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Zitat zum Sonntag #74 aus: Das Schloss in den Wolken

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Das heutige Sonntagszitat stammt aus der Feder von Lucy Maud Montgomery. Die kanadische Autorin ist vielen bekannt durch ihre Buchreihe „Anne auf Green Gables“, die seit vielen Jahren Leserinnen aus aller Welt begeistert. Nun hat der Königskinder-Verlag ein weiteres Werk von Frau Montgomery übersetzen lassen, das bereits in den 1920er-Jahren erschien: „Das Schloss in den Wolken“. Ein Klassiker im neuen Kleid sozusagen, von Nadine Püschel sehr gekonnt ins Deutsche übertragen und vom Verlag in einer wunderhübschen Ausführung herausgebracht.

„Das Schloss in den Wolken“ ist ebenso charmant geschrieben wie die „Anne auf Green Gables“-Bücher, und entführt die Leserinnen ebenso geschickt ins wildromantische Kanada des vergangenen Jahrhunderts. Die Autorin verzaubert ihre weibliche Leserschaft mit einer hinreißenden Geschichte um die junge Valancy, die mit den Regeln und Traditionen ihres Elternhauses bricht und die immer mehr lernt, ihren eigenen Weg zu gehen und ihren eigenen Kopf durchzusetzen. So wagt Valancy es endlich, in der Gesellschaft ihrer aufdringlichen und dominanten Verwandtschaft ihre Meinung kundzutun und zu verteidigen. Und dabei gibt sie so manchen klugen Satz von sich:

„Ich bin froh, dass ich nie Kinder bekommen habe“, sagte Großcousine Sarah. „Sie finden doch immer irgendeinen Weg, einem das Herz zu brechen.“
„Ist ein gebrochenes Herz nicht besser als ein verkümmertes?“, fragte Valancy. „Bevor ein Herz brechen kann, muss es etwas Großartiges gefühlt haben. Das wäre den Schmerz doch wert.“

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* Verlagsseite *

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Wer die „Anne auf Green Gables“-Bücher kennt und gern gelesen hat, wird sicher auch dieses Werk von Lucy Maud Montgomery mögen. Empfehlen kann – und möchte – ich es auf jeden Fall.

Und nun wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche! Genießt die Frühlingsluft, die Sonnenstrahlen, die Farbenpracht, die bunten Veränderungen um euch herum und: fühlt etwas Großartiges!

Herzliche Frühlings-Grüße

Tina

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Zitat zum Sonntag #73 aus: Ein Monat auf dem Land

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*ZITAT ZUM SONNTAG*

Nach einer kurzen, unfreiwilligen Blogpause (auch mich hatte die Grippe erwischt) melde ich mich wieder – mit dem Sonntagszitat, das ich in dem Buch „Ein Monat auf dem Land“ entdeckt habe.

In dem Roman von J.L. Carr geht es um den Briten Tom Birkin, der als Restaurator von London aufs Land – nach Oxgodby – reist, um an einem Wandgemälde in der örtlichen Kirche zu arbeiten. Es ist der Sommer des Jahres 1920, und die Menschen sind gezeichnet von den Folgen des Ersten Weltkriegs. So auch Tom Birkin. Umso mehr genießt er die Ruhe und den Frieden auf dem Land, vertieft sich vollkommen in seine Arbeit: das Freilegen des uralten Wandgemäldes. Nach und nach findet Tom wieder zu sich selbst. Die Menschen um ihn herum, seine Tätigkeit als Restaurator und der Anblick des Gemäldes unterstützen ihn dabei.

Eines Tages unterhält sich Tom mit seinem neuen Freund Moon über das Kunstwerk an der Kirchenwand. Die beiden diskutieren munter – und sehr kontrovers – über die Bedeutung der dargestellten Personen, über mögliche Interpretationen des Bildes. Als sie zu keiner Einigung kommen, sagt Tom:

Nun, jeder von uns sieht die Dinge mit anderen Augen, und es bringt einen auch nicht weiter, zu hoffen, dass wenigstens einer von tausend es genau so sieht wie man selbst.

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* Verlagsseite *

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Diese Aussage hat mir so gut gefallen, weil Tom Birkin die Meinung seines Gegenübers stehenlässt, ein Stück weit akzeptiert und sich einfach damit abfindet, dass es unterschiedliche Blickwinkel gibt. Vielleicht ist es nur Toms vornehme britische Zurückhaltung, die ihn zu dem Satz animiert, vielleicht aber auch ein weites Herz und ein offener Geist. Auf jeden Fall finde ich eine solche Haltung nachahmenswert.

Für die kommende Woche wünsche ich euch viele Blickwinkel – altbekannte und neuentdeckte!

Herzliche Grüße

Tina

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Zitat zum Sonntag #72 aus: Sophie auf den Dächern

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*ZITAT ZUM SONNTAG*

Das heutige Sonntagszitat stammt aus einem zauberhaften Kinderbuch, das ich kürzlich gelesen habe und von dessen Geschichte, Charakteren und Erzählstil ich völlig begeistert war.

„Sophie auf den Dächern“ heißt das Buch, geschrieben hat es die junge britische Autorin Katherine Rundell und es handelt – wie der Titel erahnen lässt – von einem Mädchen namens Sophie. Die zwölfjährige Sophie wächst als Waise auf, bei dem Briten Charles, der sie nach einem Schiffsunglück in Frankreich in seine Obhut genommen hat. Damals war Sophie noch ein Baby und Charles ein verschrobener Junggeselle mit einem Hang zum Alleinsein und einer Schwäche für Literatur. Er war zwar stets ein überzeugter Einzelgänger, doch bei Sophie macht er eine Ausnahme. Und obwohl Sophie erst einige Monate alt war, als Charles sie bei sich aufnahm, führte er von Anfang an rege Gespräche mit ihr.

Charles hatte so gut wie keine Erfahrung mit Kindern. Und das gestand er Sophie auf der Heimfahrt: „Ich verstehe mich besser auf Bücher als auf Menschen, fürchte ich. Bücher sind so einfach im Umgang.“

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* Verlagsseite *

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Charles ist ein Büchermensch durch und durch. Er lebt in der Welt seiner Bücher, zieht sein Wissen aus den Büchern und seine Inspiration. Und selbstverständlich bringt er Sophie schnellstmöglich das Lesen bei. Bei all seiner Verschrobenheit finde ich es jedoch bewundernswert, dass Charles seine Menschenscheu überwindet und sich Sophie zuwendet, sie versorgt und erzieht, sie wie ein Vater liebt. Er verkriecht sich nicht mehr ausschließlich hinter seinen Büchern, sondern beschäftigt sich bewusst mit Sophie.

Natürlich hat Charles recht: Hinter Büchern kann man sich so schön verstecken, in die Literaturwelt so schön abtauchen und alles andere ausblenden. Ein bisschen vor der bitteren Realität fliehen. Urlaub machen vorm Alltag, literarisch verreisen. Bücher sind in der Tat einfach im Umgang.

Und doch kann man in diesem Kinderroman wunderbar sehen, wie Charles der Umgang mit Menschen nach und nach immer leichter fällt – durch das Zusammenleben mit Sophie, durch die täglichen Begegnungen mit ihr.

Ich wünsche euch eine Woche voller guter Begegnungen – sowohl mit Menschen als auch mit Büchern! 🙂

Herzliche Grüße,

Tina

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Zitat zum Sonntag #67 aus: Der letzte Sommer

book and pen*ZITAT ZUM SONNTAG*

Die Handlung des britischen Romans „Der letzte Sommer“ von Helen Simonson spielt im Jahr 1914. Es ist das Jahr, in dem der Erste Weltkrieg ausbricht und in dem der technische und gesellschaftliche Fortschritt ganz langsam in die Gänge kommt. Frauen ist es noch verboten zu wählen, sie dürfen keine „gehobenen“ Berufe ausüben, sondern werden angehalten, sittsame Ehefrauen, gute Mütter und perfekte Gastgeberinnen zu sein. Der Besitz eines Automobils gilt noch als außergewöhnlich, und der Telefonapparat hält gerade Einzug in die britischen Herrenhäuser.

Einige Briten betrachten das neuartige Kommunikationsgerät eher als Ärgernis denn als Fortschritt oder Bereicherung. So auch Lady Emily, eine der Nebenfiguren des Romans:

„Eine schreckliche Sache, das Telefon“, rief Lady Emily. „Ich weigere mich, der Sklave eines solchen Apparats zu sein!“

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*Verlagsseite*

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Ich finde diese Aussage ziemlich belustigend. Was würde die werte Lady wohl zu unserem heutigen Kommunikationsnetz sagen, zum Gebrauch von Smartphones und Social Media? Ob sie entsetzt wäre? 🙂

Mir ist auf jeden Fall durch dieses Zitat (und die Lektüre des Buches) noch einmal bewusst geworden, wie viel sich innerhalb eines Jahrhunderts geändert hat – sowohl technisch als auch gesellschaftlich. Im Jahr 1914 war die Handhabung des ersten Telefonapparats eine echte Herausforderung, heute – gut hundert Jahre später – ist es der verantwortungsbewusste Umgang mit den „modernen“ Medien. Ich bin gespannt, wie die Medienlandschaft in der Zukunft aussehen wird. 🙂

Ich wünsche euch eine schöne und kommunikative Woche! Seid herzlich gegrüßt,

Tina

PS: In den nächsten Tagen wird es auf unserem Blog eine ausführliche Besprechung zu „Der letzte Sommer“ geben.

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Zitat zum Sonntag #62 aus: Das fliegende Kamel

book and pen*ZITAT ZUM SONNTAG*

Mit dem heutigen Zitat möchte ich euch auf ein Buch aufmerksam machen, das bereits vor sechs Jahren das Licht der Bücherwelt erblickte und beinahe ebenso lange einen festen Platz in meinem Regal hat. Ein Buch, das ich immer wieder gerne zur Hand nehme, um darin zu stöbern und zu schmökern.

Es heißt „Das fliegende Kamel“ und enthält eine Sammlung von orientalischen Narrengeschichten über Nasreddin Hodscha, der auch der türkische Till Eulenspiegel genannt wird. Der bekannte Kinderbuchautor Paul Maar hat die mündlich überlieferten Schelmengeschichten um Nasreddin zusammengestellt, neu verfasst und einige in die heutige Zeit übertragen. Der Künstler Aljoscha Blau hat die Texte liebevoll und wunderschön illustriert – und herausgekommen ist dieses zauberhafte Geschichten-Bilderbuch für kleine und große Leser.

Nasreddin Hodscha ist Weiser und Narr zugleich. Mal ist er Vorbild, dann wieder abschreckendes Beispiel. Auf jeden Fall ist er immer einfallsreich und nie um eine – mehr oder weniger – schlaue Antwort verlegen. Und seine Geschichten laden sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken ein.

Eine der kürzesten Hodscha-Anekdoten möchte ich euch nun vorstellen. Meines Erachtens passt sie gut zum aktuellen politischen Geschehen (Stichwort „Brexit“) und besitzt eine tiefsinnige Aussage, wenn man sie auf sich wirken lässt.

Nasreddin ging am Ufer eines Flusses spazieren.
Da sah er auf der anderen Seite einen Freund, der dort spazieren ging. Nasreddin winkte ihm zu.
Der Freund winkte zurück und rief: „Wie komme ich auf die andere Seite?“
„Du bist doch schon auf der anderen Seite“, rief Nasreddin.

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*Verlagsseite*

♥ ♥ ♥

Ob man mit dieser Einstellung jemals zueinander finden kann?

Also, ich wünsche mir mehr Brücken, die sich über Flüsse spannen und Menschen, die sie überqueren. Um sich zu begegnen.

Euch eine schöne und brücken-reiche und begegnungs-volle Woche!

Seid herzlich gegrüßt

Tina
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Zitat zum Sonntag #61 aus: Die Autobiographie der Zeit

book and pen*ZITAT ZUM SONNTAG*

Das neueste Werk der jungen Autorin Lilly Lindner ist ein Roman, der sich durch seine Außergewöhnlichkeit auszeichnet. „Die Autobiographie der Zeit“ heißt er und ist eigentlich gar kein richtiger Roman. Keiner normaler jedenfalls. Denn hier erzählt die Zeit in Person eines jungen Mädchens ihre Lebensgeschichte. Und das ist tiefgründig, befremdlich, ergreifend, philosophisch, traurig, hoffnungsfroh, poetisch und schlichtweg umwerfend.

Wer sich auf dieses Büchlein einlässt – und einlassen muss man sich, da es keine leichte Lektüre für zwischendurch ist – wird viele Wahrheiten entdecken und alte Denkweisen in einem neuen Licht betrachten. Auf jeden Fall wird man beim Lesen herausgefordert – kognitiv und emotional.

Hier ist eine kleine Kostprobe:

In der grenzenlosen Weite der Unendlichkeit gibt es nur eine Grenze – die im Gehirn eines Menschen.

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*Verlagsseite*

Diesen denkwürdigen Satz findet man bereits auf der ersten Seite des ersten Kapitels. Ich bin lange daran hängengeblieben und habe ihn in meinem Kopf und in meinem Herz festgehalten. Und nun denke ich über Grenzen nach – über versteckte und offensichtliche Grenzen, über persönliche und gesellschaftliche. Über das Akzeptieren oder die Überwindung von Grenzen.

Ich wünsche euch und mir, dass wir unnötige Grenzen erkennen und loswerden, und uns mit unabdingbaren Grenzen arrangieren können.

Alles Liebe für die nächste Woche und von Herzen EINE GUTE ZEIT!

Tina

♥ ♥ ♥

PS: Eine Rezension, die das Buch eindrücklich beschreibt, gibt es bei *Irve liest*

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Zitat zum Sonntag #60 aus: Bücher sind treu – Ein Bücher-Tagebuch

book and pen*ZITAT ZUM SONNTAG*

Bücher sind treu. Sie sind für dich da, wenn du sie brauchst. Gehen nicht einfach fort, wenn du schlechte Laune hast. Stehen dir an hellen wie an dunklen Tagen zur Seite – mit einer wohltuenden Geschichte, mit packender Unterhaltung oder einer Portion Humor. Bücher versüßen deinen Alltag, sie sind zuverlässige und beständige Begleiter. Beinahe wie Freunde.

 Damit diese treuen Freunde nicht so schnell in Vergessenheit geraten, gibt es das Bücher-Tagebuch mit dem bezeichnenden Titel „Bücher sind treu“. Hier können Lese-Eindrücke und Informationen zu insgesamt fünfzig Büchern verewigt werden. Das Tagebuch ist schlicht, aber liebevoll gestaltet und bietet genügend Platz zum Einschreiben. Außerdem finden sich darin jede Menge bibliophiler Zitate und Sprüche.

Einige davon – die sich mit dem Thema LESEN beschäftigen – habe ich heute für euch rausgesucht:

Der einzige Rat, dem man jemandem fürs Lesen geben kann, ist tatsächlich der, keinen Rat anzunehmen, dem eigenen Instinkt zu folgen, den eigenen Verstand zu gebrauchen und zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen.

Virginia Woolf

♥ ♥ ♥

Lesen ist ein großes Wunder. Was hast du vor dir, wenn du ein Buch aufschlägst? Kleine schwarze Zeilen auf hellem Grunde. Du siehst sie an, und sie verwandeln sich in klingende Worte, die erzählen, schildern, belehren.

Marie von Ebner-Eschenbach

*Verlagsseite*
Lesen ist wie eine Kunst. Ich habe achtzig Jahre dafür gebraucht und kann noch jetzt nicht sagen, dass ich am Ziel wäre.

Johann Wolfgang von Goethe

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Lesen ist tatsächlich ein Wunder. Wenn ich mir vorstelle, was unser Gehirn beim Leseprozess alles leistet und wie dabei sowohl der Verstand als auch das Gefühl und die Fantasie angesprochen werden, bin ich immer wieder fasziniert, tief beeindruckt – und dankbar.

Lesen ist einfach ein großartiges und bereicherndes Hobby. Eine Kunst, der ich mich gerne noch achtzig weitere Jahre widme.

Ich wünsche euch, dass ihr in der kommenden Woche zahlreiche wunderbare Lesestunden genießen könnt!

Beste bibliophile Grüße,

Tina
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Zitat zum Sonntag #59 aus: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

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In dem Roman „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joël Dicker versucht der (fiktive) Bestseller-Autor Marcus Goldman einen Mordfall aufzuklären. Sein ehemaliger Literaturprofessor und Mentor Harry Quebert soll angeblich ein junges Mädchen getötet haben. Doch Goldman glaubt fest an Harrys Unschuld. Nicht zuletzt, weil er eng mit ihm befreundet war und er Harry Quebert seinen Erfolg als Schriftsteller zu verdanken hat.

In der Geschichte wird – neben dem Kriminalfall – sehr anschaulich erzählt, wie Quebert seinen Mentee Marcus Goldman in der Tätigkeit als Autor unterstützt, anleitet, motiviert und korrigiert. Auch als LeserIn kann man von Queberts Tipps und Ratschlägen profitieren:

„In unserer Gesellschaft, Marcus, bewundert man die Menschen am meisten, die Brücken, Wolkenkratzer und Imperien bauen. Dabei sind die großartigsten und bewundernswertesten in Wirklichkeit diejenigen, die auf die Liebe bauen. Ein größeres und schwierigeres Unterfangen gibt es nämlich nicht.“

♥ ♥ ♥

„Lernen Sie Ihre Niederlagen zu lieben, Marcus. Denn an ihnen werden Sie wachsen. Es werden Ihre Niederlagen sein, die Ihre Siege so köstlich machen.“

Hörbuchcover Dicker - Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

*Verlagsseite*

♥ ♥ ♥

Ich lausche dem Roman gerade als Hörbuch, und trotz einiger Längen ist es ein Hörgenuss – dafür sorgt der Sprecher Torben Kessler, der die Geschichte gekonnt interpretiert und nuancenreich vorträgt. Dass neben dem Mord auch die Schriftstellerei thematisiert wird, empfinde ich als hochinteressant und abwechslungsreich. Wer ruhige und literarische Krimis mag, wird mit diesem (Hör-)Buch gut beraten sein.

Eine wunderschöne Woche euch allen – genießt den Sonnenschein!

Herzliche Grüße,

Tina
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Zitat zum Sonntag #57 aus: Der Kuss des Raben

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*ZITAT ZUM SONNTAG*

Vor einigen Wochen habe ich den Jugendroman „Der Kuss des Raben“ von Antje Babendererde gelesen – ein großartiges, mitreißendes und atmosphärisches Buch mit Tiefgang, das ich Liebhabern der Jugendliteratur auf jeden Fall ans Herz legen möchte.

Die Protagonistin Mila kommt aus der Slowakei als Gastschülerin nach Deutschland – in das thüringische Städtchen Moorstein. Mila gehört zu den Roma, fällt durch ihren fremdartigen Akzent auf und hat mit Vorurteilen und Feindseligkeiten zu kämpfen. Zuerst versucht die Sechszehnjährige, ihre Identität so gut es geht zu verbergen. Doch als im Unterricht das Thema „Vorurteile“ diskutiert wird, nimmt sie all ihren Mut zusammen und spricht offen und ehrlich über ihr Leben als Zigeunerin. Durch diese Offenheit erzeugt Mila mehr Verständnis bei ihren Mitschülern als erwartet. Und das ist es auch, was ihr wichtig ist – inmitten all der Vorurteile. Am Schluss der Unterrichtsstunde sagt sie:

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„Es gibt bei uns (Roma) ein Sprichwort, das ich besonders mag. Es heißt: ‚Man muss nicht lieben, man muss nicht hassen, man muss nur verstehen.’

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*Verlagsseite*

♥ ♥ ♥

Verständnis für Mitmenschen, für Randgruppen, für Fremde – das ist etwas, was unsere Gesellschaft bitter nötig hat. Verständnis bedeutet meines Erachtens, jemanden verstehen zu wollen, sich in seine Lage zu versetzen, die Dinge mit seinen Augen zu sehen. Ich mag dieses Zitat sehr und werde es mir für die kommende Woche – und darüber hinaus – hinter die Ohren schreiben. Und hoffentlich beherzigen.

Ich wünsche euch eine Woche voller Verständnis – für euch selber und für andere! Seid herzlich gegrüßt

Tina

PS: Auf *Lillis Buchseite* findet ihr eine ausführliche und gute Rezension zum Buch.

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Zitat zum Sonntag #55 aus: Die Wahrheit, wie Delly sie sieht

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*ZITAT ZUM SONNTAG*

In dem Hörbuch „Die Wahrheit, wie Delly sie sieht“ freundet sich die elfjährige Delly Pattison mit ihrer neuen Klassenkameradin Ferris Boyd an. Beide Mädchen sind anders als ihre Altersgenossinnen. Und obwohl sie nicht miteinander reden – Ferris spricht nicht -, verstehen sie sich auf Anhieb und fühlen sich eng miteinander verbunden. Auch Dellys kleiner Bruder RB findet in Ferris eine neue Freundin. Dass er aber zu seiner großen Schwester eine ganz besondere Beziehung hat, wird deutlich, als er zu Delly sagt:

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„Sie (Ferris) ist meine beste Freundin“, erklärte er. „Du aber bist mein Bestes überhaupt.“

Hörbuchcover Hannigan - Die Wahrheit, wie Delly sie sieht

*Verlagsseite*

Das gleichnamige Buch ist bei *Hanser* erschienen.

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Was für eine goldige Liebeserklärung eines kleinen Bruders an seine Schwester, oder?! Das Hörbuch wird für Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Ich konnte es auch als Erwachsene absolut genießen; nicht zuletzt wegen der liebenswerten und herzigen Charaktere. Besonders die Geschwister-Freundschaft zwischen Delly und ihrem kleinen Bruder fand ich wunderherrlich – um es mit Dellys Worten auszudrücken – und entzückend. Eine Geschichte voller Herzwärme und echter Freundschaft, an der man sich ein Beispiel nehmen kann.

Für die nächste Woche wünsche ich euch zahlreiche schöne Stunden mit euren Lieblingsmenschen – seien es eure besten Freunde oder euer Bestes überhaupt! Liebe Grüße

Tina