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Zitat zum Sonntag #79 aus: Good Night Stories for Rebel Girls

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Das heutige Sonntagszitat stammt aus einem ganz besonderen Buch – einem Buch, in dem ich in den letzten Wochen gelesen habe und das sich als ein wahrer Schatz entpuppt hat. Es heißt „Good Night Stories for Rebel Girls“, die darin enthaltenen „Gute-Nacht-Geschichten“ sind jedoch keineswegs einschläfernd. Vielmehr sind es inspirierende und spannende Geschichten, die das Leben von hundert außergewöhnlichen Frauen porträtieren, zusammengestellt von den beiden Autorinnen Elena Favilli und Francesca Cavallo. Jedes der Porträts ist mit einer wunderschönen, ausdrucksstarken Illustration versehen, die den Charakter der jeweiligen Frau hervorhebt.

Es sind Frauen aus ganz unterschiedlichen Ländern und unterschiedlichen Alters. Manche von ihnen sind weltbekannt, von anderen wiederum hatte ich bislang noch nichts gehört. Aber eins haben alle diese Frauen gemeinsam: Jede ist auf ihre Art eine Heldin. Außergewöhnlich eben, mutig, stark und sehr, sehr inspirierend.

Das folgende Zitat der mexikanischen Aktivistin Eufrosina Cruz macht sehr schön deutlich, wie wichtig Frauen für ihre Umgebung und letztendlich für die Welt sein können:

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„Wenn eine Frau beschließt, ihr Leben zu ändern, ändert sich alles um sie herum.“

Eufrosina Cruz, Aktivistin und Politikerin aus Mexiko

* Verlagsseite *

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Wer noch auf der Suche nach einem geeigneten Weihnachtsgeschenk für eine junge (oder auch ältere) Dame ist, dem kann ich dieses großartige Buch-Schätzchen wärmstens empfehlen. Ich denke, man kann Mädels ab zehn oder elf Jahren, aber ebenso erwachsenen Frauen eine große Freude damit machen. 🙂 Ich jedenfalls werde mich noch lange über diesen besonderen Lesestoff freuen und das Buch immer wieder aus dem Regal nehmen, um darin zu blättern und zu lesen.

Euch allen noch einen gemütlichen und geruhsamen Adventsabend und einen richtig guten Start in die Woche!

Herzliche und adventliche Grüße,

Tina

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Zitat zum Sonntag #78 aus: Anne Franks Tagebuch

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Nach einer ziemlich langen Blogpause, in der ich fleißig an meinem neuen Buch gearbeitete habe, melde ich mich nun wieder zurück – und zwar mit dem Sonntagszitat.

Im Rahmen meines Buchprojekts habe ich unter anderem Anne Franks Tagebuch gelesen. Ein Buch, das mich aufgewühlt und ergriffen hat. Ein Buch, das mehr ist als „nur“ ein Buch, gehört es doch zu den wichtigsten Zeitdokumenten des letzten Jahrhunderts. Ein Buch, das ich schon seit Jahren lesen wollte – und ich bin froh, es endlich nachgeholt zu haben.

Anne Frank schreibt sehr authentisch, talentiert und berührend; erzählt anschaulich vom Leben ihrer Familie als untergetauchte Juden in einem Amsterdamer Hinterhaus. Ich bin sehr, sehr beeindruckt von diesem starken Mädchen, das so offen und ehrlich seine Schwächen zeigt, von ihrer ergreifenden, traurigen und doch ermutigenden Geschichte und von diesem packenden Tagebuch, das mich zu Tränen gerührt hat.

Besonders beeindruckend finde ich, dass Anne trotz all der grausamen Umstände noch Hoffnung hatte und trotz der Gräueltaten an den Juden noch an das Gute im Menschen glauben konnte.

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Es ist ein Wunder, dass ich all meine Hoffnungen noch nicht aufgegeben habe, denn sie erscheinen absurd und unerfüllbar.
Doch ich halte daran fest, trotz allem, weil ich noch stets an das Gute im Menschen glaube.
Es ist mir nun einmal nicht möglich, alles auf der Basis von Tod, Elend und Verwirrung aufzubauen. Ich sehe, wie die Welt langsam mehr und mehr in eine Wüste verwandelt wird, ich höre immer stärker den anrollenden Donner, der auch uns töten wird, ich fühle das Leid von Millionen Menschen mit, und doch, wenn ich nach dem Himmel sehe, denke ich, dass alles sich wieder zum Guten wenden wird, dass auch diese Härte ein Ende haben muss und wieder Friede und Ruhe die Weltordnung beherrschen werden. 

(aus Anne Franks Tagebuch: Samstag, 15. Juli 1944)

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* Verlagsseite der aktuellen Ausgabe *

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Das Zitat stammt aus der alten Tagebuch-Ausgabe aus dem Jahr 1958, die man heute nur noch gebraucht erwerben kann. Es handelt sich dabei um eine gekürzte Version des echten Tagebuchs, bei der Annes Vater, Otto Frank, einige Textstellen zensiert und gestrichen hatte. Die ungekürzte, sogenannte „Kritische Werksausgabe der Tagebücher von Anne Frank“ wurde Ende der Achtziger veröffentlicht, nachdem Mirjam Pressler den Text ins Deutsche übertragen hatte. Als Ergänzung zu meiner Lektüre habe ich mir das Hörbuch dieser aktuellen Ausgabe angehört, das bei Argon erschienen ist und hervorragend von Fritzi Haberlandt vorgetragen wird. Auch in gesprochener Form ist Anne Tagebuch ergreifend und fesselnd, es wirkt sogar noch realistischer.

In welcher Form oder Ausgabe auch immer – ich möchte euch dieses großartige literarische Werk sehr ans Herz legen!

Und nun wünsche ich euch einen wunderschönen und entspannten und lesereichen November-Sonntag und nur das Beste für die kommende Woche!

Seid herzlich gegrüßt,

Tina

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Zitat zum Sonntag #76 aus: Am Wegrand ein Wunder

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Heute – an diesem wunderschön sonnigen Sonntag – gibt es endlich noch mal ein Sonntagszitat. Es ist ein kurzes, aber zauberhaftes Gedicht aus dem Buch „Am Wegrand: ein Wunder“. Für ihr Buch hat die Autorin Tina Willms inspirierende Gedichte und poetische Texte zu jeder Jahreszeit und zu jedem Monat des Jahres verfasst. Ein lyrischer Spaziergang durch das Jahr sozusagen.

Die folgenden Worte mag ich sehr. Denn sie drücken eine positive und erwartungsfrohe Haltung gegenüber der Zukunft aus, verbreiten eine heitere und vertrauensvolle Stimmung:

Bezaubernd
Der Tag
steht vor mir
im schwarzen Frack
und zieht den Zylinder.
Ich bin gespannt,
was er heute
für mich
aus dem Hut zaubert.

♥ ♥ ♥

* Verlagsseite *

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In diesem Sinne wünsche ich euch einen bezaubernden Sonntag! Und für die kommende Woche: wundervolle Wegesrand-Entdeckungen und viele schöne Hutzauber-Überraschungen! 🙂

Herzliche Grüße

Tina
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Zitat zum Sonntag #72 aus: Sophie auf den Dächern

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*ZITAT ZUM SONNTAG*

Das heutige Sonntagszitat stammt aus einem zauberhaften Kinderbuch, das ich kürzlich gelesen habe und von dessen Geschichte, Charakteren und Erzählstil ich völlig begeistert war.

„Sophie auf den Dächern“ heißt das Buch, geschrieben hat es die junge britische Autorin Katherine Rundell und es handelt – wie der Titel erahnen lässt – von einem Mädchen namens Sophie. Die zwölfjährige Sophie wächst als Waise auf, bei dem Briten Charles, der sie nach einem Schiffsunglück in Frankreich in seine Obhut genommen hat. Damals war Sophie noch ein Baby und Charles ein verschrobener Junggeselle mit einem Hang zum Alleinsein und einer Schwäche für Literatur. Er war zwar stets ein überzeugter Einzelgänger, doch bei Sophie macht er eine Ausnahme. Und obwohl Sophie erst einige Monate alt war, als Charles sie bei sich aufnahm, führte er von Anfang an rege Gespräche mit ihr.

Charles hatte so gut wie keine Erfahrung mit Kindern. Und das gestand er Sophie auf der Heimfahrt: „Ich verstehe mich besser auf Bücher als auf Menschen, fürchte ich. Bücher sind so einfach im Umgang.“

♥ ♥ ♥

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* Verlagsseite *

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Charles ist ein Büchermensch durch und durch. Er lebt in der Welt seiner Bücher, zieht sein Wissen aus den Büchern und seine Inspiration. Und selbstverständlich bringt er Sophie schnellstmöglich das Lesen bei. Bei all seiner Verschrobenheit finde ich es jedoch bewundernswert, dass Charles seine Menschenscheu überwindet und sich Sophie zuwendet, sie versorgt und erzieht, sie wie ein Vater liebt. Er verkriecht sich nicht mehr ausschließlich hinter seinen Büchern, sondern beschäftigt sich bewusst mit Sophie.

Natürlich hat Charles recht: Hinter Büchern kann man sich so schön verstecken, in die Literaturwelt so schön abtauchen und alles andere ausblenden. Ein bisschen vor der bitteren Realität fliehen. Urlaub machen vorm Alltag, literarisch verreisen. Bücher sind in der Tat einfach im Umgang.

Und doch kann man in diesem Kinderroman wunderbar sehen, wie Charles der Umgang mit Menschen nach und nach immer leichter fällt – durch das Zusammenleben mit Sophie, durch die täglichen Begegnungen mit ihr.

Ich wünsche euch eine Woche voller guter Begegnungen – sowohl mit Menschen als auch mit Büchern! 🙂

Herzliche Grüße,

Tina

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