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*druck.frisch* Neuerscheinungen im Januar

Das neue Jahr oder vielmehr die neue Dekade steht schon in den Startlöchern und möchte begrüßt und gefeiert werden. Ich freue mich auf das Jahr 2020 – auf alles, was es bringen wird. Auch wenn ich noch nicht weiß, was die nächsten Monate im Detail für euch und mich bereithalten, kann ich doch mit Sicherheit sagen: Tolle neue Bücher sind auf jeden Fall dabei!

In diesem Beitrag findet ihr eine Auswahl der Januar-Neuerscheinungen. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf der Kinder- und Jugendliteratur, da einige Verlage ihr Frühjahrsprogramm bereits am Jahresanfang veröffentlichen. So erscheinen im Januar wunderbare Bücher von Gerstenberg, Kunstanstifter, Magellan und Tulipan.

Außerdem: Es gibt auch wieder ein Buch aus meiner Feder. „Wirbel um die Villa am Meer“ heißt es und ist der Auftakt der Kinder-Krimi-Reihe „Die Strandspürnasen“. Darüber und darauf freue ich mich natürlich besonders. 🙂

Und nun wünsche ich euch viel Freude beim Stöbern und Entdecken, einen wunderschönen Silvesterabend und einen rundum guten Start ins neue Jahr!

Feiert schön, lasst es euch gut gehen und vergesst das Lesen nicht! 🙂

Debüt

„Fehlstart“ von Marion Messina

ET 27. Januar 2020 // 18,00 EUR

Inhalt: Als ihre erste Liebe scheitert, zieht die neunzehnjährige Aurélie von Grenoble nach Paris. Dort will sie endlich in vollen Zügen leben und mit ihrem Jurastudium die provinziellen Arbeiterbiographien ihrer Eltern hinter sich lassen. Aber in Paris reicht es gerade mal für einen Job als Empfangsdame, der Wohnungsmarkt entpuppt sich als anarchische Zone und die Liebe ist eine Farce zwischen freundlichen Arrangements und Pornographie. Doch dann setzt Aurélie alles auf Anfang. Voll Zorn, Klarsicht und gnadenloser Ironie blickt Marion Messina auf das Leben einer jungen Frau und ins Innerste einer neuen verlorenen Generation. (Quelle: Hanser)

♥ ♥ ♥

„Vom Land“ von Dominik Barta

ET 27. Januar 2020 // 18,00 EUR

Inhalt: Dass Theresa, um die sechzig und Bäuerin, sich plötzlich krank fühlt, bringt alle Gewissheiten ins Wanken. Die erwachsenen Kinder müssen anreisen, von wo auch immer es sie hin verschlagen hat, um endlich wieder miteinander zu reden. Theresas Mann muss lernen Hilfe und Gefühle zu akzeptieren. Und selbst der zwölfjährige Daniel muss seinem verbohrten Onkel Max entschlossen entgegentreten, um seinen einzigen wirklichen Freund zu schützen. Theresa aber schweigt, findet keine Worte, keinen Weg.
Mit großer Präzision und archaischer Kraft und Empathie erzählt Dominik Barta in seinem Debütroman von den Menschen und den Umständen. Er schreibt eine große Tradition der österreichischen Literatur fort und geht dorthin, wo die Provinz heute politisch ist. (Quelle: Zsolnay)


Erzählende Literatur

„Violet“ von Tracy Chevalier

ET 4. Januar 2020 // 16,00 EUR

Inhalt: England, dreißiger Jahre. Die Abende, an denen Violet mit einer Gruppe ungewöhnlicher Frauen wunderschöne Stickereien für die Kathedrale in Winchester anfertigt, sind der Aufbruch in eine neue Welt. Sie zeigen Violet, dass sie mit ihrem Auszug aus dem mütterlichen Zuhause die richtige Entscheidung getroffen hat. Schnell lernt und schätzt sie die Kunst des Stickens und lässt sich von Arthur in die des Läutens der Kirchturmglocken einweihen. Violet gewinnt durch das starke Band der Freundschaft zwischen den Frauen und die wachsende Nähe zu Arthur an Lebensmut und überwindet die Lebenskrise infolge des Ersten Weltkriegs. Und die Kirchturmglocken könnten wahrhaftig ihr neues Leben in Winchester einläuten…

Chevaliers neuer Roman ist episch, warmherzig und lebendig – eine Hommage an die weibliche Kunstfertigkeit und ein Buch darüber, wie Schönheit auch ein bescheidenes Leben erfüllen kann. (Quelle: Atlantik)

♥ ♥ ♥

„Der Freund“ von Sigrid Nunez

ET 21. Januar 2020 // 20,00 EUR

Inhalt: Eine Frau, die um ihren Freund trauert, ein riesiger Hund – und die berührende Geschichte ihres gemeinsamen Wegs zurück ins Leben
Als die Ich-Erzählerin, eine in New York City lebende Schriftstellerin, ihren besten Freund verliert, bekommt sie überraschend dessen Hund vermacht. Apollo ist eine riesige Dogge, die achtzig Kilo wiegt. Ihr Apartment ist eigentlich viel zu klein für ihn, außerdem sind Hunde in ihrem Mietshaus nicht erlaubt. Aber irgendwie kann sie nicht Nein sagen und nimmt Apollo bei sich auf, der wie sie in tiefer Trauer ist. Stück für Stück finden die beiden gemeinsam zurück ins Leben. Ein Roman über Liebe, Freundschaft und die Kraft des Erzählens — und die tröstliche Verbindung zwischen Mensch und Hund. (Quelle: Aufbau)

♥ ♥ ♥

„Eine fast perfekte Welt“ von Milena Agus

ET 24. Januar 2020 // 20,00 EUR

Inhalt: Wie wird man glücklich in einer Welt, die nicht perfekt ist?

Als Ester noch in Genua lebte, sehnte sie sich nach Sardinien zurück. Nach der wilden, steinigen Landschaft und dem ursprünglichen Leben im Dorf. Nun ist sie zurück in ihrer Heimat, doch die Sehnsucht ist geblieben. Ihrer Tochter Felicita soll es da besser ergehen – und tatsächlich findet sie ihr Glück. Im bunten Hafenviertel von Cagliari fertigt sie Schmuck aus Weggeworfenen und zieht ihren Sohn Gregorio groß – dem das Leben seiner Mutter bald zu eng wird.

Poetisch und berührend erzählt Milena Agus von drei Generationen einer sardischen Familie und davon, dass wir alle Voraussetzungen für ein erfülltes Leben in uns tragen. (Quelle: dtv)

♥ ♥ ♥

„Picknick im Dunkeln“ von Markus Orths

ET 27. Januar 2020 // 22,00 EUR

Inhalt: Treffen sich Stan Laurel und Thomas von Aquin im Dunkeln … Weiterlesen

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*lesens.wert* Zeruya Shalev: Schmerz

Ab sofort wird es hier unter der Kategorie „lesens.wert“ Buchempfehlungen – beziehungsweise unter „hörens.wert“ Hörbuchtipps – geben.

Ich lese ziemlich viel, lausche ziemlich vielen Hörbüchern, und schaffe es zeitlich meist nicht, ausführliche Rezensionen dazu zu schreiben. Das finde ich ein bisschen schade. Und da ich euch gern mehr gute Literatur und Hörbücher empfehlen möchte, mache ich dies nun auf diese Weise: mit einer Kurzvorstellung, bei der ich ein paar Sätze zum Buch schreibe und bei der ihr euch hoffentlich einen kleinen Eindruck von der jeweiligen Lektüre verschaffen könnt. Um diese dann bei Gefallen vielleicht kaufen oder ausleihen zu können.

Los geht´s mit einem Titel, den ich besonders Leserinnen ans Herz legen möchte.

Von Schmerz begleitet

Vor einigen Tagen habe ich den wunderbaren Roman „Schmerz“ von Zeruya Shalev beendet. Die israelische Autorin erzählt darin von Iris, einer verletzten und verletzlichen Frau Mitte vierzig. Iris hat mit ständigen Schmerzen zu kämpfen, denn vor zehn Jahren wurde sie Opfer eines Terroranschlages, den sie nur knapp überlebt hat und dessen Folgen ihr heute noch zu schaffen machen. Doch Iris hat sich nicht unterkriegen lassen, hat sich zurück ins Leben gekämpft, hat sogar die Leitung einer Grundschule in Jerusalem übernommen.

Besonders glücklich ist Iris dennoch nicht. Tochter Alma und Sohn Omer haben ihre Kindheit zwar einigermaßen gut überstanden – trotz des traumatischen Vorfalls -, Ehemann Micki ist eine treue Seele – trotz mancher Makel -, und Freundin Dafna ist immer für Iris da. Wäre da nur nicht dieser Schmerz! Dieser penetrante Schmerz, der irgendwie dreidimensional ist. Der ihren Körper, ihren Geist und ihre Seele angreift. Der nicht nur von den Folgen des Attentats herrührt, sondern ebenso von der Trauer um den Verlust einer – ach, was: der einen – Jugendliebe. Weiterlesen

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*druck.frisch* Neuerscheinungen im November und Dezember


Wieder einmal habe ich die Verlagsvorschauen durchforstet und bin dabei auf einige interessant klingende Neuerscheinungen gestoßen – auf Bücher, die im November und Dezember veröffentlicht werden oder bereits auf dem Markt sind. Vielleicht kennt ihr ja schon einen der neuen Titel? Falls dem so ist: Welche Neuerscheinung könnt ihr empfehlen?

Ich persönlich freue mich auf „Die Kakerlake“ von Ian McEwan (wegen des brisanten politischen Themas), „Die Ewigkeit in einem Glas“ von Jess Kidd (der Klappentext verspricht spannende britische Leseunterhaltung) und auf „Die drei Leben der Hannah Arendt“ (die Biographie einer starken Frau als Graphic Novel!).

Euch nun viel Freude beim Stöbern und Entdecken! Und natürlich: ganz viele schöne Lesestunden!

Debüt

„Rückkehr nach Old Buckram“ von Phillip Lewis

ET 4. November 2019 // 20,00 EUR

Inhalt: Ein großartiger Roman über die Bande, die eine Familie zusammenhalten, die Gespenster, die wir nicht loswerden, und die Geschichten, die uns prägen.
Henry Astor wird in Old Buckram geboren, einer Kleinstadt in den Blauen Bergen von North Carolina. Eine Bahnlinie führt hierher, aber Züge kommen lange schon nicht mehr durch. Es ist ein Ort, in dem die Zeit stillsteht, an dem abends weiße Nebelschwaden in den Tälern aufsteigen und die grünen Berge in der Ferne zu Blautönen verblassen. Kaum dass Henry die Schule abgeschlossen hat, verlässt er Old Buckram. Erst Jahre später kehrt er zurück. Er will verstehen, was einst mit seinem Vater geschah, der eines Tages ohne ein Wort aus dem Leben der Familie verschwand und nie mehr wiederkehrte. Der Bücher über alles liebte, aber mit niemandem wirklich reden konnte. Ein großartiger Roman über die Zerbrechlichkeit unserer Existenz, die Liebe eines Sohnes und die Leidenschaft für die Literatur. (Quelle: btb)

♥ ♥ ♥

„Alles, was wir sind“ von Lara Prescott

ET 8. November 2019 // 20,00 EUR

Inhalt: Der Kalte Krieg zieht auf, und Worte werden zu Waffen. Olga Iwinskaja, Geliebte des großen Boris Pasternak, wird verhaftet. In Moskau will man verhindern, dass Pasternaks Roman Doktor Shiwago erscheint, doch Olga hält an ihrer Liebe zu Boris fest.
Zugleich will die CIA mit einer einzigartigen Waffe den Widerstand in der Sowjetunion wecken – mit Literatur, mit Doktor Shiwago. Für die Mission wird die junge Irina angeworben und von der Agentin Sally ausgebildet. Es beginnt eine gefährliche Hetzjagd auf ein Buch, das den Lauf der Welt verändern soll.
Eine große Geschichte über geheime Heldinnen, die Kraft der Literatur und – die Liebe. (Quelle: Rütten & Loening)

♥ ♥ ♥

„Rose Water“ von Tade Thompson

ET 22. November 2019 // 20,00 EUR

Inhalt: Rosewater ist eine Stadt an der Grenze – an der Grenze zu der Biokuppel, die die außerirdischen Woodworm in Nigeria, unweit von Lagos, errichtet haben. Angesiedelt haben sich dort die Hoffnungsvollen, die Hungrigen und die Hilflosen – all diejenigen, die dabei sein wollen, wenn sich ein Mal im Jahr dieser Dom öffnet und jeden, der sich in dessen Umgebung befindet, von seinen Leiden heilt.
2066 – Kaaro besitzt die außergewöhnliche Fähigkeit, über die von den Aliens verbreitete, sporenartige Xenosphäre auf Gedanken, Gefühle und Erinnerungen anderer Menschen zuzugreifen. Wegen seiner Begabung arbeitet er nicht ganz freiwillig für eine geheime Regierungsbehörde, um Kriminelle aufzuspüren. Doch als eine unsichtbare Seuche beginnt, andere mit derselben Begabung zu töten, setzt Kaaro alles daran, herauszufinden, wer oder was dahintersteckt. (Quelle: Goldkonda)


Erzählende Literatur

„Wenn das Leben dir eine Schildkröte schenkt“ von Heike Duken

ET 4. November 2019 // 18,00 EUR

Inhalt: Eine Familie, die manchmal keine sein will, eine Schildkröte, die sie 40 Jahre begleitete und ein Geheimnis, das wohl oder übel ans Licht kommen muss …
»Charly ist tot. Ich kann nichts dafür.« Mit diesen Worten lädt Großmutter Frieda die Familie in den Garten der alten Villa in Murnau zur Beisetzung ein. Charly, das war die Schildkröte der Familie, mit der vor über 40 Jahren alles begann. Denn Heinrich, der Großvater, der eigentlich gar nicht der Großvater ist, brachte Charly damals als Geschenk mit für die Kinder von Frieda, in die er sich gerade verliebte. Doch dass Heinrich auch Geheimnisse mitbrachte, die er länger hüten würde, als Charly am Leben sein sollte, ahnte damals keiner. Und er ist nicht der einzige in diesem zusammengewürfelten Clan, der mit sich und seinen Mitmenschen zu kämpfen hat. Doch alle machen sich auf den Weg, um Charly die letzte Ehre zu erweisen. Es wird ein Tag, an dem alle etwas zu Ende bringen wollen und sich dennoch ein neuer Anfang entwickelt … (Quelle: Limes) Weiterlesen

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Zitat zum Sonntag #91 aus: Gertrude grenzenlos

book and pen

Nach einer längeren Pause gibt es heute noch mal ein Sonntagszitat. Dies stammt – passend zum gestrigen Jubiläum „Dreißig Jahre Mauerfall“ – aus dem großartigen Kinderbuch beziehungsweise Hörbuch „Gertrude grenzenlos“ von Judith Burger.

Die Geschichte um die beiden Freundinnen Ina und Gertrude spielt in der DDR der späten siebziger Jahre. Als Gertrude frisch in Inas Klasse kommt, ist diese sofort fasziniert von ihrer neuen Klassenkameradin. Gertrude trägt Westklamotten, gehört nicht zu den Jungpionieren und verhält sich ziemlich auffällig – so ganz anders als die anderen Kinder. Obwohl die Eltern den Kontakt der beiden Mädchen verhindern möchten, werden Ina und Gertrude bald allerbeste Freundinnen. Freundinnen, die gemeinsam sowohl durch dick und dünn als auch durch den oft einengenden Alltag ihrer Republik gehen. Vor allem die freidenkende Gertrude hat es dabei nicht immer leicht. Nachdem ihre Eltern einen Ausreiseantrag gestellt haben, wird sie mehr und mehr in die Rolle der Außenseiterin gedrängt, das Leben in der Schule ist für sie ein täglicher Kampf. Doch wie gut, dass sie Ina hat, die ihr treu zur Seite steht – und ebenfalls kämpft: für ihre Freundschaft, für Gertrudes Integration und ihr „gutes“ Ansehen.

Ob es den Mädchen gelingt, ihre Freundschaft aufrecht zu erhalten und Gertrude Ruf zu retten, sei an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Nur so viel: Eines Tages heißt es für Ina und Gertrude, Abschied zu nehmen. Und darunter leidet besonders die feinfühlige Ina. Sie ist verzweifelt. Schließlich gibt es da diese Mauer, die sie dann auf ewig voneinander trennen wird … Aber Gertrude macht ihrer Freundin Mut:

♥ ♥ ♥

GERTRUDE
Nichts bleibt, wie es ist, Ina. Alles dreht sich, rundherum. … Vielleicht gibt es auch für uns eine Chance. Vielleicht ändert sich irgendwas. Es ändert sich immer etwas auf der Welt, eigentlich andauernd.
INA
… Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Mauer jemals verschwindet. Wie denn auch? Niemand kann sie einfach einrennen. … Nur, wenn alle mitmachen, also alle Leute in der DDR, dann vielleicht. Aber wie soll denn das gehen?


• Verlagsseite HörbuchVerlagsseite Buch

♥ ♥ ♥

Aus heutiger Sicht könnte man zu Ina sagen: „Selbstverständlich geht das! Du wirst schon sehen, in ein paar Jahren werden die Grenzen geöffnet. Dann fällt diese Mauer. Dann sind wir alle grenzenlos. Und du kannst deine allerliebste Freundin wiedersehen.“ Ob die Menschen, die Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger in der DDR lebten, dies ebenfalls so sagen oder hoffen konnten? Meiner Einschätzung nach eher nicht. Ich denke, es ist einfach ein ganz großes Wunder, das sich im Jahr 1989 angebahnt hat und am 9. November geschehen ist. Eingeleitet durch das Neue Forum, die Friedliche Revolution mit den Montagsgebeten, durch Gorbatschows und Kohls Ein- und Mitwirken. Eingeleitet und ausgeführt von Tausenden DDR-Bürgern, die aufgestanden sind, die friedlich und laut zugleich ihre Stimme erhoben haben.

Die eigentliche Wende und der tatsächliche Mauerfall wird in „Gertrude grenzenlos“ nicht thematisiert. Vielmehr sind es das Leben und die Herausforderungen in der ehemaligen DDR, die Judith Burger anspricht und authentisch, lebensnah und teilweise sehr poetisch darstellt, und bei denen immer wieder ein deutlicher Hoffnungsschimmer aufblitzt. Und vor allem ist es die enge und echte Freundschaft zwischen zwei mutigen Mädchen, die dieses (Hör-)Buch so wunderbar, berührend und „liebenswert“ macht – nicht nur für junge Leserinnen und Leser ab 10 Jahren.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag-Abend und eine grenzenlos gute Woche!

Herzliche Grüße von

Tina

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*druck.frisch* Neuerscheinungen im Oktober

Gehört ihr auch zu den Menschen, die den Herbst lieben, weil diese Jahreszeit so wunderbar zum ausgiebigen Lesen animiert? Ich freue mich in jedem Jahr aufs Neue auf den Herbst – auf gemütliche Schmökerstunden, auf das vielfältige Bunt in der Natur und auf die vielen „bunten“ Neuerscheinungen, die um diese Zeit in den Buchhandlungen zu entdecken sind. Und dann ist da natürlich noch die Buchmesse, die in der nächsten Woche Literaturbegeisterte aus aller Welt nach Frankfurt lockt.

Aber nun möchte ich euch erstmal meine Auswahl der OKTOBER-Titel vorstellen – bis wir uns dann vielleicht in ein paar Tagen in den Messehallen treffen. 🙂

Viel Spaß beim Stöbern!

Debüt

„Die vier Ohnmachten des Chaim Birkner“ von Omer Meir Wellber

ET 14. Oktober 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: Chaim Birkner ist 108 Jahre alt und der älteste Mann Israels. Doch er feiert nicht, er beschließt zurück nach Ungarn zu gehen, in das Land, aus dem er floh, in die Wohnung seiner Eltern, die er nie verkaufen konnte. Dorthin „retteten“ sein Vater und er 1941 zwei Thora-Rollen aus der Synagoge, dort wuchs er auf mit der Nachbarin Lion, dem gelben Baum, den schmutzigen Geschäften seines Vaters … 1944 kam er nach Israel und seitdem lügt er sich durchs Leben, geht alles und jedem aus dem Weg. Ausgerechnet seine vernachlässigte Tochter Sharon zwingt ihn nun, dem Leben wenigstens einmal kurz in die Augen zu sehen. Dies ist der Roman eines müden und zerstörten Mannes, verzweifelt angesichts einer Geschichte Israels, die sonst nie erzählt wird. (Quelle: Berlinverlag)

♥ ♥ ♥

„Die Farbe von Glas“ von Caroline Lea

ET 14. Oktober 2019 // 20,00 EUR

Inhalt: Rau, düster und bitterkalt
Island 1686: Die junge Rósa leidet unter so bitterer Armut, dass sie befürchtet, den Winter nicht zu überleben. In ihrer Verzweiflung nimmt sie den Antrag des reichen Händlers Jón an, der eine Frau für Haus und Hof sucht. Rósa folgt ihm in sein Dorf und trifft bei den Einwohnern auf eine Mauer aus Argwohn und Ablehnung. Düstere Legenden ranken sich um Jón. Man erzählt sich, er habe seine erste Frau Anna umgebracht. Jón schweigt dazu unerbittlich. Einziger Trost für Rósa ist eine kleine Glasfigur, die er ihr zur Hochzeit schenkte. Trotz aller Widrigkeiten erscheint sie unzerbrechlich, während das Böse um Rósa herum immer greifbarer wird.
Als das Dorf eines Nachts von Schnee und Eis bedeckt wird, rückt die Bedrohung näher, und diesmal steht Rósa im Auge des Sturms.                   (Quelle: HarperCollins)

♥ ♥ ♥

„Die Zeit des Lichts“ von Whitney Scharer

ET 26. Oktober 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: Ein Liebes- und Künstlerroman im Paris der dreißiger Jahre
über die Fotografin und Reporterin Lee Miller und den berühmten Fotograf Man Ray
In ihrem spektakulären Debütroman erzählt Whitney Scharer vom Leben der Fotografin Lee Miller. Sie schildert die Pariser Bohème der Dreißigerjahre, Lee Millers Liebesbeziehung mit Man Ray und ihre Arbeit als Kriegsreporterin. Vor allem aber zeigt sie eine Frau, die sich weigerte, in jemandes Schatten zu stehen, und die sich als selbstbewusste Künstlerin behauptete.
»Ich würde lieber ein Bild machen, als eines zu sein« – zu dieser Erkenntnis kommt Lee Miller im Alter von zweiundzwanzig Jahren, und so gibt sie ihre Modelkarriere in New York auf, um nach Paris zu ziehen. Geld oder einen Plan hat sie nicht, dafür aber eine Kamera, mit der sie die französische Hauptstadt erkundet. Inmitten der schillernden Künstlerwelt der Dreißigerjahre verliebt sie sich in den ebenso genialen wie eifersüchtigen Man Ray, der sie als Assistentin einstellt und sie in seinem Studio unterrichtet. Ihre Freunde sind Picasso und Cocteau, mit ihnen durchtanzen sie die Nächte und machen Ausflüge ans Meer. Lee jedoch kämpft vor allem darum, in dieser Welt männlicher Genies selbst als Künstlerin ernst genommen zu werden. Berühmt wird sie erst in den Kriegsjahren und mit den Fotografien, die sie im besiegten Deutschland macht, in den befreiten Konzentrationslagern und in Hitlers Badewanne. Whitney Scharer zeichnet das Porträt einer glanzvoll abgründigen Epoche und einer Frau, die sich nie vereinnahmen ließ. (Quelle: Klett-Cotta) Weiterlesen

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*druck.frisch* Neuerscheinungen im September

 

Wie gut, dass es abends jetzt wieder früher dunkler wird. So hat man wieder mehr Zeit, sich mit einem guten Buch auf die Couch zu kuscheln. Oder man nimmt sich einfach mehr Zeit zum Lesen. Jedenfalls geht mir das so. Meine Freude an Literatur und am Lesen steigert sich mit jedem Monat der zweiten Jahreshälfte. Und daher freue ich mich auch besonders auf die vielen Neuerscheinungen im September. Zum Beispiel auf Margaret Atwoods neues Werk „Die Zeuginnen“, „Laufen“ von Isabel Bogdan und das Jugendbuch „Schneetänzer“ von Antje Babendererde.

Welches Buch möchtet ihr in diesem Monat unbedingt lesen?

Vielleicht entdeckt ihr ja einen schönen Titel in meiner Auswahl – viel Spaß beim Stöbern!

Debüt

„Die sieben oder acht Leben der Stella Fortuna“ von Juliet Grames

ET 2. September 2019 // 22,99 EUR

Inhalt: Für Stella Fortuna war der Tod schon immer ein Teil ihres Lebens. Ihre Kindheit ist geprägt von merkwürdigen Unfällen – Momenten, in denen alltägliche Situationen wie das Kochen von Auberginen oder das Füttern der Schweine beinahe tödliche Folgen haben. Sogar Stellas eigene Mutter ist überzeugt davon, dass ihre Tochter verflucht ist.
In ihrem ärmlichen Dorf in Kalabrien gilt Stella als seltsam: ebenso schön und klug wie frech und abweisend. Ihre innere Kraft nützt sie vor allem, um ihre kleine Schwester Tina vor den Härten des Lebens zu schützen. Doch immer wieder provoziert Stella auch den Zorn ihres Vaters Antonio, eines Mannes, der von Frauen Unterwürfigkeit verlangt, und dessen größtes Geschenk an seine Familie seine Abwesenheit ist.
Als die Fortunas vor dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika auswandern, hofft Stella auf eine neue Freiheit – und muss erfahren, dass ihre Familie, und allen voran ihre Schwester Tina, ihr eines um jeden Preis verweigern wird: ihre Unabhängigkeit.
Im heutigen Amerika erzählt Stellas Enkelin die bewegende Geschichte ihrer Großmutter, die Geschichte eines Lebens zwischen Italien und den USA und den Kämpfen innerhalb einer Familie, die so alt sind wie die Zeit selbst.                  (Quelle: Droemer)

♥ ♥ ♥

„Der größte Spaß, den wir je hatten“ von Claire Lombardo

ET 20. September 2019 // 25,00 EUR

Inhalt: Wie hält man das Glück der eigenen Eltern aus?

Vierzig glückliche Ehejahre: Für die vier erwachsenen Sorenson-Schwestern sind ihre Eltern ein nahezu unerreichbares Vorbild – und eine ständige Provokation! Wendy, früh verwitwet, tröstet sich mit Alkohol und jungen Männern. Violet mutiert von der Prozessanwältin zur Vollzeitmutter. Liza, eine der jüngsten Professorinnen des Landes, bekommt ein Kind, von dem sie nicht weiß, ob sie es will. Und Grace, das Nesthäkchen, bei dem alle Rat suchen, lebt eine Lüge, die niemand ahnt. Was die vier ungleichen Schwestern vereint, ist die Angst, niemals so glücklich zu werden wie die eigenen Eltern. Dann platzt Jonah in ihre Mitte, vor fünfzehn Jahren von Violet zur Adoption freigegeben. Und Glück ist auf einmal das geringste Problem. (Quelle: dtv)

♥ ♥ ♥

„Die Altruisten“ von Andrew Ridker

ET 23. September 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: Überraschend, lebensklug und mit feinem Humor erzählt – die Geschichte einer Familie, die die unsere sein könnte
Das erste Familientreffen nach zwei Jahren Funkstille. Maggie und Ethan haben nach dem Krebstod der Mutter den Kontakt zum Vater abgebrochen. Doch jetzt steht Arthur Alter vor dem finanziellen Aus, und ihm wird schlagartig klar: Er ist auf die Hilfe seiner Kinder angewiesen. Unter dem Vorwand, sich mit ihnen versöhnen zu wollen, lädt er sie ein. Der eigentliche Grund: die Geschwister zu überreden, ihm das Erbe zu überlassen, damit er das Haus, das voller Erinnerungen an das glückliche Familienleben steckt, vor der Bank retten kann. Jeder in seiner eigenen Welt voller Sorgen und Hoffnungen gefangen, treffen sich die drei an einem Wochenende. Schnell stürzt die erzwungen freundliche Fassade in sich zusammen …
Kühn, klug, komisch – Andrew Ridker ist mit seinem genial konstruierten Erstling ein großer Wurf gelungen. »Die Altruisten« ist eine mit feiner Ironie erzählte Familiengeschichte über den Konflikt zwischen Babyboomern und Millennials, über die Kraft von familiären Banden, über Glaube und Vernunft, Privilegien und Politik – und über die Frage, was es kostet, ein guter Mensch zu sein. (Quelle: Penguin) Weiterlesen

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*druck.frisch* Neuerscheinungen im August

Ich hoffe, ihr konntet den Sommer bis jetzt genießen und habt einen erholsamen Sommerurlaub verbracht! In diesem Jahr bin ich ausnahmsweise nicht verreist, sondern habe ganz fleißig an einem neuen Buchprojekt gearbeitet. (Davon in einem anderen Beitrag mehr.) Aus diesem Grund bin ich auch so spät dran mit diesem Post. Aber Bücher werden ja bekanntlich nicht schlecht – und daher möchte ich euch heute ein paar vielversprechende AUGUST-Neuerscheinungen vorstellen.

An der Vielzahl der neuen Titel merkt man wieder einmal, dass die Frankfurter Buchmesse ansteht. Da Norwegen der diesjährige Ehrengast der Buchmesse ist, haben etliche Verlage ihren Fokus auf norwegische Literatur gelegt. Das finde ich ganz prima! Die betreffenden Bücher sind in diesem Beitrag extra vermerkt.

Falls ihr noch weitere norwegische Buchempfehlungen habt, freue ich mich, wenn ihr sie mit mir teilt. 🙂

Euch allen wünsche ich schöne sommerliche Lesestunden und viel Freude beim Stöbern und Entdecken der Neuerscheinungen!

Debüt

„Schöner als überall“ von Kristin Höller

ET 12. August 2019 // 18,00 EUR

Inhalt: Es beginnt wie ein Roadmovie. Im gemieteten Transporter fahren Martin und sein bester Freund Noah über die Autobahn. Auf der Ladefläche der Speer der bronzenen Athene vom Münchner Königsplatz, Trophäe einer rauschhaften Sommernacht. Sechs Stunden später sind sie zurück an den Orten ihrer Kindheit: Die Spielstraßen, die Fenchelfelder, die Kiesgrube haben sie vor Jahren hinter sich gelassen. Auch Mugo ist zurück, die kluge, wütende Mugo, die immer vom Ausbruch aus der Provinz geträumt und Martin damit angesteckt hat. Sie wollte raus aus der Kleinstadt, aus dem Plattenbau mit Blick auf Einfamilienhäuser und Carports. Nun arbeitet sie an der Tankstelle am Ortseingang und will nichts mehr von Martin wissen. Sogar Noah wird ihm in der vertrauten Umgebung immer fremder. Auf sich allein gestellt, ist Martin gezwungen, das Verhältnis zur eigenen Herkunft zu überdenken.

Einfühlsam und mit Witz erzählt Kristin Höller in ihrem Romandebüt vom Erwachsenwerden: von der Verwundbarkeit, der Neugierde, der Liebe und der Wut, von großen Plänen und den Sackgassen, in denen sie oftmals enden. Sie erzählt von der Entschlossenheit der Mütter und dem Erwartungsdruck der Väter, vom Ende einer Freundschaft und der Schönheit von Regionalbahnhöfen. Existenziell, tröstlich, hinreißend. (Quelle: Suhrkamp)

♥ ♥ ♥

„Unverschämtes Glück“ von Jamel Brinkley

ET 13. August 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: Zwei Studenten erscheinen auf einer Party, um dort Frauen zu treffen, werden aber mit der unangenehmen Wahrheit ihrer eigentlichen Wünsche konfrontiert. Ein kleiner Junge, dessen Vater vermisst wird, verbringt in rasender Wut über einen schlechten Haarschnitt die Nacht auf den Straßen von Brooklyn. Und bei einer Capoeira-Veranstaltung kämpfen zwei Brüder mit ihrer schmerzhaften Familiengeschichte. Mit scharfem Blick fängt Jamel Brinkley das Innenleben von Menschen ein, die Momente des Glücks und familiäre Geborgenheit suchen und dabei die Wucht des echten Lebens zu spüren bekommen. (Quelle: Kein & Aber)

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„Wilde grüne Stadt“ von Marius Hulpe

ET 19. August 2019 // 24,00 EUR

Inhalt: Iran, 1960. Der junge Reza wird vom Schah-Regime als Spion nach Europa verschickt. Studieren soll er, sich ein Leben aufbauen, Wissen sammeln und es in die Heimat transferieren. Über Umwege verschlägt es ihn ins erzreligiöse Westfalen, wo er auf Clara trifft, die in ihrer Heimat fremdelt und gegen die ständige Angst ankämpft, zu enttäuschen. Auch Reza taumelt in der Fremde. In ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung finden sie zueinander, doch die Fliehkräfte ihrer Geschichten torpedieren ein dauerhaftes Miteinander. Daran ändert auch die Geburt ihres Sohnes Niklas nichts, der sich schämt für die überbordende Liberalität seiner Eltern. Als Reza 1979 die Islamische Revolution live im Fernsehen verfolgt, begreift er, dass es kein Zurück gibt. Er kollabiert und gerät in Abhängigkeit – von einer Familie, deren Hoffnungen er selbst stets enttäuscht hat.
Fesselnd, sinnlich und einfühlsam dringt Marius Hulpe bis zum Kern dessen vor, was ein Familienleben heute bedeuten kann. Eindrucksvoll erzählt er davon, wie Ideologie und Repression, aber auch ein ungerichteter Freiheitsdrang ein Labyrinth ohne Ausweg bilden können. Ein souveränes, abgründiges, hellsichtiges Debüt. Ein Roman unserer Zeit. (Quelle: Dumont)

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„Die jüngsten Tage“ von Tom Müller

ET 20. August 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: Jonathan Buck steht am Bahnsteig nach Berlin, er wartet auf den Zug. Die Mutter seines Jugendfreundes Strippe will ihn dringend sprechen, und es gibt keine Ausflucht mehr. Denn Strippe ist tot, und seine Mutter will von Jonathan hören, was war und was jetzt werden soll. Das Einzige, was Jonathan will, ist neben Elena im Bett liegen, d’Annunzio lesen, rauchen. Kalte Tomatensuppe löffeln, sich an früher erinnern, an die Berliner Nachwende-Jugend, als alles möglich schien. An Strippes Seite.
Vor dreißig Jahren, im Vakuum der Wendejahre, haben sie Sinnlichkeit gesucht und neue Idole. Sie wollten Helden sein im Aufstand der Gefühle. Strippes Tod zwingt Jonathan Gericht zu halten, über sich, die Zeit und seine Träume.
Tom Müller erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die immer an die Grenzen ging, erzählt von Aufbruch und Übermut, die kein Maß kannten. „Die jüngsten Tage“ ist cool und voller Emphase: eine Reise zwischen Hamburg und Berlin, Kindheitsabenteuern und Gegenwartseskapade, italienischen Dichtern und deutschen Zügen. Mehr Schmerz, mehr Witz, mehr Aufruhr war selten. Ein herausragendes Debüt. (Quelle: Rowohlt)

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„Sal“ von Mick Kitson

ET 22. August 2019 // 20,00 EUR

Inhalt: Zwei Mädchen verstecken sich in den schottischen Highlands.
Sal ist 13, und sie weiß, wie man ein Kaninchen abzieht, ein Feuer macht und einen Unterstand baut, schließlich hat sie sich genug YouTube-Videos angeschaut und die Flucht in die Wildnis von langer Hand geplant. Jetzt muss sie zeigen, dass sie sich und ihre kleine Schwester Peppa durchbringen kann.
Sal ist zwar selbst noch ein Kind, doch als ihre kleine Schwester Peppa zehn Jahre alt wird, weiß sie genau, was sie tun muss: Sie muss sie vor dem Freund ihrer Mutter schützen, denn in diesem Alter hat es bei ihr angefangen. Ein Jahr hat sich Sal auf die Flucht vorbereitet, und nun versteckt sie sich mit ihrer kleinen Schwester Peppa bestens ausgerüstet im Wald. Die Einzige, die weiß, wo sie sind, ist die Deutsche Ingrid, die ebenfalls in der Natur lebt. Doch wer sagt, dass Hexen immer böse sind?
Ein Roman über die Liebe zwischen zwei Schwestern, die Verantwortung, die Kinder schon in jungen Jahren auf sich nehmen, die Schönheit der schottischen Landschaft und das Überleben in der Natur. (Quelle: KiWi)


Erzählende Literatur

„Goldene Zeiten im Gepäck“ von Adriana Popescu

ET 5. August 2019 // 16,00 EUR

Inhalt: Eine rüstige alte Dame begibt sich mit ihrer jungen Pflegerin auf eine Reise quer durch Osteuropa, um die Liebe ihres Lebens wiederzusehen. Ein warmherziger Frauenroman mit viel Herz und Humor von Erfolgsautorin Adriana Popescu!
Die rüstige Altenheimbewohnerin Frau Kaiser weiß etwas über Karla, das sie nicht wissen sollte. Sie erpresst die junge Pflegehelferin damit, um von ihr in einem alten Renault quer durch Europa kutschiert zu werden. Wohin? Das wird Karla schon noch sehen. Warum? Das geht sie nichts an. Karla soll einfach nur fahren – möglichst schnell, denn viel Zeit bleibt ihnen nicht. Aus Kaisers Koffer blitzt eine goldene Medaille. Eine Erinnerung an längst vergangene Tage, als sich zwei junge Schwimmer bei den Olympischen Sommerspielen 1956 in Melbourne fanden, aber nicht lieben durften … (Quelle: Piper)

♥ ♥ ♥ Weiterlesen

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*druck.frisch* Neuerscheinungen im April

 

Liebe Lese-Eulen und Bücher-Würmer!

Ohne lange um den heißen Brei (oder die heißen Neuerscheinungen 😉 ) zu reden, möchte ich euch heute meine Auswahl der APRIL-Titel vorstellen. Obwohl die meisten Bücher der Frühjahrs-Programme bereits erschienen sind, habe ich noch ein paar interessante Neuerscheinungen entdecken können. Seht (und lest) selbst – viel Spaß! 🙂

PS: Ein Klick auf das Cover führt euch wie immer zur jeweiligen Verlagsseite.

Erzählende Literatur

„Das Geburtstagsfest“ von Judith W. Taschler

erscheint am 1. April 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: Drei Tage, ein unerwünschter Gast und eine unabwendbare Katastrophe –
Zu seinem 50. Geburtstag wollen die drei Kinder von Kim Mey ihren Vater mit einem besonderen Gast auf der Familien-Geburtstagsfeier überraschen: Ohne sein Wissen haben sie Tevi Gardiner eingeladen, jene Frau, mit der Kim als Kind aus Kambodscha geflohen ist. Und die er seit 25 Jahren nicht mehr gesehen hat. Doch statt sich, wie erwartet, zu freuen, reagiert Kim seltsam abweisend. Auch Ines, die Mutter der drei, begegnet Tevi unterkühlt. Was Kim und Ines jahrzehntelang verschwiegen haben, verschafft sich nun unaufhaltsam Gehör: die wahren Begleitumstände jener dramatischen Flucht aus Kambodscha und das schreckliche Ende einer großen Liebe.
Eine scheinbar harmlose Überraschung lässt ein Geburtstagsfest in einer Katastrophe enden. (Quelle: Droemer)

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„Zwei Handvoll Leben“ von Katharina Fuchs

erscheint am 1. April 2019 // 19,99 EUR

Inhalt: Deutschland 1914: Charlotte wächst auf dem archaischen Landgut ihres mächtigen Vaters in Sachsen auf. Die Welt scheint ihr zu Füßen zu liegen, als sie von ihrer Tante und deren jüdischem Ehemann in die Leipziger Ballsaison eingeführt werden soll. Sie begegnet ihrer ersten Liebe. Doch der Beginn des ersten Weltkriegs zerstört ihre Pläne. Und ihr Leben verändert sich für immer.
Gleichzeitig gelingt es Anna, zwischen den Wasserstraßen des Spreewalds, wo Verzicht und harte Arbeit erfinderisch machen, dem Schicksal immer wieder ein Schnippchen zu schlagen. Doch sie verkennt die tiefe Liebe ihres besten Freundes, bevor er an die Westfront zieht. An einem eiskalten Tag im Februar 1919 steigt die neunzehnjährige Schneiderin alleine in den Zug nach Berlin. In den engen Hinterhöfen des Wedding prallen Hunger und Armut auf den ungezügelten Lebensdurst der beginnenden zwanziger Jahre. Und im Konsumtempel KaDeWe sucht man Verkäuferinnen…
Anna und Charlotte werden sich erst 1953 in Berlin begegnen. Hinter ihnen liegen zwei Weltkriege und ihr deutsches Schicksal. Es ist die Ehe ihrer Kinder, die die beiden ungleichen Frauen zusammenführt, und eine tiefe Verbundenheit durch denselben Schmerz, den sie noch nie zuvor einem anderen Menschen anvertraut haben. (Quelle: Droemer)

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*Buchverlosung* Eine Portion Mamaglück zu gewinnen!

Im Glück

Ziemlich genau vor zwei Jahren – am 13. März 2017 – ist mein erstes Buch erschienen: „Mamaglück – Kleine Schätze im Alltagstrubel“. Mein Buchbaby sozusagen. Passend zum Titel befand ich mich mitten im literarischen Mamaglück, war ein bisschen sprachlos, ziemlich stolz und sehr aufgeregt. Der Moment, das erste eigene Buch in den Händen zu halten, es von allen Seiten anzuschauen und darin zu blättern, war etwas ganz Besonderes. Ein unvergesslicher Moment. Ein lang gehegtes Träumchen, das sich in Wirklichkeit verwandelt hatte.

Wert. Geschätzt.

Geschrieben habe ich diese kleine Lektüre aber nicht nur, um einen persönlichen Traum zu verwirklichen oder um mich Autorin nennen zu können. Geschrieben habe ich „Mamaglück“, um all das wertzuschätzen, was wir Mamas Tag für Tag vollbringen, leisten, erkämpfen, erreichen – einfach tun. Da ist unser alltägliches Engagement, die uneingeschränkte Liebe zu unseren Kindern; da sind die Aufgaben und die Hingaben, die Nerven, die wir lassen und manchmal verlieren. Da ist die mütterliche Verantwortung, die oft Lust und Last zugleich ist, genauso wie die stürmische Zuneigung, die klebrigen Küsse und die Kuscheleinheiten, die wir von unseren kleinen Schätzen (zurück-)bekommen.

All das habe ich versucht, im Buch anzusprechen und anzuerkennen – in Form von Texten und Impulsen, Geschichten und Gedichten, die teils aus meiner Feder, teils aus der anderer Autorinnen stammen.

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Liebe Mamas!

Liebe Mamas, heute verlose ich eine buchige Portion Mamaglück! Weiterlesen

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*druck.frisch* Neuerscheinungen im März

 

Wieder einmal ein bisschen verspätet möchte ich euch heute meine Auswahl der MÄRZ-Neuerscheinungen vorstellen. Die Liste ist erneut ziiieeemlich lang geworden – es gibt einfach zu viele wunderbare neue Bücher … 😉 Von daher fände ich es prima, wenn der ein oder andere Titel darunter wäre, der euch anspricht und den ihr gern lesen würdet.

Ich freue mich besonders auf Vea Kaisers „Rückwärtswalzer“, auf „Niemals ohne sie“ von der großartigen Jocelyne Saucier, „Aller Anfang“ von J. Courtney Sullivan und auf „Dunkles Gold“, das letzte Werk der kürzlich verstorbenen Autorin Mirjam Pressler.

Nun aber viel Spaß beim Stöbern und Entdecken! 🙂

PS: Ein Klick auf das Cover bringt euch zur jeweiligen Verlagsseite.

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Debütroman

„Wenn man den Himmel umdreht, ist er ein Meer“ von Tabea Hertzog

Wenn man den Himmel umdreht, ist er ein Meer

erscheint am 1. März 2019 // 20,00 EUR

Inhalt: Eine junge Frau erhält kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag eine Diagnose, die alles verändert: Chronische Niereninsuffizienz. Alle Zukunftspläne sind plötzlich hinfällig. Dann verschlechtern sich die Nierenwerte, sodass sie dreimal pro Woche zur Dialyse muss. Bald wird klar: Ein neues Organ muss her. Krankheit und Spendersuche werfen sie auf ihre Familie und Vergangenheit zurück. Bei der Mutter aufgewachsen hat sie zum Vater erst seit Kurzem vorsichtigen Kontakt. Im Krankenhaus treffen alle erstmals wieder aufeinander. Während die Mutter sich entzieht, ist der Vater sofort zur Spende bereit. – Tabea Hertzogs eigene, wahre Geschichte, ihre Beobachtungen aus der Welt der Kranken und der der Gesunden sind voller Empathie und Tragik, Lakonie und Humor und fügen sich zu einem ganz besonderen literarischen Debüt. (Quelle: Berlinverlag)

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„Lubotschka“ von Luba Goldberg-Kuznetsova

erscheint am 15. März 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: Sankt Petersburg zu Beginn der Nullerjahre, mehr Jahrtausendwende geht nicht: mit einem Auge schielt die Stadt in die mondäne zaristische Vergangenheit, mit dem anderen ins turbokapitalisierte Europa und Amerika. Immer neue Designerboutiquen eröffnen auf dem Newski Prospekt, während die Märkte von chinesischen Billigkopien geflutet werden.
Auch Lubotschka steht an einem Wendepunkt: sie macht ihren Schulabschluss, sie wird 18 – und sie wird die geliebte Stadt mit ihrer Mutter gen Deutschland verlassen müssen. Aber nicht, ohne vorher ihr zartes Leben im großen Stil vor der anmutigen Stadtkulisse von Newa und Fontanka zu verschwenden.
»Lubotschka« ist ein Roman über das Abschweifen, die Jugend und die Heimat, erzählt in einem unnachahmlichen Sound zwischen Tradition und Moderne. (Quelle: Aufbau)

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„Warum die Vögel sterben“ von Victor Pouchet

erscheint am 19. März 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: In der Normandie regnet es tote Vögel vom Himmel, doch in Paris nimmt man kaum Notiz davon. Nur ein promotionsmüder Student will unbedingt erfahren, was sich da – unter anderem in seinem Heimatort – ereignet hat. Er versucht allerdings ausgerechnet auf einem Vergnügungsdampfer dorthin zu gelangen. Als (weitaus) jüngster Passagier auf der Seine Princess verliebt und schlägt er sich auf diesem ›trunkenen Schiff‹ mit einem Matrosen um die Herzdame … Aber ist seine Reise nicht vor allem ein Versuch, die Familie wiederzufinden und ein wenig Ordnung in seine Notizen und sein Leben bringen? (Quelle: Berlinverlag)

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„Das Leben ist eins der Härtesten“ von Giulia Becker

erscheint am 26. März 2019 // 20,00 EUR

Inhalt: Giulia Becker, Autorin vom Neo Magazin Royale, erzählt in ihrem Debütroman eine grandiose Geschichte voller Wärme und Humor, mit wunderbar wundersamen Charakteren. Silke Möhlenstedt hat die Notbremse gezogen. Vor 27 Jahren. Also, wirklich eine Notbremse, im Zug. Die Folgen: Scheidung, Jobverlust, finanzieller Schaden, zwei ausgeschlagene Schneidezähne beim Zugführer Rudi Paschkens.
Einen Teil der Schadenersatzforderungen konnte sie sich in Sozialstunden umwandeln lassen, die Silke noch bis heute bei der Bahnhofsmission ableistet. Ihr Leben besteht seither zum größten Teil aus dem Leben anderer Leute: ihre freizügige Freundin Renate, Heiratsschwindlerin in dritter Generation, ihr heimlicher Verehrer und Taubenzüchter Willy-Martin, die greise Nachbarin Frau Goebel, deren letzter Wunsch es ist, zum ostdeutschen Paradies «Tropical Islands» zu reisen, der obdachlose Zippo, der ohne Krankenversicherung gegen den Prostatakrebs kämpft. Als dann auch noch ihr verbitterter Ex-Mann versucht, sich wieder in Silkes Leben zu drängen, platzt ihr der Kragen.             (Quelle: Rowohlt)


Erzählende Literatur

„Sommer bei Gesomina“ von Florian Beckerhoff

Sommer bei Gesominaerscheint am 1. März 2019 // 16,99 EUR

Inhalt: In der Straße mit dem kleinen Supermarkt von Herrn Dong, dem Frisör Ergün, der fast immer geschlossenen Bar Centrale, der Weinhandlung und dem Geschäft für tasmanische Stiefel geht jeder seiner eigenen Wege. Von der italienischen Nonna Gesomina mit den köstlichsten Gerichten bekocht, verbringt der zwölfjährige Jona hier seine Sommerferien und lernt eine neue, freiere Welt kennen. Bis er von der tragischen Vergangenheit seiner Gastgeberin erfährt, die bis nach Mogadischu führt. Wurde sie dort vor fünfzig Jahren wirklich von ihrem Sohn getrennt? Jona will ihr helfen, ihn wiederzufinden, aber dafür muss er erst die Bewohner der Straße verbinden: Denn eine gemeinsame Hoffnung wirkt stärker als jeder Verlust.                       (Quelle: HarperCollins)

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„Für eine kurze Zeit waren wir glücklich“ von William Kent Krueger

Für eine kurze Zeit waren wir glücklich

erscheint am 1. März 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: Im Sommer des Jahres 1961 kommt der Tod in vielen Formen nach New Bremen. Als Unfall. Als Selbstmord. Und als Mord. Zusammen mit seinem kleinen Bruder Jake scheint der dreizehnjährige Frank immer am falschen Ort zu sein – oder am richtigen, schließlich liefert eine Leiche auch Stoff für gute Geschichten. Bis das Sterben auch Franks Familie heimsucht. Plötzlich tut sich vor den Brüdern die ganze Welt der Erwachsenen auf, und der Tod fordert von allen eine Entscheidung: für die Familie, die Freunde und das Leben.                (Quelle: Piper)

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