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Zitat zum Sonntag #77 aus: Astrid Lindgren – Steine auf dem Küchenbord

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Das stört keinen großen Geist

Heute habe ich endlich wieder einmal ein Sonntags-Zitat für euch. Der Sonntag ist zwar beinahe vorbei, aber: Das stört keinen großen Geist. Das Zitat möchte ich euch trotzdem noch vorstellen. Apropos „keinen großen Geist stören“ – wisst ihr, wer diese Redewendung immer benutzt hat? Ja, genau! Karlsson vom Dach war das. Dieser kleine und freche und fliegende Mann gehört zu den vielen liebenswerten Figuren, die die weltbeste Autorin Astrid Lindgren erschaffen hat.

Die weltbeste Autorin

Astrid Lindgren hat Kinder auf der ganzen Welt beschenkt. Beschenkt mit ihren zauberhaften und unvergesslichen Geschichten und Kinderbüchern. „Die Brüder Löwenherz“, „Ronja Räubertochter“, „Kalle Blomquist“, „Wir Kinder aus Bullerbü“, „Michel bringt die Welt in Ordnung“ und natürlich „Pippi Langstrumpf“ sind einige von ihnen. Diese kleinen Bücherhelden haben mich in meiner Kindheit begleitet und wie so manches Mädchen wollte ich so unabhängig, selbstbewusst und stark sein wie Pippi. Als Kind habe ich Pippi Langstrumpf bewundert, sie verehrt. Pippi war mein Vorbild. Als Erwachsene ist es nun die Autorin hinter der Figur, die ich bewundere – ihre unvergleichlichen Werke und ihre außerordentliche Begabung. Und ihre Weisheit.

Dass Astrid Lindgren ist eine sehr weise Frau war, wird nicht nur in ihren Kinderbüchern deutlich. Auch das Büchlein „Steine auf dem Küchenbord“ zeugt davon. In diesem kleinen – aber feinen! – Werk sind zahlreiche Aussagen der Autorin enthalten, Auszüge aus ihren Kinderbüchern, aus ihrem Tagebuch und aus Interviews. Hier ist ein schönes Textbeispiel, bei dem es um die Bedeutung von Fantasie und Büchern geht:

An dem Tag, da die Fantasie der Kinder nicht mehr die Kraft besitzt, sie zu erschaffen, an diesem Tag wird die Menschheit arm.
Die Bücher brauchen die Fantasie der Kinder, das ist wahr. Aber noch wahrer ist es, dass die Fantasie der Kinder die Bücher braucht, um zu leben und zu wachsen.
Alles Große, das in der Welt vollbracht wurde, spielte sich zuerst in der Fantasie eines Menschen ab, und wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt zum großen Teil vom Maß der Einbildungskraft jener ab, die heute lesen lernen. Deshalb brauchen Kinder Bücher.

Astrid Lindgren („Steine auf dem Küchenbord“, S. 23)

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* Verlagsseite *

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Für die kommende Woche wünsche ich euch Fantasie für die Alltagsgestaltung, Einbildungskraft, wenn es um wichtige (oder unwichtige) Entscheidungen geht und natürlich viel Zeit, die ihr mit Lesen und einem guten Buch verbringen könnt!

Herzliche Grüße,

Tina
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Zitat zum Sonntag #76 aus: Am Wegrand ein Wunder

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Heute – an diesem wunderschön sonnigen Sonntag – gibt es endlich noch mal ein Sonntagszitat. Es ist ein kurzes, aber zauberhaftes Gedicht aus dem Buch „Am Wegrand: ein Wunder“. Für ihr Buch hat die Autorin Tina Willms inspirierende Gedichte und poetische Texte zu jeder Jahreszeit und zu jedem Monat des Jahres verfasst. Ein lyrischer Spaziergang durch das Jahr sozusagen.

Die folgenden Worte mag ich sehr. Denn sie drücken eine positive und erwartungsfrohe Haltung gegenüber der Zukunft aus, verbreiten eine heitere und vertrauensvolle Stimmung:

Bezaubernd
Der Tag
steht vor mir
im schwarzen Frack
und zieht den Zylinder.
Ich bin gespannt,
was er heute
für mich
aus dem Hut zaubert.

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* Verlagsseite *

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In diesem Sinne wünsche ich euch einen bezaubernden Sonntag! Und für die kommende Woche: wundervolle Wegesrand-Entdeckungen und viele schöne Hutzauber-Überraschungen! 🙂

Herzliche Grüße

Tina
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Zitat zum Sonntag #75: MESSE-FUNDSTÜCKE

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Vor einigen Tagen hatte ich euch ja von meinem Messebesuch in Leipzig berichtet. Heute habe ich noch ein paar Messefundstücke für euch – schöne Sprüche und wunderhübsch „buchige“ Poster, die ich in den Messehallen entdeckt und fotografiert habe. (Leider lässt die Qualität der Bilder etwas zu wünschen übrig, aber ich denke, man kann das Wesentliche trotzdem erkennen.)

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Bücher öffnen Türen

Plakate des österreichischen Kinderbuch-Verlags Jungbrunnen

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Lesen macht schön!

Plakat des Kinderbuch-Verlags Südpol

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Nachhaltigkeit

entdeckt beim zauberhaften Jaja Verlag

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Ich wünsche euch alles Gute und Schöne und Sonnige und Fröhliche für die kommende Woche mit der Aufforderung auf diesem Foto:

Seid herzlich gegrüßt und genießt den morgigen Feiertag,

Tina

 

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Zitat zum Sonntag #73 aus: Ein Monat auf dem Land

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*ZITAT ZUM SONNTAG*

Nach einer kurzen, unfreiwilligen Blogpause (auch mich hatte die Grippe erwischt) melde ich mich wieder – mit dem Sonntagszitat, das ich in dem Buch „Ein Monat auf dem Land“ entdeckt habe.

In dem Roman von J.L. Carr geht es um den Briten Tom Birkin, der als Restaurator von London aufs Land – nach Oxgodby – reist, um an einem Wandgemälde in der örtlichen Kirche zu arbeiten. Es ist der Sommer des Jahres 1920, und die Menschen sind gezeichnet von den Folgen des Ersten Weltkriegs. So auch Tom Birkin. Umso mehr genießt er die Ruhe und den Frieden auf dem Land, vertieft sich vollkommen in seine Arbeit: das Freilegen des uralten Wandgemäldes. Nach und nach findet Tom wieder zu sich selbst. Die Menschen um ihn herum, seine Tätigkeit als Restaurator und der Anblick des Gemäldes unterstützen ihn dabei.

Eines Tages unterhält sich Tom mit seinem neuen Freund Moon über das Kunstwerk an der Kirchenwand. Die beiden diskutieren munter – und sehr kontrovers – über die Bedeutung der dargestellten Personen, über mögliche Interpretationen des Bildes. Als sie zu keiner Einigung kommen, sagt Tom:

Nun, jeder von uns sieht die Dinge mit anderen Augen, und es bringt einen auch nicht weiter, zu hoffen, dass wenigstens einer von tausend es genau so sieht wie man selbst.

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* Verlagsseite *

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Diese Aussage hat mir so gut gefallen, weil Tom Birkin die Meinung seines Gegenübers stehenlässt, ein Stück weit akzeptiert und sich einfach damit abfindet, dass es unterschiedliche Blickwinkel gibt. Vielleicht ist es nur Toms vornehme britische Zurückhaltung, die ihn zu dem Satz animiert, vielleicht aber auch ein weites Herz und ein offener Geist. Auf jeden Fall finde ich eine solche Haltung nachahmenswert.

Für die kommende Woche wünsche ich euch viele Blickwinkel – altbekannte und neuentdeckte!

Herzliche Grüße

Tina

Floral background with hand drawn flowers, butterflies, bird and space for your text.

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Zitat zum Sonntag #71 aus: Eierlikörtage – Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre

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*ZITAT ZUM SONNTAG*

In dem Roman „Eierlikörtage – Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre“ geht es um das Leben (und Sterben) in einem Amsterdamer Seniorenheim. Hendrik Groen berichtet in seinem Tagebuch über den – oft recht turbulenten – Alltag der Senioren, über die Herausforderungen eines alten Menschen, über kleine Intrigen unter den Bewohnern, über alte Freunde und neue Liebschaften. Seine Schilderungen sind mal heiter und mal ernst, mal humorvoll und mal traurig. Groen schreibt mit einer gewissen Leichtigkeit und lässt den Leser dennoch angerührt zurück.

Ich habe das Hörbuch vor ein paar Tagen beendet und kann es wärmstens weiterempfehlen. Hendrik Groen ist solch ein liebenswerter und reizender alter Herr – man möchte ihn am liebsten einmal fest in den Arm nehmen. Einige seiner Tagebucheinträge haben mich besonders beeindruckt. So gründet Hendrik Groen beispielsweise mit seinen Freunden einen Klub mit dem bezeichnenden Namen „Alt, aber nicht tot“. Die Mitglieder des Klubs treffen sich fast täglich auf einen Kaffee oder ein Glas Wein, unterstützen sich, wo sie nur können und unternehmen regelmäßig die aufregendsten Ausflüge zusammen. Diese Ausflüge stellen stets ein Highlight für die Senioren dar, und Hendrik Groen schreibt dazu:

Es ist wichtig, sich immer auf etwas Schönes freuen zu können. Das erhält einem die Lebenslust.

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Hörbuchcover Groen - Eierlikörtage

* Verlagsseite *

Das gleichnamige Buch ist bei Piper erschienen.

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Ich bewundere es sehr, wenn ältere Menschen nach vorne blicken, ihren Humor behalten und entfalten, wenn sie Lebensfreude und Lebenslust versprühen. Das empfinde ich als ganz und gar nicht selbstverständlich. Und daran möchte ich mir gern ein Vorbild nehmen.

Ich wünsche euch für die kommende Woche, dass es viele Momente für euch gibt, auf – und über – die ihr euch freuen könnt! 🙂

Herzlich,

Tina

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Zitat zum Sonntag #70 aus: Die vier Lichter des Hirten Simon

book and penFür das heutige Sonntagszitat habe ich einen kurzen Auszug aus dem Bilderbuch „Die vier Lichter des Hirten Simon“ rausgesucht – passend zum vierten Advent. Dieses herzerwärmende Bilderbuch gehört zu meinen Lieblings-Weihnachtsgeschichten. Es veranschaulicht auf kindgerechte Art, wie wichtig und wertvoll es ist, an andere Menschen Licht – und damit Wärme, Hoffnung und ein Stückchen Liebe – weiterzugeben.

In der Geschichte geht es um den Hirtenjungen Simon, der sein Lamm verloren hat und sich mitten in der Nacht auf die Suche nach dem kleinen Ausreißer begibt. Simon trägt eine Laterne mit vier Lichtern bei sich, die ihm im Dunkeln den Weg leuchten sollen. Nach einigen Stunden des bangen Suchens glaubt er endlich, sein Lamm gefunden zu haben. Doch es ist nur ein großer Mann, der dem Jungen zunächst einen gewaltigen Schrecken einjagt. Trotzdem spricht er den Mann an:

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„… Kann ich dir irgendwie helfen?“
„Helfen? Mir kann niemand helfen. Mein Weg ist im Dunkeln„, sagte der Mann leise.
„Dunkel? Nein!“, rief Simon und hielt dem Mann eines seiner Lichter hin. „Hier, nimm es. Es wird deinen Weg erhellen. Was soll ich mit vier Lichtern, wenn du keines hast. Drei Lichter sind genug für mich.“

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* Verlagsseite *

Snowflakes and Stars Border

Im Laufe der Geschichte verteilt Simon ganz freigiebig seine Lichter – an die Menschen, die Helligkeit und Wärme dringend nötig haben. Ich bin immer wieder aufs Neue beeindruckt und berührt von diesem offenherzigen und großzügigen Jungen. Dieser kleine Hirte ist ein großes Vorbild für mich.

Für die kommende Woche wünsche ich uns, dass viele Lichter für uns leuchten, damit wir ebenso großzügig wie Simon ein Licht an andere weitergeben können!

Euch noch einen wunderschönen, gemütlichen und lichterfrohen vierten Advent!

Leuchtende Adventsgrüße,

Tina

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Zitat zum Sonntag #69: Eine Geschichte zum dritten Advent

book and penHeute ist bereits der dritte Advent. Heute haben wir die dritte Kerze am Adventskranz angezündet. Da die Tage im Moment immer kürzer werden, tut es gut, mit Hilfe von Kerzen für Licht und Helligkeit zu sorgen. Mit dem Sonnenlicht können es die Kerzen natürlich nicht aufnehmen, dafür ist ihr Licht aber umso gemütlicher.

Statt eines Buch-Zitates möchte ich am heutigen Sonntag eine vorweihnachtliche Geschichte mit euch teilen. Sie macht die Bedeutung, den Einfluss und den Wert von Licht sehr schön deutlich.

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Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, da wollte er einen der beiden zu seinem Nachfolger bestellen. Er versammelte die Weisen seines Landes und rief seine beiden Söhne herbei. Er gab jedem der beiden fünf Silberstücke und sagte: „Ihr sollt für dieses Geld die Halle in unserem Schloss bis zum Abend füllen. Womit, das ist eure Sache.“ Seine Ratgeber sagten: „Das ist eine gute Aufgabe.“
Der ältere Sohn ging davon und kam an einem Feld vorbei, wo die Arbeiter dabei waren, das Zuckerrohr zu ernten und in einer Mühle auszupressen. Das ausgepresste Zuckerrohr lag nutzlos umher. Er dachte sich: „Das ist eine gute Gelegenheit, mit diesem nutzlosen Zeug die Halle meines Vaters zu füllen.“ Mit dem Aufseher der Arbeiter wurde er schnell einig, und als er gezahlt hatte, schafften sie bis zum Nachmittag das nutzlose Zuckerrohr in die Halle. Als sie gefüllt war, ging der ältere Sohn zu seinem Vater und sagte: „Ich habe deine Aufgabe erfüllt. Auf meinen Bruder brauchst du nicht mehr zu warten. Mach mich zu deinem Nachfolger!“ Der Vater antwortete: „Es ist noch nicht Abend. Ich werde warten.“
Bald darauf kam der jüngere Bruder. Er bat darum, das ausgedroschene Zuckerrohr wieder aus der Halle zu entfernen. So geschah es. Dann stellte er mitten in die Halle eine Kerze und zündete sie an. Ihr Schein erfüllte die Halle bis in die letzte Ecke hinein.
Der Vater sagte: „Du wirst mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat fünf Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht erfüllt. Du hast sie mit dem gefüllt, was die Menschen zum Leben brauchen.“

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Christmas decorations - lanterns and embracing bears

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Der Titel dieser Geschichte lautet „Die Halle der Welt mit Licht erfüllen“, sie wurde mündlich überliefert und hat ihren Ursprung auf den Philippinen.

Ich hoffe, ihr konntet euer Adventswochenende bisher genießen und habt einen erholsamen, rundum schönen dritten Advent. Für die kommende Woche wünsche ich euch ganz viele Lichtstrahlen, die euer Herz erwärmen und Helligkeit in euren Alltag bringen!

Herzliche Grüße

Tina

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Zitat zum Sonntag #68: Ein Gedicht zum Barbara-Tag

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Heute – am 4. Dezember – wird der Barbara-Tag gefeiert, ein Gedenktag zur Ehren der heiligen Barbara von Nikomedia in Kleinasien. Der Legende nach wurde die junge Frau aufgrund ihres christlichen Glaubens verfolgt und im Jahr 300 nach Christus zum Tode verurteilt. Einige Wochen vor ihrer Hinrichtung blieb Barbara am Ast eines Obstbaums hängen, als man sie in ihr Turmgefängnis brachte. Den Zweig, der sich in ihrer Kleidung verfangen hatte, stellte die Verurteilte in ein Gefäß mit Wasser. Und just an dem Tag, an dem man Barbara hinrichten sollte, blühte der Zweig auf – und schenkte ihr ein Stückchen Hoffnung auf ihrem letzten Weg. Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.

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In Anlehnung an diese Legende und in Erinnerung an die heilige Barbara ist es seit Jahren Brauch, am 4. Dezember einen Obstzweig abzuschneiden, in eine Vase zu stellen und darauf zu warten, dass er an Weihnachten zu blühen beginnt. Und so holt man sich mit einem einfachen Zweig, der scheinbar leblos ist, die Hoffnung auf den Frühling – auf neues Leben – ins Haus.

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In dem Familien-Kalender „Vergissmeinnicht 2016“ vom Aussaat-Verlag gibt es das passende Gedicht zum Barbara-Tag:

Am 4. Dezember
Geh in den Garten am Barbaratag.
Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag:
Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit.
Der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
Doch in drei Wochen, da wird es geschehen:
Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so schön.
Baum, einen Zweig gib du mir von dir.
Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir.
Und er wird blühen in seliger Pracht
mitten im Winter in der heiligen Nacht.

JOSEF GUGGENMOS

*Verlagsseite*

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Von unserem kleinen Apfelbäumchen im Garten habe ich heute einen Zweig abgeschnitten und gleich mit Wasser versorgt. Und nun freue ich mich auf Frühlings-Blüten an Weihnachten.

Für die kommende Woche wünsche ich euch ganz viele Hoffnungsschimmer und etliche Portionen Lebensfreude!

Seid herzlich gegrüßt,

Tina

 

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Zitat zum Sonntag #67 aus: Der letzte Sommer

book and pen*ZITAT ZUM SONNTAG*

Die Handlung des britischen Romans „Der letzte Sommer“ von Helen Simonson spielt im Jahr 1914. Es ist das Jahr, in dem der Erste Weltkrieg ausbricht und in dem der technische und gesellschaftliche Fortschritt ganz langsam in die Gänge kommt. Frauen ist es noch verboten zu wählen, sie dürfen keine „gehobenen“ Berufe ausüben, sondern werden angehalten, sittsame Ehefrauen, gute Mütter und perfekte Gastgeberinnen zu sein. Der Besitz eines Automobils gilt noch als außergewöhnlich, und der Telefonapparat hält gerade Einzug in die britischen Herrenhäuser.

Einige Briten betrachten das neuartige Kommunikationsgerät eher als Ärgernis denn als Fortschritt oder Bereicherung. So auch Lady Emily, eine der Nebenfiguren des Romans:

„Eine schreckliche Sache, das Telefon“, rief Lady Emily. „Ich weigere mich, der Sklave eines solchen Apparats zu sein!“

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*Verlagsseite*

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Ich finde diese Aussage ziemlich belustigend. Was würde die werte Lady wohl zu unserem heutigen Kommunikationsnetz sagen, zum Gebrauch von Smartphones und Social Media? Ob sie entsetzt wäre? 🙂

Mir ist auf jeden Fall durch dieses Zitat (und die Lektüre des Buches) noch einmal bewusst geworden, wie viel sich innerhalb eines Jahrhunderts geändert hat – sowohl technisch als auch gesellschaftlich. Im Jahr 1914 war die Handhabung des ersten Telefonapparats eine echte Herausforderung, heute – gut hundert Jahre später – ist es der verantwortungsbewusste Umgang mit den „modernen“ Medien. Ich bin gespannt, wie die Medienlandschaft in der Zukunft aussehen wird. 🙂

Ich wünsche euch eine schöne und kommunikative Woche! Seid herzlich gegrüßt,

Tina

PS: In den nächsten Tagen wird es auf unserem Blog eine ausführliche Besprechung zu „Der letzte Sommer“ geben.

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Zitat zum Sonntag #66: Noch mehr MESSE-FUNDSTÜCKE

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Messe-Fundstücke

Nachdem ich euch in der letzten Woche bereits einige Zitate und Sprüche meiner Buchmesse-Entdeckungen vorgestellt hatte, gibt es heute erneut drei Messe-Fundstücke aus Frankfurt. Die Sprüche passen zwar thematisch nicht so recht zueinander, ich finde aber jeden einzelnen davon sehr ansprechend und auf eine kindliche Art weise. 🙂

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Träume und Vorstellungskraft

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Lesereise ins Land der Fantasie

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Kindlicher Kompromiss 🙂

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gefunden bei BUCHKINDER Leibzig e.V.

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Das untere (Kinder-)Bild gefällt mir besonders gut, da es so herrlich positiv und frei von dem üblichen Konkurrenzdenken ist. 🙂

Eine fröhliche und beschwingte Woche wünsche ich euch! Herzliche Grüße,

Tina