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*druckfrisch* Neuerscheinungen im März

Wie es sich für einen Messemonat gehört, kommen auch in diesem MÄRZ wieder unzählige neue Bücher und Hörbücher auf den Büchermarkt. Ich habe eine – ziemlich große – Auswahl an neuen Titeln getroffen, die ich euch heute vorstellen möchte. Titel, die verschiedenen Genres entspringen und die mein Lese-Interesse geweckt haben.

Vielleicht geht es euch ja auch so, dass ihr die ein oder andere Neuerscheinung unbedingt lesen wollt? Ich freue mich besonders auf die Romane meiner Lieblings-Autorinnen Jane Gardam – „Eine treue Frau“ – und Antje Babendererde – „Der Kuss des Raben“. Aber es gibt noch etliche andere Bücher, die mein Leserherz höher schlagen lassen – wie „Straße der Wunder“ von John Irving und „Die Schönheitskönigin von Jerusalem“.

Ich wünsche euch einen lesereichen März mit viel Sonne – draußen oder im Herzen! 🙂 Herzliche Grüße

Tina
Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken!

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr zur jeweiligen Verlagsseite.

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„Am Ende bleiben die Zedern“ von Pierre Jarawan
Am Ende bleiben die Zedern

ab 1. März 2016 / 22,00 EUR

Samirs Eltern sind kurz vor dessen Geburt aus dem Libanon nach Deutschland geflohen. Als sein geliebter Vater spurlos verschwindet, ist Samir acht. Jetzt, zwanzig Jahre später, macht er sich auf in das Land der Zedern, um das Rätsel dieses Verschwindens zu lösen. Eine große Familiengeschichte, berührend, überraschend und meisterhaft verwoben mit dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens.

Samir ist auf einer Reise, die Gegenwart und Vergangenheit verbinden soll: Er will endlich die Wahrheit über seinen Vater erfahren, der die Familie vor zwanzig Jahren ohne eine Nachricht verlassen hat. Mit einem rätselhaften Dia und den Erinnerungen an die Geschichten seines Vaters im Gepäck macht der junge Mann sich in den Libanon auf, das Geheimnis zu lüften. Seine Suche führt ihn durch ein noch immer gespaltenes Land, und schon bald scheint Samir nicht mehr nur den Spuren des Vaters zu folgen. Vielmehr ist es, als seien die Figuren aus dessen Geschichten real geworden. Sie bringen Samir einer Lösung näher, die seine kühnsten Vorstellungen übersteigt. Vor dem Hintergrund des dramatischen Schicksals des Nahen Ostens erzählt Pierre Jarawan eine phantasievolle, berührende und wendungsreiche Geschichte über die Suche nach den eigenen Wurzeln. (Quelle: Berlinverlag)

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„Das gerettete Kind“ von Renate Ahrens

ab 1. März 2016 / 19,99 EUR

Irma (86) musste einst als jüdisches Kind mit einem Kindertransport aus Nazi-Deutschland über England nach Irland fliehen. Ihre Eltern und Freunde blieben zurück und verschwanden so aus ihrem Leben. Dieses Trauma begleitet sie und ihre irische Familie das ganze Leben – alles Deutsche wurde aus dem Alltag verbannt. Irmas Tochter Leah findet keinen Zugang zu ihrer Mutter und resigniert angesichts ihrer zurückweisenden Art. Als sich Irmas Enkelin Rebecca in den deutschen Studenten Jonas verliebt, rüttelt sie an dem Familien-Tabu. Doch anstatt Rebeccas gewecktes Interesse an Deutschland abzulehnen, beginnt Irma zu erzählen: Von ihrer Kindheit, ihrer damaligen besten Freundin und von einer Schuld, die sie auf sich lud. Und langsam verändern sich die Beziehungen der drei Frauen. Renate Ahrens erzählt in wunderbar reduzierter Sprache von drei Frauen und der Erkenntnis, dass Schicksalsschläge über Jahrzehnte und Generationen hinweg Zeit brauchen, um zu heilen.                   (Quelle: Droemer)

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„Der Kuss des Raben“ von Antje Babendererde

ab 1. März 2016 / 17,99 EUR

• Ab 14 Jahren •

Mila ist schön und rätselhaft. Ihre Vergangenheit will sie um jeden Preis geheim halten. In Moorstein sucht die Sechzehnjährige einen Neuanfang und findet ihre große Liebe. Tristan, eigentlich unerreichbar, erwählt ausgerechnet sie! Mila kann ihr Glück kaum fassen. Doch auch Tristan hat ein Geheimnis. Als in der Kleinstadt ein junger Mann namens Lucas auftaucht und das Haus der Rabenfrau in Besitz nimmt, erwachen die Schatten der Vergangenheit zum Leben. Denn Lucas und Tristan scheinen sich zu kennen – und zu hassen. Im undurchsichtigen Spiel der beiden gerät Mila zwischen die Fronten und findet sich plötzlich vor einem finsteren Abgrund wieder … (Quelle: Arena)

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„Playlist for the dead“ von Michelle Falkoff

ab 1. März 2016 / 14,95 EUR

• Ab 14 Jahren •

27 Songs und eine tödliche Wahrheit

Diese Dinge weiß Sam:
Es gab eine Party.
Es gab einen Streit.
Am nächsten Morgen ist sein bester freund tot.
Aber was Sam nicht weiß: Warum?
Alles, was ihm von Hayden bleibt, ist eine Playlist und eine Notiz: „Wenn du das hörst, wirst du mich verstehen.“ Und so begibt Sam sich auf die Suche nach Antworten und muss schon bald feststellen, dass er seinen besten Freund nicht so gut kannte, wie er immer gedacht hat … (Quelle: Coppenrath)

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„Wie das Licht von einem erloschenen Stern“ von Nicole Boyle Rødtnes

ab 7. März 2016 / 14,95 EUR

• Ab 14 Jahren •

Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt. (Quelle: Beltz)
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„Die Birken wissens´s noch“ von Lars Mytting
Image

ab 7. März 2016 / 24,95 EUR

Auf einem entlegenen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal wächst Edvard mit seinem wortkargen Großvater Sverre auf. An seine Mutter hat er nur eine vage Erinnerung – an einen Duft, ein Gefühl von Wärme, einen blauen Rock. Denn die Eltern sind ums Leben gekommen, als Edvard drei Jahre alt war. Um ihren Tod wird ein Geheimnis gemacht, und auch um den Ort, an dem sie starben. Zu diesem Geheimnis gehört auch das Schicksal Einars, des Bruders des Großvaters. Edvard weiß nur, dass er ein Meistertischler war und als junger Mann zur Ausbildung nach Paris ging. Dass er seine Werkstatt mitsamt dem Wald von Flammenbirken zurückließ. Dass für den Großvater ein Sarg geliefert wurde, lange vor dessen Tod – ein Stück Kunsttischlerei, wie es noch nie jemand gesehen hat –, und dass Einar womöglich gar nicht tot ist, wie es der Großvater behauptete. Als dieser gestorben ist, macht Edvard sich auf die Suche nach dem Geheimnis seiner Familie. Es wird eine lange Reise, an deren Ende er mehr als nur ein Geheimnis kennt. (Quelle: Insel)

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„Entgültig“ von Andreas Pflüger
Endgültig

ab 8. März 2016 / 19,99 EUR

In ihrem ersten Leben war Jenny Aaron eine Elitepolizistin mit überragenden Fähigkeiten. In ihrem zweiten ist sie Verhörspezialistin und Fallanalytikerin beim BKA. Sie spürt das Verborgene und versteht es, zwischen den Worten zu tasten. Denn seit einem missglückten Einsatz in Barcelona vor fünf Jahren ist Jenny Aaron blind und traumatisiert. Doch „Barcelona” war nicht der schlimmste Tag ihres Lebens. Sie hat sich geirrt — der schlimmste Tag ihres Lebens ist heute. (Quelle: Random House Audio)

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„Unter Leuten“ von Juli Zeh
Unterleuten

ab 8. März 2016 / 24,99 EUR

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf „Unterleuten“ irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist … (Quelle: Luchterhand)

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„Die Abschaffung der Mutter“ von Alina Bronsky / Denise Wilk
Die Abschaffung der Mutter

ab 8. März 2016 / 17,99 EUR

Eine Schwangerschaftsvorsorge, die in Entmündigung gipfelt. Geburten, bei denen es vor allem um eines geht: (Kosten-)Effizienz. Ein Wochenbett, das seinen Namen nicht mehr verdient. Stillen nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit und keinesfalls zu lange. Väter, die versuchen, die bessere Mutter zu sein. Eine Politik, die alles dafür tut, Kinder so schnell wie möglich in die Krippe zu stecken. Die Verunsicherung von Müttern als Geschäftsmodell. Wertschätzung? Unterstützung? Fehlanzeige.
Wer sich heute als Frau für ein Kind entscheidet, der muss verrückt sein, so könnte man meinen. Denn Mütter werden in unserer Gesellschaft zunehmend bevormundet, kleingehalten und überwacht. Jegliche Kompetenz mit dem eigenen Kind wird ihnen abgesprochen. Wer im Beruf ernstgenommen und von seinem Umfeld anerkannt werden möchte, der lässt seine Bedürfnisse als Mutter unter den Tisch fallen. Denn eines will man auf gar keinen Fall sein: eine Glucke. Schritt für Schritt vollzieht sich so die Abschaffung der Mutter. In ihrem Buch liefern Alina Bronsky und Denise Wilk eine schonungslose Analyse der Entwicklungen. Pointiert und zugespitzt schildern sie, wer die Nutznießer sind, und fragen, was sich ändern muss, damit Mütter wieder den Rückhalt bekommen, den sie verdienen. (Quelle: DVA)

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„Mein bester letzer Sommer“ von Anne Freytag
Mein bester letzter Sommer

ab 8. März 2016 / 14,99 EUR

• Ab 14 Jahren •

Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind … (Quelle: Heyne)

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„Ab heute heiße ich Margo“ von Cora Stephan
Ab heute heiße ich Margo

ab 10. März 2016 / 21,99 EUR

Stendal in den Dreißigerjahren: Hier kreuzen sich die Wege von Margo und Helene. Margo ist Lehrling in der Buchhaltung, Helene Fotografin. Sie lieben denselben Mann, werden durch den Krieg und die deutsche Teilung getrennt und bleiben doch miteinander verbunden. Die Geschichte zweier Frauen mit einem gemeinsamen Geheimnis, berührend, fesselnd und voller Überraschungen! (Quelle: KiWi)

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„Die Verteidigung des Paradieses“ von Thomas Steinaecker

ab 10. März 2016 / 24,99 EUR

Thomas von Steinaecker schreibt einen atemberaubenden Roman über die Zukunft unserer Gegenwart: literarisch virtuos, philosophisch radikal und zutiefst berührend.
Er möchte ein guter Mensch sein. Aber Heinz lebt in einer Welt, die Menschlichkeit nicht mehr zulässt. Deutschland ist verseucht und verwüstet, Mutanten streifen umher, am Himmel kreisen außer Kontrolle geratene Drohnen. Zusammen mit seinem besten Freund, einem elektrischen Fuchs, dem Fennek, wächst Heinz in einer kleinen Gruppe Überlebender in den Bergen auf. Er nimmt sich vor, die verlorene Zivilisation zu bewahren, sammelt vergessene Wörter und schreibt die Geschichte der letzten Menschen. Doch was nützen Heinz Wissen und Kunst jetzt noch? Da gibt es plötzlich das Gerücht, weit im Westen existiere ein Flüchtlingslager. Und die Gruppe bricht auf zu einem mörderischen Marsch ins vermeintliche Paradies … (Quelle: S. Fischer)

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„City on Fire“ von Garth Risk Hallberg

ab 10. März 2016 / 25,00 EUR

New York City, Neujahr 1977. Ein Schneesturm zieht über die Stadt, Feuerwerk erleuchtet den Himmel und im Central Park fallen Schüsse. Die Ereignisse der Nacht bringen eine Gruppe unvergesslicher Figuren zusammen: Die schwerreichen Erben William und Regan Hamilton-Sweeney, Mercer, der am großen amerikanischen Roman schreibt, die Punk-Kids Sam und Charlie aus der Vorstadt, den besessenen Magazin-Reporter Richard und den Cop Larry. Sie alle leben und lieben hier, in der großen Stadt, die bankrott und gefährlich ist und zugleich vor Energie platzt. Als dann am 13. Juli 1977 die Lichter ausgehen, gerät New York City in den Ausnahmezustand – und nach dem Stromausfall ist kein Leben wie zuvor. Ein großer Roman über Liebe, Betrug und Vergebung, über Kunst, Wahrheit und Rock’n’Roll mitten in New York City – kunstvoll, überbordend, außergewöhnlich. (Quelle: S. Fischer)

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„Als die Liebe endlich war“ von Andrea Maria Schenkel

ab 10. März 2016 / 22,00 EUR

Verfolgung, Existenzangst und Neuanfänge in der Fremde – das sind die Erfahrungen des jungen Juden Carl Schwarz, als er 1950 in Brooklyn Emmi kennenlernt, die wie er aus Bayern stammt. Sie hat Deutschland nach dem Krieg verlassen, und wie er will auch sie ein neues Leben beginnen. Carl findet bei Emmi die Heimat, die er elfjährig verlassen musste, und lebenslange Liebe und Geborgenheit. Über die Vergangenheit reden beide nicht – zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an das, was war. Jahrzehnte später wird Carl von einer Freundin gebeten, den schriftlichen Nachlass ihres verstorbenen Ehemannes durchzusehen, eines Holocaust-Überlebenden. Nur widerwillig macht sich Carl an die Arbeit – und stößt in den Briefen und Unterlagen aus dem KZ Dachau auf Hinweise aus Emmis Vergangenheit. Das Fundament aus Verschweigen und Halbwahrheiten, auf dem ihr gemeinsames Leben basierte, beginnt zu zerbrechen … (Quelle: Hoffmann und Campe)

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„Flugstunden“ von Matthew Quick

ab 11. März 2016 / 16,99 EUR

Portia Kane ist in einer Sackgasse angelangt. Sie hat ihr Leben vermasselt. Aber eines gibt es noch, was sie tun kann: Sie beschließt, ihren Lieblingslehrer aus der High School retten, den Mann, dem sie alles zu verdanken hat. Früher hat er seine Schüler Papierflugzeuge basteln und beschriften lassen, um sie Optimismus und Hoffnung zu lehren. Doch nach einem schockierenden Gewaltakt im Klassenzimmer hat er sich von der Welt zurückgezogen.
Portia möchte ihn ins Leben zurückholen, so sehr, wie sie daran glauben möchte, dass das Gute auf der Welt existiert. Eine halluzinierende Nonne und ein Ex-Junkie stehen ihr zur Seite, als eine Reise voller Wunder und Rückschläge ihren Anfang nimmt.
Eine Geschichte über den Mut, das zu werden, was wir zu sein bestimmt sind. (Quelle: Rowohlt)

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„Flokati oder Mein Sommer mit Schmidt“ von Martin Schult

ab 14. März 2016 / 18,00 EUR

Es ist der WM-Sommer 1974. Der 12-jährige Paul lebt in behüteten Verhältnissen: Der Vater ist ein fußballverrückter Friseur, der sich durch Zettels Traum kämpft, die Mutter eine emanzipierte Linke, die mit dem taxifahrenden RAF-Sympathisanten Bruder Kolja lange, ominöse Ausfahrten unternimmt. Seine Schwester redet nur in Abkürzungen. Mit seinem besten Freund Boris träumt sich Paul ins Weltall und stromert durch die Nachbarschaft. Dort führt der seltsame Emil Bartoldy seine Schildkröte spazieren. Als am Ende des Sommers die Ehe der Eltern zerbricht und seiner Freundin, der alten Nachbarin Frau Schellack, etwas Schreckliches passiert, flüchtet Paul, um sich final der Welt zu stellen. Martin Schult erzählt einfühlsam und mit Liebe zum Detail eine Geschichte über Freundschaft, Schuld und einen unvergesslichen Sommer. (Quelle: Ullstein)

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„Die Schönheitskönigin von Jerusalem“ von Sharit Yishai-Levi

ab 14. März 2016 / 22,95 EUR

Strahlend, lebenslustig und wunderschön ist Luna Ermoza mit den grünen Augen. Doch ihre Ehe ist ein Desaster hinter perfekter Fassade, und für ihre Tochter Gabriela kann sie keinerlei Zärtlichkeit empfinden – wie einst ihre Mutter Rosa für sie. Denn während das Delikatessengeschäft Rafael Ermoza & Söhne im Jerusalemer Machane-Jehuda-Markt floriert, scheint auf den Frauen der Familie ein Fluch zu lasten, der ihnen das Glück in der Liebe verwehrt und sie verbittern lässt. Meisterlich verwebt Sarit Yishai-Levi das Schicksal vierer Generationen der sephardischen Familie mit den bewegtesten Jahrzehnten israelischer Geschichte. (Quelle: Aufbau)

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„Eine treue Frau“ von Jane Gardam
Eine treue Frau

ab 14. März 2016 / 21,90 EUR

Ist Liebe eine Frage der Haltung? Nach „Ein untadeliger Mann“ folgt nun Band zwei der hinreißenden Trilogie von Jane Gardam. Manchmal vergisst Betty, dass sie keine Chinesin ist, so selbstverständlich nah ist ihr das Land, dessen Sprache sie seit Kindertagen beherrscht. Diese elementare Liebe zum Fernen Osten verbindet sie tief mit ihrem künftigen Mann Edward Feathers, dem jungen Star unter den Richtern der Krone in Hongkong. Als Betty Edward ewige Treue verspricht, weiß sie intuitiv, dass ihre Ehe kaum auf wilder Leidenschaft gründen wird. Doch sie ahnt nicht, dass sie nur eine Stunde später der Liebe ihres Lebens begegnen wird, Edwards Erzrivalen Terry Veneering … Jane Gardams „Eine treue Frau“ ist ein umwerfend kluger, zarter Roman über die Spielarten von Liebe und Begehren. (Quelle: Hanser)

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„Tage mit Leuchtkäfern“ von Zoe Hagen

ab 14. März 2016 / 13,00 EUR

Als Antonia in einer Winternacht dem Studenten Fred begegnet, bekommt ihr Leben Überlänge. Denn Fred und seine Freunde, die sich »der Club der verhinderten Selbstmörder« nennen, werden ihr Familienersatz. Bei ihnen kann Antonia einfach sie selbst sein — auch wenn es verdammt wehtut: Der Stress mit ihrer Mutter, eine Patchworkfamilie, der sie sich nicht zugehörig fühlt, und dieser ganze Selbsthass. Sie findet sich im wahrsten Sinne des Wortes zum Kotzen, ständig hängt sie über dem kalten Weiß der Porzellanschüssel. Ihre neuen Freunde, allen voran der sensible und versponnene Noah, sind wie Glühwürmchen in ihrer bodenlosen Traurigkeit. Wenn du jung bist, weißt du eben manchmal nicht, ob du dich umbringen oder nicht doch lieber eine Tasse Tee machen solltest. Doch es kommt der Tag, an dem Antonia sich zwischen Leben und Tod entscheiden muss. (Quelle: Ullstein)

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„Paradise Ost“ von Jo McMillan

ab 14. März 2016 / 20,00 EUR

„Ich hatte nicht erwartet, dass die Berliner Mauer sauber und weiß und glatt sein würde. Sie sah mehr wie die Einfassung eines Schwimmbads aus als die Grenze zum Kalten Krieg. Auf dem Gras des Niemandslandes hoppelten dicke Kaninchen herum und fraßen, als würde niemand sie je jagen und nichts könnte sie aus der Ruhe bringen. Das war ihr Gebiet, hier herrschten sie. Berlin bestand aus drei Teilen: Ost, West und Kaninchenland.“ Als Jess mit ihrer Mutter Ende der 70er Jahre nach Ost-Berlin kommt, ist die Engländerin überrascht davon, wie anders die Welt jenseits des Eisernen Vorhangs aussieht. Für ihre Mutter geht ein Lebenstraum in Erfüllung: Endlich ist für die glühende Kommunistin der Sozialismus tatsächlich real existierend, ist die Lehrerin geachtet und nicht mehr belächelte Minderheit. Jess hingegen erfährt bald, was es heißt, im Land der Gleichen anders zu sein. Aus anfangs kuriosen Unterschieden werden kaum auszuhaltende Widersprüche zwischen Anspruch und Wirklichkeit, und bald steht Jess vor einer schweren Entscheidung – zwischen ihrer Mutter und ihrer Freiheit. Ein warmherzig-humorvoller Roman über das Erwachsenwerden unter ganz besonderen Bedingungen – und eine Zeitreise in eine vergangene Welt, die aus dieser Perspektive noch nie betrachtet wurde. (Quelle: Ullstein)

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„Die längste Nacht“ von Isabel Abedi

ab 15. März 2016 / 19,99 EUR

• Ab 14 Jahren •

Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet – aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah – in jener längsten Nacht … (Quelle: Arena)

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„Das Traumbuch“ von Nina George
Hörbuch Das Traumbuch

ab 17. März 2016 / 19,95 EUR

Ein Unfall verändert die Leben dreier Menschen: Edwinna, genannt Eddie, die Verlegerin für phantastische Literatur mit besonderem Gespür für das Wunderbare. Sam, der hochbegabte 13jährige, der Klänge als Farben sieht und Menschen, Orte oder Stimmungen intensiver wahrnimmt als andere. Und Henri, Eddies einstiger Geliebter. Der ehemalige Kriegsreporter ist Sams Vater, der nach einem Unfall acht Minuten lang tot war und nun darum kämpft, aus dem Koma zu erwachen. Denn von dort, wo er beinah verloren gegangen ist, bringt er eine Botschaft für die, die er liebt. Nina George erzählt in ihrem neuen Roman von den unbekannten Welten zwischen Leben und Tod, Realität und Traum – und von den kleinen Momenten, in denen sich Türen zu ganz anderen Lebenswegen öffnen. Die zu gehen wir uns nur nicht trauen.                          (Quelle: Argon Hörbuch)

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„Der Tag, als ich die Schönste war“ von Michela Tilli
Der Tag, als ich die Schönste war

ab 17. März 2016 / 20,00 EUR

Übergewichtig, antriebslos und internetsüchtig: Das ist Arianna in den Augen ihrer Eltern. Den lieben langen Tag hängt die Siebzehnjährige vor ihrem Notebook, um zu chatten, einen Blog zu schreiben und Bücher zu rezensieren. Als sie wegen mangelnder Leistungen von der Schule fliegt, haben ihre Eltern die Nase voll: Sie nehmen Arianna das Notebook weg und stellen es in die Wohnung einer hilfebedürftigen alten Frau. Arianna darf nur noch ins Internet, wenn sie sich um die alte Dame kümmert. Alte »Dame«? Die achtzigjährige Argentina lässt keine Gelegenheit aus, auf den Nerven ihrer Mitmenschen herumzutrampeln. Doch Arianna merkt bald, dass die alte Frau wie ausgewechselt ist, wenn die Post kommt: Sie schreibt sich leidenschaftliche Liebesbriefe mit ihrer Jugendliebe aus dem lukanischen Heimatdorf. Als Argentina unversehens ihr Herz öffnet und dem Mädchen von dieser Liebe erzählt, hat Arianna eine verrückte Idee. (Quelle: Berlinverlag)

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„Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ von Matt Haig

ab 18. März 2016 / 18,90 EUR

Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein – ebenso unterhaltsam wie berührend. »Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.« Matt Haig (Quelle: dtv)

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„Jane & Miss Tennyson“ von Emma Mills

ab 18. März 2016 / 18,99 EUR

• Ab 14 Jahren •

Devon würde eigentlich nichts an ihrem Leben ändern. Sie ist zufrieden damit, heimlich in ihren besten Freund verliebt zu sein und die Zukunft zu ignorieren. Aber das Leben macht nicht mit. Erst zieht ihr Cousin Foster, ein unverbesserlicher Sonderling mit einem überraschenden Talent für Football, bei ihnen ein. Dann taucht der unausstehliche, überhebliche und unerträglich attraktive Ezra auf. Devon hätte nie erwartet, dass Foster der Bruder wird, den sie nie haben wollte; oder dass Ezra ihre Lieblingsschriftstellerin Jane Austen liest, selbst wenn er Stolz und Vorurteil zunächst für die Fortsetzung von Verstand und Gefühl gehalten hat. (Quelle: Carlsen)

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„Silfur“ von Nina Blazon
Silfur - Die Nacht der silbernen Augen

ab 21. März 2016 / 16,99 EUR

• Ab 10 Jahren •

Sommerferien in Island, einem Land, in dem die Menschen sich am Lagerfeuer Geschichten über Elfenwesen und Wiedergänger erzählen. Doch handelt es sich dabei wirklich nur um Geschichten? Die Brüder Fabio und Tom sind sich da zunehmend unsicher. Gemeinsam mit Elín, dem wilden isländischen Mädchen, das ihnen nicht nur die Hauptstadt Reykjavík zeigt, sondern sie auch mit zu einem Reiterhof in der Nähe der berühmten Hraunfossar-Wasserfälle nimmt, stoßen sie auf eine geheimnisvolle Welt im Verborgenen … (Quelle: cbt)

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„Straße der Wunder“ von John Irving

ab 23. März 2016 / 26,00 EUR

Juan Diego und seine für alle anderen unverständlich sprechende Schwester Lupe sind Müllkippenkinder in Mexiko. Ihre einzige Überlebenschance: der Glaube an die eigenen Wunderkräfte. Denn Juan Diego kann fliegen und Geschichten erfinden, Lupe sogar die Zukunft voraussagen, insbesondere die ihres Bruders. Um ihn zu retten, riskiert sie alles. Verführerisch bunt, magisch und spannend erzählt: zwei junge Migranten auf der Suche nach einer Heimat in der Fremde und in der Literatur. (Quelle: Diogenes)

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„Letzter Bus nach Coffeeville“ von J. Paul Henderson

ab 23. März 2016 / 24,00 EUR

Drei in jeder Hinsicht ziemlich älteste Freunde reisen in einem klapprigen Tourbus der Beatles quer durch die USA bis nach Mississippi. Mit an Bord: Alzheimer, die grausame Krankheit des Vergessens. Nach und nach steigen noch andere Passagiere mit kunterbunten Lebensläufen zu, die verrückt genug sind, um es mit so einem heimtückischen Mitreisenden aufzunehmen. Ein Buch, bei dem man ebenso oft Tränen weint wie Tränen lacht und das man dabeihaben will, wenn’s im eigenen Leben mal nichts mehr zu lachen gibt. (Quelle: Diogenes)

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„Reisepass“ von Robin Jacobs
Reisepass

ab 28. März 2016 / 5,99 EUR

• Ab 8 Jahren •

Ein Reisepass öffnet die Welt! Und dieses originelle Mitmachbuch im Originalformat des deutschen Reisedokuments überbrückt gut gelaunt den langweiligsten Teil des Urlaubs. Er steckt voller Informationen über Zeitzonen und Währungen, Sprachen und Reiserouten. Mit den Spielen, Ausmalseiten und Stickern, mit den Briefmarken oder der Boarding Card verfl iegen die Wartezeiten am Flughafen oder die Stunden auf der Autobahn und im Zug. Und weil jeder Reisende einen eigenen Pass braucht, gibt es noch den Extrapass für das Lieblingskuscheltier! (Quelle: Prestel)

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„Die verflixten Fletcher Boys“ von Dana Alison Levy
Die verflixten Fletcher Boys

ab 28. März 2016 / 14,99 EUR

• Ab 8 Jahren •

Chaos, Lärm und Wäscheberge sind bei den Fletchers an der Tagesordnung. Kein Wunder, bei vier adoptierten Jungs, von denen drei leidenschaftlich Fußball und Eishockey spielen. Ein aufregendes Schuljahr beginnt: Sam (12) entdeckt das Schultheater, aber kann er da als cooler Fußballer mitspielen? Jax (10) müsste für sein Projekt dringend den unfreundlichen Nachbarn interviewen, aber alle diplomatischen Bemühungen scheitern. Eli (10) hadert mit seiner neuen Eliteschule, während Frog (6) in der 1. Klasse gleich eine Freundin findet. Ob es diese Ladybird Li allerdings wirklich gibt, bezweifeln nicht nur Papa und Dad. Am Ende dieses turbulenten Jahres wissen alle sechs Fletchers mehr, vor allem, was für eine großartige Familie sie sind! (Quelle: cbt)

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„Heute sind wir Freunde“ von Patrycja Spychalski
Heute sind wir Freunde

ab 28. März 2016 / 14,99 EUR

• Ab 14 Jahren •

Nell, Leo, Chris, Anton und Valeska sind so verschieden wie Tag und Nacht. Da werden sie versehentlich in der Schule eingesperrt. Gar nicht so schlimm denkt sich Nell, ist sie doch schon lange in Leo verknallt. Super, findet Chris, ist er doch schon ewig in Nell verknallt. Kein Bock hier den Aufpasser zu spielen, denkt sich Streber Anton. Die haben doch keine Ahnung, wer ich wirklich bin, denkt sich Schulschönheit Valeska. Und Leo? Der ist einfach zu cool für diese Welt. Oder doch nicht? Am nächsten Morgen ist nicht nur ein Liebespaar aus der Nacht hervorgegangen, sondern auch fünf Freunde, die es gestern noch nicht waren, aber heute sind … und es vielleicht sogar bleiben. (Quelle: cbt)

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Wenn ihr mögt, dann verratet mir doch die Titel, die auf eurer Wunsch- oder Leseliste gelandet sind!

 cute fox and bird

 

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Das Jahr des Taschenbuchs #2: Kaltblütig und Gnade

jahr des taschenbuchs

Die großartige Aktion „Das Jahr des Taschenbuchs“ (#jdtb16) wurde von Petzi vom Blog Die Liebe zu den Büchern und Ramona von Kielfeder angestoßen und organisiert – und wir machen gerne mit. Ziel und Sinn der Initiative ist es, den Verkauf von Taschenbüchern anzukurbeln und somit den Buchhandel zu unterstützen, indem jeder Teilnehmer monatlich mindestens ein Taschenbuch käuflich erwirbt und dieses auf seinem Blog kurz vorstellt. Bis jetzt gibt es schon über 120 BloggerInnen und Bücherbegeisterte, die sich der Aktion angeschlossen haben. Jeder Lesefreund ist jederzeit herzlich eingeladen, sich zu beteiligen und auch zu einem späteren Zeitpunkt beim #jdtb16 einzusteigen.

Weitere Informationen bekommt ihr, wenn ihr das obige Bild anklickt.

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Gegensätze

Die Taschenbücher, die ich mir in diesem Monat in „meiner“ Buchhandlung gekauft habe, sind vom Titel her völlig gegensätzlich. „Kaltblütig“ und „Gnade“. Dies war keine Absicht, sondern nur ein lustiger und irgendwie schöner Zufall, der mir jetzt erst so richtig aufgefallen ist.

„Kaltblütig“ von Truman Capote

Den Tatsachenroman „Kaltblütig“ (Original: „In Cold Blood“), der erstmals 1965 erschien, lese ich im Rahmen einer Klassiker-Leserunde bei LovelyBooks. Ich hatte schon einiges über Truman Capote gehört und vor längerer Zeit die Verfilmung seines wohl bekanntesten Werkes „Frühstück bei Tiffany“ geschaut. Und da ich sowieso vor habe, mich wieder regelmäßig in Klassiker zu vertiefen, passt diese Lektüre bestens in meinen Plan. Außerdem hat Capote mit „Kaltblütig“ das Genre des Tatsachenromans („non-fiction novel“) begründet: Der Autor schildert den Mord an einer vierköpfigen Familie – inklusive des Tathergangs, der Flucht der Täter, der polizeilichen Ermittlungsarbeiten und des anschließenden Prozesses. All dies wird gleichzeitig wahrheits- und detailgetreu beschrieben wie eine Dokumentation und packend erzählt wie ein Krimi. Kein leichter – dafür aber ein äußerst faszinierender – Lesestoff!

Kein & Aber / 544 Seiten / 01.07.2013 / 12,90 €

Inhalt

Im November 1959 wird in Holcomb, Kansas, die vierköpfige Familie Clutter brutal ermordet. Wenige Wochen später werden die Täter Dick Hickock und Perry Smith auf der Flucht geschnappt. Truman Capote erfährt aus der New York Times von dem Verbrechen und beschließt, am Tatort zu recherchieren. Er spricht mit Bekannten und Freunden der Familie, mit der Polizei. Schließlich erhält er Gelegenheit, mit den beiden Mördern zu reden. Mit der Zeit gelingt es ihm, so viel Nähe zu ihnen herzustellen, dass sie ihm präzise Innenansichten ihrer Seele erlauben. Fast sechs Jahre nach ihrer Tat begleitet er sie bis an den Galgen. Capotes herausragende Rekonstruktion eines Mordes wurde eine Sensation und begründete ein neues literarisches Genre: die „non-fiction novel“, den Tatsachenroman. In einer atemberaubenden Sprache erzählt er, wie aus Menschen Mörder werden. Mit Kaltblütig landete Capote einen internationalen Bestseller. (Quelle: Kein & Aber)

Verlagsseite

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„Gnade“ von Toni Morrison

Dies war ein typischer Tina-Spontan-Kauf. Ich kam in die Buchhandlung, sah das Cover und den Klappentext und kaufte ohne lange nachzudenken. Zu Hause habe ich mich dann richtig gefreut, gerade dieses Taschenbuch erworben zu haben. Denn mit der Thematik von „Gnade“ (Original: „A Mercy“) – Sklaventum und Rassismus – wollte ich mich in diesem Jahr ohnehin intensiver beschäftigen (nachdem ich im letzten Jahr von Sue Monk Kidds „Die Erfindung der Flügel“ so beeindruckt war). Gerade Rassismus und alles, was damit einhergeht, ist ein Thema, das mir immer wieder auf dem Herzen liegt. Und: Toni Morrison gehört zu den wichtigsten Vertreter der afroamerikanischen Literatur und wurde 1993 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Ich denke also, dass ich mich auf anspruchsvollen und ausgezeichneten Lesestoff freuen darf. 🙂

Rowohlt / 224 Seiten / 01.09.2011 / 8,99 €

Inhalt

Milton, Delaware, 1682: Gegen seine Überzeugung nimmt der Pflanzer Vaark aus Mitleid ein junges Sklavenmädchen in Zahlung. Doch bald stirbt er, und das Mädchen bleibt mit drei anderen Frauen, die das Schicksal dort zusammengeweht hat, allein auf seiner Farm zurück. Zusammen kämpfen sie gegen die Wildnis – die der harschen Natur um sie herum und die in ihnen selbst … Eine ergreifende Geschichte über Freiheit, Unabhängigkeit und die geschichtlichen Ursprünge des Rassismus. (Quelle: Rowohlt)

Verlagsseite

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Wie sieht´s bei euch aus? Kennt ihr eins meiner neuen Taschenbücher? Welches Buch – oder welche Bücher – habt ihr euch im Februar zugelegt?

Beste bibliophile Grüße

Tina
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Zitat zum Sonntag #53 Zum Tod von Harper Lee und Umberto Eco

book and pen

*ZITAT ZUM SONNTAG*

Vor wenigen Tagen hat die Literaturwelt zwei große Literaten verloren. Am 19. Februar verstarb die amerikanische Schriftstellerin Harper Lee im Alter von 89 Jahren in ihrer Heimatstadt Monroeville, Alabama. Der Roman, der sie 1960 weltberühmt machte – „Wer die Nachtigall stört“ – gehört zu den wichtigsten Werken der amerikanischen Literatur. Erst im vergangenen Jahr wurde Lee Harpers zweites Werk „Gehe hin, stelle einen Wächter“ veröffentlicht. Ein Buch, das die Autorin zwar vor ihrem Erfolgsroman geschrieben hatte, dessen Manuskript jedoch bisher nicht zur Veröffentlichung freigegeben worden war.

Am gleichen Tag wie Harper Lee starb der italienische Schriftsteller Umberto Eco an den Folgen einer Krebserkrankung. Der Autor, Kolumnist und Philosoph wurde 84 Jahre alt.  Sein bekanntestes Werk war zweifelsohne „Der Name der Rose“ – der Roman, durch den Eco weltberühmt wurde und der später mit Sean Connery in der Hauptrolle verfilmt wurde. Im Herbst 2015 erschien Umberto Ecos letztes Buch: der Kriminalroman „Nullnummer“. Umberto Eco war ein hochintelligenter und intellektueller Mensch, der vielfach auch als Universalgelehrter bezeichnet wurde und immer noch wird.

Zum Gedenken an diese beiden großartigen Literaten möchte ich heute jeweils ein Zitat von Harper und von Umberto Eco mit euch teilen.

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*Verlagsseite*
You never really understand a person until you consider things from his point of view … Until you climb inside of his skin and walk around in it.

Harper Lee, „To Kill a Mockingbird“

Nie versteht man jemanden wirklich, solange man sich nicht in ihn hineinversetzt, dessen Haut überstreift und darin herum spaziert.

Harper Lee, in der deutschen Übersetzung: „Wer die Nachtigall stört“

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Weisheit ist begreifen, dass man nicht weiß, ob etwas schwarz oder weiß ist.

Umberto Eco, „Streichholzbriefe“

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Herzliche Sonntags-Grüße und alles Gute für die kommende Woche,

Tina
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*Books and Music* Ein paar Chansons aus „Der Hut des Präsidenten“

Die Aktion „Books and Music“ hat Ina von Ina´s Little Bakery ins Leben gerufen. Wie der Name schon sagt, geht es um Bücher und Musik – um Lieder, die in Büchern vorkommen und die wir euch gerne vorstellen möchten.

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„Der Hut des Präsidenten“ von Antoine Laurain ist ein französischer Roman, der in jeder Hinsicht sehr französisch ist: Wir lernen dort einige liebenswerte Franzosen kennen, erfahren recht viel vom ehemaligen Präsidenten Mitterand, machen lesenderweise einen Ausflug ins wunderschöne Paris und werden mit der französischen Politik, Geschichte und Kultur konfrontiert. Und natürlich mit französischer Musik. Wenn ihr mögt, bekommt ihr nun ein paar französische Songs – oder eher Chansons – auf die Ohren (obwohl nicht alle der Lieder typische Chansons sind). 🙂

*Verlagsseite*

Viel Spaß beim Hören!

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Mögt ihr französische Musik? Und habt vielleicht noch einen Tipp für mich?

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*druckfrisch* Neuerscheinungen im Februar #2

Wie versprochen gibt es nun den zweiten Teil unserer Auswahl der FEBRUAR-Neuerscheinungen. Meiner Meinung sind wieder einige Schätzchen dabei. Besonders freue ich mich auf das Jugendbuch „Anna und der Schwalbenmann“, auf Jo Nesbøs neuen Krimi „Blood on Snow – Das Versteck“ und auf den vielversprechenden Roman „Mr. Gwyn“. Vielleicht findet ihr ja auch einen Titel auf unserer Liste, der euch ganz besonders anlacht?

Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken!

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr zur jeweiligen Verlagsseite.

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„Wünsche sind für Versager“ von Sally Nicholls
Wünsche sind für Versager

22. Februar 2016 / 15,90 EUR

 • Ab 13 Jahren •

16 Familien und Heime, das ist die nüchterne Bilanz der erst elfjährigen Olivia. Olivia fasst schwer oder gar kein Vertrauen, zu oft ist sie enttäuscht worden. Emotionale Nähe versetzt sie in Panik, und zugleich sehnt sie sich unendlich nach Liebe, Freundschaft und Familie. Doch wer sollte sie schon mögen, wütend und unberechenbar, wie sie ist? So ist Olivia zunächst irritiert, wie gelassen die Iveys reagieren, zu denen sie gerade gekommen ist. Das Leben mit ihnen könnte so schön sein. Doch je stärker Olivias Bindung wird, desto größer wird ihre Angst, dieses endlich gefundene Zuhause wieder zu verlieren. Ein hochemotionales Jugendbuch und zugleich ein starkes Plädoyer für mehr Achtsamkeit. (Quelle: Hanser)

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„Unser wildes Blut“ von W. Schnellbächer / N. Öneren
Unser wildes Blut

22. Februar 2016 / 14,99 EUR

• Ab 14 Jahren •

Alexander liebt seine Mitschülerin Aysel. Doch es ist eine Liebe, die nicht sein darf. Denn Aysel ist Muslimin und Alexander Christ. Die beiden haben keine Chance. Aysels Bruder Ilhan, der auf dieselbe Schule geht, wacht mit Argusaugen über die Ehre seiner Schwester. Aber so leicht gibt Alexander nicht auf. Als der Konflikt sich immer mehr zuspitzt und die ganze Schule in zwei Lager spaltet, soll Aysel plötzlich verheiratet werden. Den beiden Liebenden bleibt nur die Flucht. Doch Aysels Bruder ist ihnen dicht auf den Fersen.           (Quelle: cbt)

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„Der Trick“ von Emanuel Bergmann

24. Februar 2016 / 26,00 EUR

1934, in Prag, bestaunt der fünfzehnjährige Rabbinerssohn Mosche Goldenhirsch im Zirkus die Zauberkunststücke des legendären ›Halbmondmanns‹ und seiner liebreizenden Assistentin – es ist um ihn geschehen, und zwar gleich doppelt. Er rennt von zu Hause weg und schließt sich dem Zirkus an, der nach Deutschland weiterzieht. 2007, in Los Angeles, klettert der zehnjährige Max Cohn aus dem Fenster seines Zimmers, um den Großen Zabbatini zu finden, einen alten, abgehalfterten Zauberer. Der Junge ist überzeugt: Nur Magie kann seine Eltern, die vor der Scheidung stehen, wieder zusammenbringen. Eine bewegende und aberwitzige Geschichte, die Zeiten und Kontinente umspannt, ein Roman über die Zerbrechlichkeit des Lebens und den Willen, sich verzaubern zu lassen. (Quelle: Diogenes)

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„Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells

24. Februar 2016 / 22,00 EUR

»Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.« Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.                     (Quelle: Diogenes)

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„Sommernachtstraum“ von Tanya Lieske

25. Februar 2016 / 14,99 EUR

• Ab 14 Jahren •

Shakespeares ›Sommernachtstraum‹ als Schultheaterprojekt! Voller Vorfreude stürzen sich Ben und seine Schüler in die Proben. Hermia liebt Lysander, Helena will Demetrius, Oberon straft Titania, und die Feenkönigin liebt plötzlich einen Esel: willkommen in Shakespeares Sommernachtstraum! Während die Theatertruppe versucht, der verschlungenen Verwechslungskomödie um verwirrte Liebespaare Herr zu werden, geraten die Liebesgeschicke aller Beteiligten ziemlich durcheinander: Struppi liebt Mireille, Mary Jane will Ben und Bens Freundin trifft sich heimlich mit Mireilles Vater. Bald weiß niemand mehr, wer eigentlich gerade in wen verliebt ist … (Quelle: Fischer KJB)

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„An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ von Roland Schimmelpfennig

25. Februar 2016 / 19,99 EUR

Nachts auf einer eisglatten Autobahn, 80 Kilometer vor Berlin: Ein Tanklaster legt sich quer und kippt um. Auf dem Standstreifen, kurz im Blaulicht der Feuerwehr: ein einzelner Wolf.
Bis Berlin reichen die Spuren des Wolfs, und sein Weg kreuzt sich immer wieder mit den Wegen und Schicksalen unterschiedlicher Menschen. Mit zwei Kindern, die von zu Hause weggelaufen sind und durch Wald und Stadt irren. Mit dem polnischen Bauarbeiter, der verzweifelt nach seiner Freundin sucht. Mit der Frau, die morgens auf dem Balkon die Tagebücher ihrer Mutter verbrennt. Wie in einem Schwarzweißfilm, in dem gelbes Winterfeuer flackert, ziehen die Bilder und Geschichten dieses Romans an uns vorbei. Sie erzählen vom Suchen und Verlorensein, von der Kälte unserer Zeit und der Sehnsucht nach einem anderen Leben. Ein Roman von großer visueller Kraft, dessen Poesie und Schönheit man sich nicht entziehen kann. (Quelle: S. FISCHER)
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„Weit über das Land“ von Peter Stamm

25. Februar 2016 / 19,99 EUR

Ein Mann steht auf und geht. Einen Augenblick zögert Thomas, dann verlässt er das Haus, seine Frau und seine Kinder. Mit einem erstaunten Lächeln geht er einfach weiter und verschwindet. Astrid, seine Frau, fragt sich zunächst, wohin er gegangen ist, dann, wann er wiederkommt, schließlich, ob er noch lebt.
Jeder kennt ihn: den Wunsch zu fliehen, den Gedanken, das alte Leben abzulegen, ein anderer sein zu können, vielleicht man selbst. Peter Stamm ist ein Meister im Erzählen jener Träume, die zugleich locken und erschrecken, die zugleich die schönste Möglichkeit und den furchtbarsten Verlust bedeuten. ›Weit über das Land‹ ist ein Roman, der die alltäglichste aller Fragen stellt: die nach dem eigenen Leben. (Quelle: S. FISCHER)

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„Blood on Snow – Das Versteck“ von Jo Nesbø

26. Februar 2016 / 12,99 EUR

Ulf ist Geldeintreiber. Sein Boss ist der Fischer. Der Fischer ist einer DER Drogenhändler Oslos. Als Geldeintreiber wird man nicht unbedingt reich. Doch jetzt hat Ulf einen Weg gefunden. Glaubt er. Zwei Probleme stellen sich. Drogenhändler lassen sich ungern reinlegen. Und schicken sie ihre Killer los, sollte man ganz weit laufen – und sich ein gutes Versteck suchen. „Blood on Snow. Das Versteck“ ist der zweite Band der BLOOD ON SNOW-Reihe.             (Quelle: Ullstein)

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„Mofaheld“ von Lars Niedereichholz

26. Februar 2016 / 14,99 EUR

Als Marcs Eltern sich entschließen, das Reihenhaus gegen eine Seniorenwohnung einzutauschen, fällt sie ihm wieder in die Hand: Seine alte Schatzkiste, prall gefüllt mit Konzertkarten, alten Mixkassetten, Briefen, Fotos und vor allem – einem Batikhalstuch.
Das riecht nach Parfum und Haarspray und katapultiert Marc zurück in die 80er Jahre: Denn damals, mit 15, waren der Traum von einer eigenen Band, die geheimen Ausflüge ins Nachtleben, alkoholbedingte Ausfälle, die Schmach über das peinlichste Mofa der Welt, die neue Platte von Mötley Crüe und vor allem die Aussicht auf den ersten Sex mit Anna irgendwie wichtiger als Tschernobyl, Kalter Krieg und die Ehekrise seiner Eltern … (Quelle: Rowohlt)

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„Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ von Jojo Moyes

26. Februar 2016 / 14,99 EUR

Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner – englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie wieder trennte. Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances. Während die anderen zu Schicksalsgenossinnen werden, ihre Hoffnungen und Ängste miteinander teilen, bleibt sie verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht und wie sie Schreckliches erlebt hat im Krieg, findet sie einen Vertrauten. Eines Tages jedoch holt Frances ausgerechnet der Teil ihrer Vergangenheit ein, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte … (Quelle: Rowohlt)

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„Mr. Gwyn“ von Alessandro Baricco

27. Februar 2016 / 22,00 EUR

Jasper Gwyn, ein berühmter englischer Schriftsteller Anfang vierzig, fasst eines Tages einen weitreichenden Entschluss. In einem Zeitungsartikel listet er 52 Dinge auf, die er fortan nicht mehr zu tun gedenkt, darunter auch: Bücher schreiben. Stattdessen beschließt er, in seinem neuen Leben als „Kopist“ zu arbeiten und Porträts anzufertigen – dies allerdings nicht mit Pinsel und Palette, sondern in geschriebener Form. Er mietet ein Atelier an, wo ihm fortan Menschen Modell sitzen, die sich später in seinen Porträts gänzlich wiederfinden werden. Bis eine junge Frau auftaucht, die sich den strengen Regeln des Kopisten entzieht. (Quelle: Hoffmann und Campe)

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„Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner“ von Claudia Boldt
Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner

29. Februar 2016 / 12,99 EUR

• Ab 4 Jahren •

Der kleine Fuchs ist nicht so wie andere Füchse. Er ist Vegetarier. Hähnchen frisst er nicht, am liebsten mag er Schweizer Käse. Und am allerliebsten will er Detektiv werden. Doch eines Tages ist es so weit: „Ferdinand“, sagt Vater Fuchs, „bald bist du ein großer Fuchs. Es wird Zeit, dass du dein erstes Huhn fängst.“ Das Fangen ist ein Hühnerspiel, aber das Huhn fressen … Und plötzlich ist das Hühnchen auch noch verschwunden und Papa überträgt Ferdinand seinen ersten Fall: das Huhn finden. Der kleine Fuchs macht sich an die Verfolgung und am Ende hat er eine ganz ausgefuchste Lösung für sein Problem. (Quelle: Prestel)

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„Wer war Alice?“ von T. R. Richmond
Wer war Alice

29. Februar 2016 / 14,99 EUR

Alice Salmon ist erst fünfundzwanzig Jahre alt, als sie eines Morgens leblos in einem Fluss in Southhampton gefunden wird. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen – sie ahnte nicht, dass dies die letzten Stunden ihres Lebens sein würden. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich ins Wasser gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt: über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Wie ein Besessener versucht er herauszufinden, was in jener Nacht tatsächlich geschah. Jeder kleinsten Spur geht er nach und sammelt alles über Alice, was er finden kann. Aber warum ist er so engagiert? (Quelle: der Hörverlag)

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„Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?“ von Angela Marsons
Silent Scream

29. Februar 2016 / 14,99 EUR

Detective Inspector Kim Stone, West Midlands Police. Vierunddreißig, schlagfertig, kompromisslos. Nicht immer freundlich, nicht immer fair, nicht immer regelkonform. Ihre Mutter lebt in der geschlossenen Psychiatrie, doch wie es der alten Schlange geht, interessiert Kim nicht. Als eine Schuldirektorin in ihrer Badewanne ertränkt und kurz darauf ein Mann mit aufgeschnittener Kehle gefunden wird, finden Kim Stone und ihr Team heraus, dass beide in einem inzwischen geschlossenen Kinderheim gearbeitet haben. Auf dem brachliegenden Grundstück sollen Ausgrabungen durchgeführt werden. Liegt im lehmigen Boden ein Geheimnis verborgen? Doch um ihm auf den Grund zu kommen, muss sich Kim den Dämonen ihrer eigenen Kindheit stellen …           (Quelle: der Hörverlag)

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„Papierjunge“ von Kristina Ohlsson
Papierjunge

29. Februar 2016 / 19,99 EUR

In der Nacht erwacht er zum Leben, erwählt ein Kind und verschwindet mit seinem Opfer in der Dunkelheit. Der Papierjunge. Eigentlich glaubt niemand an die jüdische Sagengestalt – bis an einem eiskalten Wintertag in Stockholm eine Erzieherin vor den Augen von Schülern und Eltern erschossen wird. Als wenig später zwei Kinder verschwinden, fragen sich die Ermittler Fredrika Bergman und Alex Recht, ob der Junge aus der Legende etwas mit den Vorfällen zu tun haben könnte. Die Ermittlungen führen Fredrika nach Israel, wo sie mit einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit konfrontiert wird …                   (Quelle: Limes)

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„Im Labyrinth der Lügen“ von Ute Kraus
Im Labyrinth der Lügen

29. Februar 2016 / 14,99 EUR

• Ab 10 Jahren •

Paul ist am Boden zerstört: Seine Eltern wurden nach einem Fluchtversuch von der Bundesrepublik freigekauft und beginnen in West-Berlin ein neues Leben – ohne ihn. Er darf die DDR nicht verlassen und ob er seine Eltern je wiedersehen wird, ist ungewiss. Halt geben ihm Oma und Onkel Henri – und seit kurzem seine Klassenkameradin Millie, die ohne Mutter beim Vater lebt. Eines Abends besuchen die beiden Onkel Henri im Pergamonmuseum, der dort als Nachtwächter arbeitet. Als sie in den Sälen unerklärliche Geräusche hören, forschen Paul und Millie auf eigene Faust nach und geraten in eine gefährliche Geschichte … (Quelle: cbj)

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„Düsterbuch City Lights“ von Alexander Kühne
Düsterbusch City Lights

29. Februar 2016 / 14,99 EUR

Düsterbusch ist kein Ort für Helden. Nicht Preußen, nicht Sachsen, ein Kaff am Rande des Spreewalds. Anton wohnt hinter dem Mähdrescher Friedhof und träumt vom großen Leben. Bis er eine glänzende Idee hat: Sein Dorf soll Metropole werden, mit U-Bahn-Anschluss und Leuchtreklamen. Mit einer Handvoll Freunden macht er sich daran, mitten in der DDR einen Szene-Club nach Londoner Vorbild aufzuziehen. Alexander Kühne erzählt die Geschichte von einem, der bleibt und kämpft – aber nicht politisch, sondern mit den Waffen der Popkultur. Er erzählt von den großen Träumen im Kleinen und vom Scheitern einer Utopie. (Quelle: Heyne)

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„Anna und der Schwalbenmann“ von Gavriel Savit
Anna und der Schwalbenmann

29. Februar 2016 / 16,99 EUR

• Ab 14 Jahren •

Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann. (Quelle: cbt)

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Hier geht´s zum ersten Teil der FEBRUAR-Neuerscheinungen:

*Neuerscheinungen im Februar #1*
Cute fox and funny elk reading books on bench. Vector isolated illustration
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Zitat zum Sonntag #52 aus: Aus Liebe zum Buch

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*ZITAT ZUM SONNTAG*

Bei dem Büchlein „Aus Liebe zum Buch“  ist der Titel Programm. Denn aufgrund ihrer Leidenschaft und Liebe zum gedruckten Buch eröffnet die erfolgreiche amerikanische Schriftstellerin Ann Patchett eine Buchhandlung in ihrer Heimatstadt Nashville. In dem liebevoll gestalteten Büchlein  – das inhaltlich eher einem Essay gleicht – erklärt sie ihre Motivation für diese Entscheidung, beschreibt ihren Weg zur eigenen Buchhandlung und wirbt für den unabhängigen Buchhandel als einen wertvollen Ort der Begegnung.

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Jetzt, da wir jederzeit jedes Buch bestellen können, ohne uns vom Bildschirm wegzubewegen, merken wir, war wir verloren haben: eine Begegnungsstätte, zwischenmenschlichen Kontakt, die Empfehlung eines klugen Lesers im Gegensatz zu einem Computeralgorithmus, der uns sagt, was andere Kunden gekauft haben.

(Ann Patchett, Seite 39)

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Nicht Amazon trifft die Entscheidungen, sondern die Menschen können sie dadurch treffen, wie und wo sie ihr Geld ausgeben. Wenn Ihnen das, was eine Buchhandlung zu bieten hat, etwas bedeutet, dann kaufen Sie in einer Buchhandlung ein.

(Ann Patchett, Seite 52)

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*Verlagsseite*

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Diese Zitate – und die Botschaft, die dahinter steckt – sprechen mir aus dem Herzen. Ich könnte mir unseren Wohnort ohne eine Buchhandlung nicht vorstellen; es ist ein Ort, an dem ich mich liebend gerne aufhalte und den ich als große kulturelle Bereicherung empfinde. Daher möchte ich meinen Beitrag zur Unterstützung des (unabhängigen) Buchhandels leisten und kaufe meine Bücher in dieser literarischen Begegnungsstätte.

Wie seht ihr das? Habt ihr auch einen Faible für Buchläden?

Ich grüße euch ganz herzlich und wünsche euch eine Woche voller guter Begegnungen – auf der Arbeit, zu Hause oder in der Buchhandlung! 🙂

Tina
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*Aus meinem Lese-Tagebuch* Von Winterbüchern und Schmetterlingen

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Passend zum Winter (der irgendwie nicht so richtig Einzug halten wollte – hier bei uns in Hessen) habe ich vor einigen Wochen ein paar Winterbücher gelesen. Um wenigstens lesenderweise in Winterstimmung versetzt zu werden. 🙂 Und das ist den Romanen sogar teilweise gelungen. Nur der Schmöker „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ hat mich nicht dem Winter näher-, sondern eher zum Lachen gebracht.

„Kaltengrund“ von Zeno Diegelmann

12. November 2015 / 9,99 EUR

*Verlagsseite*
Inhalt

Ein schwerer Schneesturm schneidet die Dörfer der Hohen Rhön von der Außenwelt ab. Doch Kommissar Klaus Seeberg muss in das Dorf Kaltengrund, um den dreißig Jahre zurückliegenden Mord an einem Grenzsoldaten aufzuklären. Während seiner Ermittlungen stößt er bei den Einheimischen auf eine Mauer des Schweigens. Aber er bleibt hartnäckig, denn er glaubt, dass die Spur ihn auch zu den Verantwortlichen für den Mord an seiner Tochter führt. (Quelle: Aufbau)

Meine Notizen

„Kaltengrund“ schildert den bereits dritten Fall von Kommissar Seeberg. Ein Regionalkrimi mit reichlich Lokalkolorit, einem sympathischen Kommissar, verschrobenen Nebenfiguren und einer kleinen Liebesaffäre. Die Geschichte spielt mitten im tiefsten Winter, in der tiefsten Rhön – in einem winzigen Ort, dessen Einwohner so manche Geheimnisse zu verbergen haben (und möglicherweise auch einige Leichen im Keller?). Die Handlung bietet das nötige  – für mich perfekte – Maß an Spannung, um den Leser mitzureißen, aber nicht zu gruseln. Beim Lesen dieses Kriminalromans wird einem so richtig kalt ums Herz und man kann den Winter förmlich spüren. 🙂 Klare und eiskalte Lese-Empfehlung von mir!

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„Wintergäste“ von Sybil Volks

21. August 2015 / 14,90 EUR

*Verlagsseite*
Inhalt

Die Nachricht von Inge Boysens Tod war ein Fehlalarm. Doch da haben sich Kinder und Kindeskinder bereits in dem kleinen Haus hinter dem Deich versammelt. Kurz vor dem Jahreswechsel schneidet ein Schneesturm Haus Tide und seine Bewohner von der Außenwelt ab. Während draußen die Welt vereist, kochen im Innern alte Feindseligkeiten und neue Sehnsüchte hoch. Drei Generationen in einem eingeschneiten Inselhaus – in wenigen Tagen entfaltet sich zwischen ihnen das Leben in seiner ganzen Tragik, Komik und Magie. (Quelle: dtv)

Meine Notizen

„Wintergäste“ ist ein atmosphärischer Familienroman, dessen Handlung sich auf engstem Raum abspielt – in einem Friesenhaus auf einer kleinen Nordseeinsel. Alle Mitglieder einer Großfamilie verschlägt es kurz nach Weihnachten mehr oder weniger freiwillig in das Haus ihrer Kindheit. Und dort sitzen sie nun wetterbedingt fest, während alte Fehden aufleben und neue Intrigen gesponnen werden. Die Autorin schildert das Schicksal jedes Familienmitglieds – für meinen Geschmack ein wenig zu ausführlich – und driftet dabei schon mal ins Melodramatische ab. Nichtsdestotrotz fand ich es enorm spannend, mitzuverfolgen, wie es einer Familie ergeht, die eigentlich in alle Winde verstreut lebt und sich plötzlich wieder für mehrere Tage mit einer erzwungenen Nähe arrangieren muss. Ein schöner Schmöker mit Winteratmosphäre, mit dem man es sich an winterlichen Abenden auf der Couch gemütlich machen kann.

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„Winterzauber wider Willen“ von Sarah Morgan

10. November 2014 / 9,99 EUR

*Verlagsseite*
Inhalt

Dezember: und Kayla Green hat nur einen Weihnachtswunsch: dass das „Fest der Liebe“ möglichst schnell vorbeigeht! Schlitten, Rentiere und dieser bärtige alte Mann im roten Mantel sind ihr ungefähr so angenehm wie Zahnschmerzen. Da kommt der PR-Expertin der Auftrag von Jackson O`Neil sehr gelegen. Als der Hotelier sie bittet, die Feiertage im malerischen Snow Crystal zu verbringen und dort eine Kampagne für das Skiresort seiner Familie zu entwickeln, kann Kayla nicht Nein sagen. Immerhin ist Jackson ihr Auftraggeber – und dazu äußerst attraktiv! Und die luxuriöse Blockhütte, in der er sie einquartiert, entpuppt sich zum Glück als lamettafreie Zone. Doch schon das erste Treffen mit Jacksons Familie bringt die Weihnachtshasserin ganz schön in Bedrängnis …             (Quelle: Mira Taschenbuch)

Meine Notizen

Nachdem vielerorts von dieser winterlichen Liebesgeschichte geschwärmt wurde, wollte ich mir den Titel auch endlich zu Gemüte führen. Allerdings wurde aus „Winterzauber wider Willen“ für mich schnell „Winterzauber mit Widerwillen“ und ich habe den Roman nur widerwillig beendet. 😉 Ich lese zwar ab und zu ganz gerne ein locker-leichtes Buch, habe dieses jedoch als ein bisschen zu flach, zu oberflächlich und vor allem als zu klischeehaft empfunden. Einzig die Landschaftsbeschreibungen und die Winteratmosphäre, die die Autorin gekonnt in Szene setzt, haben mir richtig gut gefallen. Die Liebesgeschichte war meiner Meinung nach mit so vielen Klischees beladen, dass ich mich des öfteren über die Protagonisten geärgert habe. Für Leserinnen mit einem Faible für romantische Schmöker ist dieser Roman sicher lesenswert, meinen persönlichen Geschmack hat er nicht getroffen.

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„Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ von Petra Hülsmann

Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen - Petra Hülsmann - Taschenbuch

18. Juni 2015 / 9,99 EUR

*Verlagsseite*
Inhalt

Na, das kann ja heiter werden! Als Karo ihre neue Stelle bei einem großen Hamburger Fußballverein antritt, muss sie feststellen, dass sie nicht wie geplant im gehobenen Management anfangen wird, sondern sich ausschließlich um den Spitzenspieler des Vereins kümmern soll – als Chauffeurin und Anstandsdame. Denn Patrick ist zwar ein Riesentalent, steckt seine Energie aber momentan lieber ins ausschweifende Nachtleben als ins Training. Von der ersten Begegnung an ist klar, dass Patrick und Karo sich nicht ausstehen können. Doch irgendwann riskieren die beiden einen zweiten Blick – und das Gefühlschaos geht erst richtig los … (Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Notizen

Mit diesem entzückenden Liebesroman hat Petra Hülsmann einmal wieder bewiesen, dass sie ein Händchen für heiteren und unbeschwerten Lesestoff hat. „Wenn Schmetterling Loopings fliegen“ ist zwar keine Lektüre mit Tiefgang, macht aber einfach Spaß und sorgt für entspannte und humorvolle Lesestunden, bei denen man hin und wieder laut lachen muss. Da mein Herz ein kleines bisschen für den Fußball – und alles, was damit zusammenhängt – schlägt, hat es mich sehr gefreut, dass die Autorin dieses Thema aufgegriffen und „frauengerecht“ in ihrer Geschichte verarbeitet hat. Ein wunderbarer Lesespaß, den ich gerne weiterempfehle.

Soundtrack
Ein Auszug aus Caros (witzigen) Mixtapes 🙂

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*Rezension* 7 Wochen ohne Überforderung / Julia Warkentin

Heute hat die alljährlich Fastenzeit begonnen, die von vielen Menschen genutzt wird, um für sieben Wochen auf etwas zu verzichten und bestimmte Nahrungsmittel oder Gewohnheiten zu fasten. Der Verlag Neukirchener Aussaat veröffentlicht seit einigen Jahren ganz wunderbare Bücher – sogenannte Fastenkalender -, die sich mit einer kreativen, besonderen und etwas anderen Art des Fastens auseinandersetzen. Einen dieser Fastenkalender möchte ich euch nun vorstellen.

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Neukirchener Aussaat / Taschenbuch / 123 Seiten / 04.11. 2014 / Ratgeber / 8,99 EUR

• Verlagsseite  • Leseprobe •

Der Inhalt

Sich gestresst, überfordert oder sogar ausgebrannt zu fühlen, gehört für viele Menschen zum Alltag. Der Zeitgeist verlangt, dass wir immer noch mehr Dinge in unserem Leben bewältigen. Die moderne Frau hat nicht nur „Kinder, Küche und Kirche“ problemlos unter einen Hut zu bringen, sondern zusätzlich „Karriere, Körper und Kultur“. Den modernen Männern geht es nicht viel anders: Karriere, Familie, Aussehen, Sportlichkeit. Und so ganz nebenbei sollten wir ständig erreichbar sein und uns ehrenamtlich engagieren.
Dieses Buch lädt ein, in einem 7-wöchigen Experiment während der Fastenzeit bewusst aus dem Hamsterrad der Überforderung auszusteigen. In täglichen Impulsen geht es darum, zunächst den Ursachen auf die Schliche zu kommen. Anschließend kann jeder Leser für sich selbst Strategien entwickeln, um mit den Anforderungen seines Lebens anders umzugehen – natürlich ohne in eine neue Überforderung zu rutschen. (Quelle: Neukirchener Aussaat)

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Die Gedanken zum Buch

Stress lass nach?

Mal ganz ohne Stress und Überforderung leben, völlig entspannt den Alltag bestreiten, sich niemals überfordert fühlen und alle Aufgaben mit Leichtigkeit meistern. Hört sich gut an, oder?! Aber geht das so einfach – am besten noch auf Knopfdruck? Und vor allen Dingen – WIE geht das? Die Autorin Julia Warkentin hat sich in ihrem Buch „7 Wochen ohne Überforderung“ diesem Thema, dieser Fragestellung gewidmet. Dabei geht es der Autorin nicht darum, eine Patentlösung für ein stressfreies Leben zu liefern. Vielmehr möchte sie ihre Leser zu einem individuellen Fastenexperiment motivieren, das unter dem Motto des Buches  – 7 Wochen ohne Überforderung – steht und das dazu dienen soll, die persönlichen Ursachen für Überforderung unter die Lupe zu nehmen und Strategien zu entwickeln, mit den Herausforderungen des Alltags umzugehen.

Fasten – mal anders

Für jeden Tag in der Fastenzeit – von Aschermittwoch bis Ostersonntag – hat Julia Warkentin einen kurzen Text verfasst, der sich mit dem Thema „Stress und Überforderung“ beschäftigt. Der Leser bekommt täglich wertvolle Impulse, kreative Anregungen und praktische Tipps zur Prävention von Stress und zum Umgang mit Überforderung. Durch gezielte Fragen der Autorin kann man persönliche Antreiber entlarven, den individuellen Stress-Pegel herausfinden, Kraft-Tankstellen entdecken und Kraft-Räubern auf die Schliche kommen. Auch den christlichen Glauben bezieht die Autorin in ihre Gedanken und Impulse mit ein. So regt sie dazu an, die Heilkraft der Schöpfung zu nutzen und jeden neuen Tag als Geschenk Gottes anzunehmen.

Jede Woche des Fastenexperiments steht unter einem speziellen Slogan – wie beispielsweise „Der perfekte Rastplatz“, „Den Gegenwind wie ein Adler nutzen“, „Öfter mal Energie tanken“ oder „Sich helfen lassen verbindet.“ So kann man sich als Leser auf vielfältige Weise mit der Thematik auseinandersetzen und an verschiedenen Strategien zur Stressbewältigung arbeiten. Alle Texte sind leicht verständlich und motivierend formuliert, die Impulse der Autorin lebensnah und umsetzbar.

Ich habe „7 Wochen ohne Überforderung“ bereits im letzten Jahr gelesen und möchte dieses bereichernde Fastenexperiment in der diesjährigen Fastenzeit noch einmal durchführen.

Die Autorin

Julia Warkentin, geb. 1974, ist Diplom-Kulturwissenschaftlerin und arbeitet hauptberuflich als Personalentwicklerin in einer großen deutschen Verlagsgruppe. Nebenberuflich ist sie als Systemische Beraterin (DGSF) und Coach sowie als freie Journalistin und Autorin tätig.(Quelle: Neukirchener Aussaat)

Das Fazit

„7 Wochen ohne Überforderung“ ist ein Fastenkalender der besonderen Art – mit einer nachhaltigen Wirkung. Es ist absolut lohnenswert und gewinnbringend, sich auf dieses Fastenexperiment einzulassen und somit neue Schritte in Richtung Stress-Bewältigung und entspannter Lebensgestaltung zu gehen. Allen, die sich von ihrem Hamsterrad verabschieden wollen, lege ich dieses Buch sehr gerne ans Herz. 🙂

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Weitere empfehlenswerte Fastenkalender

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Zitat zum Sonntag #51 aus: Brooklyn

book and pen

*ZITAT ZUM SONNTAG*

Vor zwei Wochen habe ich mir im Kino einen Film angeschaut, der mich tief beeindruckt und berührt hat: Es war die ausgezeichnete Verfilmung des Romans „Brooklyn“ aus der Feder von Colm Tóibín. Im Anschluss an den Kinobesuch habe ich mich in das Buch des irischen Schriftstellers vertieft.

„Brooklyn“ erzählt die Geschichte der Irin Eilis (gesprochen: Ejlisch). Ihre Heimat – das Irland der 50-er Jahre – hat der jungen Frau wenig zu bieten, und als ihr in Brooklyn, New York eine Anstellung als Verkäuferin in Aussicht gestellt wird, reist sie kurzerhand nach Amerika. Dort angekommen, ist sie überwältigt von dieser neuen Welt mit all ihren neuen Eindrücken.

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(…) jeder Moment schien irgendeinen neuen Anblick oder eine neue Empfindung oder Information mit sich zu bringen. (…) Für jeden Tag, dachte sie, brauchte sie eigentlich einen vollen weiteren Tag, um alles, was geschehen war, zu überdenken und zu speichern und sich davon zu befreien, damit es sie nicht nachts wach hielt oder ihre Träume mit Momentaufnahmen dessen erfüllte, was sie wirklich erlebt hatte, (…).

*Verlagsseite*

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Der Autor schildert auf feinsinnige Art, wie es ist, wenn ein Mensch körperlich eine Reise in die Fremde antritt und die Seele erst nach und nach hinterherreist. Wenn der Geist den äußerlichen Geschehnissen nicht ganz folgen kann. Eilis trägt ihre irische Heimat stets im Herzen und ist oft hin- und hergerissen zwischen den beiden Welten – Amerika und Irland. Auch in dem Film wird diese innere Zerrissenheit sehr gut zum Ausdruck gebracht – durch die überzeugende Darstellung der Schauspielerin Saoirse Ronan.

Sowohl die Verfilmung als auch den Roman „Brooklyn“ kann ich euch wärmstens empfehlen – beides ist ganz großes Kino. 🙂

Ich wünsche euch eine Woche, in der Seele, Körper und Geist im Einklang miteinander „reisen“. Herzliche Grüße

Tina

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*Rezension* Moxyland / Lauren Beukes

Ich lebe gerne in der Gegenwart, mag es aber auch, lesetechnisch in eine zukünftige, fiktive Welt einzutauchen. „Moxyland“ ist solch ein Roman, der sich mit der Zukunft beschäftigt. Mit einer Zukunft in Südafrika, veranschaulicht am Schicksal von vier jungen Menschen.

Ich hatte zwar vor der Lektüre dieses Buches einige negative Stimmen und Kritiken darüber gelesen, wollte mir aber unbedingt ein eigenes Bild machen – und habe mich somit in die Welt von „Moxyland“ gestürzt.

2016-02-05 17.25.26

Rowohlt / Taschenbuch / 368 Seiten / aus dem Englischen von Mechthild Barth  18.12.2015 / Science-Fiction / 9,99 €

• Verlagsseite  • Leseprobe •

Der Inhalt

Kapstadt in der nahen Zukunft: Eine neue Form der Apartheid hat Einzug gehalten – zwischen Arm und Reich, zwischen Online und Offline. In dieser repressiven Welt kreuzen sich die Wege von vier grundverschiedenen Menschen: der Fotografin Kendra, die nach einer Injektion mit Nanobots als lebende Werbefläche herumläuft; des hedonistischen Videobloggers Toby, der in den Sog eines mysteriösen Online-Computerspiels gerät; der systemkonformen Programmiererin Lerato – und von Tendeka, dem romantischen Antikapitalisten, der nichts Geringeres plant, als das System zu stürzen … (Quelle: Rowohlt)

Die Gedanken zum Buch

Toby, Kendra, Tendeka und Lerato – die vier Protagonisten von „Moxyland“ – haben nicht viel gemeinsam. Außer, dass sie alle in einem Kapstadt der Zukunft leben. In einer Stadt, in der sowohl Technik als auch die Medien eine entscheidende Rolle spielen und in der die Menschen durch eben diese Medien kontrolliert werden. So hat beispielsweise ein Mobiltelefon für seinen Besitzer eine lebenswichtige Funktion. Es dient als Geldkarte, Wohnungsschlüssel, Personalausweis und Datenspeicher. Ohne ein Mobiltelefon ist man „Offline“ und hat kaum eine Überlebenschance. Zum Glück sind unsere vier Hauptfiguren „Online“ und haben ihren Platz in diesem zukünftigen Kapstadt eingenommen. Allerdings nicht, ohne gegen das System zu protestieren und sich – jeder auf seine Art – dagegen aufzulehnen. Während der Sozialarbeiter Tendeka sich in terroristischen Aktivitäten verliert und verschiedene Anschläge plant, die junge Fotografin Kendra sich als Versuchsobjekt für eine Werbekampagne zur Verfügung stellt und Toby seiner Leidenschaft als Videoblogger frönt, zieht die erfolgreiche Programmiererin Lerato im Hintergrund einige Fäden, um das System zu demontieren.

Das zukünftige Kapstadt, wie die südafrikanische Autorin Lauren Beukes es darstellt, ist düster, verstörend und perspektivlos. Die Menschen bewegen sich wie in einem Käfig – einem Käfig, der gläsern ist und keinen Schutz bietet. Die Ideen zu ihrem Buch hat die Autorin über mehrere Jahre hinweg gesammelt und sie zunächst als kurze (oft wahre) Geschichten aufgeschrieben, aus denen dann dieser Roman entstand. In Südafrika wurde „Moxyland“ bereits im Jahr 2008 veröffentlicht, und nach Beendigung dieses Buches wird man erstaunt – und vielleicht erschreckt – feststellen, dass einige Aspekte aus Beukes´ Darstellung heute – 2016 – bereits Wirklichkeit geworden sind.

Die eigene Meinung

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich anfangs einige Schwierigkeiten mit „Moxyland“ hatte. Die Autorin wirft ihre Leserschaft mit einem einzigen Schwung in die Zukunft, in das Südafrika der Zukunft. Dabei wirft sie außerdem mit fremdartigen Ausdrücken, unbekannten Namen und neuartigen Bezeichnungen nur so um sich. Es wirkt beinahe so, als würde sie voraussetzen, dass man schon bestens über ihre Version der Zukunft informiert ist. Dies habe ich als anstrengend, befremdlich und verwirrend empfunden. Auch die vier Protagonisten wirken zu Beginn ein wenig plan- und orientierungslos, sie verbindet scheinbar kaum etwas. Noch niemals ein roter Faden, nach dem man in den ersten Kapiteln vergeblich suchen muss.

Doch Geduld zahlt sich bei „Moxyland“ aus: Im Laufe der Geschichte kommt der rote Faden immer stärker zum Vorschein, die Schicksale der Charaktere verknüpfen sich immer mehr miteinander und Lauren Beukes gelingt es, langsam aber sicher einen Spannungsbogen aufzubauen. Es lohnt sich definitiv, bei diesem Roman am Ball – beziehungsweise am Buch – zu bleiben, denn in den letzen zwei Dritteln wird man mit packenden Lesestunden belohnt.

Die Autorin

Lauren Beukes wurde 1976 in Johannesburg, Südafrika, geboren. Sie arbeitet als Autorin und Journalistin und schreibt Romane, Graphic Novels und Drehbücher. Heute lebt sie in Kapstadt. Die Autorin begeisterte mit ihren ersten beiden Romanen «Moxyland» und «Zoo City» und das Feuilleton im englischsprachigen Ausland und gewann für ihr Werk einen der beiden renommiertesten internationalen Sci-Fi- Literaturpreise – den Arthur C. Clarke Award. Ihre Romane «Shining Girls» und «Broken Monsters» waren internationale Bestseller. (Quelle: Rowohlt)

Das Fazit

„Moxyland“ ist ein intelligentes, anspruchsvolles, düsteres und teils verwirrendes Science-Fiction-Drama mit vier sehr unterschiedlichen und sehr faszinierenden Protagonisten. Diese Geschichte ist sicherlich kein leichter Lesestoff, der jedem Leser gleichermaßen schmecken wird. Daher gibt es von mir auch keine uneingeschränkte Lese-Empfehlung. Aber wer sich ohnehin gerne in Dystopien und Science-Fiction-Romane vertieft und bereit ist, sich auf die zukünftige südafrikanische Welt einzulassen, wird garantiert einige unterhaltsame und spannende Lesestunden mit diesem Buch verbringen können.

Die Vernetzung

Ich habe „Moxyland“ zeitgleich mit Anna von Buchstabenträumerei gelesen, und wir haben uns im Anschluss über unseren Lesestoff ausgetauscht. Das hat uns beiden viel Spaß gemacht und hat auf jeden Fall zur Bereicherung des Lesevergnügens beigetragen. 🙂 Anna schreibt hervorragende Buchbesprechungen – ein Besuch auf ihrem wunderbaren Blog lohnt sich immer. Hier ist ihre Rezension zu „Moxyland“:

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