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Zitat zum Sonntag #76 aus: Am Wegrand ein Wunder

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Heute – an diesem wunderschön sonnigen Sonntag – gibt es endlich noch mal ein Sonntagszitat. Es ist ein kurzes, aber zauberhaftes Gedicht aus dem Buch „Am Wegrand: ein Wunder“. Für ihr Buch hat die Autorin Tina Willms inspirierende Gedichte und poetische Texte zu jeder Jahreszeit und zu jedem Monat des Jahres verfasst. Ein lyrischer Spaziergang durch das Jahr sozusagen.

Die folgenden Worte mag ich sehr. Denn sie drücken eine positive und erwartungsfrohe Haltung gegenüber der Zukunft aus, verbreiten eine heitere und vertrauensvolle Stimmung:

Bezaubernd
Der Tag
steht vor mir
im schwarzen Frack
und zieht den Zylinder.
Ich bin gespannt,
was er heute
für mich
aus dem Hut zaubert.

♥ ♥ ♥

* Verlagsseite *

♥ ♥ ♥

In diesem Sinne wünsche ich euch einen bezaubernden Sonntag! Und für die kommende Woche: wundervolle Wegesrand-Entdeckungen und viele schöne Hutzauber-Überraschungen! 🙂

Herzliche Grüße

Tina
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Zitat zum Sonntag #72 aus: Sophie auf den Dächern

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*ZITAT ZUM SONNTAG*

Das heutige Sonntagszitat stammt aus einem zauberhaften Kinderbuch, das ich kürzlich gelesen habe und von dessen Geschichte, Charakteren und Erzählstil ich völlig begeistert war.

„Sophie auf den Dächern“ heißt das Buch, geschrieben hat es die junge britische Autorin Katherine Rundell und es handelt – wie der Titel erahnen lässt – von einem Mädchen namens Sophie. Die zwölfjährige Sophie wächst als Waise auf, bei dem Briten Charles, der sie nach einem Schiffsunglück in Frankreich in seine Obhut genommen hat. Damals war Sophie noch ein Baby und Charles ein verschrobener Junggeselle mit einem Hang zum Alleinsein und einer Schwäche für Literatur. Er war zwar stets ein überzeugter Einzelgänger, doch bei Sophie macht er eine Ausnahme. Und obwohl Sophie erst einige Monate alt war, als Charles sie bei sich aufnahm, führte er von Anfang an rege Gespräche mit ihr.

Charles hatte so gut wie keine Erfahrung mit Kindern. Und das gestand er Sophie auf der Heimfahrt: „Ich verstehe mich besser auf Bücher als auf Menschen, fürchte ich. Bücher sind so einfach im Umgang.“

♥ ♥ ♥

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* Verlagsseite *

♥ ♥ ♥

Charles ist ein Büchermensch durch und durch. Er lebt in der Welt seiner Bücher, zieht sein Wissen aus den Büchern und seine Inspiration. Und selbstverständlich bringt er Sophie schnellstmöglich das Lesen bei. Bei all seiner Verschrobenheit finde ich es jedoch bewundernswert, dass Charles seine Menschenscheu überwindet und sich Sophie zuwendet, sie versorgt und erzieht, sie wie ein Vater liebt. Er verkriecht sich nicht mehr ausschließlich hinter seinen Büchern, sondern beschäftigt sich bewusst mit Sophie.

Natürlich hat Charles recht: Hinter Büchern kann man sich so schön verstecken, in die Literaturwelt so schön abtauchen und alles andere ausblenden. Ein bisschen vor der bitteren Realität fliehen. Urlaub machen vorm Alltag, literarisch verreisen. Bücher sind in der Tat einfach im Umgang.

Und doch kann man in diesem Kinderroman wunderbar sehen, wie Charles der Umgang mit Menschen nach und nach immer leichter fällt – durch das Zusammenleben mit Sophie, durch die täglichen Begegnungen mit ihr.

Ich wünsche euch eine Woche voller guter Begegnungen – sowohl mit Menschen als auch mit Büchern! 🙂

Herzliche Grüße,

Tina

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