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#Indiebookday 2019: Drei Bücher – drei Verlage


Am Samstag, den 30. März 2019, wurde der diesjährige Indiebookday gefeiert. Lesefreudige Menschen waren an diesem Tag aufgefordert, sich in eine Buchhandlung ihres Vertrauens zu begeben und dort mindestens ein Buch zu erwerben, das aus dem Programm eines unabhängigen Verlags stammt. Auf diese Weise sollen kleinere Verlage in den Focus gerückt werden. Unabhängige Verlage, die ein besonderes und einzigartiges Programm zu bieten haben und die in der Masse der „Großen“ manchmal unterzugehen drohen.

Auch in diesem Jahr habe ich mir wieder verschiedenen Vorschauen der Indie-Verlage angeschaut und bin dabei auf Verlage gestoßen, die ich bis dato noch gar nicht auf dem Schirm hatte: Da ist zum einen der Kunstanstifter-Verlag, der ganz zauberhafte Bilderbücher veröffentlicht – Kinderbücher, die wunderwunderschön und absolut liebevoll gestaltet sind. Meine erste Entdeckung.

Den Tulipan-Verlag kannte ich bereits – und doch war ich ganz hin und weg von den aktuellen Titeln. Wunderschöne Kinder- und Jugendbücher sind dort zu finden! Auch bei diesem Verlag spürt man die Liebe zur Kinder-Literatur.

Und zum Schluss habe ich noch den Secession-Verlag entdeckt, der interessante und spannende Titel für Erwachsene im Programm hat.

Diese Bücher sind im Rahmen des Indiebookdays bei mir eingezogen:

„Herzensbruder – Bruderherz“ von Andrea Schomburg

Inhalt: Eigentlich ist alles normal bei der zwölfjährigen Luise. Die Eltern sind zwar etwas überbesorgt, aber na ja … Doch eines Tages entdeckt sie das Familiengeheimnis: Sie hatte einen Zwillingsbruder, der bei der Geburt gestorben ist. Dann kann ja wohl auch sie ein Geheimnis haben: Gegen den Willen der Eltern meldet sie sich bei einer Jugendtheatergruppe an und erschließt sich eine faszinierende neue Welt. Und da niemand sie dort kennt, erzählt sie, dass sie einen Bruder habe: Schultheaterstar, Hip-Hop-Champion, den coolsten Bruder der Welt! Nur: Irgendwann wollen die anderen ihn unbedingt kennenlernen. Ausgerechnet Viktor, der verschnarchte Klassenloser, übernimmt die Rolle des legendären Bruders. Aber wie lange kann Luise ihre Lügengespinste aufrechterhalten? (Quelle: Tulipan)

18. März 2019 // 13,00 EUR // ab 9 Jahren // • Verlagsseite

♥ ♥ ♥

„Ben und die Wale“ von Irene Berg / Ingrid Mennen

Inhalt: Gemeinsam auf einer Klippe am Meer zu stehen und Wale zu beobachten ist die Lieblingsbeschäftigung von Ben und seinem Großvater. Eines Tages stirbt der alte Mann jedoch und der Junge muss lernen, mit diesem Verlust zurechtzukommen. Sein Vater erzählt ihm eine Geschichte über ein Walkälbchen und einen alten Buckelwal, um ihm zu bedeuten, dass auch für uns das Leben eine Reise ist und man manchmal loslassen muss, um voranzukommen.
Die atmosphärischen Bilder Irene Bergs geben der Erzählung einen leisen und sanften Ton, der die philosophische Botschaft des Textes noch unterstreicht. (Quelle: Kunstanstifter)

1. August 2016 // 18,00 EUR // ab 3 Jahren // • Verlagsseite

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„Unser Leben in den Wäldern“ von Marie Darrieussecq

Darrieussecq_Unser Leben

Inhalt: Unser Leben in den Wäldern führt uns in eine gar nicht so ferne Zukunft, wo wir es vermutlich ganz normal finden werden, dank implantierter Technik ständig »online« zu sein, smart vernetzt mit Wohnung, Verkehrsmitteln, Arbeit und den staatlichen Autoritäten. Was aber geschieht mit uns, wenn wir in einer Gesellschaft leben, in welcher der technische Fortschritt und Turbo-Kapitalismus auf die Spitze getrieben sind? In der Klone uns als lebende Ersatzteillager für Organe dienen? In der Roboter den Großteil der Arbeit übernehmen? In der die Unterscheidungslinie zwischen KI-Affen und Menschen zu verschwinden droht?
Die wenigen Rebellen, denen dämmert, was für eine Realität tatsächlich hinter dem System steckt, flüchten sich in die Offline-Welt der Wälder. Und dort schreibt Marie, ehemalige Psychiaterin, mit Bleistift und Papier ihre Aufzeichnungen: ein in aller Eile verfasster Bericht vom Leben, von der Liebe, vom langsamen Be- greifen einer fast undurchschaubaren Überwachungsdiktatur, wo eliminiert wird, wer – wie sie – zu viel fragt. Sie schreibt ins Ungewisse hinein, voller Hoffnung, irgendwer könnte irgendwann ihren Mahnruf lesen, der den letzten glühenden Funken freien menschlichen Willens bezeugt. Ein fulminanter Text, verzweifelt, wütend, geprägt von schwarzem Humor – aus einer Zukunft, die sich erschreckend logisch aus unserer Gegenwart speist. (Quelle: Secession)

28. Januar 2019 // 18,00 EUR // • Verlagsseite

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Weitere Indiebook-Empfehlungen gibt es übrigens bei We Read Indie.

Nun freue ich mich über meinen neuen Lesestoff und wünsche mir und euch viele schöne Lesestunden!

Ganz liebe Grüße,

Tina
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*indiebooks* Aktuelle Titel aus Indie-Verlagen / Frühjahr 2019

In wenigen Tagen ist Indiebookday. Am Samstag, den 30. März 2019, um genau zu sein. An diesem Tag sind alle buchbegeisterten Menschen aufgefordert, eine Buchhandlung aufzusuchen und dort mindestens einen Titel zu erwerben, der von einem Indie-Verlag veröffentlich wurde.

Auf diese Weise möchten wir sowohl die unabhängigen – kleineren – Verlage als auch den Buchhandel unterstützen und die leider schwindenden Umsätze ein wenig ankurbeln.

Um euch die Auswahl an interessanten und lesenswerten Indie-Büchern zu erleichtern, habe ich in etlichen Verlagsvorschauen gestöbert und einige literarische Schätzchen „herausgefischt“.

Für welche Titel Noah und ich uns entschieden haben, verraten wir heute noch nicht – die stellen wir euch am Wochenende vor!


Debütroman

„Wallace“ von Anselm Oelze

Inhalt: Frühjahr 1858: Ein Brief verlässt eine kleine Insel in den Molukken. Sein Ziel ist Südengland, sein Inhalt: ein Aufsatz über den Ursprung der Arten. Kaum ein Jahr später sorgt die Schrift für Aufsehen und wird bekannt als Theorie der Evolution. Doch nicht der Verfasser des Briefes, der Artensammler Alfred Russel Wallace, erntet den Ruhm dafür, sondern sein Empfänger, der Naturforscher Charles Darwin. Von Wallace bleibt lediglich eine nach ihm benannte Trennlinie der Arten im Malaiischen Archipel.
Einhundertfünfzig Jahre später stößt der Museumsnachtwächter Albrecht Bromberg auf das Schicksal des vergessenen Wallace. Er begibt sich auf seine Spuren und je länger er mit Wallace unterwegs ist, desto mehr zweifelt Bromberg an, ob alles so bleiben muss, wie es ist. Er fasst einen Plan, der endlich denjenigen ins Licht rücken soll, der bisher im Dunkeln war, und erkennt: Geschichte wird nicht gemacht, sondern geschrieben.
Mit seinem Debüt ist Anselm Oelze ein philosophischer Abenteuerroman gelungen, ein literarisches Denkmal für die Außenseiter des Lebens und der Geschichte. (Quelle:  Schöffling & Co.)

ET: 5. Februar 2019 // 22,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Gelenke des Lichts“ von Emanuel Maeß

Inhalt: Seit er Angelika bei einem dionysischen Neptunfest über den Strand tanzen sah, bedrängen ihren aufgewühlten Bewunderer völlig ungeahnte Regungen. Nicht nur wirkt sich die Begegnung bewusstseinserweiternd auf seine Wahrnehmung aus, ihn erfasst darüber hinaus ein schwerwiegendes und allumfassendes Verlangen nach Wahrheit, Schönheit und Selbsterkenntnis, das weder das elterliche Pfarrhaus noch die zeitgenössischen Bildungsinstitutionen stillen können. Seine Suche führt aus der Mitte der Welt, Urspring an der Werra, einer tief in der Vergangenheit liegengebliebenen Provinzidylle im Schatten des Eisernen Vorhangs, in Brückenorte des Wissens und Weltstädte der Weisheit. Götter, Geister und Dämonen melden sich zu Wort, als der postmoderne Studienbetrieb entscheidende Fragen offenlässt. Kommen sie zu spät? Am Ende bleiben nur die Liebe, der Sprung und die Gelenke des Lichts.
Emanuel Maeß hat einen sprachmächtigen Roman geschrieben, der in seiner spielerischen Leichtigkeit und Tiefe in der neuen Literatur seinesgleichen sucht.  (Quelle: Wallstein)

ET: 18. Februar 2019 // 20,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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