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*indiebooks* Aktuelle Titel aus Indie-Verlagen / Frühjahr 2019

In wenigen Tagen ist Indiebookday. Am Samstag, den 30. März 2019, um genau zu sein. An diesem Tag sind alle buchbegeisterten Menschen aufgefordert, eine Buchhandlung aufzusuchen und dort mindestens einen Titel zu erwerben, der von einem Indie-Verlag veröffentlich wurde.

Auf diese Weise möchten wir sowohl die unabhängigen – kleineren – Verlage als auch den Buchhandel unterstützen und die leider schwindenden Umsätze ein wenig ankurbeln.

Um euch die Auswahl an interessanten und lesenswerten Indie-Büchern zu erleichtern, habe ich in etlichen Verlagsvorschauen gestöbert und einige literarische Schätzchen „herausgefischt“.

Für welche Titel Noah und ich uns entschieden haben, verraten wir heute noch nicht – die stellen wir euch am Wochenende vor!


Debütroman

„Wallace“ von Anselm Oelze

Inhalt: Frühjahr 1858: Ein Brief verlässt eine kleine Insel in den Molukken. Sein Ziel ist Südengland, sein Inhalt: ein Aufsatz über den Ursprung der Arten. Kaum ein Jahr später sorgt die Schrift für Aufsehen und wird bekannt als Theorie der Evolution. Doch nicht der Verfasser des Briefes, der Artensammler Alfred Russel Wallace, erntet den Ruhm dafür, sondern sein Empfänger, der Naturforscher Charles Darwin. Von Wallace bleibt lediglich eine nach ihm benannte Trennlinie der Arten im Malaiischen Archipel.
Einhundertfünfzig Jahre später stößt der Museumsnachtwächter Albrecht Bromberg auf das Schicksal des vergessenen Wallace. Er begibt sich auf seine Spuren und je länger er mit Wallace unterwegs ist, desto mehr zweifelt Bromberg an, ob alles so bleiben muss, wie es ist. Er fasst einen Plan, der endlich denjenigen ins Licht rücken soll, der bisher im Dunkeln war, und erkennt: Geschichte wird nicht gemacht, sondern geschrieben.
Mit seinem Debüt ist Anselm Oelze ein philosophischer Abenteuerroman gelungen, ein literarisches Denkmal für die Außenseiter des Lebens und der Geschichte. (Quelle:  Schöffling & Co.)

ET: 5. Februar 2019 // 22,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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„Gelenke des Lichts“ von Emanuel Maeß

Inhalt: Seit er Angelika bei einem dionysischen Neptunfest über den Strand tanzen sah, bedrängen ihren aufgewühlten Bewunderer völlig ungeahnte Regungen. Nicht nur wirkt sich die Begegnung bewusstseinserweiternd auf seine Wahrnehmung aus, ihn erfasst darüber hinaus ein schwerwiegendes und allumfassendes Verlangen nach Wahrheit, Schönheit und Selbsterkenntnis, das weder das elterliche Pfarrhaus noch die zeitgenössischen Bildungsinstitutionen stillen können. Seine Suche führt aus der Mitte der Welt, Urspring an der Werra, einer tief in der Vergangenheit liegengebliebenen Provinzidylle im Schatten des Eisernen Vorhangs, in Brückenorte des Wissens und Weltstädte der Weisheit. Götter, Geister und Dämonen melden sich zu Wort, als der postmoderne Studienbetrieb entscheidende Fragen offenlässt. Kommen sie zu spät? Am Ende bleiben nur die Liebe, der Sprung und die Gelenke des Lichts.
Emanuel Maeß hat einen sprachmächtigen Roman geschrieben, der in seiner spielerischen Leichtigkeit und Tiefe in der neuen Literatur seinesgleichen sucht.  (Quelle: Wallstein)

ET: 18. Februar 2019 // 20,00 EUR // ⇒ Verlagsseite

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Zitat zum Sonntag #90 aus: „Die englische Freundin“ von Tracy Chevalier

 

book and pen

Vor einigen Wochen habe ich den Roman „Die englische Freundin“ von Tracy Chevalier gelesen. Die Autorin ist vielen wahrscheinlich bekannt durch ihr erfolgreichstes Werk „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“, in dem sie von der Beziehung des niederländischen Barock-Künstlers Johannes Vermeer zu seiner Dienstmagd erzählt.

Auch bei dem Titel „Die englische Freundin“ handelt es sich um einen historischen Roman – allerdings sind Schauplatz, Epoche und Thematik hier ganz andere: Die junge Quäkerin Honor Bright verlässt Mitte des 19. Jahrhunderts ihre britische Heimat, um in Amerika einen Neuanfang zu wagen. Doch schon zu Beginn ihres neuen Lebens muss sie einen harten Schicksalsschlag verkraften und tut sich außerdem mit der amerikanischen Lebensweise sowie den politischen Ansichten bezüglich der Sklavenfrage äußerst schwer. Weiterlesen

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*Auslosung* Die Gewinnerin von „Mamaglück“

In der vergangenen Woche konnten sich Mamas für eine Portion Mamaglück bewerben – es gab mein erstes Buch „Mamaglück – Kleine Schätze im Alltagstrubel“ zu gewinnen.

Heute möchte ich nun endlich die Gewinnerin bekanntgeben. Weiterlesen

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*Buchverlosung* Eine Portion Mamaglück zu gewinnen!

Im Glück

Ziemlich genau vor zwei Jahren – am 13. März 2017 – ist mein erstes Buch erschienen: „Mamaglück – Kleine Schätze im Alltagstrubel“. Mein Buchbaby sozusagen. Passend zum Titel befand ich mich mitten im literarischen Mamaglück, war ein bisschen sprachlos, ziemlich stolz und sehr aufgeregt. Der Moment, das erste eigene Buch in den Händen zu halten, es von allen Seiten anzuschauen und darin zu blättern, war etwas ganz Besonderes. Ein unvergesslicher Moment. Ein lang gehegtes Träumchen, das sich in Wirklichkeit verwandelt hatte.

Wert. Geschätzt.

Geschrieben habe ich diese kleine Lektüre aber nicht nur, um einen persönlichen Traum zu verwirklichen oder um mich Autorin nennen zu können. Geschrieben habe ich „Mamaglück“, um all das wertzuschätzen, was wir Mamas Tag für Tag vollbringen, leisten, erkämpfen, erreichen – einfach tun. Da ist unser alltägliches Engagement, die uneingeschränkte Liebe zu unseren Kindern; da sind die Aufgaben und die Hingaben, die Nerven, die wir lassen und manchmal verlieren. Da ist die mütterliche Verantwortung, die oft Lust und Last zugleich ist, genauso wie die stürmische Zuneigung, die klebrigen Küsse und die Kuscheleinheiten, die wir von unseren kleinen Schätzen (zurück-)bekommen.

All das habe ich versucht, im Buch anzusprechen und anzuerkennen – in Form von Texten und Impulsen, Geschichten und Gedichten, die teils aus meiner Feder, teils aus der anderer Autorinnen stammen.

♥ ♥ ♥

Liebe Mamas!

Liebe Mamas, heute verlose ich eine buchige Portion Mamaglück! Weiterlesen

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*druck.frisch* Neuerscheinungen im März

 

Wieder einmal ein bisschen verspätet möchte ich euch heute meine Auswahl der MÄRZ-Neuerscheinungen vorstellen. Die Liste ist erneut ziiieeemlich lang geworden – es gibt einfach zu viele wunderbare neue Bücher … 😉 Von daher fände ich es prima, wenn der ein oder andere Titel darunter wäre, der euch anspricht und den ihr gern lesen würdet.

Ich freue mich besonders auf Vea Kaisers „Rückwärtswalzer“, auf „Niemals ohne sie“ von der großartigen Jocelyne Saucier, „Aller Anfang“ von J. Courtney Sullivan und auf „Dunkles Gold“, das letzte Werk der kürzlich verstorbenen Autorin Mirjam Pressler.

Nun aber viel Spaß beim Stöbern und Entdecken! 🙂

PS: Ein Klick auf das Cover bringt euch zur jeweiligen Verlagsseite.

♥ ♥ ♥

Debütroman

„Wenn man den Himmel umdreht, ist er ein Meer“ von Tabea Hertzog

Wenn man den Himmel umdreht, ist er ein Meer

erscheint am 1. März 2019 // 20,00 EUR

Inhalt: Eine junge Frau erhält kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag eine Diagnose, die alles verändert: Chronische Niereninsuffizienz. Alle Zukunftspläne sind plötzlich hinfällig. Dann verschlechtern sich die Nierenwerte, sodass sie dreimal pro Woche zur Dialyse muss. Bald wird klar: Ein neues Organ muss her. Krankheit und Spendersuche werfen sie auf ihre Familie und Vergangenheit zurück. Bei der Mutter aufgewachsen hat sie zum Vater erst seit Kurzem vorsichtigen Kontakt. Im Krankenhaus treffen alle erstmals wieder aufeinander. Während die Mutter sich entzieht, ist der Vater sofort zur Spende bereit. – Tabea Hertzogs eigene, wahre Geschichte, ihre Beobachtungen aus der Welt der Kranken und der der Gesunden sind voller Empathie und Tragik, Lakonie und Humor und fügen sich zu einem ganz besonderen literarischen Debüt. (Quelle: Berlinverlag)

♥ ♥ ♥

„Lubotschka“ von Luba Goldberg-Kuznetsova

erscheint am 15. März 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: Sankt Petersburg zu Beginn der Nullerjahre, mehr Jahrtausendwende geht nicht: mit einem Auge schielt die Stadt in die mondäne zaristische Vergangenheit, mit dem anderen ins turbokapitalisierte Europa und Amerika. Immer neue Designerboutiquen eröffnen auf dem Newski Prospekt, während die Märkte von chinesischen Billigkopien geflutet werden.
Auch Lubotschka steht an einem Wendepunkt: sie macht ihren Schulabschluss, sie wird 18 – und sie wird die geliebte Stadt mit ihrer Mutter gen Deutschland verlassen müssen. Aber nicht, ohne vorher ihr zartes Leben im großen Stil vor der anmutigen Stadtkulisse von Newa und Fontanka zu verschwenden.
»Lubotschka« ist ein Roman über das Abschweifen, die Jugend und die Heimat, erzählt in einem unnachahmlichen Sound zwischen Tradition und Moderne. (Quelle: Aufbau)

♥ ♥ ♥

„Warum die Vögel sterben“ von Victor Pouchet

erscheint am 19. März 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: In der Normandie regnet es tote Vögel vom Himmel, doch in Paris nimmt man kaum Notiz davon. Nur ein promotionsmüder Student will unbedingt erfahren, was sich da – unter anderem in seinem Heimatort – ereignet hat. Er versucht allerdings ausgerechnet auf einem Vergnügungsdampfer dorthin zu gelangen. Als (weitaus) jüngster Passagier auf der Seine Princess verliebt und schlägt er sich auf diesem ›trunkenen Schiff‹ mit einem Matrosen um die Herzdame … Aber ist seine Reise nicht vor allem ein Versuch, die Familie wiederzufinden und ein wenig Ordnung in seine Notizen und sein Leben bringen? (Quelle: Berlinverlag)

♥ ♥ ♥

„Das Leben ist eins der Härtesten“ von Giulia Becker

erscheint am 26. März 2019 // 20,00 EUR

Inhalt: Giulia Becker, Autorin vom Neo Magazin Royale, erzählt in ihrem Debütroman eine grandiose Geschichte voller Wärme und Humor, mit wunderbar wundersamen Charakteren. Silke Möhlenstedt hat die Notbremse gezogen. Vor 27 Jahren. Also, wirklich eine Notbremse, im Zug. Die Folgen: Scheidung, Jobverlust, finanzieller Schaden, zwei ausgeschlagene Schneidezähne beim Zugführer Rudi Paschkens.
Einen Teil der Schadenersatzforderungen konnte sie sich in Sozialstunden umwandeln lassen, die Silke noch bis heute bei der Bahnhofsmission ableistet. Ihr Leben besteht seither zum größten Teil aus dem Leben anderer Leute: ihre freizügige Freundin Renate, Heiratsschwindlerin in dritter Generation, ihr heimlicher Verehrer und Taubenzüchter Willy-Martin, die greise Nachbarin Frau Goebel, deren letzter Wunsch es ist, zum ostdeutschen Paradies «Tropical Islands» zu reisen, der obdachlose Zippo, der ohne Krankenversicherung gegen den Prostatakrebs kämpft. Als dann auch noch ihr verbitterter Ex-Mann versucht, sich wieder in Silkes Leben zu drängen, platzt ihr der Kragen.             (Quelle: Rowohlt)


Erzählende Literatur

„Sommer bei Gesomina“ von Florian Beckerhoff

Sommer bei Gesominaerscheint am 1. März 2019 // 16,99 EUR

Inhalt: In der Straße mit dem kleinen Supermarkt von Herrn Dong, dem Frisör Ergün, der fast immer geschlossenen Bar Centrale, der Weinhandlung und dem Geschäft für tasmanische Stiefel geht jeder seiner eigenen Wege. Von der italienischen Nonna Gesomina mit den köstlichsten Gerichten bekocht, verbringt der zwölfjährige Jona hier seine Sommerferien und lernt eine neue, freiere Welt kennen. Bis er von der tragischen Vergangenheit seiner Gastgeberin erfährt, die bis nach Mogadischu führt. Wurde sie dort vor fünfzig Jahren wirklich von ihrem Sohn getrennt? Jona will ihr helfen, ihn wiederzufinden, aber dafür muss er erst die Bewohner der Straße verbinden: Denn eine gemeinsame Hoffnung wirkt stärker als jeder Verlust.                       (Quelle: HarperCollins)

♥ ♥ ♥

„Für eine kurze Zeit waren wir glücklich“ von William Kent Krueger

Für eine kurze Zeit waren wir glücklich

erscheint am 1. März 2019 // 22,00 EUR

Inhalt: Im Sommer des Jahres 1961 kommt der Tod in vielen Formen nach New Bremen. Als Unfall. Als Selbstmord. Und als Mord. Zusammen mit seinem kleinen Bruder Jake scheint der dreizehnjährige Frank immer am falschen Ort zu sein – oder am richtigen, schließlich liefert eine Leiche auch Stoff für gute Geschichten. Bis das Sterben auch Franks Familie heimsucht. Plötzlich tut sich vor den Brüdern die ganze Welt der Erwachsenen auf, und der Tod fordert von allen eine Entscheidung: für die Familie, die Freunde und das Leben.                (Quelle: Piper)

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*druckfrisch* Neuerscheinungen im Februar

 

„Wintermüde“ – diesen Begriff habe ich in den letzten Tagen des Öfteren gehört. Und es stimmt: Der Winter wütet in diesem Jahr besonders heftig – so dass man vielerorts den Frühling herbeisehnt. Das ist verständlich. Trotzdem genießen viele „leseverrückte“ Menschen diese Jahreszeit und widmen sich ausgiebig dem Lesen und Schmökern. Wie gut, dass es im Februar wieder ganz viel Nachschub an neuem Lesestoff gibt! 🙂

Ich habe in den letzten Tagen die Verlagsvorschauen durchforstet und bin auf etliche tolle Februar-Neuerscheinungen gestoßen. Hier meine (ziemlich umfangreiche) Auswahl der neuen Titel – diesmal (zum ersten Mal) geordnet nach verschiedenen Genres:

♥ ♥ ♥

Debütroman

„Immerjahn“ von Barbara Zeman

ab 5. Februar 2019 // 22,00 €

In der lähmenden Hitze eines Spätsommers beschließt der steinreiche Erbe Immerjahn, der Erlesenheit seiner Welt zu entfliehen. Er will seine Villa mitsamt der eindrucksvollen Kunstsammlung zum Museum machen. Doch bei den Vorbereitungen verstrickt er sich zunehmend in den Fäden seiner Liebes- und Lebensgeschichte. Statt unentwegt an der bevorstehenden Eröffnung zu arbeiten, wird Immerjahn von seiner Melancholie übermannt, und während der Sohn Olympisches Gold erschwimmt, offenbart sich Immerjahn, dass seine Frau Katka wohl seit Jahren schon seinen besten Freund liebt. So scheint ihm kurz vor der Ausstellungseröffnung nicht nur die Zeit zwischen den Fingern zu zerrinnen, sondern sein ganzes Leben. Barbara Zeman erzählt in ihrem Debüt von versehrter Männlichkeit und den Absurditäten eines ästhetisierten Lebens; prunkvoll und traditionstrunken, mit feiner Komik und berauschender Sprachgewalt. (Quelle: Hoffmann und Campe)

♥ ♥ ♥

„Wir, die wir jung sind“ von Preti Taneja

ab 14. Februar 2019 // 26,00 €

Eine dramatische Familiengeschichte, die zugleich die Geschichte eines Firmenimperiums und eines Landes, die brutale, letztlich scheiternde Machtübergabe von den Alten zu den Jungen darstellt, von den Männern zu den Frauen – das erzählt Preti Taneja in ihrem preisgekrönten, spannenden und gewaltigen Debütroman.
Der alte Devraj, ehemaliger Maharadscha und Chef eines mächtigen indischen Mischkonzerns, der nur ehrfürchtig „The Company“ genannt wird, ist alt geworden und will sein Erbe verteilen. Er hat drei Töchter, Ranjit Singh, sein Berater, Teilhaber und Wegbegleiter, hat zwei Söhne, die ebenfalls mit bedacht werden sollen. Wer wird sich durchsetzen in diesem umfassenden Machtkampf, der auch ein Geschlechterkampf ist?
Mit hoher Präzision und Intensität, nah an den Figuren entlang, erzählt Preti Taneja in diesem unerschrockenen, ergreifenden, aber auch sarkastischen Familienepos, dicht angelehnt an Shakespeares „King Lear“, eine brisante und düstere, universelle Geschichte von Macht, Verrat, Untergang und Überleben. (Quelle: C.H. Beck)

♥ ♥ ♥

„Vater unser“ von Angela Lehner
Vater unser

ab 18. Februar 2019 // 22,00 €

Die Polizei hat sie hergebracht, in die psychiatrische Abteilung des alten Wiener Spitals. Nun erzählt sie dem Chefpsychiater Doktor Korb, warum es so kommen musste. Sie spricht vom Aufwachsen in der erzkatholischen Kärntner Dorfidylle. Vom Zusammenleben mit den Eltern und ihrem jüngeren Bruder Bernhard, den sie unbedingt retten will. Auf den Vater allerdings ist sie nicht gut zu sprechen. Töten will sie ihn am liebsten. Das behauptet sie zumindest. Denn manchmal ist die Frage nach Wahrheit oder Lüge selbst für den Leser nicht zu unterscheiden. In ihrem fulminanten Debüt lässt Angela Lehner eine Geistesgestörte auftreten, wie es sie noch nicht gegeben hat: hochkomisch, besserwisserisch und zutiefst manipulativ. (Quelle: Hanser Berlin)

♥ ♥ ♥


Erzählende Literatur

„Nichts weniger als ein Wunder“ von Markus Zusak

ab 4. Februar 2019 // 22,00 €

Dies ist die Geschichte der fünf Dunbar-Brüder. Nach dem Tod der geliebten Mutter und dem Weggang ihres Vaters leben sie nach ihren ganz eigenen Regeln. Sie trauern, sie lieben, sie hassen, sie hoffen und sie suchen. Nach einem Weg, mit ihrer Vergangenheit klarzukommen, nach der Wahrheit und nach Vergebung. Schließlich ist es Clay – angetrieben von den Erinnerungen an ihren tragischen Verlust –, der beschließt, eine Brücke zu bauen. Eine Brücke, die Vergangenheit zu überwinden und so sich selbst und seine Familie zu retten. Dafür verlangt er sich alles ab, was er geben kann, und mehr: nichts weniger als ein Wunder. (Quelle: Limes)

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#19für2019 – Lesevorhaben für das Jahr 2019

Normalerweise plane ich meine Lektüren, meine Lesezeit, nicht im Voraus, sondern lese lieber spontan, worauf ich gerade Lust habe. Aber es gibt eine schöne buchige Challenge, zu der mich die liebe Heike von Irveliest eingeladen hat. #19für2019 heißt die Aktion und es geht darum, sich neunzehn Bücher auszusuchen, die noch ungelesen im Regal stehen – der berühmte SuB – und in die man sich in diesem Jahr vertiefen möchte. Da mache ich gerne mit! (Meine Bücherregale platzen eh aus allen Nähten …)

Ich habe mich für eine bunte Mischung aus sehr unterschiedlichen Titeln und Genres entschieden – von Spannungsliteratur, Abenteuerromanen und Buchpreisbüchern (bzw. Nominierungen) über Kinder- und Jugendliteratur bis zu englischen Titeln und Indie-Büchern. Ich freue mich auf mein Lesevorhaben und werde gleich mit der ersten Lektüre, „Transatlantik“, starten.

Hier nun meine #19für2019-Liste:

Zeitgenössische Literatur

„Wassermusik“ von T.C. Boyle
Coverbild Wassermusik von T. C. Boyle, ISBN-978-3-423-21659-3

Inhalt: Mungo Park, Afrikaforscher aus Schottland, begibt sich Ende des achtzehnten Jahrhunderts wie viele Europäer vor ihm auf die Suche nach dem Niger. Johnson, ein Afrikaner, den ein wechselvolles Schicksal zeitweilig in Londons beste Gesellschaft verschlug, bis er infolge eines Duells zurück nach Afrika verbannt wurde, steht ihm als Dolmetscher zur Seite. Eine verwegene Reise beginnt, ein Abenteuer, das durch die Begegnung mit Ned Rise, einem Pechvogel und Trunkenbold, eine schicksalhafte Wendung nimmt. Mit dabei auf dieser Tour de Force: Huren, Schläger, Kannibalen, Stammesfürsten, Glücksritter. (Quelle: dtv)

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„Die weiteren Aussichten“ von Robert Seethaler

Inhalt: Inmitten der Provinzleere führt Herbert Szevko eine alte Tankstelle – gemeinsam mit seiner resoluten Mutter und unter Beobachtung des kleinen Zierfisches Georg. Eines Tages taucht im Hitzeflimmern der Straße eine lebenshungrige junge Frau auf. Sie heißt Hilde, spricht wenig, hat eine Stelle als Putzfrau im dörflichen Hallenbad und lächelt sich in Herberts Herz. Das Leben auf der Tankstelle und der dörfliche Alltag geraten aus den Fugen, und Herbert stürzt sich in einen verrückten Wirbel aus Stolz, Verzweiflung und etwas ihm bisher völlig Unbekanntem: Liebe. (Quelle: Kein & Aber)

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„Die Gestirne“ von Eleanor Catton

Inhalt: In einer Hafenstadt an der wilden Westküste Neuseelands gibt es ein Geheimnis. Und zwei Liebende, die einander umkreisen wie Sonne und Mond. Als der Schotte Walter Moody im Jahr 1866 nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die eine Serie ungelöster Verbrechen verhandeln. Und schon bald wird Moody hineingezogen in die rätselhaften Verstrickungen der kleinen Goldgräber-gemeinde, in das schicksalhafte Netz, das so mysteriös ist wie der Nachthimmel selbst.
(Quelle: btb)

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„Transatlantik“ von Colum McCann

Inhalt: Dublin, 1845: Der amerikanische Abolitionist Frederick Douglass reist durch das von Hungersnot gepeinigte Irland, wo die Leute schlimmer leiden als unter der Sklaverei.
Neufundland, 1919: Die beiden Flieger Jack Alcock und Arthur Brown unternehmen den ersten Nonstopflug über den Atlantik mit Kurs Irland.
New York, 1998: US-Senator George Mitchell verlässt seine junge Frau und sein erst wenige Tage altes Baby, um in Belfast die nordirischen Friedensgespräche zu einem unsicheren Abschluss zu führen.
«Transatlantik» verwebt drei ikonische historische Momente mit dem Schicksal dreier Frauen: Angefangen bei der irischen Hausmagd Lily Duggan, in der Frederick Douglass die Liebe zur Freiheit weckt, folgt der Roman ihrer Tochter Emily und ihrer Enkelin Lottie in die USA und, später, zurück auf die Insel. Ihr Leben spiegelt den Verlauf der bewegten Nationalgeschichte Irlands und Amerikas. Dabei spielt ein vergessener, über drei Generationen nicht geöffneter Brief eine entscheidende Rolle.
«Transatlantik» ist ein kraftvolles Epos über die Kollision von Geschichte und persönlichem Schicksal – geschrieben mit unvergleichlicher dichterischer Intensität, mit leuchtenden Szenen und klingender Sprache. (Quelle: Rowohlt)

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„Schnell, dein Leben“ von Sylvie Schenk

Schnell, dein Leben

Inhalt: Auf den ersten Blick ist es die einfache Geschichte einer Frau aus den französischen Alpen, die sich während des Studiums in einen Deutschen verliebt. Sie heiratet, zieht in ein deutsches Dorf, die Kinder werden groß, die Eltern sterben. Doch es ist kein einfaches Leben in der neuen Heimat, Louises Mann ist dort ganz anders, als sie ihn kennengelernt hat. Zugleich erfährt Louise immer mehr Details aus der Vergangenheit des autoritären Schwiegervaters, der im Krieg in Frankreich war. „Schnell, dein Leben“ ist eine Befreiungsgeschichte, ein neuer Blick auf die Nachkriegszeit, ein Lebensbuch – von Sylvie Schenk mit großer Klarheit und Wucht erzählt. (Quelle: Hanser)

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Zitat zum Sonntag #89 aus: „Hotel Wunderbar“

 

book and penDas heutige Sonntagszitat stammt wieder aus einem Kinderbuch. Aus einem weihnachtlichen Kinderbuch, genauer gesagt. Die Weihnachtszeit liegt zwar seit einigen Wochen hinter uns, die Aussage dieses zauberhaften und herzerwärmenden Romans ist jedoch jederzeit aktuell.

Die Autorin Jutta Nymphius wurde zu „Hotel Wunderbar“, als sie sich im Fernsehen eine Reportage über Benjamin Ahmed, einen Hotelier aus Brüssel, anschaute. Herr Ahmed ist nämlich – wie Mika, der kleine Protagonist der Geschichte – sehr, sehr gastfreundlich: In den kalten Wintermonaten überlässt er die leer stehenden Zimmer seines Hotels Obdachlosen, die kostenlos dort übernachten dürfen. Weiterlesen

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Zitat zum Sonntag #88 aus: Michael Endes „Momo“

book and penKennt ihr Momo – das kleine Mädchen mit dem wilden Lockenkopf und dem großen Herzen? Das Mädchen, das ganz allein in einem Amphitheater wohnt und doch nie richtig allein ist, weil es jede Menge Freunde hat? Das Mädchen, das so gut zuhören kann und stets Zeit für jedermann und jedefrau hat?

Ich habe Momo bereits als Kind kennenlernen dürfen und sofort in mein Herz geschlossen. Schon als Kind habe ich sie bewundert – für ihre Unabhängigkeit und innere Stärke, ihre Warmherzigkeit und ihren Mut, als sie sich gegen die grauen Männer stellt, die den Menschen wertvolle Zeit stehlen. Weiterlesen

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*druckfrisch* Neuerscheinungen im Januar 2019

Zuerst einmal wünsche ich allerseits ein fröhliches und friedliches, gesundes und glückliches Jahr 2019! Ich hoffe, ihr hattet einen guten Neujahrsstart, habt schön gefeiert – mit lieben Leuten -, oder einfach einen ruhigen Abend – mit einem feinen Buch – genossen.

Wie das bei einem neuen Jahr so ist, wissen wir natürlich nicht, was genau es bringen wird; die meisten Seiten des „Jahrbuchs 2019“ liegen noch weiß und leer vor uns. Diese Ungewissheit finde ich einerseits spannend, andererseits macht sie mich manchmal nervös (u.a. weil manche persönlichen Dinge gerade noch sehr unklar sind). Wie gut, dass wenigstens die Verlagsvorschauen für Klarheit sorgen und wunderbaren neuen Lesestoff präsentieren, auf den wir uns freuen können. 😉

Hier ist meine Auswahl der literarischen Neuerscheinungen für den Januar:

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„Über die Berge und über das Meer“ von Dirk Reinhardt

ab 1. Januar 2019 // 14,95 EUR

• ab 12 Jahren •

Jedes Jahr im Frühling kommen die Nomaden auf dem Weg zu ihrem Sommerlager in den afghanischen Bergen in Sorayas Dorf vorbei. Mit ihnen kommt Tarek, der so wunderbare Geschichten zu erzählen weiß. Doch dieses Jahr wartet Soraya vergeblich auf ihn. Als siebte Tochter ist sie einem alten Brauch zufolge als Junge aufgewachsen, konnte sich frei bewegen und zur Schule gehen. Mit vierzehn Jahren hat sie jedoch das Alter erreicht, wo sie schon längst wieder als Mädchen leben sollte, in der Stille des Hauses. Die Taliban drängen unmissverständlich darauf. Auch Tarek haben sie bedroht. Sie erwarten, dass der erfahrene Spurenleser für sie arbeitet. Tarek und Soraya sehen keinen anderen Ausweg: Unabhängig voneinander machen sie sich auf in die Fremde. In den Bergen treffen sie unverhofft aufeinander.

Ein atmosphärischer Roman von Abschied und Aufbruch, poetisch und packend zugleich. (Quelle: Gerstenberg)

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„Jakobs Muschel“ von Jens Sparschuh / Julia Dürr

ab 1. Januar 2019 // 13,95 EUR

• ab 7 Jahren •

Jakob hört das Meer rauschen, wenn er seine Muschel ans Ohr hält. Und wenn er die Augen schließt, kann er es sogar sehen. Als er mit der Muschel auf dem Klettergerüst zwischen den Hochhäusern sitzt, taucht ausgerechnet Jonas auf. Jonas mit den teuren Sportschuhen und den coolen Sprüchen, der ihn immer ärgert. Prompt schnappt er sich Jakobs Muschel. Nach einem Blick nach unten klammert Jonas sich allerdings erst mal mit beiden Händen am Gerüst fest. Jakob schließt die Augen und plötzlich kann er ihn sehen – Jonny, den Freibeuter, den Schrecken der Meere. Mit der Warze auf der Nase sieht er Jonas ziemlich ähnlich. Doch das Piratenschiff gerät in einen Sturm und geht unter. Leider können nicht alle Seeräuber schwimmen… Und wie ist das mit Jonas?

Eine humorvolle Geschichte über kleine Machos und große Träumer und über die Macht der Fantasie. (Quelle: Gerstenberg)

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„Hund im Glück“ von Olivier Tallec

erscheint im Januar 2019 // 12,95 EUR

• ab 4 Jahren •

»Ich habe mir schon so lange einen gewünscht, dass ich meinen Augen nicht getraut habe, als ich ihn sah …« Wer hätte nicht gern einen treuen Freund, mit dem man sogar den Lieblingsplatz auf dem Sofa teilt? Der einen versteht, der weich und kuschelig ist und einfach der beste von allen? Die ganz besondere Freundschaft zwischen Zwei- und Vierbeinern beleuchtet Olivier Tallec in seinen unverwechselbaren humorvollen Bildern und aus einer unerwarteten Perspektive: Denn hier erzählt … der Hund! (Quelle: Gerstenberg)

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„Serotonin“ von Michel Houellebecq
Serotonin

ab 7. Januar 2019 // 24,00 EUR

»Es ist nicht die Zukunft, es ist die Gegenwart, die dich tötet, die wiederkommt, um an dir zu nagen.«
In SEROTONIN rechnet die Hauptfigur ab: mit der modernen Gesellschaft, der Wirtschaft, der Politik – und mit sich selbst. (Quelle: Dumont) Weiterlesen