministinnen und Jenny Jordahl, preisgekrönte Illustratorin geben mit befreiendem Humor und erfrischenden Illustrationen einen neuen Blick auf Frauen wie Rosa Luxemburg, Emmeline Pankhurst, Sojourner Truth, Margaret Sanger und Malala Yousafzai, u.v.m. Eine kraftvolle Hommage an den Mut und den Willen der Frauen, die für ihre Rechte kämpfen und gekämpft haben. Und ein Appell dafür, weiterhin zu kämpfen! (Quelle: Elisabeth Sandmann)

ET: 11. Februar 2019 // 25,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Begeisterung – Die Energie der Kindheit wiederentdecken“ von André Stern

Inhalt: Jedes Kind ist von Natur aus neugierig, interessiert und voller Begeisterung. Aber in vielen Teilen unserer heutigen Welt wird nach der Vorstellung erzogen, Leistung um jeden Preis zu fordern. Die Kinder bleiben dabei oft auf der Strecke. Dabei ist die Kindheit die wertvollste Ressource eines Menschen. Wir müssen sie daher schützen und achten, denn sie ist einzigartig und einmalig. Aber auch Erwachsene können und sollen sich Begeisterungsfähigkeit erhalten. Begeisterung verleiht uns Flügel, sie macht uns regelrecht genial. Das wissen wir instinktiv, doch die Wissenschaft liefert uns inzwischen sogar Erklärungen darüber, was in uns genau passiert, wenn wir begeistert sind. (Quelle: Elisabeth Sandmann)

ET: 11. Februar 2019 // 19,95 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Die Sinne“ von Matteo Farinella

Inhalt: Dieses so vergnügliche wie verständliche Buch macht mit den wichtigsten neurowissenschaftlichen Fakten, dem aktuellen Wissensstand und den bahnbrechenden Erforschern der fünf Sinne bekannt – in erhellenden Bildern, die auch wissenschaftliche Neulinge entzücken werden … Tasten, schmecken, riechen, hören, sehen – dieses Buch ist ein Kurztrip in die wunderbare Welt der Sinne. Auf dem Weg begegnet man den vier Mechanorezeptoren des Tastsinns, sieht sich die Geschmacksknospen aus nächster Nähe an, erkundet die Verknüpfung von Gerüchen mit Erinnerungen und lernt die Kraft der Pheromene kennen. Staunend versteht man die komplexe Funktionsweise des Gehörs und erfährt, wie optische Täuschungen die Sehzellen unserer Augen überlisten und sie Dinge sehen lassen, die gar nicht da sind. Dr. Matteo Farinella, promovierter Neurowissenschaftler und Illustrator aus Leidenschaft, ist ein Spezialist der fröhlichen und der schönen Wissenschaft – und so gelingt es ihm spielend, vielschichtige Sachverhalte auf humorvolle, detailreiche und höchst zugängliche Weise auch denjenigen zu vermitteln, die mit Wissenschaft eigentlich nicht so viel anfangen können. (Quelle: Antje Kunstmann)

ET: 6. März 2019 // 20,00 EUR // ⇒ Verlagsseite


Kinder- und Jugendbuch

„Zwei Freunde für Rosi“ von Kate DiCamillo / Harry Bliss

Inhalt: Rosi ist ein braver Hund, aber manchmal fühlt sie sich ein bisschen einsam und allein. Da hat ihr Herrchen Georg die Idee, mit ihr zur Hundewiese zu gehen. Doch die Hundewiese ist voller Hunde, die Rosi nicht kennt, und so fühlt sie sich dort noch einsamer. Als der riesige und laute Hund Moritz und die winzige flippige Fifi mit ihr spielen wollen, weiß Rosi nicht, wie sie reagieren soll. Denn sie weiß nicht, wie man Freundschaft schließt. Aber dann lernt sie es doch…
Die preisgekrönte Kinderbuchautorin Kate DiCamillo und der New Yorker Illustrator Harry Bliss stellen drei Hunde vor, die das Herz aller großen und kleinen LeserInnen garantiert erwärmen werden. (Quelle: Jacoby & Stuart)

ET: 1. Februar 2019 // 15,00 EUR // ab 4 Jahren // ⇒ Verlagsseite

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„Ausreden, Ausreden“ von Anushka Ravishankar / Susanne Straßer

Inhalt: Um Ausreden ist Tim nicht verlegen! Die braucht er auch dringend und zwar an jedem Tag der Woche. Am Montag, weil er zu spät zur Schule kommt. Am Dienstag, weil er die Socken vergisst. Am Mittwoch, weil er statt des Einkaufs einen Hund nach Hause bringt. So geht es bis zum Sonntag – obwohl er sich jede Woche vornimmt, es diesmal nicht zu vergeigen. Ein Glück für alle, die seine fantastischen Ausreden zu hören bekommen!
Anushka Ravishankar, ein Star unter den Kinderbuchautoren Indiens, fabuliert in Reimen von Uhrzeigern, die plötzlich die Richtung wechseln, von Elefanten, die den Verkehr zum Erliegen bringen und von tadellosen Hausaufgaben, die sich auf eigenen Beinen frech davonmachen. Kongenial übersetzt sind ihre Verse von Uwe-Michael Gutzschhahn. Susanne Straßer zeichnet einen hinreißenden kleinen Jungen in seinen Verstrickungen mit den Regeln der Erwachsenenwelt. (Quelle: Peter Hammer Verlag)

ET: 4. Februar 2019 // 16,00 EUR // ab 5 Jahren // ⇒ Verlagsseite

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„Freibad – Ein ganzer Sommer unter dem Himmel“ von Will Gmehling

Inhalt: Weil die Bukowski-Geschwister im Hallenbad ein Kleinkind vorm Ertrinken gerettet haben, sind sie ein paar Tage lang berühmt. Doch toller als der Ruhm ist die Karte fürs Freibad, die sie für ihre Heldentat bekommen: Freier Eintritt in einen langen Sommer, der für alle ein besonderer wird! Alf ist zehn, seine Gedanken kreisen um den Schulwechsel nach den Ferien, die schöne Tochter des Bademeisters und sein selbstgestecktes Ziel: der Sprung vom Zehnmeterturm. Seine 8-jährige Schwester Katinka, rotzig und unerschrocken, schwärmt für Paris, lernt auf der Wiese Französisch und trainiert für 20 Bahnen Kraul am Stück. Robbie, der Jüngste und Augenstern der Familie, ist anders als andere Kinder, er redet kaum und träumt viel. Er soll endlich richtig schwiimmen lernen, finden Alf uns Katinka.
Wie der Sommer im Schwimmbad die Bukowski-Kinder wachsen lässt, wie sie – nicht nur im Schwimmbecken – kühn an ihre Grenzen gehen und tollkühn über diese hinaus, erzählt Will Gmehling mit Humor und viel Gefühl. Und immer durchweht seine Geschichte dieser beglückende Duft von Wasser auf heißen Steinen, Chlor und Pommes mit Mayo … (Quelle: Peter Hammer Verlag)

ET: 4. Februar 2019 // 14,00 EUR // ab 10 Jahren // ⇒ Verlagsseite

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„Wollen wir tauschen?“ von Sandra Ladwig / Dorothea Tust

Inhalt: Hast du schon mal etwas getauscht und vergessen, was es war?
So ergeht es Tona und Pauli. Die zwei besten Freunde tauschen, seit sie sich kennen: Karten, Kuscheltiere, Brüder und Brote. Doch dann tauschen sie etwas und vergessen, was es ist. Was haben Tona und Pauli nur getauscht?                (Quelle: Mixtvision)

ET: 13. Februar 2019 // 15,00 EUR // ab 3 Jahren // ⇒ Verlagsseite

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„Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann“ von Alex Wheatle

Inhalt: Ein herzzerreißender und hoffnungsvoller Roman über die erste Liebe, das Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen und die Kraft und Liebe, die alle jungen Mädchen brauchen. Mo Baker ist fünfzehn und ziemlich wütend. Ständig streitet sie sich mit ihrer Mutter, die sich nur um ihre eigenen Probleme kümmert und jetzt auch noch diesen neuen Freund hat, den Mo einfach nur daneben findet. Lloyd ist für sie nur ein weiterer Kerl, der Frauen schlägt und ihr Geld verprasst. Der einzige Lichtblick in ihrem Leben ist Sam, ihr Kindheitsfreund, dem sie sich so nah fühlt wie keinem anderen Menschen auf der Welt und mit dem sie in den Sommerferien endlich was hatte. Doch Sam hat inzwischen eine Andere. Zum Glück halten ihre besten Freundinnen Elaine und Naomi zu ihr, egal was ist oder kommen mag. Selbst als die Situation mit Lloyd eskaliert und in Mo nur noch der Wunsch nach Rache brennt …                (Quelle: Verlag Antje Kunstmann)

ET: 6. März 2019 // 18,00 EUR // ab 14 Jahren // ⇒ Verlagsseite

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„Grüne Gurken“ von Lena Hach

Inhalt: Berlin, mitten in Kreuzberg: Lotte, neu in der Stadt, ausgesprochen tollpatschig, herrlich selbstironisch, normal begabt und total verknallt. In Vincent von Grüne Gurken. Oder so ähnlich. Auf jeden Fall in den Typen, der immer montags im Kiosk gegenüber auftaucht und genau 10 Grüne Gurken kauft. (Quelle: Mixtvision)

ET: 13. März 2019 // 17,00 EUR // ab 12 Jahren // ⇒ Verlagsseite

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„Herzensbruder, Bruderherz“ von Andrea Schomburg / Dorothee Mahnkopf

Inhalt: Eigentlich ist alles normal bei der zwölfjährigen Luise. Die Eltern sind zwar etwas überbesorgt, aber na ja … Doch eines Tages entdeckt sie das Familiengeheimnis: Sie hatte einen Zwillingsbruder, der bei der Geburt gestorben ist. Dann kann ja wohl auch sie ein Geheimnis haben: Gegen den Willen der Eltern meldet sie sich bei einer Jugendtheatergruppe an und erschließt sich eine faszinierende neue Welt. Und da niemand sie dort kennt, erzählt sie, dass sie einen Bruder habe: Schultheaterstar, Hip-Hop-Champion, den coolsten Bruder der Welt! Nur: Irgendwann wollen die anderen ihn unbedingt kennenlernen. Ausgerechnet Viktor, der verschnarchte Klassenloser, übernimmt die Rolle des legendären Bruders. Aber wie lange kann Luise ihre Lügengespinste aufrechterhalten? (Quelle: Tulipan)

ET: 18. März 2019 // 13,00 EUR // ab 9 Jahren // ⇒ Verlagsseite

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„Seifenblase“ von Geneviève Castrée

Inhalt: Eine Blase schwebt schwerelos von Seite zu Seite, beobachtet und begleitet von einem kleinen Mädchen. In dieser Blase lebt ihre Mutter. Die Mutter würde gerne mitkommen, mit Papa und der Kleinen auf ihre Abenteuer im Wald, zu den Tannenzapfen und Eulen, aber sie kann die Blase nicht verlassen. Dafür besucht das Mädchen sie oft und die beiden frühstücken, kuscheln und malen gemeinsam in der Blase. Was passiert, wenn diese Blase platzt?
Mit „Seifenblase“ begegnet die kanadische Künstlerin Geneviève Castrée der vielleicht schwierigsten Aufgabe überhaupt: In den letzten Wochen ihres Lebens zeichnet sie mit aller Kraft gegen eine tödliche Krebserkrankung an und hinterlässt mit dem Buch ein berührendes Abschiedsgeschenk für ihre zweijährige Tochter. In präzisen und liebevollen Zeichnungen fängt sie besondere Momente der Innigkeit ein und erschafft ein Werk voll Trost und Wärme. (Quelle: Reprodukt)

ET: 31. März 2019 // 12,00 EUR // ab 8 Jahren // ⇒ Verlagsseite

 

5 Gedanken zu “*indiebooks* Aktuelle Titel aus Indie-Verlagen / Frühjahr 2019

  1. Da ist viel Schönes dabei. 🙂 Insbesondere „1919 – Fiktion“ und „Wallace“ behalte ich mal auf dem Radar.

    Zu „Die Spionin der Charité“ kann ich als ergänzende Lektüre übrigens „Kolbe“ von Andreas Kollender empfehlen, in dem die Geschichte – wenig überraschend – aus Sicht des namensgebenden Fritz Kolbe erzählt wird. Und inhaltlich etwas anders. 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: #Indiebookday 2019: Drei Bücher – drei Verlage | super.lese.helden

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