Zitat zum Sonntag #39 aus „Jenseits des Meeres“

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*ZITAT ZUM SONNTAG*

Das Thema „Flüchtlingskrise“ ist bereits seit mehreren Wochen in aller Munde und sorgt für viel Gesprächs- und Diskussionsstoff. Der Strom der Menschen, die aus ihrer Heimat nach Deutschland flüchten, reißt nicht ab. Dies erzeugt vielerorts Konflikte, weckt Ängste und führt zu mancherlei Überforderung. Die deutsche Bevölkerung und die Politiker werden mit einer Herausforderung konfrontiert, wie sie zuvor noch nicht da war.

Trotz des Konfliktpotentials bin ich nach wie vor der Ansicht, dass wir die Flüchtlinge in unserem Wohlstands-Land willkommen heißen können und sollen. Dass es wichtig ist, ihnen freundlich zu begegnen, sie im Rahmen unserer Möglichkeiten zu unterstützen und in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Ich kann nur erahnen, was diese Menschen durchgemacht haben, was sie auf ihrer Flucht erlebt haben und welchen Ängsten sie sich stellen mussten. So richtig nachempfinden kann ich diese Erfahrungen nicht, und daher habe ich mich lesetechnisch in die Welt und das Schicksal einer Flüchtlingsfamilie vertieft, mithilfe des Buches „Jenseits des Meeres“ von Jon Walter. Der 12-jährige Malik lebt in einem Land, in dem Bürgerkrieg herrscht. Gemeinsam mit seinem Großvater bereitet er seine Flucht – per Schiff – vor. Die Flucht in einen „sicheren Hafen“ – in ein Land, das Sicherheit bietet, für Malik jedoch völlig unbekannt ist.

♥ ♥ ♥

Malik stellte sich das Schiff am Hafen vor. „Weißt du, wo es hinfährt?“, fragte er. „Bist du da schon mal gewesen?“ Großpapa nickte. „Ja, einmal. Nur kurz. Es ist ein großes Land. Mit viel Platz für jeden. Viel Platz, um sich auszubreiten. Die Leute, die da wohnen, sagen gerne Ja.Sie mögen neue Ideen, und sie mögen Menschen, die Ideen in die Tat umsetzen. Ich glaube, wir werden da sehr willkommen sein.

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♥ ♥ ♥

In dem Kinder- und Jugendroman „Jenseits des Meeres“ wird weder Maliks Heimatland, noch das „Zufluchts-Land“ namentlich benannt. Beide Länder haben symbolischen Charakter und stehen jeweils für einen Ort, aus dem die Menschen fliehen müssen und einen Ort, der die Flüchtlinge aufnimmt – ein Ort, an dem sie willkommen sind. Ich finde es sehr schön, wie der Großvater dieses Land beschreibt und habe mir beim Lesen gewünscht, dass diese Beschreibung – jetzt und in Zukunft – auf Deutschland zutrifft.

Wie steht ihr zum Begriff der „Willkommens-Kultur“? Seid ihr an irgendeiner Stelle in der Flüchtlingsarbeit ehrenamtlich tätig?

Ich wünsche euch alles Liebe und Gute für die kommende Woche! 🙂

Ganz liebe Grüße von

Tina

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Hardcover / 320 Seiten / Carlsen / 2. Oktober 2015 / Jugendbuch ab 12 Jahren / 17,99 €

*Verlagsseite*

Inhalt

Ein Land im Bürgerkrieg. Eine Hafenstadt in Flammen. Nur ein einziges Schiff nimmt noch Flüchtlinge auf. Doch der Preis für die Überfahrt ist für die meisten viel zu hoch. Wie sollen Malik und sein Opa an Bord kommen? Und wird Maliks Mutter es rechtzeitig zu ihnen schaffen? Malik muss all seinen Mut zusammennehmen, damit ihm die Flucht gelingt. Sein Erfindungsreichtum, eine streunende Katze und Opas besonderer Zaubertrick sorgen dafür, dass er dabei nie die Hoffnung verliert. Ein erstaunliches und zutiefst menschliches Debüt über Krieg und Hoffnung, Flucht und Heimat – erzählt durch die Augen eines Jungen. (Quelle: Carlsen/Königskinder)

Mein Fazit

Die eindrucksvolle Geschichte der Flucht eines 12-jährigen Jungen in ein unbekanntes Land. Ein spannender und anspruchsvoller Roman, der die Flüchtlings-Thematik aufgreift und eindrücklich aus der Sicht eines Kindes darstellt. Zu empfehlen für Jugendliche und Erwachsene sowie für Kinder ab 10 Jahren. Besonders geeignet als „Familien-Lektüre“ – zum gemeinsamen Lesen und Vorlesen.

2015-10-20 13.04.30

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