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*Hörbuch-Rezension* Der Trick / Emanuel Bergmann

Kaum zu glauben, dass dies ein Debütroman ist. Emanuel Bergmann schreibt, als wäre er schon ewig ein Meister in seinem Fach. Ein Meister, der die Erzählkunst aufs Feinste beherrscht und seine Leserschaft – oder Hörer – mit seinen Worten mitreißt, verzaubert und berührt. Selten habe ich ein Hörbuch so genossen.

Diogenes Hörbuch / 9 Std. 43 Min. / 24.02.2016 / 25,99 €

• Verlagsseite • Hörprobe •

Der Inhalt

1934, in Prag, bestaunt der fünfzehnjährige Rabbinerssohn Mosche Goldenhirsch im Zirkus die Zauberkunststücke des legendären ›Halbmondmanns‹ und seiner liebreizenden Assistentin – es ist um ihn geschehen, und zwar gleich doppelt. Er rennt von zu Hause weg und schließt sich dem Zirkus an, der nach Deutschland weiterzieht. 2007, in Los Angeles, klettert der zehnjährige Max Cohn aus dem Fenster seines Zimmers, um den Großen Zabbatini zu finden, einen alten, abgehalfterten Zauberer. Der Junge ist überzeugt: Nur Magie kann seine Eltern, die vor der Scheidung stehen, wieder zusammenbringen. Eine bewegende und aberwitzige Geschichte, die Zeiten und Kontinente umspannt, ein Roman über die Zerbrechlichkeit des Lebens und den Willen, sich verzaubern zu lassen. (Quelle: Diogenes)

Die Gedanken zum Hörbuch

„Der Trick“ erzählt die Geschichte zweier Jungen. Es ist die Geschichte des zehnjährigen Max, der im Los Angeles des 21. Jahrhunderts lebt und der die dauerhafte Trennung seiner Eltern mit allen Mitteln verhindern will. Als er durch Zufall vom Liebeszauber des Großen Zabbatini hört, keimt neue Hoffnung in ihm auf. Denn der große Zauberer wird es sicher schaffen, seine Familie wieder zusammenzubringen. Also macht Max sich auf die Suche nach Zabbatini – und erlebt so einige Überraschungen, als er ihn endlich trifft und kennenlernt.

In einem zweiten Erzählstrang geht es um Mosche, der Jude ist und das eigentlich gar nicht sein möchte. Schließlich ist man in den Dreißiger Jahren als Jude nicht unbedingt gerne gesehen. Weder in Prag noch in den deutschen Städten, in die es Mosche verschlägt. So nimmt er als Zirkuskünstler dankbar und stolz die Identität des persischen Zauberers Zabbatini an. Eine Identität, die ihn zugleich schützt und zu beträchtlichem Ruhm verhilft. Dennoch gehen auch an Mosche die Spuren des Zweiten Weltkrieges nicht vorbei.

Als die beiden Protagonisten im Jahr 2007 aufeinandertreffen, ist aus dem ehemals strahlenden Zauberkünstler Zabbatini alias Mosche Goldenhirsch ein verbitterter alter Mann geworden. Jeglicher Zauber, jegliche Magie scheint aus seinem Leben gewichen zu sein. Doch der kleine Max lässt sich davon nicht abschrecken. Er hat eine Mission zu erfüllen, bei der ihm der Große Zabbatini helfen muss. Unbedingt.

Die eigene Meinung

Dieses Hörbuch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen – und verzaubert. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Zaubergeschichte aus dem Fantasy-Bereich. Der Zauber liegt vielmehr in der Magie der Geschichte an sich, in den herrlichen Charakteren und in Emanuel Bergmanns prägnantem und liebevollem Einsatz von Sprache. Hier macht der Ton die Musik. Und die Melodie klingt einfach zauberhaft. Wenn der Autor vom Werdegang des Großen Zabbatini erzählt, der doch in Wahrheit ein Jude ist und in der Zirkuswelt eine neue Identität findet. Wenn die Sprache auf den kleinen Max kommt, der so sehr unter der Trennung seiner Eltern leidet und all seine Hoffnungen in die Zauberkunst des Großen Zabbatini setzt. Wenn die beiden sich begegnen und sich aus anfänglichem Misstrauen eine ganz besondere Freundschaft entwickelt, in der wiederum ein ganz eigener Zauber liegt. Und wenn sich die Fäden der Erzählstränge immer mehr miteinander verbinden und ein wunderbares Ganzes entsteht. Dann legt man dieses (Hör-)Buch am Schluss zur Seite und fühlt sich rundum glücklich und beschenkt. Und man ist irgendwie traurig, dass man sich nun von den liebenswerten Figuren, die einem mittlerweile ans Herz gewachsen sind, verabschieden muss.

Neben der außergewöhnlichen Handlung, die sich von anderen Titeln erfrischend abhebt, ist mir Bergmanns Sprachstil aufgefallen. Positiv aufgefallen natürlich. Denn der Autor trifft beim Erzählen absolut präzise den Ton des Charakters, der gerade im Vordergrund steht. Die Sprache sowie das Sprachregister sind stets genau der jeweiligen Figur angepasst – was den gesamten Roman noch authentischer, glaubwürdiger und überzeugender macht. Und vom einzigartigen Talent des Autors zeugt.

Stefan Kaminskis Interpretation von „Der Trick“ trägt dazu bei, dass aus einem hervorragenden Lesestoff ein wahrer Hörgenuss wird. Der Sprecher verfügt über die perfekte Erzählerstimme. Außerdem erweckt er die einzelnen Charaktere auf unverwechselbare Art zum Leben, so dass stellenweise der Eindruck entsteht, es handele sich um ein Hörspiel mit verteilten Rollen. Eine großartige Sprecherleistung, die beeindruckt.

Der Autor

Emanuel Bergmann, geboren 1972 in Saarbrücken, ging nach dem Abitur nach Los Angeles, um dort Film und Journalismus zu studieren. Er war viele Jahre lang für verschiedene Filmstudios, Produktionsfirmen und Verlage in den USA und Deutschland tätig. Derzeit unterrichtet er Deutsch, übersetzt Bücher und schreibt Artikel für diverse deutsche Medien. ›Der Trick‹ ist sein erster Roman. (Quelle: Diogenes)

Der Sprecher

Stefan Kaminski, geboren 1974, ist Schauspieler, Sprecher und Autor. Nach seinem Studium an der Ernst Busch Hochschule war er lange Jahre Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin (Regie u. a. Dimiter Gotscheff ). Seit 2007 entwickelt Stefan Kaminski am Deutschen Theater seine On-Air-Abende, eine sensationelle Mischung aus Theater, Hörspiel und Entertainment, mit denen er auch auf Tour geht. Darüber hinaus ist er aus vielen Produktionen für Rundfunk, Fernsehen und Hörbuchverlage bekannt. (Quelle: Diogenes)

Das Fazit

„Der Trick“ ist ein hervorragendes Debüt mit liebenswerten Charakteren und einer außergewöhnlichen Geschichte, die das Herz berührt und auf sehr feine Art unterhält. Das Hörbuch enthält die richtige Mischung aus guter Unterhaltung, Humor, Tiefgang und einem talentierten Sprecher. Alles, was ein Hörbuch braucht, um perfekten Hörgenuss zu bieten. „Der Trick“ ist somit ein Titel, den ich uneingeschränkt und unbedingt weiterempfehle. Und ich hoffe, dass dies nicht der letzte Titel von Emanuel Bergmann sein wird.

Die Vernetzung

Diese Bloggerinnen verfielen auch dem Zauber des Großen Zabbatini und der Erzählkunst von Emanuel Bergmann:

*Lisibooks*

*bibliothecaro*

*Book Experiences*

*Bücherwurmloch*

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*druckfrisch* Neuerscheinungen im Februar #2

Wie versprochen gibt es nun den zweiten Teil unserer Auswahl der FEBRUAR-Neuerscheinungen. Meiner Meinung sind wieder einige Schätzchen dabei. Besonders freue ich mich auf das Jugendbuch „Anna und der Schwalbenmann“, auf Jo Nesbøs neuen Krimi „Blood on Snow – Das Versteck“ und auf den vielversprechenden Roman „Mr. Gwyn“. Vielleicht findet ihr ja auch einen Titel auf unserer Liste, der euch ganz besonders anlacht?

Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken!

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr zur jeweiligen Verlagsseite.

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„Wünsche sind für Versager“ von Sally Nicholls
Wünsche sind für Versager

22. Februar 2016 / 15,90 EUR

 • Ab 13 Jahren •

16 Familien und Heime, das ist die nüchterne Bilanz der erst elfjährigen Olivia. Olivia fasst schwer oder gar kein Vertrauen, zu oft ist sie enttäuscht worden. Emotionale Nähe versetzt sie in Panik, und zugleich sehnt sie sich unendlich nach Liebe, Freundschaft und Familie. Doch wer sollte sie schon mögen, wütend und unberechenbar, wie sie ist? So ist Olivia zunächst irritiert, wie gelassen die Iveys reagieren, zu denen sie gerade gekommen ist. Das Leben mit ihnen könnte so schön sein. Doch je stärker Olivias Bindung wird, desto größer wird ihre Angst, dieses endlich gefundene Zuhause wieder zu verlieren. Ein hochemotionales Jugendbuch und zugleich ein starkes Plädoyer für mehr Achtsamkeit. (Quelle: Hanser)

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„Unser wildes Blut“ von W. Schnellbächer / N. Öneren
Unser wildes Blut

22. Februar 2016 / 14,99 EUR

• Ab 14 Jahren •

Alexander liebt seine Mitschülerin Aysel. Doch es ist eine Liebe, die nicht sein darf. Denn Aysel ist Muslimin und Alexander Christ. Die beiden haben keine Chance. Aysels Bruder Ilhan, der auf dieselbe Schule geht, wacht mit Argusaugen über die Ehre seiner Schwester. Aber so leicht gibt Alexander nicht auf. Als der Konflikt sich immer mehr zuspitzt und die ganze Schule in zwei Lager spaltet, soll Aysel plötzlich verheiratet werden. Den beiden Liebenden bleibt nur die Flucht. Doch Aysels Bruder ist ihnen dicht auf den Fersen.           (Quelle: cbt)

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„Der Trick“ von Emanuel Bergmann

24. Februar 2016 / 26,00 EUR

1934, in Prag, bestaunt der fünfzehnjährige Rabbinerssohn Mosche Goldenhirsch im Zirkus die Zauberkunststücke des legendären ›Halbmondmanns‹ und seiner liebreizenden Assistentin – es ist um ihn geschehen, und zwar gleich doppelt. Er rennt von zu Hause weg und schließt sich dem Zirkus an, der nach Deutschland weiterzieht. 2007, in Los Angeles, klettert der zehnjährige Max Cohn aus dem Fenster seines Zimmers, um den Großen Zabbatini zu finden, einen alten, abgehalfterten Zauberer. Der Junge ist überzeugt: Nur Magie kann seine Eltern, die vor der Scheidung stehen, wieder zusammenbringen. Eine bewegende und aberwitzige Geschichte, die Zeiten und Kontinente umspannt, ein Roman über die Zerbrechlichkeit des Lebens und den Willen, sich verzaubern zu lassen. (Quelle: Diogenes)

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„Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells

24. Februar 2016 / 22,00 EUR

»Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.« Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.                     (Quelle: Diogenes)

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„Sommernachtstraum“ von Tanya Lieske

25. Februar 2016 / 14,99 EUR

• Ab 14 Jahren •

Shakespeares ›Sommernachtstraum‹ als Schultheaterprojekt! Voller Vorfreude stürzen sich Ben und seine Schüler in die Proben. Hermia liebt Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, und die Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel: willkommen in Shakespeares Sommernachtstraum! Während die Theatertruppe versucht, der verschlungenen Verwechslungskomödie um verwirrte Liebespaare Herr zu werden, geraten die Liebesgeschicke aller Beteiligten ziemlich durcheinander: Struppi liebt Mireille, Mary Jane will Ben und Bens Freundin trifft sich heimlich mit Mireilles Vater. Bald weiß niemand mehr, wer eigentlich gerade in wen verliebt ist … (Quelle: Fischer KJB)

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„An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ von Roland Schimmelpfennig

25. Februar 2016 / 19,99 EUR

Nachts auf einer eisglatten Autobahn, 80 Kilometer vor Berlin: Ein Tanklaster legt sich quer und kippt um. Auf dem Standstreifen, kurz im Blaulicht der Feuerwehr: ein einzelner Wolf.
Bis Berlin reichen die Spuren des Wolfs, und sein Weg kreuzt sich immer wieder mit den Wegen und Schicksalen unterschiedlicher Menschen. Mit zwei Kindern, die von zu Hause weggelaufen sind und durch Wald und Stadt irren. Mit dem polnischen Bauarbeiter, der verzweifelt nach seiner Freundin sucht. Mit der Frau, die morgens auf dem Balkon die Tagebücher ihrer Mutter verbrennt. Wie in einem Schwarzweißfilm, in dem gelbes Winterfeuer flackert, ziehen die Bilder und Geschichten dieses Romans an uns vorbei. Sie erzählen vom Suchen und Verlorensein, von der Kälte unserer Zeit und der Sehnsucht nach einem anderen Leben. Ein Roman von großer visueller Kraft, dessen Poesie und Schönheit man sich nicht entziehen kann. (Quelle: S. FISCHER)
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„Weit über das Land“ von Peter Stamm

25. Februar 2016 / 19,99 EUR

Ein Mann steht auf und geht. Einen Augenblick zögert Thomas, dann verlässt er das Haus, seine Frau und seine Kinder. Mit einem erstaunten Lächeln geht er einfach weiter und verschwindet. Astrid, seine Frau, fragt sich zunächst, wohin er gegangen ist, dann, wann er wiederkommt, schließlich, ob er noch lebt.
Jeder kennt ihn: den Wunsch zu fliehen, den Gedanken, das alte Leben abzulegen, ein anderer sein zu können, vielleicht man selbst. Peter Stamm ist ein Meister im Erzählen jener Träume, die zugleich locken und erschrecken, die zugleich die schönste Möglichkeit und den furchtbarsten Verlust bedeuten. ›Weit über das Land‹ ist ein Roman, der die alltäglichste aller Fragen stellt: die nach dem eigenen Leben. (Quelle: S. FISCHER)

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„Blood on Snow – Das Versteck“ von Jo Nesbø

26. Februar 2016 / 12,99 EUR

Ulf ist Geldeintreiber. Sein Boss ist der Fischer. Der Fischer ist einer DER Drogenhändler Oslos. Als Geldeintreiber wird man nicht unbedingt reich. Doch jetzt hat Ulf einen Weg gefunden. Glaubt er. Zwei Probleme stellen sich. Drogenhändler lassen sich ungern reinlegen. Und schicken sie ihre Killer los, sollte man ganz weit laufen – und sich ein gutes Versteck suchen. „Blood on Snow. Das Versteck“ ist der zweite Band der BLOOD ON SNOW-Reihe.             (Quelle: Ullstein)

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„Mofaheld“ von Lars Niedereichholz

26. Februar 2016 / 14,99 EUR

Als Marcs Eltern sich entschließen, das Reihenhaus gegen eine Seniorenwohnung einzutauschen, fällt sie ihm wieder in die Hand: Seine alte Schatzkiste, prall gefüllt mit Konzertkarten, alten Mixkassetten, Briefen, Fotos und vor allem – einem Batikhalstuch.
Das riecht nach Parfum und Haarspray und katapultiert Marc zurück in die 80er Jahre: Denn damals, mit 15, waren der Traum von einer eigenen Band, die geheimen Ausflüge ins Nachtleben, alkoholbedingte Ausfälle, die Schmach über das peinlichste Mofa der Welt, die neue Platte von Mötley Crüe und vor allem die Aussicht auf den ersten Sex mit Anna irgendwie wichtiger als Tschernobyl, Kalter Krieg und die Ehekrise seiner Eltern … (Quelle: Rowohlt)

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„Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ von Jojo Moyes

26. Februar 2016 / 14,99 EUR

Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner – englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie wieder trennte. Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances. Während die anderen zu Schicksalsgenossinnen werden, ihre Hoffnungen und Ängste miteinander teilen, bleibt sie verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht und wie sie Schreckliches erlebt hat im Krieg, findet sie einen Vertrauten. Eines Tages jedoch holt Frances ausgerechnet der Teil ihrer Vergangenheit ein, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte … (Quelle: Rowohlt)

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„Mr. Gwyn“ von Alessandro Baricco

27. Februar 2016 / 22,00 EUR

Jasper Gwyn, ein berühmter englischer Schriftsteller Anfang vierzig, fasst eines Tages einen weitreichenden Entschluss. In einem Zeitungsartikel listet er 52 Dinge auf, die er fortan nicht mehr zu tun gedenkt, darunter auch: Bücher schreiben. Stattdessen beschließt er, in seinem neuen Leben als „Kopist“ zu arbeiten und Porträts anzufertigen – dies allerdings nicht mit Pinsel und Palette, sondern in geschriebener Form. Er mietet ein Atelier an, wo ihm fortan Menschen Modell sitzen, die sich später in seinen Porträts gänzlich wiederfinden werden. Bis eine junge Frau auftaucht, die sich den strengen Regeln des Kopisten entzieht. (Quelle: Hoffmann und Campe)

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„Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner“ von Claudia Boldt
Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner

29. Februar 2016 / 12,99 EUR

• Ab 4 Jahren •

Der kleine Fuchs ist nicht so wie andere Füchse. Er ist Vegetarier. Hähnchen frisst er nicht, am liebsten mag er Schweizer Käse. Und am allerliebsten will er Detektiv werden. Doch eines Tages ist es so weit: „Ferdinand“, sagt Vater Fuchs, „bald bist du ein großer Fuchs. Es wird Zeit, dass du dein erstes Huhn fängst.“ Das Fangen ist ein Hühnerspiel, aber das Huhn fressen … Und plötzlich ist das Hühnchen auch noch verschwunden und Papa überträgt Ferdinand seinen ersten Fall: das Huhn finden. Der kleine Fuchs macht sich an die Verfolgung und am Ende hat er eine ganz ausgefuchste Lösung für sein Problem. (Quelle: Prestel)

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„Wer war Alice?“ von T. R. Richmond
Wer war Alice

29. Februar 2016 / 14,99 EUR

Alice Salmon ist erst fünfundzwanzig Jahre alt, als sie eines Morgens leblos in einem Fluss in Southhampton gefunden wird. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen – sie ahnte nicht, dass dies die letzten Stunden ihres Lebens sein würden. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich ins Wasser gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt: über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Wie ein Besessener versucht er herauszufinden, was in jener Nacht tatsächlich geschah. Jeder kleinsten Spur geht er nach und sammelt alles über Alice, was er finden kann. Aber warum ist er so engagiert? (Quelle: der Hörverlag)

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„Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?“ von Angela Marsons
Silent Scream

29. Februar 2016 / 14,99 EUR

Detective Inspector Kim Stone, West Midlands Police. Vierunddreißig, schlagfertig, kompromisslos. Nicht immer freundlich, nicht immer fair, nicht immer regelkonform. Ihre Mutter lebt in der geschlossenen Psychiatrie, doch wie es der alten Schlange geht, interessiert Kim nicht. Als eine Schuldirektorin in ihrer Badewanne ertränkt und kurz darauf ein Mann mit aufgeschnittener Kehle gefunden wird, finden Kim Stone und ihr Team heraus, dass beide in einem inzwischen geschlossenen Kinderheim gearbeitet haben. Auf dem brachliegenden Grundstück sollen Ausgrabungen durchgeführt werden. Liegt im lehmigen Boden ein Geheimnis verborgen? Doch um ihm auf den Grund zu kommen, muss sich Kim den Dämonen ihrer eigenen Kindheit stellen …           (Quelle: der Hörverlag)

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„Papierjunge“ von Kristina Ohlsson
Papierjunge

29. Februar 2016 / 19,99 EUR

In der Nacht erwacht er zum Leben, erwählt ein Kind und verschwindet mit seinem Opfer in der Dunkelheit. Der Papierjunge. Eigentlich glaubt niemand an die jüdische Sagengestalt – bis an einem eiskalten Wintertag in Stockholm eine Erzieherin vor den Augen von Schülern und Eltern erschossen wird. Als wenig später zwei Kinder verschwinden, fragen sich die Ermittler Fredrika Bergman und Alex Recht, ob der Junge aus der Legende etwas mit den Vorfällen zu tun haben könnte. Die Ermittlungen führen Fredrika nach Israel, wo sie mit einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit konfrontiert wird …                   (Quelle: Limes)

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„Im Labyrinth der Lügen“ von Ute Kraus
Im Labyrinth der Lügen

29. Februar 2016 / 14,99 EUR

• Ab 10 Jahren •

Paul ist am Boden zerstört: Seine Eltern wurden nach einem Fluchtversuch von der Bundesrepublik freigekauft und beginnen in West-Berlin ein neues Leben – ohne ihn. Er darf die DDR nicht verlassen und ob er seine Eltern je wiedersehen wird, ist ungewiss. Halt geben ihm Oma und Onkel Henri – und seit kurzem seine Klassenkameradin Millie, die ohne Mutter beim Vater lebt. Eines Abends besuchen die beiden Onkel Henri im Pergamonmuseum, der dort als Nachtwächter arbeitet. Als sie in den Sälen unerklärliche Geräusche hören, forschen Paul und Millie auf eigene Faust nach und geraten in eine gefährliche Geschichte … (Quelle: cbj)

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„Düsterbuch City Lights“ von Alexander Kühne
Düsterbusch City Lights

29. Februar 2016 / 14,99 EUR

Düsterbusch ist kein Ort für Helden. Nicht Preußen, nicht Sachsen, ein Kaff am Rande des Spreewalds. Anton wohnt hinter dem Mähdrescher Friedhof und träumt vom großen Leben. Bis er eine glänzende Idee hat: Sein Dorf soll Metropole werden, mit U-Bahn-Anschluss und Leuchtreklamen. Mit einer Handvoll Freunden macht er sich daran, mitten in der DDR einen Szene-Club nach Londoner Vorbild aufzuziehen. Alexander Kühne erzählt die Geschichte von einem, der bleibt und kämpft – aber nicht politisch, sondern mit den Waffen der Popkultur. Er erzählt von den großen Träumen im Kleinen und vom Scheitern einer Utopie. (Quelle: Heyne)

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„Anna und der Schwalbenmann“ von Gavriel Savit
Anna und der Schwalbenmann

29. Februar 2016 / 16,99 EUR

• Ab 14 Jahren •

Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann. (Quelle: cbt)

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Hier geht´s zum ersten Teil der FEBRUAR-Neuerscheinungen:

*Neuerscheinungen im Februar #1*
Cute fox and funny elk reading books on bench. Vector isolated illustration