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Meine Bücher für den Sommer

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Summer reading stampNun haben auch bei uns in Hessen die Sommerferien begonnen. Endlich. Noah hatte am vergangenen Freitag seinen letzten Tag in der Grundschule, und die Freude über die Ferien mischt sich ein wenig mit dem Abschied von der Grundschulzeit und liebgewordenen Klassenkameraden. Nichtsdestotrotz haben wir uns vorgenommen, die nächsten Wochen und unseren anstehenden Urlaub zu genießen.

Ich habe mir bereits einige Bücher zusammengesucht, die ich im Sommer – in den kommenden sechs bis acht Wochen – lesen möchte. Bei der Auswahl habe ich auf meinen Stapel ungelesener Bücher zurückgegriffen, auf die Juli-Neuerscheinungen und auf einen Tipp von Kati. Sie hat auf ihrem Blog Zeit zu lesen eine solch begeisterte und begeisternde Besprechung über den Jugendroman „Salt to the Sea“ geschrieben, dass ich mir das Buch umgehend bestellt habe.

Weiterhin sind einige Titel meiner Leseliste „100 Bücher“ dabei – wie beispielsweise „Altes Land“ von Dörte Hansen oder „Of Mice and Men“. Diesen Klassiker von John Steinbeck kenne ich zwar schon, vertiefe mich aber immer wieder gerne in diese außergewöhnliche und ergreifende Geschichte.

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„Eine treue Frau“ von Jane Gardam

Eine treue FrauHanser / 14.03.2016 / 21,90 EUR

• Verlagsseite

Inhalt

Ist Liebe eine Frage der Haltung? Nach „Ein untadeliger Mann“ folgt nun Band zwei der hinreißenden Trilogie von Jane Gardam.

Manchmal vergisst Betty, dass sie keine Chinesin ist, so selbstverständlich nah ist ihr das Land, dessen Sprache sie seit Kindertagen beherrscht. Diese elementare Liebe zum Fernen Osten verbindet sie tief mit ihrem künftigen Mann Edward Feathers, dem jungen Star unter den Richtern der Krone in Hongkong. Als Betty Edward ewige Treue verspricht, weiß sie intuitiv, dass ihre Ehe kaum auf wilder Leidenschaft gründen wird. Doch sie ahnt nicht, dass sie nur eine Stunde später der Liebe ihres Lebens begegnen wird, Edwards Erzrivalen Terry Veneering … Jane Gardams „Eine treue Frau“ ist ein umwerfend kluger, zarter Roman über die Spielarten von Liebe und Begehren.             (Quelle: Hanser)

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„Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ von Matt Haig

dtv / 18.03.2016 / 18,90 EUR

• Verlagsseite

Inhalt

Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein – ebenso unterhaltsam wie berührend. »Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.« Matt Haig (Quelle: dtv)

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„Altes Land“ von Dörte Hansen

Altes Land

Knaus / 16.02.2015 / 19,99 EUR

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Inhalt

Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie

Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie. (Quelle: Knaus)

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„Jane & Miss Tennyson“ von Emma Mills

Königskinder / 18.03.2016 / ab 14 / 18,99 EUR

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Inhalt

Devon würde eigentlich nichts an ihrem Leben ändern. Sie ist zufrieden damit, heimlich in ihren besten Freund verliebt zu sein und die Zukunft zu ignorieren. Aber das Leben macht nicht mit. Erst zieht ihr Cousin Foster, ein unverbesserlicher Sonderling mit einem überraschenden Talent für Football, bei ihnen ein. Dann taucht der unausstehliche, überhebliche und unerträglich attraktive Ezra auf. Devon hätte nie erwartet, dass Foster der Bruder wird, den sie nie haben wollte; oder dass Ezra ihre Lieblingsschriftstellerin Jane Austen liest, selbst wenn er Stolz und Vorurteil zunächst für die Fortsetzung von Verstand und Gefühl gehalten hat. (Quelle: Königskinder)

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„Sommernovelle“ von Christiane Neudecker

Sommernovelle

Luchterhand / 25.05.2015 / 16,99 EUR

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Inhalt

Ein Sommer, wie es ihn nur in der Kindheit oder Jugend gibt

Es ist der Sommer, den sie nie vergessen werden. In ihren Ferien arbeiten zwei 15-jährige Schülerinnen auf einer Vogelstation direkt am Meer. Bei flirrender Hitze streifen sie über die Nordsee-Insel und lauschen den Trillergesängen der Austernfischer, sie trinken eisgekühlte Limonade, zählen Silbermöwen am Himmel und führen Kurgäste durch das schillernde Watt. Doch dann holt eine Realität sie ein, mit der sie nicht gerechnet hatten. Denn was geschieht, wenn man sich mitten in der Lebenslüge eines anderen Menschen befindet?

Mit leuchtender Erzählkraft entführt Christiane Neudecker ihre Leser an die stürmische Nordsee, hinein in die Turbulenzen des Erwachsenwerdens – und in die Magie eines unvergesslichen Sommers. (Quelle: Luchterhand)

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„Wie der Atem in uns“ von Elizabeth Poliner

Wie der Atem in uns

Dumont / 19.07.2016 / 23,00 EUR

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Inhalt

Die Leibritzkys sind eine jüdische Großfamilie und einander in inniger Hassliebe verbunden. Jedes Jahr fahren sie gemeinsam in ihr Sommerhaus ans Meer, nach Woodmont in Connecticut. Bis ein tödlicher Autounfall alles für immer ändert. David Leibritzky ist erst acht Jahre alt, als er sterben muss. Das Jahr 1948, in dem er umkommt, ist das Jahr der Unabhängigkeit Israels. Doch frei wird keiner der Leibritzkys je mehr sein.

Rund fünfzig Jahre später versucht die ältere Schwester Molly die Ereignisse zu ergründen, die zu Davids Tod geführt haben. Sie umkreist den einen Tag, den sie alle nicht vergessen können, und spürt dabei der Geschichte ihrer Familie nach. Sie erzählt von drei Schwestern, die füreinander einstehen und sich doch gegenseitig verletzen, von der Auseinandersetzung mit dem schweren Erbe der Religion und der Unentrinnbarkeit familiärer Bande.

›Wie der Atem in uns‹ ist ein berührendes Familienporträt und ein großer amerikanischer Roman über Schuld, Liebe und Identität, der im Angesicht der größtmöglichen Tragödie einen heilsamen Witz entfaltet. (Quelle: Dumont)

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„Der letzte Sommer“ von Helen Simonson

Der letzte Sommer

Dumont / 19.07.2016 / 22,99 EUR

• Verlagsseite

Inhalt

Im Sommer 1914 besucht der Medizinstudent Hugh seine geliebte Tante Agatha, deren Ehemann ein hoher Beamter in der Regierung ist. Er wird begleitet von seinem Cousin Daniel, der von einem Leben als Poet und englischer Gentleman träumt. Agatha besteht darauf, dass das Säbelrasseln auf dem Balkan unbeachtet verklingen wird und dass König, Kaiser und Zar wie immer in ihren Sommerurlaub gehen werden. Zudem ist sie mit weitaus Wichtigerem beschäftigt: Seit kurzem ist sie Mitglied des örtlichen Schulbeirates und befürwortet die Einstellung einer weiblichen Lehrkraft. Als Beatrice Nash mit einem Schrankkoffer und riesigen Bücherkisten in der Kleinstadt ankommt, ist schnell klar, dass sie deutlich freidenkender – und attraktiver – ist, als eine Lateinlehrerin es sein sollte. Beatrice, die kürzlich ihren Vater verloren hat, will vor allem in Ruhe gelassen werden. Ihre ganze Energie fließt in ihre Schriftstellerei und in das Entmutigen möglicher Heiratskandidaten. Nichts ist Beatrice wichtiger als ihre Unabhängigkeit. Doch Daniels Charme und Hughs scharfer Verstand wie auch sein nobler Charakter lassen sie in ihrer Haltung schwanken. Mit Ausbruch des Krieges findet der idyllische Sommer ein jähes Ende. Als die Bewohner von den ersten Soldaten Abschied nehmen müssen, ahnen alle, dass sich ihr Leben grundlegend ändern wird. (Quelle: Dumont)

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„Salt to the Sea“ von Ruta Sepetys

Puffin / 04.02.2016 / ab 12 / 7,99 EUR

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Inhalt

It’s early 1945 and a group of people trek across Germany, bound together by their desperation to reach the ship that can take them away from the war-ravaged land. Four young people, each haunted by their own dark secret, narrate their unforgettable stories. Fans of The Book Thief or Helen Dunmore’s The Siege will be totally absorbed.

This inspirational novel is based on a true story from the Second World War. When the German ship the Wilhelm Gustloff was sunk in port in early 1945 it had over 9000 civilian refugees, including children, on board. Nearly all were drowned. Ruta Sepetys, acclaimed author of Between Shades of Grey, brilliantly imagines their story. (Quelle: Puffin)

Erscheint am 29.09.2016 auf deutsch – bei Königskinder unter dem Titel „Salz für die See“.

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„Rabensommer“ von Elisabeth Steinkellner

Beltz / 21.12.2015 / ab 14 / 12,95 EUR

• Verlagsseite

Inhalt

Ein furioses literarisches Debüt! »Rabensommer« erzählt vom Abschied von der Kindheit und dem letzten, flirrenden Sommer, den Juli, Ronja, Niels und August miteinander verbringen, bevor sie sich in alle Winde zerstreuen. Ein wundervoller poetischer Roman einer ganz außergewöhnlichen Erzählerin.

Seit Jahren sind sie beste Freunde, fast alles haben sie zusammen gemacht – wie Raben. Jetzt, nach dem Abitur, muss jeder für sich entscheiden, wie es weitergeht. Die Ich-Erzählerin Juli entschließt sich zu studieren, doch noch bevor es losgeht, verändert sich alles, Schlag auf Schlag: Niels, mit dem sie seit einem Jahr zusammen ist, macht mit ihr Schluss. August lüftet sein Geheimnis. Und Ronja geht nach London. Juli ist auf sich allein gestellt und muss ihr Leben, das ihr wie ein Haufen lauter kleine Schnipsel vorkommt, neu sortieren.             (Quelle: Beltz)

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„Of Mice and Men“ von John Steinbeck

Mein Exemplar von „Of Mice and Men“ ist fast fünfundzwanzig Jahre alt und mittlerweile nicht mehr erhältlich. Daher hier die Infos zur deutschen Ausgabe und der Trailer zu der absolut gelungenen Verfilmung aus dem Jahr 1992:

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dtv / 6,90 EUR

• Verlagsseite

Inhalt

Der bärenstarke, aber geistig zurückgebliebene Lennie zieht mit George durchs Land, um sich als Erntehelfer eine paar Dollar zu verdienen. Ihr großer Traum ist es, sich auf einer eigenen Farm zur Ruhe zu setzen und Kaninchen zu züchten. Doch Lennies Bedürfnis, junge Hunde, Mäuse und andere kleine Tiere zu »streicheln«, bringt die beiden in Schwierigkeiten. Auf der Suche nach neuen Jobs verflucht George seinen Gefährten Lennie, bringt es aber nicht übers Herz, ihn alleine zu lassen. Als Lennie beginnt, die Frau des Gutsbesitzers zu »streicheln«, ist das Unheil vorprogrammiert. (Quelle: dtv)

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Kennt ihr einen der Titel?

Und (wichtige Frage :-)): Gibt es ein spannendes oder lustiges Buch, das ihr Noah empfehlen könnt?

Wir wünschen allerseits eine wunderschöne und sonnige Sommer- und Ferienzeit!

Liebe Lesegrüße von

Noah und Tina

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*Rezension* Das Haus der verlorenen Kinder / Linda Winterberg

 

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Aufbau Verlag // Taschenbuch // 512 Seiten // 18. April 2016 // 12,99 EUR

Der Inhalt

Nimmt man einer Mutter ihr Kind …

Norwegen, 1941: In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Soldaten. Ihre verbotene Liebe fordert einen hohen Preis, und die beiden jungen Frauen verlieren alles, was ihnen lieb ist. Ausgerechnet bei den deutschen Besatzern scheinen sie Hilfe zu finden, doch dann wird Lisbet von ihrer kleinen Tochter getrennt. Erst lange Zeit später findet sich ihre Spur – in Deutschland.

Eine dramatische Geschichte um zwei junge Frauen in Norwegen im Zweiten Weltkrieg, deren Schicksal bis in die Gegenwart reicht (Quelle: Aufbau)

• Verlagsseite  • Leseprobe •

Die Gedanken zum Buch

Bücher über den Zweiten Weltkrieg mit all seinen Schrecken gibt es zuhauf. Auch der Roman „Das Haus der verlorenen Kinder“ greift diese Thematik auf, beleuchtet allerdings einen bisher noch wenig bekannten Aspekt: das Schicksal der sogenannten „Deutschenmädchen“ in Norwegen.

Lisbet und Oda, zwei junge Norwegerinnen, wachsen behütet im beschaulichen Hafenstädtchen Loshavn auf. Als der Krieg ausbricht, hat dies zunächst keine Auswirkungen auf die beiden Freundinnen, da Norwegen noch fernab von jeglichem Kriegsgeschehen liegt. Doch dann fallen die Deutschen auch in Skandinavien ein und besetzen Loshavn. Die norwegischen Familien müssen den Soldaten zwangsweise Unterkunft in ihren eigenen Häusern gewähren und haben somit einen engeren Kontakt zum Feind als ihnen lieb ist. Lisbet und Oda profitieren jedoch in gewisser Weise von diesem Arrangement – lernen sie doch somit zwei charmante junge Soldaten kennen und verlieben sich ihn sie. Die beiden Mädchen halten ihre Beziehungen zu den Deutschen selbstverständlich so geheim wie möglich. Aber als sie schwanger werden und ihre Liebsten an einen anderen Ort beordert werden, nimmt eine tragische Geschichte ihren Lauf … Lisbet und Oda zählen von nun an zu den verhassten „Deutschenmädchen“ – verachtet sowohl von den eigenen Landsleuten als auch von den Deutschen. Auch ihre Babys werden als „Deutschenkinder“ bezeichnet, auf die sie keinerlei Anrecht haben und die sich fortan im „Besitz“ der Deutschen befinden.

In einem zweiten Handlungsstrang erzählt die Autorin Linda Winterberg (alias Nicole Steyer) von Marie und Betty. Die 84-jährige Betty wohnt in einem Wiesbadener Seniorenheim und wird von Marie betreut, die dort ein freiwilliges soziales Jahr absolviert. Die beiden Frauen freunden sich trotz ihres Altersunterschiedes an und merken bald, dass sie beide von einem Geheimnis aus der Vergangenheit umgeben sind, das es zu enthüllen gilt und dem sie sich stellen müssen. Also begibt sich Betty auf eine Reise in ihre Vergangenheit – und Marie folgt ihr.

Dieser Roman lebt von seiner Geschichte. Von einer Geschichte, die ergreifend und tragisch ist, mitreißend und wunderbar unterhaltsam, traurig und vielleicht auch ein ganz kleines bisschen kitschig. Auf jeden Fall ist es eine stimmige Geschichte. Die Autorin berichtet in ihrem Nachwort, dass sie das Schicksal der „Deutschenmädchen“ persönlich tief bewegt hat, als sie davon hörte. Und diese persönliche Betroffenheit spürt man beim Lesen. Man spürt, dass die Autorin eine Menge Herzblut in die Recherche und in ihr Buch gesteckt hat. Daher ist auch der Erzählstrang um Lisbet und Oda besonders gut gelungen, fesselnd und hochinteressant. Ich habe das Schicksal der beiden Frauen mit sehr großem Interesse – und Mitgefühl – verfolgt.

Die zweite Erzählebene, die sich in der Gegenwart abspielt und sich um Marie und Betty dreht, konnte mich dagegen nicht völlig überzeugen. Wahrscheinlich lag dies an Maries Charakter, bei dem mir die Authentizität und Glaubwürdigkeit gefehlt hat. Vieles an Maries Persönlichkeit und ihrem Leben wirkte konstruiert und gewollt. So wird sie beispielsweise des Öfteren als „Bad Girl“ beschrieben, verhält sich dann aber nicht aufsässig oder unhöflich, sondern wirkt meist angepasst und freundlich.

Warum das Buch den Titel „Das Haus der verlorenen Kinder“ trägt, erfährt man übrigens erst im letzten Drittel der Handlung. Verraten möchte ich es an dieser Stelle nicht. Nur so viel: Der Titel ist treffend und sehr gut gewählt. Und es lohnt sich, seine Bedeutung beim Lesen herauszufinden.

Das Fazit

„Das Haus der verlorenen Kinder“ ist ein ergreifender Unterhaltungsroman über das tragische Schicksal zweier mutiger Frauen im Zweiten Weltkrieg. Ein Buch, das von Liebe und Verlust erzählt, von Freundschaft und Zusammenhalt, von Heimat und Fremde und von Vergangenheitsbewältigung. Hier kann man sich mit einem Stück Geschichte auseinandersetzen – mit dem der „Deutschenmädchen“ aus Norwegen -, das bisher kaum bekannt ist und das Betroffenheit erzeugt. Lesenswert!

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Das Jahr des Taschenbuchs #6: „Pala“ und „Die Interessanten“

  jahr des taschenbuchs

Auch im Juni haben wir wieder einen Taschenbuch-Einkauf in der Buchhandlung getätigt, von dem wir euch heute berichten möchten. Diesmal war es kein Spontankauf, wie es bei mir ziemlich häufig der Fall ist. Diesmal haben wir unsere Bücher bestellt und konnten sie gleich am nächsten Tag abholen. Das ist übrigens ein weiterer großer Vorteil von Buchhandlungen – neben vielen anderen Vorzügen: Wenn man einen Titel vor 18 Uhr bestellt, liegt er am folgenden Morgen zur Abholung bereit.

Und so sah unsere Bestellung aus: „Pala – Das Spiel beginnt“ sowie „Pala – Das Geheimnis der Insel“ von Marcel van Driel und „Die Interessanten“ von Meg Wolitzer.

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Bei den ersten beiden Büchern handelt sich um spannende Jugendromane, die besonders für Jungs geeignet sind. Noah und ich haben den ersten Teil bereits zusammen gelesen und sind ganz begeistert von der rasanten Geschichte, den vielen Action-Szenen und den „coolen“ Charakteren.

„Die Interessanten“ habe ich vor kurzem beendet. Es ist ein Coming-of-Age-Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und mehr als nur „interessant“ fand. Eigentlich eine recht gewöhnliche Geschichte um vier junge Menschen und deren Entwicklung bis ins Alter, die Meg Wolitzer jedoch mit solch einer Glaubhaftigkeit und Intensität erzählt, dass man sich den Hauptfiguren unglaublich nahe fühlt und ihren Werdegang „buch-nah“ miterlebt.

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  Taschenbuch - Pala - Das Geheimnis der Insel <br>

Oetinger / 22.04.2016 // 24.06.2016 / 10,99 €

Verlagsseite

Inhalt

Band 1: Die Regeln des Spiels sind gnadenlos: Überall auf der Welt spielen Jugendliche ein Online-Game, bei dem man Abenteuer auf der virtuellen Insel Pala bestehen muss. Auch Iris ist von dem Spiel begeistert, bis es plötzlich Realität wird. Denn die Insel gibt es wirklich. Und die besten Spieler werden nach Pala entführt und dort von Mr Oz, dem Erfinder des Spiels, zu Geheimagenten ausgebildet. Doch welches Ziel verfolgt Mr Oz, und wie kann man von der Insel entkommen? Fest steht nur eins: Auf Iris warten große Gefahren, und bald weiß sie nicht mehr, wem sie vertrauen kann.                  (Quelle: Oetinger)

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Die Interessanten

Dumont / 13.10.2015 / 9,99 €

Verlagsseite

Inhalt

Nach dem Tod ihres Vaters will Julie Jacobsen nur noch eins: raus aus der Tristesse ihres provinziellen Zuhauses. Das Sommercamp an der Ostküste bedeutet für sie den Eintritt in eine neue Welt, die Welt der Kunst, Kreativität und Freiheit, verkörpert durch die interessantesten Menschen, denen sie je begegnet ist: Ethan, Jonah, Cathy, Ash und Goodman, fünf junge New Yorker, die sie wegen ihrer Schlagfertigkeit und ihres schwarzen Humors in ihre privilegierte Clique aufnehmen. Die Jahre und Jahrzehnte vergehen, aber nicht jeder der »Interessanten«, wie sie sich selbst nennen, kann aus seiner Begabung das machen, was er sich als Jugendlicher erträumte …
Meg Wolitzer zeigt an ihren Protagonisten die ganze Tragik und die ganze Komik der Existenz. Ein großer Roman über das Wesen der Kunst und der Freundschaft vor dem Panorama des Amerika der letzten vierzig Jahre.           (Quelle: Dumont)

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Seid herzlich gegrüßt und genießt das Lesen,

Noah und Tina

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*druckfrisch* Neuerscheinungen im Juli

Feine neue Bücher kommen im JULI in die Buchläden. Der Sommer hält so viele wunderbare Titel bereit, dass uns der Lesestoff nicht ausgehen wird – dafür haben die Verlage gesorgt.

Meine Auswahl an Neuerscheinungen ist diesmal dementsprechend groß geworden. Ich habe versucht, verschiedene Geschmäcker und (beinahe) jedes Lesealter zu berücksichtigen. Vielleicht findet ihr ja ein Buch, das euer Interesse weckt?:-)

Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken!

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr zur jeweiligen Verlagsseite.

♥ ♥ ♥

„Eul doch!“ von Martin Baltscheit
Hörbuchcover Baltscheit - Eul doch!

erscheint am 01.07. 2016 / 12,99 €

• Ab 4 Jahren •

Wie ist das jetzt mit dem Heulen? Darf man? Muss man? Die kleinen Eulsusen müssen es. Darauf sind die Eltern stolz. Und lebenswichtig ist das Weinen auch – für Eulsusen. Alles wird gut, wenn viel geweint wird. Nur eine will nicht weinen. Schon bei ihrer Geburt, als Mutter Eulsuse und alle anderen in Tränen aufgelöst waren, heult die neue kleine Eulsuse nicht. Keine einzige Träne! Eine tränenreich komische Geschichte über das Weinen und Trösten, Selbstbewusstsein und Andersartigkeit – mit sechs weiteren Tierfabeln über das Leben, eindrucksvoll erzählt von Martin Baltscheit. (Quelle: Hörbuch Hamburg)

♥ ♥ ♥

„Fabers Schatz“ von Cornelia Funke
Fabers Schatz

erscheint am 01.07. 2016 / 12,95 €

• Ab 3 Jahren •

Als Opa nach Amerika zieht, erbt Faber seinen alten Teppich. Angeblich soll der fliegen können. Aber wie das funktioniert, hat ihm Opa nicht verraten. Vielleicht können ihm seine Freunde weiterhelfen? Irgendjemand muss die fremde Schrift auf dem Teppich doch lesen können. Als Faber ein Mädchen aus Damaskus kennenlernt, hilft diese ihm das Rätsel zu lösen und die Magie des Teppichs reicht viel weiter, als Faber geahnt hat.

»Fabers Schatz« ist eine Geschichte von Freundschaft und macht neugierig auf das Fremde in unserem eigenen Land. (Quelle: Aladin)

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„Mount Caravan – Die fantastische Fahrt im Nimmerzeit-Express“ von Anna Ruhe 

erscheint am 01.07. 2016 / 12,99 €

• Ab 10 Jahren •

Jake war sein Leben lang Außenseiter. Dass er jetzt noch in ein Internat für Schwererziehbare gesteckt wird, ist echt das Letzte. Doch das seltsame Mount Caravan ist nicht das, was es vorgibt zu sein. Insgeheim beschützt die Schule ein uraltes Buch, und in diesem steht nichts Geringeres als die Zukunft der Menschheit! Plötzlich ist es an Jake und seinen Freunden Ava und Finley es vor den machthungrigen Feinden der Schule zu beschützen … (Quelle: Arena)

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„Von Männern und Menschen“ von Olli Jalonen
Von Männern und Menschen

erscheint am 05.07. 2016 / 24,00 €

Sommer 1972 in der finnischen Provinz: Als sein Vater erkrankt, wird der 17-jährige Erzähler von einem Tag auf den anderen in die Pflicht genommen – vorbei sind die unbeschwerten Tage seiner Kindheit. Anstatt Krebse zu fangen, verbringt er die Ferienmonate mit dem Bau von Regenrinnen und taucht ein in die bislang fremde und oft raue Welt der Erwachsenen. Doch der Arbeit am Tag folgen lange, warme Abende und Nächte, in denen heimliche Unternehmungen zu Abenteuern ganz anderer Art führen …
Mit großer menschlicher Wärme, Weisheit und subtilem Witz erzählt der preisgekrönte Autor Olli Jalonen in seinem neuen Roman von einem finnischen Sommer in den Siebzigern, in dem Piratensender ihre Hochphase erleben, die ganze Welt von den Olympischen Spielen in München redet – und der unvergessliche Held der Erzählung zum Mann wird. (Quelle: Mare)

♥ ♥ ♥

„Der Tag, an dem die Hummer schwimmen lernten“ von Colette Victor
Der Tag, an dem die Hummer schwimmen lernten

erscheint am 11.07.2016 / 9,99 €

Es bringt den ganzen Ort in Aufruhr: ein Aquarium voller Hummer, das urplötzlich im örtlichen Lebensmittelladen von Klippisfontein, Südafrika, steht. Kinder und Erwachsene beäugen gebannt die faszinierenden Krustentiere. Dabei will der verheiratete Ladenbesitzer Oom Marius eigentlich nur seine Angebetete Missies Patty beindrucken, indem er endlich die Haute Cuisine nach Klippisfontein holt. Doch dann erkrankt seine Frau Tattie und soll in Kapstadt behandelt werden. Jemand muss den Laden weiterführen. Und der Einzige, der sich auf die Schnelle finden lässt, ist Marius‘ schwarzer Assistent Petrus. In einem Dorf, das seit Urzeiten nach den gleichen Regeln funktioniert, ein Skandal! Neid und Argwohn brechen sich Bahn. Doch dann haben Marius und einige Dorfbewohner eine wunderbare Idee – und die hat mit viel Liebe und einigen Hummern zu tun. (Quelle: btb)

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„Auge um Auge“ von Lukas Erler
Auge um Auge

erscheint am 11.07.2016 / 12,99 €

Cool, kantig, eigenwillig – der aufgrund einer Erbkrankheit erblindete Kunsthistoriker Cornelius Teerjong ist ein Mann mit radikalen Ansichten und einem gewissen Hang zum Zynismus. Auf der »Documenta« in Kassel wird sein Bekannter, der Kameramann Henk de Byl, leblos und auf bizarre Weise verstümmelt inmitten einer Installation im Rahmen der Kunstmesse aufgefunden. Teerjong ist bestürzt und beginnt gemeinsam mit seiner Freundin, der Journalistin Jenny Urban, auf eigene Faust zu ermitteln. Eine Spur führt die beiden zurück in die Vergangenheit, zu einem unfassbaren Verbrechen, das 17 Jahre zuvor die Welt erschütterte, und Teerjong muss feststellen, dass er seinen Freund nicht annähernd so gut kannte, wie er gedacht hatte. Schritt für Schritt enthüllt sich Teerjong und Urban das Motiv des Täters, doch je mehr sie erfahren, desto weniger sicher sind sie, dass sie ihn wirklich finden wollen. (Quelle: btb)

♥ ♥ ♥

„Unsterblich“ von Jens Lubbadeh
Unsterblich

erscheint am 11.07.2016 / 14,99 €

Der Traum der Menschheit vom ewigen Leben ist Wirklichkeit geworden: Dank Virtual-Reality-Implantaten können die Menschen als perfekte Kopien für immer weiterleben. Auch Marlene Dietrich ist als Star wiederauferstanden und wird weltweit gefeiert – bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Eigentlich unmöglich! Für den Versicherungsagenten Benjamin Kari wird aus der Suche nach ihrem digitalen Klon ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel.

Mit »Unsterblich« legt der Wissenschaftsjournalist Jens Lubbadeh einen Debütroman vor, der die Hybris unserer digitalisierten Gegenwartswelt schonungslos und packend entblößt. (Quelle: Heyne)

♥ ♥ ♥

„Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm“ von Jessie Ann Foley
Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm - Jessie Ann Foley - Hardcover

erscheint am 14.07.2016 / 16,00 €

• Ab 14 Jahren •
Es ist das Jahr 1993. Bill Clinton wird Präsident der USA und Nirvana veröffentlichen ihr drittes Album »In Utero«. In diesem Jahr zieht Maggie mit ihrer Familie von Chicago nach Bray, einen verschlafenen Ort an der irischen Küste. Sie muss viel zurücklassen, besonders aber vermisst sie ihren chaotischen Onkel Kevin: nur zehn Jahre älter, seines Zeichens Rockmusiker und größter lebender Nirvana-Fan.
Aller Anfang ist schwer. Immerhin ist da Eoin, der Maggie mit seinem unergründlichen Lächeln ziemlich durcheinanderbringt. Doch während die beiden sich näherkommen, erreicht Maggie eine furchtbare Nachricht: Onkel Kevin ist gestorben! Alles, was Maggie von ihm bleibt: Zwei Tickets für ein Nirvana-Konzert in Rom. Und ein Brief, in dem er Maggie auffordert, sich unbedingt auf den Weg zu machen und dabei den Jungen mitzunehmen, den sie liebt. Und Maggie? Setzt sich über alle Verbote hinweg und wagt den Trip nach Rom. Zusammen mit Eoin … (Quelle: Bastei-Lübbe)

♥ ♥ ♥

„Greta und die magischen Steine“ von Paul Maar / Helga Bansch
Produktcover: Greta und die magischen Steine (9783219116953)

erscheint am 18.07. 2016 / 14,95 €

• Ab 5 Jahren •

Die kleine Greta lebt mit ihrer Mutter und ihrem Hund Karo in einem Dorf nahe beim Meer. Der Vater ist vor vielen Jahren ins sagenhafte Goldland gesegelt, um sein Glück zu machen, aber nie zurückgekehrt. Die Familie hat seither nur das Nötigste zum Leben. Eines Tages kommt eine wunderliche alte Frau des Weges und bittet um ein Glas Milch. Als Greta ihr den Wunsch erfüllt, schenkt ihr die Frau den ersten Zauberstein und rät ihr, sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen und zum Meer zu gehen. Mutig macht sich Greta zusammen mit Karo auf den Weg … (Quelle: Ueberreuter)

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„Die Trotzigen“ von Boris Schumatzky

erscheint am 18.07.2016 / 20,00 €

Der Beginn einer neuen Zeit. Ein ganzes Land zwischen Revolution und Konterrevolution. In Berlin und in Moskau wird die Welt neu geordnet. Mittendrin Anna und Sascha: ein junges Paar, das seiner Liebe nicht traut. Es ist kompliziert, denn Wirklichkeit und Täuschung sind schwer zu unterscheiden, vor allem in Zeiten des Aufruhrs.
»Die Trotzigen« ist ein großes Epos und eine sehr moderne Liebesgeschichte, mit außergewöhnlichem Blick fürs Detail und das große Ganze. So wurde der Fall des Eisernen Vorhanges noch nicht erzählt. (Quelle: Blumenbar / Aufbau)

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„Jane Austens Geheimnis“ von Charlie Lovett
Jane Austens Geheimnis

erscheint am 18.07.2016 / 9,99 €

Sophie Collingwood liebt Bücher, vor allem die von Jane Austen. Ihrer Leidenschaft kann sie auch beruflich nachgehen: als Angestellte in einem Londoner Antiquariat. Dort versucht sie für ihre Kunden noch die obskursten Werke aufzutreiben – wie beispielsweise „Ein kleines Buch allegorischer Geschichten“. Für diese Sammlung erbaulicher Erzählungen aus dem Jahr 1796 gibt es gleich zwei Interessenten. Was Sophie nicht ahnt: Das schmale Bändchen birgt den Schlüssel zu einem Geheimnis um Jane Austens Meisterwerk “Stolz und Vorurteil”. Und plötzlich wird aus der Suche nach einem vergessenen Buch ein höchst gefährliches Abenteuer … Ein bezaubernder Roman um alte Bücher, junge Liebe und den Charme von Jane Austen! (Quelle: Goldmann)

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„Das schwarze Loch in mir“ von Anders Johansen

erscheint am 18.07.2016 / 14,95 €

• Ab 12 Jahren •

Ganz Fjeldvig ist in Unruhe, denn ein Tunnel soll das völlig abgeschiedene Dorf mit dem Rest des Landes verbinden.
Auch der autistische David fürchtet die Veränderungen, die das »schwarze Loch« auslöst. Zum Glück hat er seinen Bruder Peter, der seine behütete Welt zu erhalten versucht. Doch Peters plötzlicher Entschluss, Fjeldvig durch das »schwarze Loch« zu verlassen, lässt Davids Leben zusammenbrechen und löst einen tragischen Unfall aus.

Ein berührender Roman zum Eintauchen, erzählt vor der faszinierenden Kulisse der Färöer-Inseln. (Quelle: Beltz)

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„Ein Monat auf dem Land“ von J. L. Carr
Ein Monat auf dem Land

erscheint am 19.07.2016 / 18,00 €

Sommer 1920 im nordenglischen Oxgodby: Als auf dem Bahnhof ein Londoner aus dem Zug steigt, weiß gleich das ganze Dorf Bescheid: Er ist der Restaurator, der das mittelalterliche Wandgemälde in der örtlichen Kirche freilegen soll. Doch was steckt hinter der Fassade des stotternden und unter chronischen Gesichtszuckungen leidenden Mannes? Tom Birkin hat im Ersten Weltkrieg gekämpft, als traumatisierter Veteran wurde er von seiner Frau verlassen. Er hofft, in der Ruhe und Einfachheit Yorkshires zu gesunden. Und tatsächlich: Langsam gelingt es ihm, sich der Welt um sich herum zu öffnen, vielleicht sogar der Liebe …
J. L. Carr erzählt von einem Mann, der überlebt, und von der Rettung, die in uns wie den anderen liegt. Dieser moderne Klassiker der englischen Literatur ist in seiner sprachlichen Leichtigkeit und Eleganz eine echte Wiederentdeckung. (Quelle: Dumont)
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„Wie der Atem in uns“ von Elizabeth Poliner
Wie der Atem in uns

erscheint am 19.07.2016 / 23,00 €

Die Leibritzkys sind eine jüdische Großfamilie und einander in inniger Hassliebe verbunden. Jedes Jahr fahren sie gemeinsam in ihr Sommerhaus ans Meer, nach Woodmont in Connecticut. Bis ein tödlicher Autounfall alles für immer ändert. David Leibritzky ist erst acht Jahre alt, als er sterben muss. Das Jahr 1948, in dem er umkommt, ist das Jahr der Unabhängigkeit Israels. Doch frei wird keiner der Leibritzkys je mehr sein.

Rund fünfzig Jahre später versucht die ältere Schwester Molly die Ereignisse zu ergründen, die zu Davids Tod geführt haben. Sie umkreist den einen Tag, den sie alle nicht vergessen können, und spürt dabei der Geschichte ihrer Familie nach. Sie erzählt von drei Schwestern, die füreinander einstehen und sich doch gegenseitig verletzen, von der Auseinandersetzung mit dem schweren Erbe der Religion und der Unentrinnbarkeit familiärer Bande.

›Wie der Atem in uns‹ ist ein berührendes Familienporträt und ein großer amerikanischer Roman über Schuld, Liebe und Identität, der im Angesicht der größtmöglichen Tragödie einen heilsamen Witz entfaltet. (Quelle: Dumont)

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„Der letzte Sommer“ von Helen Simonson
Der letzte Sommer

erscheint am 19.07.2016 / 22,99 €

Im Sommer 1914 besuchen die Cousins Hugh und Daniel ihre geliebte Tante Agatha in East Sussex. Agatha besteht darauf, dass das Säbelrasseln auf dem Balkan unbeachtet verklingen wird und dass König, Kaiser und Zar wie immer in ihren Sommerurlaub gehen werden. Zudem ist sie mit Wichtigerem beschäftigt: Seit kurzem ist sie Mitglied des örtlichen Beirats und befürwortet die Einstellung einer weiblichen Lehrkraft.
Als Beatrice Nash mit einem Schrankkoffer und riesigen Bücherkisten in der Kleinstadt ankommt, ist schnell klar, dass sie deutlich freidenkender – und attraktiver – ist, als eine Lateinlehrerin es sein sollte. Beatrice will zunächst vor allem in Ruhe gelassen werden. Ihre ganze Energie fließt in ihre Schriftstellerei und in das Entmutigen möglicher Heiratskandidaten. Doch Daniels Charme und Hughs nobler Charakter lassen sie in ihrer Haltung schwanken.
Mit Ausbruch des Krieges findet der idyllische Sommer ein jähes Ende. Als die Bewohner von den ersten jungen Soldaten Abschied nehmen, ahnen alle, dass sich ihr Leben grundlegend verändern wird. (Quelle: Dumont)

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„Justins Heimkehr“ von  Bret Anthony Johnston
Cover des Buches 'Justins Heimkehr'

erscheint am 21.07.2016 / 21,95 €

Mit psychologischem Feingefühl und sehr spannend erzählt Bret Anthony Johnston in seinem Debütroman von einer Familie unter Schock. Vor vier Jahren ist Justin Campbell, damals 12 Jahre alt, entführt worden.

Seine Eltern und sein Bruder, die nie aufgehört hatten, nach ihm zu suchen, haben unterschiedliche Wege gefunden, mit diesem Erlebnis umzugehen. Wege, die die Familie eher auseinanderdriften lassen. Da wird Justin wie durch ein Wunder ganz in der Nähe entdeckt und seinem Entführer entwunden – der inzwischen 16jährige kehrt in die Familie zurück. Aber ist der Wiedergefundene nicht doch verloren? Und was geschieht mit dem Täter, der vor Gericht gestellt wird und auf „nicht schuldig“ plädieren will?
Bret Anthony Johnston zeigt sich in diesem Roman als hoch begabter, raffinierter und kluger Erzähler, der glaubwürdige und faszinierende Charaktere zeichnen kann und ohne Effekthascherei ins Herz der Dinge vorstößt.            (Quelle: C. H. Beck)

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„Verdrehte Zeit“ von Wlodzimierz Odojewski

erscheint am 22.07.2016 / 17,90 €

Der Warschauer Bibliotheksangestellte Waclaw Konradius erhält überraschenden Besuch aus seiner Vergangenheit: Im Treppenhaus wartet eine junge Frau auf ihn, die einer Weggefährtin aus seiner Zeit im Widerstand gegen die deutsche Besatzung verblüffend ähnlich sieht. Sie übermittelt ihm einen Auftrag, den er zwanzig Jahre zuvor ausgeführt hat – mit tödlichen Konsequenzen für die übrigen Mitglieder der konspirativen Gruppe. Gewährt ihm das Schicksal eine zweite Chance? Konradius macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, die vielleicht nur seine eigene ist.

Virtuos, fesselnd und subtil erzählt Wlodzimierz Odojewski von einem Mann, dessen eigenes Versagen ihn womöglich in tiefe Schuld gestürzt hat und der einen Weg sucht, sich seiner selbst zu vergewissern. (Quelle: dtv)

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„Den Boden nicht berühren“ von D. W. Wilson

erscheint am 22.07.2016 / 15,90 €

Die Männer heißen Will, Ray und Mitch, die Frauen Kelly oder Tracey. Allerweltsnamen. Sie können Leitungen verlegen, Wände verputzen, Zaunpfähle einschlagen. Ihre Sätze sind knapp, Gefühle schlucken sie runter.

Es sind vom Leben Gebeutelte, die trotzdem hoffen – auf die große Liebe, ein Dach über dem Kopf, eine bessere Zukunft. Sie leben im Kootenay Valley, westlich der kanadischen Rockies. Invermere heißt ihre kleine Stadt, eine enge Welt der Gewalt, Einsamkeitund Sehnsucht: Ein Teenager stirbt beim Seilschwingen, als der angesägte Ast auf ihn herabkracht – die Rache eines Jüngeren; ein Mathematiklehrer baut für seinen Sohn ein Heliotrop, obwohl er nicht weiß, ob er den Jungen wiedersieht; ein Vater und sein Sohn können ihre Liebe zueinander nur über schmerzhaftes Kräftemessen ausdrücken. Alle sind sie widerborstige Menschen mit der Verletzlichkeit von Romantikern.            (Quelle: dtv)

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„Das Geheimnis von Six“ von Monica M. Vaughan

erscheint am 22.07.2016 / 14,95 €

• Ab 11 Jahren •

Finde Solomon Gladstone. Das ist die letzte Nachricht, die Parker von seinem Vater erhält, kurz bevor der Wissenschaftler entführt wird. Der 12-jährige Parker, erst vor Kurzem mit seiner jüngeren Schwester und dem Vater nach New York gezogen, wird plötzlich selbst von seltsamen Männern in schwarzen Anzügen verfolgt, und seine Schwester entgeht nur knapp einem Kidnapp-Versuch. Ganz gleich wie, Parker muss diesen Mann finden. Mithilfe seines Freundes Michael kommen sie ihm tatsächlich auf die Spur. Und stoßen dabei auf ein streng geheimes Projekt, an dem sein Vater gearbeitet hat, ein Projekt namens SIX. (Quelle: dtv)

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„Von der Liebe und anderen Körperteilen“ von Félix J. Palma

erscheint am 22.07.2016 / 19,95 €

Nach der erfolgreichen Landkarten-Trilogie, „Die Landkarte der Zeit“, „Die Landkarte des Himmels“, „Die Landkarte des Chaos“ folgt nun eine Auswahl der schönsten Erzählungen des spanischen Bestseller-Autors Félix J. Palma. Sie spielen in Spanien und handeln von Liebe, Schicksal, Freundschaft, Verlust und Trauer.

Da schenkt ein Mann seiner Freundin als Liebesbeweis sein Auge und sein Herz, da beglückt ein anderer als verstorbener Sohn eine Dame. Eine Katze scheint sprechen zu können, ein Geiger verzaubert ein Mädchen mit seinem Spiel auf dem Dach. Eine falsche
Mutter wird begraben, ein Schiff mit Albatrossen kommt angefahren.

Mit hintergründigem Humor berichtet Palma von möglichen und unmöglichen Lebenslagen.

Lauter unvergessliche Figuren, die die Grenze zwischen Wirklichkeit und Illusion nicht anerkennen und die Leser in Palmas wunderbare Welt der tausend Möglichkeiten entführen. (Quelle: Kindler / Rowohlt)

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„Niemand weiß, wie spät es ist“ von René Freund
Niemand weiß, wie spät es ist

erscheint am 25.07.2016 / 20,00 €

Eine lässige Genießerin, ein pedantischer Asket, ein ungewöhnlicher Letzter Wille – der warmherzig-witzige neue Roman von René Freund.

Nora hat ihren Vater verloren. Das wäre schon schlimm genug, doch dann erfährt sie seinen letzten Willen. Sie muss Paris und ihr schönes Leben in Frankreich verlassen, um mit der Asche ihres Vaters im Handgepäck und einem pedantischen jungen Notariatsgehilfen, der ihr täglich das nächste Etappenziel mitteilt, eine Wanderung zu unternehmen – durch Österreich, ein Land, das sie kaum kennt. Nora, die lebenslustige Chaotin, und Bernhard, der strenge Asket, folgen zwischen Regengüssen, Wortgefechten und allmählicher Annäherung einem Plan, der ihr Leben auf den Kopf stellen wird. Ein Roman über Liebe und Freundschaft und über eine ungewöhnliche Reise mit überraschendem Ziel. (Quelle: Deuticke)

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„Lou und ihr Männerballett“ von Nat Luurtsema 
Lou und ihr Männerballett

erscheint am 25.07.2016 / 14,99 €

• Ab 12 Jahren •

Lou Brown: 15 Jahre, soziale Außenseiterin, altkluge Nervensäge, 1,78 cm und immer noch am Wachsen. Sie war eine der schnellsten Schwimmerinnen auf dem Weg nach Olympia. Bis sie kurz vor dem Ziel glorios scheiterte. Jetzt trainiert Lou drei megaheiße Jungs, die bisher immer zu cool waren, um mit ihr auch nur zu reden. Für eine Talentshow. In einem Sport, der für sie auch irgendwie neu ist. In einem Fischtank. In, glaubt es oder nicht, Unterwassertanz! Ja, Lous Leben ist sehr schnell sehr seltsam geworden. Aber seltsam ist ja nicht immer schlecht, oder? (Quelle: cbt)

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„Es. Ist. Nicht. Fair.“ von Sarah Benwell
Es.Ist.Nicht.Fair.

erscheint am 25.07.2016 / 18,00 €

• Ab 14 Jahren •

Eine berührende Geschichte zum Thema Sterbehilfe, die zeigt, wie wichtig Liebe in Zeiten schwerer Krankheit ist und wie weit man aus Freundschaft geht.

Mit der Diagnose ALS ist nichts mehr, wie es war, für den 17-jährigen Sora. Er wird sterben. Bald. Konfrontiert mit dieser Wahrheit sucht Sora nach einem Rest Selbstbestimmung und Würde. Einen geschützten Raum findet er in Chats im Internet. Hier findet er auch neue Freunde: die vom Zeichnen besessene Mai und den liebenswerten Kaito. Doch werden die beiden ihn auch noch mögen, wenn sie ihn richtig kennenlernen? Wenn sie alles über ihn wissen? Soras Gedanken kreisen immer konkreter um den Plan, wenigstens den Zeitpunkt seines Todes selbst zu bestimmen. Nur dafür braucht er die Hilfe seiner Freunde. Eine bewegende Geschichte über Krankheit und Tod, aber auch über die Kraft wahrer Freundschaft. (Quelle: Hanser)

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„The Girls“ von Emma Cline
The Girls

erscheint am 25.07.2016 / 22,00 €

Kalifornien, 1969. Evie Boyd ist vierzehn und möchte unbedingt gesehen werden – aber weder die frisch geschiedenen Eltern noch ihre einzige Freundin beachten sie. Doch dann, an einem der endlosen Sommertage, begegnet sie ihnen: den „Girls“. Das Haar, lang und unfrisiert. Die ausgefransten Kleider. Ihr lautes, freies Lachen. Unter ihnen ist auch die ältere Suzanne, der Evie verfällt. Mit ihnen zieht sie zu Russell, einem Typ wie Charles Manson, dessen Ranch tief in den Hügeln liegt. Gerüchte von Sex, wilden Partys, Einzelne, die plötzlich ausreißen. Evie gibt sich der Vision grenzenloser Liebe hin und merkt nicht, wie der Moment naht, der ihr Leben mit Gewalt für immer zerstören könnte.            (Quelle: Hanser)

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„Dies sind die Namen“ von Tommy Wieringa
Dies sind die Namen

erscheint am 25.07.2016 / 22,00 €

In diesem Roman, für den Tommy Wieringa den Libris-Preis erhielt, erzählt er von einem beispiellosen Flüchtlingsdrama und von einem Polizisten auf der Suche nach sich selbst.

Sie waren dreizehn auf ihrer Flucht, jetzt sind sie nur noch fünf. Eine Gruppe illegaler Migranten wurde von skrupellosen Schleppern in der Steppe östlich der Karpaten ausgesetzt. Ob sie die Grenzen ihres Landes wirklich überquert haben, erfahren sie lange nicht. In der fiktiven Stadt Michailopol irgendwo in Osteuropa herrschen Gesetzlosigkeit und Korruption. Pontus Beck ist dort Polizeikommissar. Job, Wohnung und regelmäßiger Sex sind ihm sicher, aber etwas Entscheidendes fehlt. Der Polizist und die Flüchtlinge – wonach sind sie auf der Suche und was wäre es, das zu finden sich lohnt? „Mitreißend, intelligent und überzeugend“ (De Standaard) erzählt Tommy Wieringa von Zeiten des Umbruchs in Europa. (Quelle: Hanser)

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„Schnell, dein Leben“ von Sylvie Schenk
Schnell, dein Leben

erscheint am 25.07.2016 / 16,00 €

„Schnell, dein Leben“ ist die Befreiungsgeschichte einer Frau und ein neuer Blick auf die Nachkriegszeit.

Auf den ersten Blick ist es die einfache Geschichte einer Frau aus den französischen Alpen, die sich während des Studiums in einen Deutschen verliebt. Sie heiratet, zieht in ein deutsches Dorf, die Kinder werden groß, die Eltern sterben. Doch es ist kein einfaches Leben in der neuen Heimat, Louises Mann ist dort ganz anders, als sie ihn kennengelernt hat. Zugleich erfährt Louise immer mehr Details aus der Vergangenheit des autoritären Schwiegervaters, der im Krieg in Frankreich war. „Schnell, dein Leben“ ist eine Befreiungsgeschichte, ein neuer Blick auf die Nachkriegszeit, ein Lebensbuch – von Sylvie Schenk mit großer Klarheit und Wucht erzählt. (Quelle: Hanser)

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„Morgen mehr“ von Tilman Rammstedt
Morgen mehr

erscheint am 25.07.2016 / 20,00 €

Anfang 1972: Das ganze Leben liegt noch vor dem Erzähler. Er sieht es alles schon vor sich, er freut sich darauf. Das Problem ist nur: Er ist noch nicht geboren. Um genau zu sein, ist er nicht einmal gezeugt worden, seine zukünftigen Eltern wissen noch nichts voneinander und beide haben im Moment ganz andere Sorgen: Seine Mutter ist im Begriff, einem schwermütigen Südfranzosen zu verfallen, während sein Vater gerade mit einbetonierten Füßen in den Main geworfen wird. Wie es dem Erzähler gelingt, die beiden in herzzerreißend komischen, atemlos traurigen Abenteuern zueinander zu führen, ist größtes Fabulierfeuerwerk. Wenn Tilman Rammstedt einen Roman schreibt, sehen wir „plötzlich, Tränen lachend, hinter der irrwitzigen Fassade eine tiefe Wahrheit“ (F.A.Z.). (Quelle: Hanser)

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„Nichts, um sein Haupt zu betten“ von Françoise Frenkel 
Nichts, um sein Haupt zu betten

erscheint am 25.07.2016 / 22,00 €

Die Geschichte einer jüdischen Buchhändlerin, die 1943 aus Berlin durch das besetzte Frankreich bis in die Schweiz flieht. Mit einem Vorwort von Patrick Modiano.

Voller Leidenschaft für die Literatur eröffnet die polnische Jüdin Francoise Frenkel nach dem Studium in Paris 1921 die erste französische Buchhandlung in Berlin. 1939 flieht sie vor dem Nationalsozialismus, über Paris quer durch Frankreich bis in den „freien“ Süden nach Nizza. Als es 1942 auch hier zu Razzien kommt, findet sie Schutz bei dem Ehepaar Marius. Zwei in ihrer Unerschütterlichkeit unvergessliche Menschen, mit deren Hilfe ihr 1943 die Flucht in die Schweiz gelingt. Jetzt erscheint dieses „in Tempo und Intensität wie ein Roman“ (Le Monde) geschriebene Zeugnis, das als historischer und literarischer Fund gefeiert wird, mit einem Vorwort von Patrick Modiano erstmals auf Deutsch. (Quelle: Hanser)

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„Das Spiel von Liebe und Tod“ von Martha Brockenbrough
Das Spiel von Liebe und Tod

erscheint am 25.07.2016 / 18,95 €

• Ab 14 Jahren •

Geheimtipp für junge Erwachsene: Eine hinreißende Liebesgeschichte, die weit über das Einzelschicksal hinausgeht. Liebe und Tod als Personifikationen ihrer selbst in einem tödlichen Wettstreit um die Gefühle zweier Liebender.

Romeo und Julia, Kleopatra und Mark Anton, Napoleon und Josephine, sie alle waren schon Figuren in dem jahrtausendealten Spiel von Liebe und Tod. Die Regeln sind einfach. Verlieben sich die Paare vor dem ausgewürfelten Termin, hat die Liebe gewonnen, trennen sie sich, triumphiert der Tod und einer der Liebenden muss sterben.

Immer wieder steht Henry vor der Tür des Jazzclubs, in dem Flora allabendlich singt. Er ist hingerissen von der schönen jungen Frau, ihrer Stimme und ihrer Musik. Flora dagegen versucht lange, sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Ihre Haut ist schwarz und eine Beziehung mit einem weißen jungen Mann ist im Seattle des Jahres 1937 völlig ausgeschlossen.

Was Flora und Henry nicht wissen: Sie sind nur Figuren in einem uralten Spiel, in dem die Liebe selbst und ihr alter Widersacher Tod menschliche Gestalt angenommen haben. Und beide nutzen all ihre manipulativen Fähigkeiten, um zu gewinnen. (Quelle: Loewe)

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„Albert und der Baum“ von Jenni Desmond

erscheint am 25.07.2016 13,95 €

• Ab 3 Jahren •

Nach dem langen Winterschlaf freut sich Albert am meisten darauf, seinen Lieblingsbaum wiederzusehen. Denn der ist nicht zu hart und nicht zu weich, auch nicht zu rutschig oder zu kratzig – einfach perfekt! Doch als Albert seinen Baum besucht, ist dieser schrecklich unglücklich und hört nicht mehr auf zu weinen. Albert möchte seinen Freund aufheitern, aber wie?

Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Mitgefühl und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. (Quelle: Magellan)

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„Mit Zorro durch die Nacht“ von Andrea Hensgen

erscheint am 25.07.2016 / 13,95 €

• Ab 9 Jahren •

Eigentlich ist Matti ein ganz normaler Junge: Er geht zum Fußball, trifft sich nach der Schule mit seinen Kumpels, Mathe könnte etwas besser laufen … Alles nichts Besonderes.

Doch dann geschieht eines Abends das Unglaubliche: ZORRO taucht vor Mattis Fenster auf. Aber ZORRO ist nicht wie der Held, den man aus dem Film kennt, ZORRO ist nämlich, wenn Matti raten müsste, selbst noch ein Kind und vielleicht nur einen halben Kopf größer als er. Trotzdem weiß ZORRO über alles Bescheid: Über die Kinder in Mattis Klasse, Papa, Fußball und ja, auch über Mama kann Matti mit ihm reden. Und ZORRO hat immer eine Lösung für Mattis Probleme parat.

Als ZORRO aber dann den ganzen Sommer lang verschwunden bleibt, wird Mattis Vertrauen in ihn auf die Probe gestellt … (Quelle: Magellan)

♥ ♥ ♥

„Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“ von Sarvenaz Tash

erscheint am 25.07.2016 / 16,95 €

• Ab 14 Jahren •

Immer an seiner Seite und doch so unerreichbar wie ein ferner Planet – das ist seine beste Freundin Roxy für Graham. Seit Monaten sucht er einen Weg, ihr seine grenzenlose, epische, unsterbliche Liebe zu gestehen. Bei ihrem gemeinsamen Wochenende auf der New Yorker Comic-Convention will er seine Chance endlich nutzen. Leider kommen ihm immer wieder ein gut aussehender Engländer, seine Schüchternheit und die geheimen Liebesgesetze des Universums in die Quere … (Quelle: Magellan)

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„Ein unbesiegbarer Sommer“ von Wendi Stewart
Ein unbesiegbarer Sommer

erscheint am 25.07.2016 / 22,00 €

Als das Auto der Familie Archer in Kanada durchs Eis eines gefrorenen Sees bricht, kann Robert einzig seine Tochter retten. Während sie heranwächst, kümmert sich Rebecca allein um den Haushalt und die Farm, der Vater kapselt sich ab. Doch so überwältigend wie die Trauer ist auch ihre Wut auf den Vater, dem nicht zu helfen ist und der nach und nach alle Erinnerungsstücke an die Mutter verschwinden lässt. Trost findet Rebecca in der Freundschaft mit Chuck, einem empfindsamen, von seinem Vater tyrannisierten Jungen, und mit Lissie, die von einer perfektionistischen Adoptivmutter gegängelt wird. – Ein eindringliches Debüt, das Trauer und Komik, Melancholie und unbändigen Lebenswillen perfekt verbindet. (Quelle: Nagel & Kimche)

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„Armstrong“ von Torben Kuhlmann 
Armstrong

erscheint am 25.07.2016 / 19,99 €

• Ab 5 Jahren •

Amerika in den 1950er Jahren … Eine kleine, wissbegierige Maus beobachtet jede Nacht den Mond durch ein Fernrohr, während ihre Artgenossen einem höchst unwissenschaftlichen Käsekult verfallen sind. Kann der Mond wirklich aus Käse sein? Angespornt durch die Pionierleistungen der Mäuseluftfahrt, beschließt die kleine Maus, der Frage auf den Grund zu gehen. Sie fasst einen großen Entschluss: Sie wird als erste Maus zum Mond fliegen! In seinem zweiten großen Abenteuer einer kleinen Maus zeigt Torben Kuhlmann seine ganze Meisterschaft sowohl als Illustrator stimmungsvoller und eindrücklicher Bilder als auch als raffinierter Erzähler von spannenden Geschichten. Hier überzeugen alle liebevoll erfundenen Details. (Quelle: NordSüd)

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„Der Roboter, der Herzen hören konnte“ von Deborah Install

erscheint am 28.07.2016 / 19,95 €

Ben Chambers hat eine Frau und ein Haus. Damit ist er zufrieden. Doch eines Morgens sitzt ein Roboter in seinem Garten und geht einfach nicht weg. Er heißt Tang und ist von oben bis unten mit Öl beschmiert. Ben weiß nicht, was er mit dem Schrotthaufen anstellen soll, doch der verfolgt ihn von nun an auf Schritt und Tritt und möchte sein Freund sein. Als Ben zufällig bemerkt, dass sein kleiner Roboter Flüssigkeit verliert, erkennt er, dass man Gefühle eben doch nicht einfach an- und abschalten kann. Und plötzlich will er, dass Tang repariert wird. Auch, wenn er dafür einmal kreuz und quer mit ihm durch die ganze Welt reisen muss. (Quelle: Argon)

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„Ein neues Zuhause für die Kellergeigers“ von Jean-Claude Grumberg

erscheint am 28.07.2016 / 12,95 €

• Ab 10 Jahren •

Kennen Sie die Kellergeigers? Sie sind überall und nirgendwo zu Hause, vor allem nirgendwo. Warum vor allem nirgendwo? Weil sie nirgendwo gemocht werden. Warum? Manche Leute behaupten – vor allem die, die eine runde Nase haben – sie mögen die Kellergeigers nicht, weil sie spitze Nasen hätten. Und die, die spitze Nasen haben, mögen die Kellergeigers nicht, weil sie runde Nasen hätten. Die Kellergeigers sind auch deshalb unbeliebt, weil sie zu groß oder zu klein sind oder zu normalgroß … Jedenfalls beschließen unsere Kellergeigers auszuwandern. Was nicht einfach ist. Aber diese Geschichte geht gut aus. Warum? Weil einige Geschichten doch auch ein gutes Ende haben müssen!

Mit feiner Ironie erzählt der erfolgreiche Autor und Theaterstar Jean-Claude Grumberg das Märchen einer Flüchtlingsfamilie, das überall auf der Welt erzählt werden könnte. Der Violonist Georgi Kalaidjiev und die Akkordeonspielerin Veronika Todorova begleiten die Reise. Das richtige Hörbuch zur richtigen Zeit! (Quelle: Argon)

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Wie sehen eure Lesepläne für den Sommer aus? Gibt es einen Titel bei den Neuerscheinungen, der euch besonders interessiert?

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Zitat zum Sonntag #62 aus: Das fliegende Kamel

book and pen*ZITAT ZUM SONNTAG*

Mit dem heutigen Zitat möchte ich euch auf ein Buch aufmerksam machen, das bereits vor sechs Jahren das Licht der Bücherwelt erblickte und beinahe ebenso lange einen festen Platz in meinem Regal hat. Ein Buch, das ich immer wieder gerne zur Hand nehme, um darin zu stöbern und zu schmökern.

Es heißt „Das fliegende Kamel“ und enthält eine Sammlung von orientalischen Narrengeschichten über Nasreddin Hodscha, der auch der türkische Till Eulenspiegel genannt wird. Der bekannte Kinderbuchautor Paul Maar hat die mündlich überlieferten Schelmengeschichten um Nasreddin zusammengestellt, neu verfasst und einige in die heutige Zeit übertragen. Der Künstler Aljoscha Blau hat die Texte liebevoll und wunderschön illustriert – und herausgekommen ist dieses zauberhafte Geschichten-Bilderbuch für kleine und große Leser.

Nasreddin Hodscha ist Weiser und Narr zugleich. Mal ist er Vorbild, dann wieder abschreckendes Beispiel. Auf jeden Fall ist er immer einfallsreich und nie um eine – mehr oder weniger – schlaue Antwort verlegen. Und seine Geschichten laden sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken ein.

Eine der kürzesten Hodscha-Anekdoten möchte ich euch nun vorstellen. Meines Erachtens passt sie gut zum aktuellen politischen Geschehen (Stichwort „Brexit“) und besitzt eine tiefsinnige Aussage, wenn man sie auf sich wirken lässt.

Nasreddin ging am Ufer eines Flusses spazieren.
Da sah er auf der anderen Seite einen Freund, der dort spazieren ging. Nasreddin winkte ihm zu.
Der Freund winkte zurück und rief: „Wie komme ich auf die andere Seite?“
„Du bist doch schon auf der anderen Seite“, rief Nasreddin.

♥ ♥ ♥

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*Verlagsseite*

♥ ♥ ♥

Ob man mit dieser Einstellung jemals zueinander finden kann?

Also, ich wünsche mir mehr Brücken, die sich über Flüsse spannen und Menschen, die sie überqueren. Um sich zu begegnen.

Euch eine schöne und brücken-reiche und begegnungs-volle Woche!

Seid herzlich gegrüßt

Tina
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Zitat zum Sonntag #61 aus: Die Autobiographie der Zeit

book and pen*ZITAT ZUM SONNTAG*

Das neueste Werk der jungen Autorin Lilly Lindner ist ein Roman, der sich durch seine Außergewöhnlichkeit auszeichnet. „Die Autobiographie der Zeit“ heißt er und ist eigentlich gar kein richtiger Roman. Keiner normaler jedenfalls. Denn hier erzählt die Zeit in Person eines jungen Mädchens ihre Lebensgeschichte. Und das ist tiefgründig, befremdlich, ergreifend, philosophisch, traurig, hoffnungsfroh, poetisch und schlichtweg umwerfend.

Wer sich auf dieses Büchlein einlässt – und einlassen muss man sich, da es keine leichte Lektüre für zwischendurch ist – wird viele Wahrheiten entdecken und alte Denkweisen in einem neuen Licht betrachten. Auf jeden Fall wird man beim Lesen herausgefordert – kognitiv und emotional.

Hier ist eine kleine Kostprobe:

In der grenzenlosen Weite der Unendlichkeit gibt es nur eine Grenze – die im Gehirn eines Menschen.

♥ ♥ ♥

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*Verlagsseite*

Diesen denkwürdigen Satz findet man bereits auf der ersten Seite des ersten Kapitels. Ich bin lange daran hängengeblieben und habe ihn in meinem Kopf und in meinem Herz festgehalten. Und nun denke ich über Grenzen nach – über versteckte und offensichtliche Grenzen, über persönliche und gesellschaftliche. Über das Akzeptieren oder die Überwindung von Grenzen.

Ich wünsche euch und mir, dass wir unnötige Grenzen erkennen und loswerden, und uns mit unabdingbaren Grenzen arrangieren können.

Alles Liebe für die nächste Woche und von Herzen EINE GUTE ZEIT!

Tina

♥ ♥ ♥

PS: Eine Rezension, die das Buch eindrücklich beschreibt, gibt es bei *Irve liest*

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Zitat zum Sonntag #60 aus: Bücher sind treu – Ein Bücher-Tagebuch

book and pen*ZITAT ZUM SONNTAG*

Bücher sind treu. Sie sind für dich da, wenn du sie brauchst. Gehen nicht einfach fort, wenn du schlechte Laune hast. Stehen dir an hellen wie an dunklen Tagen zur Seite – mit einer wohltuenden Geschichte, mit packender Unterhaltung oder einer Portion Humor. Bücher versüßen deinen Alltag, sie sind zuverlässige und beständige Begleiter. Beinahe wie Freunde.

 Damit diese treuen Freunde nicht so schnell in Vergessenheit geraten, gibt es das Bücher-Tagebuch mit dem bezeichnenden Titel „Bücher sind treu“. Hier können Lese-Eindrücke und Informationen zu insgesamt fünfzig Büchern verewigt werden. Das Tagebuch ist schlicht, aber liebevoll gestaltet und bietet genügend Platz zum Einschreiben. Außerdem finden sich darin jede Menge bibliophiler Zitate und Sprüche.

Einige davon – die sich mit dem Thema LESEN beschäftigen – habe ich heute für euch rausgesucht:

Der einzige Rat, dem man jemandem fürs Lesen geben kann, ist tatsächlich der, keinen Rat anzunehmen, dem eigenen Instinkt zu folgen, den eigenen Verstand zu gebrauchen und zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen.

Virginia Woolf

♥ ♥ ♥

Lesen ist ein großes Wunder. Was hast du vor dir, wenn du ein Buch aufschlägst? Kleine schwarze Zeilen auf hellem Grunde. Du siehst sie an, und sie verwandeln sich in klingende Worte, die erzählen, schildern, belehren.

Marie von Ebner-Eschenbach

*Verlagsseite*
Lesen ist wie eine Kunst. Ich habe achtzig Jahre dafür gebraucht und kann noch jetzt nicht sagen, dass ich am Ziel wäre.

Johann Wolfgang von Goethe

 ♥ ♥ ♥

Lesen ist tatsächlich ein Wunder. Wenn ich mir vorstelle, was unser Gehirn beim Leseprozess alles leistet und wie dabei sowohl der Verstand als auch das Gefühl und die Fantasie angesprochen werden, bin ich immer wieder fasziniert, tief beeindruckt – und dankbar.

Lesen ist einfach ein großartiges und bereicherndes Hobby. Eine Kunst, der ich mich gerne noch achtzig weitere Jahre widme.

Ich wünsche euch, dass ihr in der kommenden Woche zahlreiche wunderbare Lesestunden genießen könnt!

Beste bibliophile Grüße,

Tina
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Das Jahr des Taschenbuchs – NEU im Taschenbuch-Format #2

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Heute gibt es wieder eine Liste mit lesens- und empfehlenswerten Büchern. Genauer gesagt: mit Taschenbüchern, die man bereits als gebundene Ausgabe erwerben konnte und die seit kurzem – beziehungsweise in Kürze – im Taschenbuchformat erhältlich sind.

Einige der Titel habe ich bereits gelesen oder als Hörbuch gehört und kann sie euch weiterempfehlen: „Judas“ von Amos Oz, „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joël Dicker, „Wolfsschlucht“ von Andreas Föhr, „Der Glühwürmchensommer“ von Gilles Paris und „Manja“ von Anna Gmeyner.

Adriana Altaras habe ich vor einem Jahr mit „Doitscha“ auf einer Lesung erlebt. Ihre spritzige, lebendige, humorvolle und mitreißende Art ist beeindruckend und erfrischend – und ihr Buch macht einfach Spaß.

Weitere Infos zu den Büchern und deren Inhalt findet ihr weiter unten. Mit einem Klick auf die Cover gelangt ihr zur jeweiligen Verlagsseite.

Nun wünsche ich euch viel Freude beim Stöbern und beim anschließenden Besuch in der Buchhandlung!

♥ ♥ ♥

„Judas“ von Amos Oz

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Suhrkamp / 314 Seiten / 11. April 2016 / 12,00 €

Inhalt

Im Winter 1959 kommt der junge Schmuel Asch nach Jerusalem, um seine Magisterarbeit zu schreiben. Allein und ohne finanzielle Unterstützung, braucht er dringend eine Nebenbeschäftigung. Eine Anzeige führt ihn ins Haus eines eigentümlichen alten Mannes namens Wald; nachts liest er ihm vor und unterhält sich mit ihm – über die Ideale des Zionismus, über die jüdisch-arabischen Konflikte.
Und dort trifft er auf die geheimnisvolle Atalja Abrabanel, deren verstorbener Vater einer der maßgeblichen Anführer der zionistischen Bewegung war. Sogleich ist Schmuel gefesselt von der Schönheit und Unnahbarkeit dieser Frau. Nach und nach gelingt es Schmuel, ihr Geheimnis zu enthüllen – und damit auch das des alten Wald.
Amos Oz hat einen Liebesroman geschrieben und zugleich ein Buch über das geteilte Jerusalem vor dem Sechs-Tage-Krieg, eine Geschichte seines Landes mit all seinen Konflikten, seinen Hoffnungen und seiner Verzweiflung. (Quelle: Suhrkamp)

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„Ich bin gleich da“ von Anne Köhler

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Dumont / 352 Seiten / 20. April 2016 / 10,99 €

Inhalt

Für Elsa ist Kochen viel mehr als nur ihr Beruf oder die bloße Zubereitung einer Mahlzeit. Nur in der Küche gelingt es ihr, ihre Sorgen hinter sich zu lassen und sich ein anderes Leben zu erträumen. Außerdem hat Elsa sich ein Ziel gesetzt: Sie will nach Norden ans Meer. Und damit möglichst weit weg von der Familie in Süddeutschland, weg von der schmerzhaften Leerstelle, die der Tod ihres Vaters in ihr Leben gerissen hat.
Sensibel und berührend gelingt es Anne Köhler in ihrem Debütroman, von großen Gefühlen zu erzählen und sie in atmosphärisch einzigartigen Koch- und Küchenszenen aufgehen zu lassen. ›Ich bin gleich da‹ ist die Geschichte einer jungen Frau, die auf der Suche nach sich selbst ihrer Familie wieder näherkommt – und vielleicht auch einer glücklichen Liebe. (Quelle: Dumont)

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„Der leuchtend blaue Faden“ von Anne Tyler

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Kein und Aber / 448 Seiten / 28. April 2016 / 13,00 €

Inhalt

Wieder einmal sorgt Denny für Aufruhr: ein kurzer Anruf bei den Eltern, »ich bin schwul« in den Hörer murmeln, gleich wieder auflegen und nicht mehr erreichbar sein. Die Eltern sind ratlos – müssen sie seine drei Geschwister informieren? Doch schon bald darauf verkündet Denny, demnächst Vater zu werden und zu heiraten. Anne Tyler zeichnet ihre Figuren mit feinem Witz und sehr berührend – und so nahe am Leben, dass sich jeder im geschilderten Familienleben wiedererkennen kann. (Quelle: Kein und Aber)

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„Unsere Namen“ von Dinaw Mengestu

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Kein und Aber / 336 Seiten / 28. April 2016 / 12,00 €

Inhalt

Es ist ein unaufgeregtes Leben, das die Sozialarbeiterin Helen in ihrer Heimatstadt im Mittleren Westen führt. Als sie die Gelegenheit bekommt, sich um Isaac zu kümmern, sagt sie sofort zu. Etwas Geheimnisvolles geht von dem Afrikaner aus, dessen Akte nichts von ihm verrät als seinen Namen. Helen fängt an, in seiner Vergangenheit zu forschen, und kommt ihm dabei immer näher. Doch je mehr sie über Isaac in Erfahrung bringt, desto größer wird das Verwirrspiel um seine Person. Ein paar Monate zuvor in Kampala, Uganda: In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche hoffen auch Isaac und sein Freund Langston auf eine bessere Zukunft. Für einen Umsturz sind sie bereit, große Opfer zu bringen. Mit schonungsloser Schärfe und Präzision seziert Mengestu Unterschiede wie Parallelen der westlichen und der afrikanischen Identität und formt daraus eine unerschrockene und ergreifende Liebesgeschichte.              (Quelle: Kein und Aber)

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„Augen zu, kleiner Tiger“ von K. Banks / G. Hallensleben

Beltz / 36 Seiten / 1. Mai 2016 / 6,50 €

• ab 3 Jahren •

Inhalt

Immer wieder fällt dem kleinen Tiger ein Grund mehr ein, warum er seine Augen nicht zumachen kann: „Dann kann ich den Himmel nicht mehr sehen“, meint er. Oder den Baum. Oder den Vogel mit den blauen Federn. Doch geduldig erklärt ihm seine Mutter, dass er viel mehr sehen könne, wenn er erst einmal träume, ja sogar fliegen könne er dann. „Aber was, wenn ich falle?“ „Dann bin ich da und fang dich auf“, sagt seine Mutter. Und so gelingt es ihr schließlich, den kleinen Tiger dazu zu bewegen, seine Augen zuzumachen. (Quelle: Beltz)

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„Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joël Dicker

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Piper / 736 Seiten / 2. Mai 2016 / 9,99 €

Inhalt

Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht. (Quelle: Piper)

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„Der Glühwürmchensommer“ von Gilles Paris

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Berlinverlag / 224 Seiten / 2. Mai 2016 / 8,99 €

Inhalt

Warum haben sich Victors Eltern getrennt, obwohl sie sich noch lieben? Was hält seinen Vater davon ab, die Ferienwohnung seiner Familie in Cap-Martin zu betreten? Und was sucht seine Mutter Claire, eine Buchhändlerin, in all den Büchern, die sie pausenlos liest und mit gelben Post-its beklebt? Das Leben von Victor Beauregard ist ein einziges Fragezeichen. Aber in diesem Sommer an der Côte d›Azur ist vieles anders. Es gibt Gewitter ohne Regen und Myriaden von Glühwürmchen, die die nächtliche Küste in ein Lichtermeer verwandeln. Es gibt eine alte Baronin, die Victor von früher erzählt und ihm rät, einfach den Glühwürmchen zu folgen. Und es gibt vor allem neue Freunde: ein seltsames Zwillingspaar, das ihm die verwunschenen Villen an der Steilküste zeigt und das Geheimnis von Victors Vater zu kennen scheint. (Quelle: Berlinverlag)

⇒ REZENSION ⇐

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„Die letzten Zeugen“ von Swetlana Alexijewitsch

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Suhrkamp / 299 Seiten / 8. Mai 2016 / 12,00 €

Inhalt

Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sprechen Männern und Frauen, die beim Einmarsch der Deutschen in Weißrussland noch Kinder waren, zum ersten Mal darüber, woran sie sich erinnern. Ihre erschütternden Berichte machen Die letzten Zeugen zu einem der eindringlichsten Antikriegsbücher überhaupt.
»Ich bat sie alle um eines«, schreibt Alexijewitsch. »Sich an ihre kindlichen Worte zu erinnern. An ihre kindlichen Gefühle. Zurückzukehren in jene Zeit, als sie noch Engel waren. Denn ich wusste: Mit anderen Worten lässt sich das nicht wiedergeben.« Oft sind diese Erinnerungen nur Bruchstücke, und doch haben diese Kinder Dinge gesehen und erlitten, die niemand, am allerwenigsten ein Kind, sehen und erleiden dürfte.
Nobel- und Friedenspreisträgerin Swetlana Alexijewitsch erweist sich einmal mehr als begnadete Zuhörerin und große Chronistin. In ihren Texten versteht sie es, den Erfahrungen von Menschen in Extremsituationen, im Ausnahmezustand, einen einzigartigen Resonanzraum zu verschaffen.           (Quelle: Suhrkamp)

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„Bevor alles verschwindet“ von Annika Scheffel

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Suhrkamp / 411 Seiten / 8. Mai 2016 / 10,99 €

Inhalt

Jula, Jules und die anderen haben es sich über die Jahre bequem gemacht in dem kleinen Ort unten im Tal. Doch eines Tages gerät ihre abgeschiedene Welt in Gefahr. In den umliegenden Wäldern werden »die Verantwortlichen« gesichtet, Gelbhelme mit Bauplänen für ein Erholungsgebiet. Eine Umsiedlung des Ortes steht bevor. Mit allem, was sie haben, lehnen die Bewohner sich auf gegen das Urteil. Aber Widerstand fordert Zusammenhalt, und ein jeder muss zuerst die eigenen Gespenster zähmen oder sie jetzt, im Kampf gegen das Verschwinden, endlich und für alle Zeit freilassen.

Bevor alles verschwindet ist ein Roman wie ein Funkenschlag. Eine Geschichte von dunklen Geheimnissen und letzten Hoffnungen, dabei ebenso tragisch wie absurd komisch. (Quelle: Suhrkamp)

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„Manja“ von Anna Gmeyner

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Aufbau Taschenbuch / 544 Seiten / 16. Mai 2016 / 12,99 €

Inhalt

Poetisch und berührend erzählt Anna Gmeyner die Geschichte von fünf Kindern, die in derselben Nacht im Frühjahr 1920 gezeugt werden, aber in ganz unterschiedlichen Milieus aufwachsen. Eigentlich trennen sie Welten, und dennoch sind sie zu Freunden geworden, verbunden durch eine innige Zuneigung zu Manja – dem Mädchen aus armen ostjüdischen Verhältnissen. Für ihre Freundschaft nehmen die fünf Konflikte in Kauf, mit den Eltern, der Schule, der Hitlerjugend. Letztlich aber bleiben sie Gefangene ihrer Zeit, an der Manja tragisch zerbricht und mit ihr die Hoffnung auf eine menschenwürdige Zukunft. (Quelle: Aufbau)

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„Das Ende von Eddy“ von Édouard Louis

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Fischer Taschenbuch / 208 Seiten / 25. Mai 2016 / 9,99 €

Inhalt

Ein Befreiungsschlag, ein Aufbruch in ein neues Leben – mit unglaublicher Sprachgewalt erzählt der junge französische Autor Édouard Louis die Geschichte einer geglückten Flucht aus einer unerträglichen Kindheit: inspiriert von seiner eigenen. ›Das Ende von Eddy‹ ist sein Debütroman, der zu einem großen Erfolg und einer der meistdiskutierten Veröffentlichungen des Jahres wurde. (Quelle: S. Fischer)

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„Der Himmel über uns“ von Favel Parrett

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Piper / 272 Seiten / 1. Juni 2016 / 10,00 €

Inhalt

Als Isla an einem regnerischen Morgen auf dem Weg zur Schule ist, erblickt sie sie zum ersten Mal: die Nella Dan. Ein rot-weißer Frachter, von dessen Oberdeck ihr ein Seemann zuwinkt. Für das schüchterne Mädchen öffnet sich an diesem Tag die Tür zu einer neuen, aufregenden Welt. Denn Schiffskoch Bo, der auf dem Weg von Dänemark in die Antarktis regelmäßig in Islas tasmanischer Heimat haltmacht, erzählt ihr wundervolle Geschichten: vom Leben auf der Nella Dan, vom Licht auf hoher See und vom Fußballspielen in der Antarktis. Zwischen den beiden entwickelt sich eine innige Freundschaft. Doch dann läuft die Nella Dan eines Tages auf Grund … (Quelle: Piper)

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„Unter Tränen gelacht“ von Bettina Tietjen

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Piper / 304 Seiten / 1. Juni 2016 / 10,00 €

Inhalt

In diesem sehr persönlichen Buch erzählt Bettina Tietjen von der Demenzerkrankung ihres Vaters, vom ersten »Tüdeln« bis zur totalen Orientierungslosigkeit. Sie beschreibt die Achterbahn ihrer Gefühle: den Schmerz, einen geliebten Menschen zu verlieren, aber auch das Glück, ihm in der letzten Lebensphase noch einmal ganz nahe zu sein – und nicht zuletzt die vielen komischen Momente, in denen sie trotz allem herzhaft zusammen lachen konnten. Denn Bettina Tietjen ist überzeugt: Demenz macht oft traurig und verzweifelt, aber sie kann auch Denkanstoß und Kraftquell sein. (Quelle: Piper)

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„Was ich noch sagen wollte“ von Helmut Schmidt

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Pantheon / 240 Seiten / 13. Juni 2016 / 14,99 €

Inhalt

Sieben Jahre nach Außer Dienst legte Helmut Schmidt ein neues eigenes Buch vor. Seine Ausgangsfrage lautet: Brauchen wir heute noch Vorbilder, und wenn ja, zu welchen Zielen sollen sie uns anleiten? Schmidt erzählt von Menschen, die ihn prägten und an deren Beispiel er sich bis zuletzt orientiert hat.
Politik ist pragmatisches Handeln zu sittlichen Zwecken, hat Helmut Schmidt einmal gesagt. Weil er stets pragmatisch handelte, hat man ihm früh das Etikett des »Machers« angeheftet. Dass seiner Politik aber immer ein strenges sittliches Koordinatensystem zugrunde lag, ahnten die wenigsten. Und die Bezugsgrößen in Schmidts ethischer Grundorientierung sind unverrückbar geblieben. Die frühe Lektüre von Mark Aurel und Cicero, die Beschäftigung mit Kant und Weber, die Vertiefung in die Philosophie Karl Poppers sind entscheidende Wegmarken in der Entwicklung eines Politikers, der den Wählern nie nach dem Mund redete. Ob Schmidt berichtet, wie sich ihm in Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Sadat die gemeinsamen Wurzeln von Judentum, Christentum und Islam erschlossen oder wie in den Begegnungen mit Deng Xiaoping das System des Konfuzianismus bestätigt wurde: Im Mittelpunkt steht stets die persönliche Faszination. Im einleitenden Kapitel »Frühe Prägungen« schreibt Schmidt über seine Schulzeit, über acht Jahre als Soldat – und über seine Frau Loki. (Quelle: Pantheon)

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„Zwischen zwei Meeren“ von Carmine Abate

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Aufbau / 235 Seiten / 17. Juni 2016 / 9,99 €

Inhalt

Jeden Sommer reist Florian von Hamburg nach Kalbrien in das Heimatdorf seiner Mutter. Jeden Sommer zeigt Nonno Giorgio ihm dort die Ruinen der alten Familienherberge, die er wieder aufbauen will. Als es endlich so weit ist, steht schon die `Ndrangheta vor der Tür, um ihm ihren „Schutz“ anzubieten. Hilflos sieht Florian zu, wie sein Großvater, der sich gewaltsam zur Wehr gesetzt hat, von der Polizei abgeholt wird. Doch der Alte hat ihn längst angesteckt mit seinem verrückten Traum. (Quelle: Aufbau)

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„Die Magie der kleinen Dinge“ von Jessie Burton

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Blanvalet / 480 Seiten / 20. Juni 2016 / 9,99 €

Inhalt

Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur ihr Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt – und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen – sowie dunkle Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden … (Quelle: Blanvalet)

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„Unterwerfung“ von Michel Houellebecq

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Dumont / 272 Seiten / 21. Juni 2016 / 10,99 €

Inhalt

Es ist vielleicht der umstrittenste Roman des letzten Jahres: ›Unterwerfung‹ handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und Christentum – Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Goncourt–Preisträger Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit – und zugleich mit virtuoser Ironie – ausdeutet.
Er erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres. (Quelle: Dumont)

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„Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ von Fredrik Backman

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Fischer Taschenbuch / 480 Seiten / 23. Juni 2016 / 9,99 €

Inhalt

Oma ist 77, Ärztin, Chaotin und treibt die Nachbarn in den Wahnsinn. Elsa ist 7, liebt Wikipedia und Superhelden und hat nur einen einzigen Freund: nämlich Oma. In Omas Märchen erlebt Elsa die aufregendsten Abenteuer. Bis Oma sie eines Tages auf die größte Suche ihres Lebens schickt – und zwar in der wirklichen Welt. (Quelle: Fischer)

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„Doitscha“ von Adriana Altaras

Fischer Taschenbuch / 256 Seiten / 23. Juni 2016 / 9,99 €

Inhalt

In ›Titos Brille‹ hat sich Adriana Altaras der Geschichte ihrer Vorfahren gewidmet. Ebenso mitreißend und witzig erzählt sie nun von ihren pubertierenden Söhnen und ihrem Alltag in Berlin. Ein faszinierendes, vielstimmiges Porträt jüdisch-deutscher Gegenwart und ein unvergessliches Buch über Familie in all ihren tröstlichen und irrsinnigen Facetten.                 (Quelle: Fischer)

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„Herkunft“ von Botho Strauß

dtv / 104 Seiten / 24. Juni 2016 / 8,90 €

Inhalt

Botho Strauß erzählt, wovon er noch nie erzählt hat: von seiner Kindheit und Jugend in den 40er- und 50er-Jahren, von Naumburg und Bad Ems, den Orten, in denen er aufgewachsen ist, von seinen frühen, prägenden Erinnerungen. Vor allem ist es der Vater, ein Kriegsversehrter und von der Welt Enttäuschter, dessen Bild immer deutlicher hervortritt, liebevoll gezeichnet, doch ohne Selbsttäuschung. ›Herkunft‹ ist das konzentrierte, reiche Werk eines großen Schriftstellers. (Quelle: dtv)

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„Zwei oder drei Dinge, die ich dir nicht erzählt habe“ von Joyce Carol Oates

dtv / 320 Seiten / 24. Juni 2016 / 9,95 €

• ab 14 Jahren •

Inhalt

Es ist das letzte Schuljahr für Merissa, Tink und Nadia. Joyce Carol Oates beschreibt, wie die drei jungen Mädchen sich durchschlagen, die eine erfolgreich und selbstbewusst, die andere rebellisch, die dritte schüchtern. Alle haben sie zu kämpfen mit den hohen Erwartungen, die an sie gestellt werden, mit Selbstzweifeln und Verlustangst. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis das dünne Seil reißt, auf dem sie gehen? (Quelle: dtv)

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„Wolfsschlucht“ von Andreas Föhr

Knaur / 400 Seiten / 1. Juli 2016 / 9,99 €

Inhalt

Ende April am Tegernsee: Kommissar Clemens Wallner ermittelt in gleich zwei mysteriösen Fällen: Ein Bestattungsunternehmer versinkt mitsamt seinem Leichenwagen in der Mangfall, während gleichzeitig eine junge Frau verschwindet. Ihr Wagen wird kurz darauf im Gebirge gefunden – aufgespießt von einem Maibaum. Im Lauf der Ermittlungen stellt sich heraus, dass beide Ereignisse auf eigenartige Weise zusammenhängen – und dass bei beiden Wallners anarcho-bayerischer Kollege Leonhardt Kreuthner seine Finger im Spiel hat, dem diesmal ein genialer Plan für einen Maibaumklau aus dem Ruder gelaufen ist. (Quelle: Knaur)

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„Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr

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btb / 528 Seiten / 11. Juli 2016 / 10,99 €

Inhalt

In seinem Roman erzählt Anthony Doerr kenntnisreich und in einer wunderschönen Sprache, kunstvoll miteinander verwoben, die Geschichte zweier Jugendlicher im Zweiten Weltkrieg, der blinden Marie-Laure, die mit ihrem Vater aus dem besetzten Paris nach Saint-Malo flieht, und des jungen Waisen Werner, der in der Wehrmacht eingesetzt wird. Unaufhaltsam treibt die Geschichte sie aufeinander zu, spannend, labyrinthisch und atemlos.           (Quelle: btb)

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„Die Lebenden reparieren“ von Maylis de Kerangal

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Suhrkamp / 250 Seiten / 11. Juli 2016 / 10,00 €

Inhalt

Nach einem Autounfall diagnostizieren die Ärzte den klinischen Tod eines jungen Manns. Zugleich stellen sie fest, dass er sich zum Organspender eignet.

Die Konsequenzen einer Entscheidung zur Transplantation verfolgt der Phantasie und Gefühle aufregende Roman von Maylis de Kerangal über einen Zeitraum von 24 Stunden.  Wie verhalten sich Ärzte und die Familien in solchen Situationen auf Leben und Tod? Wie verkraften Menschen überhaupt solche unerwartbaren, unausweichlichen Chancen und das gleichzeitige Ende aller Chancen?

Maylis de Kerangal präsentiert die Abfolge dieser 24 Stunden in einer rasanten Folge von emotional aufrührenden Szenen und deskriptivem Reportagestil. Und so stellt sich beim Leser Betroffenheit ein. Die sieben renommierten Auszeichnungen, die dieser Roman in Frankreich erhalten hat, sind ein Beleg für solche Wirkung. (Quelle: Suhrkamp)

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Habt ihr einen Titel entdeckt, der euch besonders interessiert? Oder könnt ihr mir eins der Bücher empfehlen?

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Das Jahr des Taschenbuchs #5: „Hannes“ von Rita Falk

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Im letzten Monat (im Mai) war ich sehr, sehr tapfer und habe mir nur ein einziges Taschenbuch gekauft – natürlich in der Buchhandlung, im Rahmen der Aktion „Das Jahr des Taschenbuchs“.

Als ich den kleinen „Hannes“ in meiner Lieblings-Buchhandlung liegen sah, musste ich ihn mir einfach schnappen und mit nach Hause nehmen. Denn „Hannes“ ist ein Roman aus der Feder von Rita Falk, die auch schon den Eberhofer-Franz erschaffen hat, für den ich eine heimliche (und ziemlich intensive) Zuneigung hege. Bei den Eberhofer-Büchern handelt es sich um äußerst humorvolle Regional-Krimis, die ich allesamt verschlungen habe. Diese Krimis punkten mit dem für Frau Falk so typischen Humor und ihren liebenswerten und ein bisschen verrückten Charakteren.

Bei „Hannes“ beweist die Autorin, dass sie mehr kann als nur lustig. – Das habe ich jedenfalls mehrfach gehört und möchte mich nun anhand meines neu erworbenen Exemplars selbst davon überzeugen.

Heike von Irve liest … hat eine sehr lesenswerte Buchbesprechung zum Roman verfasst, die richtig Lust auf diese Lektüre macht.

dtv / 01.09.2013 / 8,95 €

Inhalt

Einfach beste Freunde … Es ist einer dieser ersten warmen Frühlingstage, als Hannes und Uli sich voll Lebenshunger auf ihre Motorräder setzen. Natürlich machen sie auch die erste Tour des Jahres zusammen, so wie alles im Leben. Von Kindesbeinen an. Noch nie konnte irgendetwas sie trennen. Doch was dann passiert, stellt ihr Leben komplett auf den Kopf: ihre Vergangenheit, ihre Pläne, ihre Hoffnungen – und ihre Zukunft. Und alles droht auseinanderzubrechen …

Eine ganz besondere Geschichte über das Leben. Über die Kraft der Hoffnung, über Treue und Verrat. Vor allem aber über eine Freundschaft, die durch nichts auf der Welt zerstört werden kann. Tiefgründig und berührend. (Quelle: dtv)

Verlagsseite

Ich grüße euch herzlich und wünsche allerseits wunderschöne Lesezeiten,

Tina

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Zitat zum Sonntag #59 aus: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

book and pen*ZITAT ZUM SONNTAG*

In dem Roman „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joël Dicker versucht der (fiktive) Bestseller-Autor Marcus Goldman einen Mordfall aufzuklären. Sein ehemaliger Literaturprofessor und Mentor Harry Quebert soll angeblich ein junges Mädchen getötet haben. Doch Goldman glaubt fest an Harrys Unschuld. Nicht zuletzt, weil er eng mit ihm befreundet war und er Harry Quebert seinen Erfolg als Schriftsteller zu verdanken hat.

In der Geschichte wird – neben dem Kriminalfall – sehr anschaulich erzählt, wie Quebert seinen Mentee Marcus Goldman in der Tätigkeit als Autor unterstützt, anleitet, motiviert und korrigiert. Auch als LeserIn kann man von Queberts Tipps und Ratschlägen profitieren:

„In unserer Gesellschaft, Marcus, bewundert man die Menschen am meisten, die Brücken, Wolkenkratzer und Imperien bauen. Dabei sind die großartigsten und bewundernswertesten in Wirklichkeit diejenigen, die auf die Liebe bauen. Ein größeres und schwierigeres Unterfangen gibt es nämlich nicht.“

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„Lernen Sie Ihre Niederlagen zu lieben, Marcus. Denn an ihnen werden Sie wachsen. Es werden Ihre Niederlagen sein, die Ihre Siege so köstlich machen.“

Hörbuchcover Dicker - Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

*Verlagsseite*

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Ich lausche dem Roman gerade als Hörbuch, und trotz einiger Längen ist es ein Hörgenuss – dafür sorgt der Sprecher Torben Kessler, der die Geschichte gekonnt interpretiert und nuancenreich vorträgt. Dass neben dem Mord auch die Schriftstellerei thematisiert wird, empfinde ich als hochinteressant und abwechslungsreich. Wer ruhige und literarische Krimis mag, wird mit diesem (Hör-)Buch gut beraten sein.

Eine wunderschöne Woche euch allen – genießt den Sonnenschein!

Herzliche Grüße,

Tina