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*druckfrisch* Neuerscheinungen im Februar

 

„Wintermüde“ – diesen Begriff habe ich in den letzten Tagen des Öfteren gehört. Und es stimmt: Der Winter wütet in diesem Jahr besonders heftig – so dass man vielerorts den Frühling herbeisehnt. Das ist verständlich. Trotzdem genießen viele „leseverrückte“ Menschen diese Jahreszeit und widmen sich ausgiebig dem Lesen und Schmökern. Wie gut, dass es im Februar wieder ganz viel Nachschub an neuem Lesestoff gibt! 🙂

Ich habe in den letzten Tagen die Verlagsvorschauen durchforstet und bin auf etliche tolle Februar-Neuerscheinungen gestoßen. Hier meine (ziemlich umfangreiche) Auswahl der neuen Titel – diesmal (zum ersten Mal) geordnet nach verschiedenen Genres:

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Debütroman

„Immerjahn“ von Barbara Zeman

ab 5. Februar 2019 // 22,00 €

In der lähmenden Hitze eines Spätsommers beschließt der steinreiche Erbe Immerjahn, der Erlesenheit seiner Welt zu entfliehen. Er will seine Villa mitsamt der eindrucksvollen Kunstsammlung zum Museum machen. Doch bei den Vorbereitungen verstrickt er sich zunehmend in den Fäden seiner Liebes- und Lebensgeschichte. Statt unentwegt an der bevorstehenden Eröffnung zu arbeiten, wird Immerjahn von seiner Melancholie übermannt, und während der Sohn Olympisches Gold erschwimmt, offenbart sich Immerjahn, dass seine Frau Katka wohl seit Jahren schon seinen besten Freund liebt. So scheint ihm kurz vor der Ausstellungseröffnung nicht nur die Zeit zwischen den Fingern zu zerrinnen, sondern sein ganzes Leben. Barbara Zeman erzählt in ihrem Debüt von versehrter Männlichkeit und den Absurditäten eines ästhetisierten Lebens; prunkvoll und traditionstrunken, mit feiner Komik und berauschender Sprachgewalt. (Quelle: Hoffmann und Campe)

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„Wir, die wir jung sind“ von Preti Taneja

ab 14. Februar 2019 // 26,00 €

Eine dramatische Familiengeschichte, die zugleich die Geschichte eines Firmenimperiums und eines Landes, die brutale, letztlich scheiternde Machtübergabe von den Alten zu den Jungen darstellt, von den Männern zu den Frauen – das erzählt Preti Taneja in ihrem preisgekrönten, spannenden und gewaltigen Debütroman.
Der alte Devraj, ehemaliger Maharadscha und Chef eines mächtigen indischen Mischkonzerns, der nur ehrfürchtig „The Company“ genannt wird, ist alt geworden und will sein Erbe verteilen. Er hat drei Töchter, Ranjit Singh, sein Berater, Teilhaber und Wegbegleiter, hat zwei Söhne, die ebenfalls mit bedacht werden sollen. Wer wird sich durchsetzen in diesem umfassenden Machtkampf, der auch ein Geschlechterkampf ist?
Mit hoher Präzision und Intensität, nah an den Figuren entlang, erzählt Preti Taneja in diesem unerschrockenen, ergreifenden, aber auch sarkastischen Familienepos, dicht angelehnt an Shakespeares „King Lear“, eine brisante und düstere, universelle Geschichte von Macht, Verrat, Untergang und Überleben. (Quelle: C.H. Beck)

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„Vater unser“ von Angela Lehner
Vater unser

ab 18. Februar 2019 // 22,00 €

Die Polizei hat sie hergebracht, in die psychiatrische Abteilung des alten Wiener Spitals. Nun erzählt sie dem Chefpsychiater Doktor Korb, warum es so kommen musste. Sie spricht vom Aufwachsen in der erzkatholischen Kärntner Dorfidylle. Vom Zusammenleben mit den Eltern und ihrem jüngeren Bruder Bernhard, den sie unbedingt retten will. Auf den Vater allerdings ist sie nicht gut zu sprechen. Töten will sie ihn am liebsten. Das behauptet sie zumindest. Denn manchmal ist die Frage nach Wahrheit oder Lüge selbst für den Leser nicht zu unterscheiden. In ihrem fulminanten Debüt lässt Angela Lehner eine Geistesgestörte auftreten, wie es sie noch nicht gegeben hat: hochkomisch, besserwisserisch und zutiefst manipulativ. (Quelle: Hanser Berlin)

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Erzählende Literatur

„Nichts weniger als ein Wunder“ von Markus Zusak

ab 4. Februar 2019 // 22,00 €

Dies ist die Geschichte der fünf Dunbar-Brüder. Nach dem Tod der geliebten Mutter und dem Weggang ihres Vaters leben sie nach ihren ganz eigenen Regeln. Sie trauern, sie lieben, sie hassen, sie hoffen und sie suchen. Nach einem Weg, mit ihrer Vergangenheit klarzukommen, nach der Wahrheit und nach Vergebung. Schließlich ist es Clay – angetrieben von den Erinnerungen an ihren tragischen Verlust –, der beschließt, eine Brücke zu bauen. Eine Brücke, die Vergangenheit zu überwinden und so sich selbst und seine Familie zu retten. Dafür verlangt er sich alles ab, was er geben kann, und mehr: nichts weniger als ein Wunder. (Quelle: Limes)

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#19für2019 – Lesevorhaben für das Jahr 2019

Normalerweise plane ich meine Lektüren, meine Lesezeit, nicht im Voraus, sondern lese lieber spontan, worauf ich gerade Lust habe. Aber es gibt eine schöne buchige Challenge, zu der mich die liebe Heike von Irveliest eingeladen hat. #19für2019 heißt die Aktion und es geht darum, sich neunzehn Bücher auszusuchen, die noch ungelesen im Regal stehen – der berühmte SuB – und in die man sich in diesem Jahr vertiefen möchte. Da mache ich gerne mit! (Meine Bücherregale platzen eh aus allen Nähten …)

Ich habe mich für eine bunte Mischung aus sehr unterschiedlichen Titeln und Genres entschieden – von Spannungsliteratur, Abenteuerromanen und Buchpreisbüchern (bzw. Nominierungen) über Kinder- und Jugendliteratur bis zu englischen Titeln und Indie-Büchern. Ich freue mich auf mein Lesevorhaben und werde gleich mit der ersten Lektüre, „Transatlantik“, starten.

Hier nun meine #19für2019-Liste:

Zeitgenössische Literatur

„Wassermusik“ von T.C. Boyle
Coverbild Wassermusik von T. C. Boyle, ISBN-978-3-423-21659-3

Inhalt: Mungo Park, Afrikaforscher aus Schottland, begibt sich Ende des achtzehnten Jahrhunderts wie viele Europäer vor ihm auf die Suche nach dem Niger. Johnson, ein Afrikaner, den ein wechselvolles Schicksal zeitweilig in Londons beste Gesellschaft verschlug, bis er infolge eines Duells zurück nach Afrika verbannt wurde, steht ihm als Dolmetscher zur Seite. Eine verwegene Reise beginnt, ein Abenteuer, das durch die Begegnung mit Ned Rise, einem Pechvogel und Trunkenbold, eine schicksalhafte Wendung nimmt. Mit dabei auf dieser Tour de Force: Huren, Schläger, Kannibalen, Stammesfürsten, Glücksritter. (Quelle: dtv)

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„Die weiteren Aussichten“ von Robert Seethaler

Inhalt: Inmitten der Provinzleere führt Herbert Szevko eine alte Tankstelle – gemeinsam mit seiner resoluten Mutter und unter Beobachtung des kleinen Zierfisches Georg. Eines Tages taucht im Hitzeflimmern der Straße eine lebenshungrige junge Frau auf. Sie heißt Hilde, spricht wenig, hat eine Stelle als Putzfrau im dörflichen Hallenbad und lächelt sich in Herberts Herz. Das Leben auf der Tankstelle und der dörfliche Alltag geraten aus den Fugen, und Herbert stürzt sich in einen verrückten Wirbel aus Stolz, Verzweiflung und etwas ihm bisher völlig Unbekanntem: Liebe. (Quelle: Kein & Aber)

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„Die Gestirne“ von Eleanor Catton

Inhalt: In einer Hafenstadt an der wilden Westküste Neuseelands gibt es ein Geheimnis. Und zwei Liebende, die einander umkreisen wie Sonne und Mond. Als der Schotte Walter Moody im Jahr 1866 nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die eine Serie ungelöster Verbrechen verhandeln. Und schon bald wird Moody hineingezogen in die rätselhaften Verstrickungen der kleinen Goldgräber-gemeinde, in das schicksalhafte Netz, das so mysteriös ist wie der Nachthimmel selbst.
(Quelle: btb)

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„Transatlantik“ von Colum McCann

Inhalt: Dublin, 1845: Der amerikanische Abolitionist Frederick Douglass reist durch das von Hungersnot gepeinigte Irland, wo die Leute schlimmer leiden als unter der Sklaverei.
Neufundland, 1919: Die beiden Flieger Jack Alcock und Arthur Brown unternehmen den ersten Nonstopflug über den Atlantik mit Kurs Irland.
New York, 1998: US-Senator George Mitchell verlässt seine junge Frau und sein erst wenige Tage altes Baby, um in Belfast die nordirischen Friedensgespräche zu einem unsicheren Abschluss zu führen.
«Transatlantik» verwebt drei ikonische historische Momente mit dem Schicksal dreier Frauen: Angefangen bei der irischen Hausmagd Lily Duggan, in der Frederick Douglass die Liebe zur Freiheit weckt, folgt der Roman ihrer Tochter Emily und ihrer Enkelin Lottie in die USA und, später, zurück auf die Insel. Ihr Leben spiegelt den Verlauf der bewegten Nationalgeschichte Irlands und Amerikas. Dabei spielt ein vergessener, über drei Generationen nicht geöffneter Brief eine entscheidende Rolle.
«Transatlantik» ist ein kraftvolles Epos über die Kollision von Geschichte und persönlichem Schicksal – geschrieben mit unvergleichlicher dichterischer Intensität, mit leuchtenden Szenen und klingender Sprache. (Quelle: Rowohlt)

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„Schnell, dein Leben“ von Sylvie Schenk

Schnell, dein Leben

Inhalt: Auf den ersten Blick ist es die einfache Geschichte einer Frau aus den französischen Alpen, die sich während des Studiums in einen Deutschen verliebt. Sie heiratet, zieht in ein deutsches Dorf, die Kinder werden groß, die Eltern sterben. Doch es ist kein einfaches Leben in der neuen Heimat, Louises Mann ist dort ganz anders, als sie ihn kennengelernt hat. Zugleich erfährt Louise immer mehr Details aus der Vergangenheit des autoritären Schwiegervaters, der im Krieg in Frankreich war. „Schnell, dein Leben“ ist eine Befreiungsgeschichte, ein neuer Blick auf die Nachkriegszeit, ein Lebensbuch – von Sylvie Schenk mit großer Klarheit und Wucht erzählt. (Quelle: Hanser)

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*druckfrisch* Neuerscheinungen im November

Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in den November und könnt den farbenfrohen Herbst und die milden Novembertage so richtig genießen. 🙂 Jetzt, wo es wieder so früh dunkel wird, kann man die Abendstunden ja bestens zum Lesen nutzen, oder?! Mir geht es jedenfalls so, dass ich im Herbst immer viel mehr Bücher lese als im Sommer.

Falls es jemandem an neuem Lesestoff oder buchigen Ideen mangelt – hier ist (m)eine kleine Auswahl der November-Neuerscheinungen. Es sind ein paar tolle Titel dabei, die man sich einmal näher anschauen sollte. Außerdem erscheinen in diesem Monat auch einige sehr lesenswerte Romane im preisgünstigeren Taschenbuchformat. Besonders empfehlen möchte ich euch die Titel „Suleika öffnet die Augen“, „Ein Gentleman in Moskau“ – beide Geschichten spielen in Russland und geben einen interessanten (und ganz unterschiedlichen) Einblick in die Kultur und Geschichte des Landes – sowie den Abenteuerroman „Die goldene Stadt“, in dem Sabrina Janesch von der vermeintlichen Entdeckung der verlorenen Stadt der Inkas („El Dorado“) erzählt.

Viel Freude beim Stöbern, Entdecken und beim herbstlichen Lesen!

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr zur jeweiligen Verlagsseite.

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„Jeder von uns ist ein Rätsel“ von A.J. Steiger

ab 2. November 2018 // 18,00 €

• ab 14 Jahren •

Andere Menschen zu verstehen ist für Alvie eine Herausforderung. Ihr Lieblingsbuch ist die Kaninchensaga »Unten am Fluss« und richtig wohl fühlt sie sich nur in ihrem Job im Zoo, bei den Tieren. Doch als sie Stanley kennenlernt, ist alles anders: Er interessiert sich nicht nur für Quantenphysik wie sie, sondern ist auch unendlich geduldig. Aber auch Stanley fällt es schwer, sich zu öffnen. Und es ist ein langer, zum Teil sehr komischer, manchmal trauriger und wunderschöner Weg, der sie am Ende zusammenbringt – zu so etwas Ähnlichem wie Glück. Eine wunderschöne und anrührende Liebesgeschichte! (Quelle: Carlsen)

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„Das Mädchen mit dem Fächer – Stories nach berühmten Kunstwerken“

ab 2. November 2018 // 29,99 €

Jedes Bild erzählt eine Geschichte: Siebzehn Stories prominenter Autoren zu berühmten Werken der Kunstgeschichte
„Nighthawks“, herausgegeben von US-Krimi-Altmeister Lawrence Block, mit seinen Stories nach Gemälden von Edward Hopper war ein großer Erfolg und erhielt exzellente Kritiken. In diesem Fortsetzungsband weitet sich das Panorama: Die Geschichten gelten nicht nur einem berühmten Künstler und seinen Gemälden. Vielmehr wurde jeder der siebzehn prominenten Autoren, unter ihnen Lee Child, Michael Connelly, Jeffery Deaver und Joyce Carol Oates, gebeten, eine Story zu einem Gemälde oder einem Kunstwerk seiner Wahl zu schreiben. Herausgekommen ist wiederum eine Sammlung inspirierender Geschichten, in denen sich der Bogen von den Höhlenmalereien von Lascaux über Michelangelo, Hieronymus Bosch und Auguste Renoir bis hin zu René Magritte und Salvador Dalí spannt.
Ein faszinierendes Kaleidoskop der künstlerischen Phantasie! (Quelle: Droemer)

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„Wie Eulen in der Nacht“ von Maggie Stiefvater

ab 2. November 2018 // 14,99 €

In ihrem neuen Fantasy-Roman erzählt Spiegel-Bestseller-Autorin Maggie Stiefvater eine atmosphärisch-düstere Geschichte über Angst und Magie, Liebe und Mut.
Jeder träumt von einem Wunder, aber nicht jeder ist bereit dafür.
Wem nur noch ein Wunder helfen kann, der findet stets seinen Weg in die Wüste Colorados und zur außergewöhnlichen Familie Soria. Doch die Wunder der Sorias sind unberechenbar und wer sie aus eigener Kraft nicht vollenden kann, zahlt einen hohen Preis.
Auch Daniel Soria bewirkt diese Wunder mit der Ernsthaftigkeit und Hingabe, die es braucht. Doch dann bricht er die wichtigste Regel seiner Familie: Er mischt sich in ein Wunder ein. Dadurch entfesselt er eine Magie, die seinen Tod bedeuten könnte. (Quelle: Knaur)

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Zitat zum Sonntag #87 aus: Tanz der Tiefseequalle

 

book and penAm vergangenen Freitag – am 12. Oktober 2018 – wurde auf der Frankfurter Buchmesse der Jugendliteraturpreis verliehen, in den Kategorien „Bilderbuch“, „Kinderbuch“, „Jugendbuch“, „Sachbuch“ und „Preis der Jugendjury“. Demnächst werde ich noch näher auf den Preis, die diesjährigen Preisträger und die ausgezeichneten Titel eingehen.

Doch beim heutigen Sonntagszitat geht es um ein wunderbares Jugendbuch, das zwar nicht mit dem Literaturpreis gekrönt wurde, das aber zur Liste der nominierten Bücher gehört. Ein Buch, das ich sowohl jungen Leserinnen und Lesern ab zwölf Jahren als auch einer älteren Leserschaft unbedingt ans Herz legen möchte. Der Titel mag ein bisschen unverständlich klingen, das Cover etwas eigenwillig wirken. Widmet man sich jedoch dem Inhalt und der großartigen Geschichte, wird beides – Titel und Cover – klarer und gewinnt immer mehr an Kontur. (Ein Aha-Erlebnis beim Lesen ist garantiert.)

Stefanie Höfler erzählt in ihrem zweiten Jugendroman „Tanz der Tiefseequalle“ die Geschichte von zwei Teenagern, die äußerlich absolut unterschiedlich sind. Während die aus Ägypten stammende Sera eine graziöse Schönheit ist, hat Nico etliche Pfunde zu viel auf den Hüften und sieht auf den ersten Blick alles andere als attraktiv aus. Und trotzdem – oder gerade deswegen – lernen sich die beiden kennen. Eine vorsichtige Freundschaft entspinnt sich zwischen Sera und Nico, eine Freundschaft, die langsam stärker und tiefer wird.

Aber: Funktioniert das überhaupt – mit einem übergewichtigen Jungen befreundet zu sein, der von fast allen gemieden und sogar gemobbt wird? (Diese Frage betrifft Sera.) Und: Würde sich so ein schönes Mädchen wie Sera tatsächlich und ernsthaft für einen wie Nico interessieren? (… fragt sich Nico.) Die Autorin gibt in ihrem Werk Antworten auf diese Fragen. Antworten, die weder billig noch abfertigend sind. Vielmehr nähert sich Frau Höfler dem Thema „Aussehen“ sowie der Fragestellung „Wie wichtig ist das äußere Erscheinungsbild?“ sehr feinfühlig, reflektiert und tiefsinnig. Sie verschweigt nicht, dass es schwere Menschen schwer haben im Leben und dass Nico nicht nur mit den Beleidigungen seiner Klassenkameraden zu kämpfen hat, sondern auch mit seinem Gewicht, seinem Aussehen, seinem Anderssein.

Als Sera nach einer konfliktären Situation vorschlägt, einfach abzuhauen, einfach die Flucht zu ergreifen, denkt Nico:

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Wer so aussieht wie ich, der kann nicht fliehen: Wohin auch immer ich fliehen würde, ich müsste meinen Körper mitnehmen. Und meinen Körper mitzunehmen, bedeutet unweigerlich, ungefähr alle Probleme mitzunehmen, die ich habe, und was für einen Sinn hat dann Flucht?

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Verlagsseite

Ob es Nico gelingen wird, seinen Körper und alle seine Probleme auch anzunehmen, erfährt man im Laufe des Buches. Es lohnt sich wirklich, in diesen Roman und diese Geschichte einzutauchen und der Tiefseequalle beim Tanzen zuzuschauen.

Ich wünsche euch eine wundervolle Woche – ohne Fluchtgedanken und voller Annahme! 🙂

Herzliche Grüße,

Tina
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Zitat zum Sonntag #86 aus: Die Katze und der General

 

book and penMorgen – am 8. Oktober 2018 – wird der diesjährige Deutsche Buchpreis verliehen; um 18.00 Uhr beginnt die Preisverleihung, um 18.55 Uhr wird die Gewinnerin oder der Gewinner bekannt gegeben. Ein spannendes Ereignis für viele Literaturliebhaber, ein aufregender Tag für die nominierten Autorinnen und Autoren.

Auch ich bin gespannt, welcher Titel der Shortlist in diesem Jahr ausgezeichnet wird. Zwar habe ich es nicht geschafft, alle sechs Bücher zu lesen, dafür habe ich aber die Meinungen und Rezensionen anderer Bloggerinnen und Blogger zu den Buchpreisbüchern mit Interesse verfolgt.

Außerdem lausche ich zur Zeit dem Hörbuch „Die Katze und der General“ – der Roman von Nino Haratischwili befindet sich ebenfalls auf der Shortlist. Bislang habe ich etwa ein Viertel des Hörbuchs gehört (immerhin 6 Stunden der 23,5 Stunden Laufzeit!) und ich mag die Geschichte von Schuld und Sühne, Krieg und Liebe; ich mag Frau Haratischwilis Schreibstil, der teils poetisch, teils pathetisch daherkommt. Und ich mag die kontroversen Charaktere, von denen ich noch nicht genau weiß, was von ihnen zu halten ist. Besonders die Protagonistin „Katze“ ist irgendwie faszinierend, obwohl sie zu Beginn des Romans ziemlich orientierungslos und ein wenig unsicher wirkt. Hier ein Zitat über sie, das ihren Charakter treffend beschreibt:

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Sie wollte so gern verloren gehen, frei von sich und den Erwartungen an sich selbst. Vielleicht war die größtmögliche Freiheit, erwartungslos zu werden; wunschlos, als wäre man ein Papierdrache an einem dünnen Faden in den Händen eines Kindes, das losrannte, immer schneller wurde und schließlich den Faden aus der Hand gleiten ließ.

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Hörbuchcover Haratischwili - Die Katze und der General

• Verlagsseite HörbuchfassungVerlagsseite Buchfassung •

Ich wünsche euch einen gemütlichen Abend, einen guten Start in die Woche und ich wünsche euch die Freiheit, unnötige und überhöhte Erwartungen an euch selbst abzustreifen und im positiven Sinne erwartungslos zu sein. Für alle, die die Buchmesse in Frankfurt besuchen werden: eine grandiose Zeit! Vielleicht begegnen wir uns irgendwo in den heiligen Hallen.

Seid herzlich gegrüßt,

Tina
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Zitat zum Sonntag #85 aus: „the sun and her flowers“ von Rupi Kaur

 

book and pen

Vor ein paar Tagen habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass seit dem letzten Sonntagszitat bereits über ein halbes Jahr vergangen ist. Daher ist es nun wirklich an der Zeit, euch wieder ein buchiges Zitat vorzustellen – heute aus einem ganz besonderen Buch: „the sun and the flowers“, dem zweiten Titel von Rupi Kaur.

Rupi Kaur war mir schon länger ein Begriff. Ich wusste, dass die junge Kanadierin Gedichte schreibt und diese auf Instagram postet, dass sie aus Indien stammt und dass sie ihre Stimme erhebt für die Anliegen und Rechte der Frauen. Weiterlesen

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*druckfrisch* Neuerscheinungen im August

Etwas verspätet 😉 gibt es heute meinen Beitrag mit den AUGUST-Neuerscheinungen. Einige der Bücher und Hörbücher, die ich hier kurz vorstelle, findet ihr bereits im Buchhandel. Und zu einigen Titeln wurden bereits Besprechungen und Artikel verfasst, auf die ich unter dem jeweiligen Vorschautext hinweise.

Es würde mich freuen, wenn unter der bunten Mischung an neuen Büchern (mindestens) eins darunter wäre, das euch anspricht, in die Buchhandlung lockt und zum Lesen verführt. Verratet mir gern euren Wunschtitel.

Nun wünsche ich euch viel Freude beim Stöbern und Entdecken, beim Bücherkaufen und Lesen! Weiterlesen

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*druckfrisch* Neuerscheinungen im Juli

Nach längerer Blogpause, in der ich an meinem aktuellen Buchprojekt gearbeitet habe, melde ich mich endlich zurück – mit einer prall gefüllten Liste an neuen Büchern, die im JULI erscheinen werden.

Von einem „Sommerloch“ kann, was den Büchermarkt betrifft, keine Rede sein. Beim Durchblättern der Verlagsvorschauen bin ich nämlich auf etliche vielversprechende, spannend klingende und verlockende Titel gestoßen. So gibt es bald neue Romane der großen Autorinnen Meg Wolitzer, Jane Gardam und Sylvie Schenk. Auch im Bereich der Jugendliteratur kann man sich auf viele tolle Neuerscheinungen freuen. Eine Auswahl davon habe ich hier aufgelistet, weitere Titel findet ihr bei Buchstabenträumerei, World of Books and Dreams, Leselust  und Die Bücherwelt von Corni Holmes.

Viel Freude beim Stöbern und Lesen! Genießt den Sommer, die Ferien und ein paar gute Bücher! 🙂 Weiterlesen

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*druckfrisch* Neuerscheinungen im März / Teil 1

Und schon wieder ist ein Monat vorbei – wie schnell das geht! Je älter man wird, desto rascher verfliegt die Zeit, oder?! So empfinde ich es jedenfalls.

Mit dem neuen Monat gibt es natürlich auch jede Menge neuer Bücher. Den ersten Teil meiner Auswahl der MÄRZ-Titel möchte ich euch heute vorstellen.  Weiterlesen

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*druckfrisch* Neuerscheinungen im Februar

Eigentlich wollte ich mir im FEBRUAR keine neuen Bücher kaufen. Schließlich ist mein SuB (Stapel ungelesener Bücher) sehr hoch, das Bücherregal überaus voll und meine Geldbörse ziemlich leer. Aber: Bei dieser Vielzahl an wunderbaren, grandiosen und verheißungsvollen Neuerscheinungen weiß ich nicht, ob ich tatsächlich widerstehen kann. Die Verlockung ist einfach zu groß …

Antje Babendererde, Anthony McCarten, Rita Falk (Oh, Eberhofer, du lebst noch!), Malala Yousafzai und Kirsten Boie – all diese hervorragenden Autorinnen und Autoren haben für neuen Lesestoff gesorgt, den es bald in den Buchhandlungen zu kaufen gibt. Und dann Titel wie „Herzdenker“, „Die Herzen der Männer“, „Nordwasser“, „Wortwächter“, „Die Zukunft der Schönheit“ und „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“ – hört sich das nicht alles wundervoll an? Ich glaube, da muss man (oder ich) einfach schwach werden. 😉 Weiterlesen