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*druck.frisch* Neuerscheinungen im März

Normalerweise wäre ich heute und in den vergangenen Tagen in Leipzig gewesen und hätte die Buchmesse besucht – zusammen mit vielen anderen Büchermenschen. Da dies aber in diesem Jahr nicht möglich war, habe ich mich umso intensiver mit den Frühjahrsprogrammen der Verlage beschäftigt und online die unzähligen Neuerscheinungen bestaunt, die im März veröffentlicht werden. Es sind ganz wunderbare Bücher dabei – und daher ist meine Liste mit den neuen Titeln auch ganz schön lang geworden. 😉 (Und meine Wunschliste ebenfalls …)

Es würde mich freuen, wenn ich euch mit diesem Beitrag anregen könnte, das ein oder andere Buch näher anzuschauen und vielleicht zu kaufen beziehungsweise zu lesen. Bitte denkt dabei – also beim Buchkauf – besonders an die kleinen, unabhängigen Buchhandlungen, die es in den nächsten Wochen aufgrund der aktuellen Corona-Situation ziemlich schwer haben werden. Die meisten Buchläden bieten mittlerweile einen Online-Service an, über den ihr euren Lesestoff bestellen und nach Hause liefern lassen könnt (falls ihr momentan lieber nicht rausgehen möchtet). 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch, dass ihr gesund und gelassen und – trotz allem – glücklich bleibt! Und: Nutzt diese Zeit zum Vorlesen und Selbstlesen!

Und jetzt erstmal viel Spaß beim Stöbern und Entdecken der neuen März-Bücher!

PS: Ein Klick auf die Buchcover führt euch zur jeweiligen Verlagsseite.

Debüt

„1000 Serpentinen Angst“ von Olivia Wenzel

ET 4. März 2020 // 21,00 EUR

Inhalt: Eine junge Frau besucht ein Theaterstück über die Wende und ist die einzige schwarze Zuschauerin im Publikum. Mit ihrem Freund sitzt sie an einem Badesee in Brandenburg und sieht vier Neonazis kommen. In New York erlebt sie den Wahlsieg Trumps in einem fremden Hotelzimmer. Wütend und leidenschaftlich schaut sie auf unsere sich rasant verändernde Zeit und erzählt dabei auch die Geschichte ihrer Familie: von ihrer Mutter, die Punkerin in der DDR war und nie die Freiheit hatte, von der sie geträumt hat. Von ihrer Großmutter, deren linientreues Leben ihr Wohlstand und Sicherheit brachte. Und von ihrem Zwillingsbruder, der mit siebzehn ums Leben kam. Herzergreifend, vielstimmig und mit Humor schreibt Olivia Wenzel über Herkunft und Verlust, über Lebensfreude und Einsamkeit und über die Rollen, die von der Gesellschaft einem zugewiesen werden. (Quelle: S. Fischer)

♥ ♥ ♥

„Brauch Blau“ von Julia Malik

ET 5. März 2020 // 22,00 EUR

Inhalt: Sie erwacht auf einem Hotelbett, sie ist unbekleidet. Ihre Erinnerungen sind im Nebel, dringen nur splitterhaft zu ihr durch. Eine Erkenntnis flutet wie eine heiße Welle ihr Bewusstsein: Sie hat zwei kleine Kinder! Wieso ist sie allein? Eines steht fest: Sie muss sie finden, und zwar schnell. Eine atemlose Suche beginnt. Sie rennt. Sie muss ihr Leben in den Griff und endlich diese Hauptrolle in der Oper bekommen. Alles steht auf dem Spiel: das Wohlergehen ihrer Kinder und ihr eigenes Selbstverständnis als Karrierefrau und Mutter, die verzweifelt versucht, sich gegen die Selbstaufopferung zur Wehr zu setzen, die ihr der Alltag als Alleinerziehende abverlangt. Sie hat es endgültig satt, allen immer nur zu gefallen. In Brauch Blau sieht eine Mutter rot. Es ist die Geschichte einer Frau, die kämpft: gegen ihre gesellschaftliche Rolle, die ihr den Atem abschnürt, gegen den Vater ihrer Kinder, der sie nicht nur verlassen hat, sondern der ihre Grenzen übertritt, gegen die Fremdbestimmtheit und nicht zuletzt gegen sich selbst. (Quelle: Frankfurter Verlagsanstalt)

♥ ♥ ♥

„Meine Schwester, die Serienmörderin“ von Oyinkan Braithwaite

ET 10. März 2020 // 20,00 EUR

Inhalt: Zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Ayoola ist das Lieblingskind, unglaublich schön — und sie hat die Angewohnheit, ihre Männer umzubringen.
Korede ist eher praktisch veranlagt und dafür zuständig hinter ihrer Schwester aufzuräumen: die Krankenschwester kennt die besten Tricks, um Blut zu entfernen, und ihr Kofferraum ist groß genug für eine Leiche. Dann verknallt sich natürlich auch Tade, der hübsche Arzt aus dem Krankenhaus, in Ayoola, der doch eigentlich für Korede bestimmt ist. Jetzt muss die sich fragen, wie gefährlich ihr Schwester wirklich ist — und wen sie hier eigentlich vor wem beschützt. Dieser euphorisch gefeierte Roman ist so beiläufig feministisch wie abgründig, er ist „fiebrig heiß“ (Paula Hawkins) und verdammt cool zugleich. (Quelle: Blumenbar)

♥ ♥ ♥

„Die Detektive vom Bhoot-Basar“ von Deepa Anappara

ET 10. März 2020 // 24,00 EUR

Inhalt: Detektivarbeit ist kein Kinderspiel. Der neunjährige Jai schaut zu viele Polizei-Dokus, denkt, er sei klüger als seine Freundin Pari (obwohl sie immer die besten Noten bekommt) und hält sich für einen besseren Anführer als Faiz (obwohl Faiz derjenige mit zwei älteren Brüdern und einem echten Job ist). Als ein Junge aus ihrer Klasse verschwindet, beschließt Jai, sein Fernsehwissen zu nutzen, um ihn zu finden. Mit Pari und Faiz an seiner Seite wagt er sich in den verwinkelten Bhoot-Basar und dann weiter hinaus in die verbotenen Viertel der Stadt. Doch mehr und mehr Kinder verschwinden, und die Dinge in der Nachbarschaft werden kompliziert …
„Die Detektive vom Bhoot-Basar“ erzählt von den Farben und Widersprüchen des heutigen Indien, von sozialen und religiösen Spannungen, Korruption und Ungerechtigkeit, vor allem aber von der unbesiegbaren Vitalität dreier Kinder, von deren Wagemut, Unschuld und überbordender Phantasie.
Ein literarisches Debüt von besonderer emotionaler Tiefe, schon vor dem Erscheinen viele Male ausgezeichnet und bislang in 16 Sprachen übersetzt. Deepa Anappara bringt einen wahren Kriminalfall und eine mitreißende Coming-of-Age-Story zusammen mit der Magie einer großen Erzählung. Ein seltenes Glück. (Quelle: Rowohlt) Weiterlesen

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*druck.frisch* Neuerscheinungen im Februar

In den Frühjahrsvorschauen der Verlage wimmelt es schon wieder von vielversprechenden neuen Büchern. Ich habe ein paar – beziehungsweise ziemlich viele 😉 – Titel rausgesucht, die ich euch heute vorstellen möchte. Vielleicht entdeckt ihr ja ein neues Buch, das euch anspricht. Das würde mich freuen. 🙂

Noch ein Hinweis: Auf Neuerscheinungen von kanadischen Autorinnen und Autoren werde ich ab jetzt immer extra hinweisen – mit dem Vermerk „Kanadische Literatur“. Kanada wird nämlich Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse sein. Und es könnte ja sein, dass sich jemand gern lesenderweise mit diesem wunderschönen Land auseinandersetzen möchte (so wie ich). 🙂

Nun wünsche ich euch viel Freude beim Stöbern und natürlich beim Lesen!

PS: Ein Klick auf die Buchcover führt euch zur jeweiligen Verlagsseite.

Debüt

„Dahinter das offene Meer“ von Ben Smith

ET 17. Februar 2020 // 20,00 EUR

Inhalt: Der Junge und der alte Mann leben auf einer Plattform in der Nordsee, inmitten eines riesigen Windparks, der langsam verfällt. Es gibt kein Stück Horizont ohne Windräder, doch der Park läuft nur noch mit neunundfünfzig Prozent Leistung, manchmal mehr, manchmal weniger. Öl und Schmierfett lecken aus den Rädern, die von Rost überzogen sind, manche neigen sich leicht zur Seite, die Fundamente zerfallen. Der Junge und der alte Mann sollen mit ihrem Wartungsboot den Park instand halten. Aber mit den ihnen zur Verfügung stehenden Werkzeugen und Ersatzteilen können sie immer nur notdürftige Reparaturen vornehmen. Übersetzungsräder austauschen, Risse schweißen, Kabel neu verlegen. Alle drei Monate bringt ein Versorgungsschiff neue Ersatzteile, meist jedoch nicht … Der Junge wurde von der »Firma« auf die Plattform geschickt, um den Platz seines Vaters einzunehmen, der einst spurlos verschwunden ist. Der alte Mann hüllt sich darüber in Schweigen. Als der Junge durch Zufall ein zweites Wartungsboot findet, zusammen mit einer Karte vom Festland, beginnt er seine Flucht zu planen. Zwischen dem Jungen und dem alten Mann beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel. (Quelle: Liebeskind)

♥ ♥ ♥

„Je tiefer das Wasser“ von Katya Apekina

Je tiefer das Wasser

ET 17. Februar 2020 // 24,00 EUR

Inhalt: Edie und Mae sind Schwestern. Die Mutter der beiden hat versucht sich umzubringen, und nun werden sie weggeschafft, aus ihrem Heimatkaff in Louisiana nach New York, aus der Obhut einer labilen Fantastin zum weltberühmten Schriftstellervater, der die Familie vor Jahren verließ. Für Edie bedeutet die neue Umgebung einen unverzeihlichen Verrat, für Mae die langersehnte Möglichkeit der Befreiung. Schnell kommt es zum Bruch. Während die eine einen verzweifelten Rettungsversuch unternimmt, lässt sich die andere ein auf die Zuneigung des Vaters und die Bitte, ihm beim Schreiben seines neuen Romans über die Mutter zu helfen. Alle sind sie getrieben von einer Obsession: Verstehen, was zwischen ihnen, was tief in ihnen vor sich geht.
Ein Roman über das Schicksal zweier Schwestern und die Kräfte, die in einer Familie wirken. Über das, was in unserem Inneren tobt, und die Wirklichkeit. Und wie zwischen beidem vermittelt wird, durch Sprache, Liebe, Kunst … Von der Suche nach der Grenze zwischen zwei Menschen ist Katya Apekina zurückgekehrt: mit einem Roman, der Grenzen verwischt. (Quelle: Suhrkamp)

♥ ♥ ♥

„Taubenleben“ von Paulina Czienskowski

ET 18. Februar 2020 // 20,00 EUR

Inhalt: Als Lois nach einem One-Night-Stand auf das Ergebnis eines Bluttests wartet, entgleitet ihr ein Leben, das plötzlich nicht mehr tragfähig erscheint: Sie rüttelt an ihren Festen, hinterfragt bestehende Strukturen, zweifelt und sucht die Auseinandersetzung mit der abweisenden Mutter, die über den frühen Tod des Vaters nie hat sprechen wollen. Zwischen Zartgefühl und Ekstase, Handeln und Denken, Einsamkeit und Nähe erzählt Paulina Czienskowski von einer Protagonistin, die mit unsicherem Gang und großer Sensibilität nach dem eigenen Lebensweg sucht. (Quelle: Blumenbar)

♥ ♥ ♥

„Koskas und die Wirren der Liebe“ von Olivier Guez

ET 18. Februar 2020 // 22,00 EUR

Inhalt: Jacques Koskas hockt in der französischen Provinz, träumt von wilden Liebschaften und einer Karriere als Journalist. Doch der Mittdreißiger wird von den Erwartungen seiner sephardisch-jüdischen Familie gequält. Irgendwann hält es Koskas nicht mehr aus und steigt in den nächsten Zug nach Berlin. Dort lernt er Barbara kennen. Durch Berlins Straßen und Kneipen weht die Aufbruchstimmung der Nullerjahre und Koskas glaubt endlich zu wissen, wo er hingehört. Bestsellerautor Olivier Guez nimmt uns mit auf eine humorvolle, philosophische Reise in seine Vergangenheit. „Koskas und die Wirren der Liebe“ ist sein Debüt, aber vor allem sein persönlichstes Buch! (Quelle: Aufbau)


Erzählende Literatur

„Ach, Virginia“ von Michael Kumpfmüller

ET 13. Februar 2020 // 22,00 EUR

Inhalt: Was vom Leben übrig blieb – ein großer Roman über Virginia Woolf.
Wie kaum eine Frau ihrer Zeit steht Virginia Woolf für das Ringen um Eigenständigkeit, um Raum für sich, um eine unverkennbare Stimme. Ihr Leben war überreich an allem – auch an Düsternissen. Michael Kumpfmüller hat einen sprachmächtigen, kühnen Roman über die letzten zehn Tage ihres Lebens geschrieben. Im März 1941 gerät die berühmte Schriftstellerin in ihre letzte große Krise: Sie hat soeben ein neues Buch beendet, über das kleine Cottage im Süden Englands, das sie mit ihrem Mann Leonard bewohnt, fliegen deutsche Bomber. Sie führt das Leben einer Gefangenen, die nicht weiß, wie und wohin sie ausbrechen soll – und am Ende entscheidet sie sich für den Fluss. Diese letzten Tage Virginia Woolfs beschwört Michael Kumpfmüller in seinem neuen Roman eindrücklich herauf. Er zeichnet das Bild einer Person, die in Auflösung begriffen scheint und sich auf die Reise in den Innenraum macht, der eine Welt voller Schrecken und eben auch Wunder ist. »Ach, Virginia« ist ein literarisches Porträt auf kleinstem Raum, aber es ist noch mehr – ein leidenschaftliches Plädoyer für das Leben, ein Versuch der Annäherung, an dessen Ende die Erkenntnis steht, dass man nicht alles billigen muss, was man nachvollziehen kann. (Quelle: KiWi)

♥ ♥ ♥

„Der zerrissene Brief“ von Hanns Zischler

ET 13. Februar 2020 // 20,00 EUR

Inhalt: Von Weltreisen und verschollenen Erinnerungen.
Vom Aufbruch aus einem fränkischen Dorf nach New York.
Von einer unwahrscheinlichen Liebesgeschichte und der Kalkulierbarkeit des Glücks:
Der erste Roman von Hanns Zischler, dem Meister einer so schnörkellosen wie schwebenden Prosa.
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*druck.frisch* Neuerscheinungen im Januar

Das neue Jahr oder vielmehr die neue Dekade steht schon in den Startlöchern und möchte begrüßt und gefeiert werden. Ich freue mich auf das Jahr 2020 – auf alles, was es bringen wird. Auch wenn ich noch nicht weiß, was die nächsten Monate im Detail für euch und mich bereithalten, kann ich doch mit Sicherheit sagen: Tolle neue Bücher sind auf jeden Fall dabei!

In diesem Beitrag findet ihr eine Auswahl der Januar-Neuerscheinungen. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf der Kinder- und Jugendliteratur, da einige Verlage ihr Frühjahrsprogramm bereits am Jahresanfang veröffentlichen. So erscheinen im Januar wunderbare Bücher von Gerstenberg, Kunstanstifter, Magellan und Tulipan.

Außerdem: Es gibt auch wieder ein Buch aus meiner Feder. „Wirbel um die Villa am Meer“ heißt es und ist der Auftakt der Kinder-Krimi-Reihe „Die Strandspürnasen“. Darüber und darauf freue ich mich natürlich besonders. 🙂

Und nun wünsche ich euch viel Freude beim Stöbern und Entdecken, einen wunderschönen Silvesterabend und einen rundum guten Start ins neue Jahr!

Feiert schön, lasst es euch gut gehen und vergesst das Lesen nicht! 🙂

Debüt

„Fehlstart“ von Marion Messina

ET 27. Januar 2020 // 18,00 EUR

Inhalt: Als ihre erste Liebe scheitert, zieht die neunzehnjährige Aurélie von Grenoble nach Paris. Dort will sie endlich in vollen Zügen leben und mit ihrem Jurastudium die provinziellen Arbeiterbiographien ihrer Eltern hinter sich lassen. Aber in Paris reicht es gerade mal für einen Job als Empfangsdame, der Wohnungsmarkt entpuppt sich als anarchische Zone und die Liebe ist eine Farce zwischen freundlichen Arrangements und Pornographie. Doch dann setzt Aurélie alles auf Anfang. Voll Zorn, Klarsicht und gnadenloser Ironie blickt Marion Messina auf das Leben einer jungen Frau und ins Innerste einer neuen verlorenen Generation. (Quelle: Hanser)

♥ ♥ ♥

„Vom Land“ von Dominik Barta

ET 27. Januar 2020 // 18,00 EUR

Inhalt: Dass Theresa, um die sechzig und Bäuerin, sich plötzlich krank fühlt, bringt alle Gewissheiten ins Wanken. Die erwachsenen Kinder müssen anreisen, von wo auch immer es sie hin verschlagen hat, um endlich wieder miteinander zu reden. Theresas Mann muss lernen Hilfe und Gefühle zu akzeptieren. Und selbst der zwölfjährige Daniel muss seinem verbohrten Onkel Max entschlossen entgegentreten, um seinen einzigen wirklichen Freund zu schützen. Theresa aber schweigt, findet keine Worte, keinen Weg.
Mit großer Präzision und archaischer Kraft und Empathie erzählt Dominik Barta in seinem Debütroman von den Menschen und den Umständen. Er schreibt eine große Tradition der österreichischen Literatur fort und geht dorthin, wo die Provinz heute politisch ist. (Quelle: Zsolnay)


Erzählende Literatur

„Violet“ von Tracy Chevalier

ET 4. Januar 2020 // 16,00 EUR

Inhalt: England, dreißiger Jahre. Die Abende, an denen Violet mit einer Gruppe ungewöhnlicher Frauen wunderschöne Stickereien für die Kathedrale in Winchester anfertigt, sind der Aufbruch in eine neue Welt. Sie zeigen Violet, dass sie mit ihrem Auszug aus dem mütterlichen Zuhause die richtige Entscheidung getroffen hat. Schnell lernt und schätzt sie die Kunst des Stickens und lässt sich von Arthur in die des Läutens der Kirchturmglocken einweihen. Violet gewinnt durch das starke Band der Freundschaft zwischen den Frauen und die wachsende Nähe zu Arthur an Lebensmut und überwindet die Lebenskrise infolge des Ersten Weltkriegs. Und die Kirchturmglocken könnten wahrhaftig ihr neues Leben in Winchester einläuten…

Chevaliers neuer Roman ist episch, warmherzig und lebendig – eine Hommage an die weibliche Kunstfertigkeit und ein Buch darüber, wie Schönheit auch ein bescheidenes Leben erfüllen kann. (Quelle: Atlantik)

♥ ♥ ♥

„Der Freund“ von Sigrid Nunez

ET 21. Januar 2020 // 20,00 EUR

Inhalt: Eine Frau, die um ihren Freund trauert, ein riesiger Hund – und die berührende Geschichte ihres gemeinsamen Wegs zurück ins Leben
Als die Ich-Erzählerin, eine in New York City lebende Schriftstellerin, ihren besten Freund verliert, bekommt sie überraschend dessen Hund vermacht. Apollo ist eine riesige Dogge, die achtzig Kilo wiegt. Ihr Apartment ist eigentlich viel zu klein für ihn, außerdem sind Hunde in ihrem Mietshaus nicht erlaubt. Aber irgendwie kann sie nicht Nein sagen und nimmt Apollo bei sich auf, der wie sie in tiefer Trauer ist. Stück für Stück finden die beiden gemeinsam zurück ins Leben. Ein Roman über Liebe, Freundschaft und die Kraft des Erzählens — und die tröstliche Verbindung zwischen Mensch und Hund. (Quelle: Aufbau)

♥ ♥ ♥

„Eine fast perfekte Welt“ von Milena Agus

ET 24. Januar 2020 // 20,00 EUR

Inhalt: Wie wird man glücklich in einer Welt, die nicht perfekt ist?

Als Ester noch in Genua lebte, sehnte sie sich nach Sardinien zurück. Nach der wilden, steinigen Landschaft und dem ursprünglichen Leben im Dorf. Nun ist sie zurück in ihrer Heimat, doch die Sehnsucht ist geblieben. Ihrer Tochter Felicita soll es da besser ergehen – und tatsächlich findet sie ihr Glück. Im bunten Hafenviertel von Cagliari fertigt sie Schmuck aus Weggeworfenen und zieht ihren Sohn Gregorio groß – dem das Leben seiner Mutter bald zu eng wird.

Poetisch und berührend erzählt Milena Agus von drei Generationen einer sardischen Familie und davon, dass wir alle Voraussetzungen für ein erfülltes Leben in uns tragen. (Quelle: dtv)

♥ ♥ ♥

„Picknick im Dunkeln“ von Markus Orths

ET 27. Januar 2020 // 22,00 EUR

Inhalt: Treffen sich Stan Laurel und Thomas von Aquin im Dunkeln … Weiterlesen

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*druck.frisch* Neuerscheinungen im September

 

Wie gut, dass es abends jetzt wieder früher dunkler wird. So hat man wieder mehr Zeit, sich mit einem guten Buch auf die Couch zu kuscheln. Oder man nimmt sich einfach mehr Zeit zum Lesen. Jedenfalls geht mir das so. Meine Freude an Literatur und am Lesen steigert sich mit jedem Monat der zweiten Jahreshälfte. Und daher freue ich mich auch besonders auf die vielen Neuerscheinungen im September. Zum Beispiel auf Margaret Atwoods neues Werk „Die Zeuginnen“, „Laufen“ von Isabel Bogdan und das Jugendbuch „Schneetänzer“ von Antje Babendererde.

Welches Buch möchtet ihr in diesem Monat unbedingt lesen?

Vielleicht entdeckt ihr ja einen schönen Titel in meiner Auswahl – viel Spaß beim Stöbern!

Debüt

„Die sieben oder acht Leben der Stella Fortuna“ von Juliet Grames

ET 2. September 2019 // 22,99 EUR

Inhalt: Für Stella Fortuna war der Tod schon immer ein Teil ihres Lebens. Ihre Kindheit ist geprägt von merkwürdigen Unfällen – Momenten, in denen alltägliche Situationen wie das Kochen von Auberginen oder das Füttern der Schweine beinahe tödliche Folgen haben. Sogar Stellas eigene Mutter ist überzeugt davon, dass ihre Tochter verflucht ist.
In ihrem ärmlichen Dorf in Kalabrien gilt Stella als seltsam: ebenso schön und klug wie frech und abweisend. Ihre innere Kraft nützt sie vor allem, um ihre kleine Schwester Tina vor den Härten des Lebens zu schützen. Doch immer wieder provoziert Stella auch den Zorn ihres Vaters Antonio, eines Mannes, der von Frauen Unterwürfigkeit verlangt, und dessen größtes Geschenk an seine Familie seine Abwesenheit ist.
Als die Fortunas vor dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika auswandern, hofft Stella auf eine neue Freiheit – und muss erfahren, dass ihre Familie, und allen voran ihre Schwester Tina, ihr eines um jeden Preis verweigern wird: ihre Unabhängigkeit.
Im heutigen Amerika erzählt Stellas Enkelin die bewegende Geschichte ihrer Großmutter, die Geschichte eines Lebens zwischen Italien und den USA und den Kämpfen innerhalb einer Familie, die so alt sind wie die Zeit selbst.                  (Quelle: Droemer)

♥ ♥ ♥

„Der größte Spaß, den wir je hatten“ von Claire Lombardo

ET 20. September 2019 // 25,00 EUR

Inhalt: Wie hält man das Glück der eigenen Eltern aus?

Vierzig glückliche Ehejahre: Für die vier erwachsenen Sorenson-Schwestern sind ihre Eltern ein nahezu unerreichbares Vorbild – und eine ständige Provokation! Wendy, früh verwitwet, tröstet sich mit Alkohol und jungen Männern. Violet mutiert von der Prozessanwältin zur Vollzeitmutter. Liza, eine der jüngsten Professorinnen des Landes, bekommt ein Kind, von dem sie nicht weiß, ob sie es will. Und Grace, das Nesthäkchen, bei dem alle Rat suchen, lebt eine Lüge, die niemand ahnt. Was die vier ungleichen Schwestern vereint, ist die Angst, niemals so glücklich zu werden wie die eigenen Eltern. Dann platzt Jonah in ihre Mitte, vor fünfzehn Jahren von Violet zur Adoption freigegeben. Und Glück ist auf einmal das geringste Problem. (Quelle: dtv)

♥ ♥ ♥

„Die Altruisten“ von Andrew Ridker

ET 23. September 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: Überraschend, lebensklug und mit feinem Humor erzählt – die Geschichte einer Familie, die die unsere sein könnte
Das erste Familientreffen nach zwei Jahren Funkstille. Maggie und Ethan haben nach dem Krebstod der Mutter den Kontakt zum Vater abgebrochen. Doch jetzt steht Arthur Alter vor dem finanziellen Aus, und ihm wird schlagartig klar: Er ist auf die Hilfe seiner Kinder angewiesen. Unter dem Vorwand, sich mit ihnen versöhnen zu wollen, lädt er sie ein. Der eigentliche Grund: die Geschwister zu überreden, ihm das Erbe zu überlassen, damit er das Haus, das voller Erinnerungen an das glückliche Familienleben steckt, vor der Bank retten kann. Jeder in seiner eigenen Welt voller Sorgen und Hoffnungen gefangen, treffen sich die drei an einem Wochenende. Schnell stürzt die erzwungen freundliche Fassade in sich zusammen …
Kühn, klug, komisch – Andrew Ridker ist mit seinem genial konstruierten Erstling ein großer Wurf gelungen. »Die Altruisten« ist eine mit feiner Ironie erzählte Familiengeschichte über den Konflikt zwischen Babyboomern und Millennials, über die Kraft von familiären Banden, über Glaube und Vernunft, Privilegien und Politik – und über die Frage, was es kostet, ein guter Mensch zu sein. (Quelle: Penguin) Weiterlesen