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*helden.buch.zitat* Zitat zum Sonntag #2

Beim Lesen stolpere ich immer wieder über schöne Formulierungen, Ausdrücke und Eindrücke, Beschreibungen, Metaphern und geistreiche Dialoge. Das lässt mein Leserherz höher schlagen. 🙂 Und ich denke oft: Oh, wie schön – das muss ich mir merken! Deswegen habe ich letzte Woche die Aktion „Zitat zum Sontag“ gestartet. Hier werde ich jede Woche eins meiner Lieblings-Zitate euch teilen. 🙂

Das heutige Zitat stammt aus dem (Hör-)Buch

„Der Sohn“ von Jo Nesbø.

 Der „Sohn“ Sonny Lofthus unterhält sich mit dem Taxifahrer Pelle über die Liebe. Obwohl Pelle ein einfacher Mann ist, antwortet er sehr „weise“ auf Sonnys Frage:

„Woher weiß man, ob jemand einen liebt, Pelle?“ – „Man weiß es einfach. Es ist die Summe all der kleinen Dinge, die man nicht greifen kann. Die Liebe umschließt einen wie eine Dampfdusche. Sie sehen die einzelnen Tropfen nicht, aber Ihnen wird warm und Sie werden nass und sauber.“

 Hörbuchcover Nesbø - Der Sohn

„Der Sohn“ ist keineswegs ein Liebesroman, sondern ein Skandinavien-Krimi – typisch für Jo Nesbø. 😉 Die Rezension zum Hörbuch folgt in Kürze.

Wenn ihr euch an der Aktion beteiligen möchtet, könnt ihr dies sehr gerne tun. Ich freue mich über jeden, der mitmacht! 🙂

Herzliche Grüße und einen wunderschönen Sonntag (im Schnee;-)),

Tina

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*Weihnachts-Gruß* …es steht ein Stern im Dunkeln

Eine gute Freundin und ich führen heute mit einigen Kindern das Theaterstück „Jeder Stern will funkeln“ im Weihnachts-Gottesdienst auf. Ein Junge trägt passend dazu zwei kurze Sternen-Gedichte vor. Da ich die beiden Gedichte so wunderschön finde, möchte ich sie gerne mit euch teilen. 🙂

lass einen stern aufgehen

gott

lass einen guten stern

über uns allen aufgehen

über unserer stadt

über unserem land

und mach uns untereinander

geistesverwandt

und mach das klima dieser welt

und dieser stadt

menschlich

Wilhelm Willms

Es geht ein heimlich Funkeln

Es geht ein heimlich Funkeln

durch alle Welt verhüllt.

Es steht ein Stern im Dunkeln,

die Zeit ist nun erfüllt.

Rudolf Otto Wiemer

Noah und ich wünschen euch ein wunderbares Weihnachtsfest, herrliche Feiertage und einen richtig guten Start in das Jahr 2015! 🙂

Herzliche Weihnachtsgrüße ♥

von Noah und Tina

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*helden.buch.zitat* Zitat zum Sonntag

Beim Lesen stolpere ich immer wieder über schöne Formulierungen, Ausdrücke und Eindrücke, Beschreibungen, Metaphern und geistreiche Dialoge. Das lässt dann mein Leserherz höher schlagen. 🙂 Und ich denke oft: Oh, wie schön – das muss ich mir merken! Deswegen möchte ich jetzt die Aktion „Zitat zum Sontag“ starten und jede Woche eins meiner Lieblings-Zitate aus gerade gelesenen Büchern mit euch teilen. 🙂

Das heutige Zitat kommt aus dem Buch

„Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo“ von Gerlis Zillgens.

Die dreizehnjährige Yolo macht eine – wie ich finde – hinreißende Äußerung über sich selber.

 

„Jeder Mensch ist einzigartig“, sagt Opa Jur immer. Aber ich glaube, dass ich noch ein bisschen einzigartiger bin als viele.

 

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Das dazugehörige Buch werde ich demnächst hier noch ausführlicher vorstellen. Soviel sei schon verraten: Die Geschichte um Yolo ist höchst amüsant. 🙂

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Wenn ihr euch an der Aktion beteiligen möchtet, könnt ihr dies sehr gerne tun. Ich freue mich über jeden, der mitmacht! 🙂

Herzliche Grüße und einen wunderschönen vierten Advent,

Tina

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*lese.helden.stoff* Bestellung bei Arvelle und Noahs neues Fußball-Pixie-Buch ;-)

Über Miriam von tthinkttwice habe ich von Arvelle erfahren (Vielen Dank Miriam!). Ich habe natürlich sofort dort gestöbert und natürlich auch sofort einen (ziemlich großen!) Stapel Bücher bestellt. 😉

Das sind meine neuen Schätzchen: 🙂

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Wenn ihr auf den Titel klickt, gelangt ihr zur Verlagsseite des jeweiligen Buchs:

Leigh Bardugo: Grisha. Goldene Flammen

John Boyne: Zu schnell

Chris Cleave: Little Bee

Simon Lelic: Ein toter Lehrer

Kathrin Schrocke: Freak City

Gary Shteyngart: Super Sad True Love Story

Manfred Theisen: Wake Up

Nicole C. Vosseler: In dieser ganz besonderen Nacht

Rachel Ward: Numbers (Band 2). Den Tod vor Augen


Noah hat von Oma und Opa ein Fußball-Buch geschenkt bekommen. Als er mir davon erzählte, sagte er: „Mama, guck mal – Oma und Opa haben mir ein Pixie-Buch mitgebracht!“ Beim Anblick des vermeintlichen Mini-Buchs musste ich laut lachen – Noah hatte mich (mal wieder) reingelegt… 😉

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Dieser Riesen-Schmöker ist eine wunderbare Fundgrube für Fußball-Fans und Noah hat schon so manche Lesestunde damit verbracht. 🙂

Ein Hoch auf das, was vor uns liegt –

dass es das Beste für uns gibt! 🙂

In diesem Sinne wünschen wir euch ein tolles Adventswochenende.

Herzliche Grüße

von Noah und Tina

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*Top Ten Thursday* 10 Reihen, die beendet oder auf den neuesten Stand gelesen sind

Die Aktion wird von Steffi veranstaltet. Alle Infos dazu und die Listen anderer Blogger findet ihr auf ihrem Blog Steffis Bücher-Bloggeria. 🙂

 

Hier ist meine Liste mit 10 Buchreihen, die ich beendet bzw. auf den neuesten Stand gelesen habe. 🙂 Wenn ihr das jeweilige Cover anklickt, erfahrt ihr mehr über das Buch.

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Die Bestimmung - Veronica Roth Die Bestimmung - Veronica Roth Die Bestimmung - Letzte Entscheidung

Cassia & Ky -- Die Auswahl  Cassia & Ky – Die Flucht  Cassia & Ky - Die Ankunft

Der Herr der Ringe. Band 1               Der Herr der Ringe. Band 2               Der Herr der Ringe. Band 3

                     

Band 3 „Opal. Schattenglanz“ erscheint voraussichtlich am 24.04.2015. 🙂

Hörbuchcover Shannon - The Bone Season - Die Träumerin

„Die Träumerin“ ist der erste Band einer siebenteiligen Serie um die junge Seherin Paige Mahoney. Der zweite Teil „The Mime Order“ erscheint am 27.01.2015 auf Englisch.

Night School von C. J. Daugherty          Jugendbuch ab 14: Night School. Denn Wahrheit musst du suchen         Jugendbuch ab 14: Night School. Um der Hoffnung willen

 Der letzte Band „Und Gewissheit wirst du haben“ wird im Mai 2015 veröffentlicht.

Es gibt noch viele weitere Buchreihen, die ich total mag, aber noch nicht beendet habe (wie z.B. die „Aleria“-Trilogie von Ursula Poznanski, „Legend“ von Marie Lu, „Gebannt“/“Getrieben“/“Geborgen“ von Veronica Rossi, „Die Chroniken der Unterwelt“ von Cassandra Clare, „Die Auserwählten“ von James Dashner und die „Amor“-Trilogie von Lauren Oliver). Da bin ich noch fleißig am Lesen. 😉

Welche Reihen kennt und mögt ihr?

Gibt es noch eine Dystopie- oder Fantasy-Reihe, die ihr empfehlen könnt?

Ich freue mich über alle Kommentare und grüße euch ganz herzlich,

Tina 🙂

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„Vor uns die Nacht“ von Bettina Belitz *Kurzrezension*

Preis: 17,95 €
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: script5 (10. März 2014)
ISBN: 978-3-8390-0159-2
Genre: Liebesroman
ab 16 Jahren

Der Klappentext

Sie hassen sich, wenn sie miteinander reden. Und sie lieben sich, wenn sie sich berühren. Sicher ist nur eins: Seit Ronia Jan getroffen hat, ist nichts mehr wie zuvor. Seit sie ihn das erste Mal gesehen hat, muss sie jeden Freitag zurückkehren. Abends. An den Fluss. Wenn es dort still und einsam ist. Hier, so hofft sie, wird sie ihn wiedersehen …

Niemand hat die 21-jährige Studentin Ronia bisher so fasziniert wie der rebellische Jan, der keine Konventionen kennt. Ronia und Jan kommen aus völlig verschiedenen Welten und fühlen sich doch magisch voneinander angezogen. Auch wenn Ronia zunächst dagegen ankämpft – es ist zwecklos, sie kann sich dem rätselhaften Jan nicht entziehen. Da sie jedoch einige bittere Enttäuschungen hinter sich hat, möchte sie diesmal alles anders machen: keine Träumereien, keine Versprechen, keine Liebesschwüre – sie will die Zügel in der Hand behalten. Und so beginnt ein hochexplosives, hingebungsvolles und nervenaufreibendes Spiel …

Die eigene Meinung

Bei „Vor uns die Nacht“ handelt es sich um eine typische Liebesgeschichte, bei der es ausschließlich um Liebes-Gedanken, Liebes-Gefühle und Liebes-Kummer geht. Die 21-jährige Ronia fühlt sich gegen ihren Willen zu dem mysteriösen Jan hingezogen, trifft sich regelmäßig mit ihm und denkt von morgens bis abends an ihn. Sie ist so gefangen in ihren Gedanken und Gefühlen für ihn, dass sie sowohl ihr Studium als auch ihre besten Freunde stark vernachlässigt. Außerdem wird Ronia innerlich immer abhängiger von Jan und seiner Zuneigung für sie. Dieser „ungesunde“ Aspekt in der Beziehung zwischen den beiden hat mich sehr gestört. Ronia grübelt stundenlang über das nach, was Jan gesagt oder auch nicht gesagt hat. Die Autorin schildert diese Grübeleien so genau, dass mir an manchen Stellen der Geduldsfaden gerissen ist und ich mehrere Abschnitte einfach übersprungen habe. Obwohl ich beim Lesen immer mehr Mitleid mit Ronia bekam, hat mich ihr Verhalten auch verärgert und schlichtweg genervt. Sie machte auf mich den Eindruck einer sehr unreifen und unreflektierten Persönlichkeit, die mit sich ganz und gar nicht im Reinen ist. Über Jan erfährt der Leser nicht viel, außer dass er umwerfend gut aussieht und einen außerordentlich schlechten Ruf hat. Meiner Meinung nach fehlt es seinem Charakter an Komplexität und Tiefe. Auch die Liebesgeschichte ist äußerst eindimensional. Ronia und Jan reden nicht viel miteinander – es geht hauptsächlich um Sex. Die erotischen Szenen fand ich persönlich viel zu detailliert und für ein Jugendbuch viel zu gewagt.

Mit großer Mühe habe ich es geschafft, das Buch zu beenden und kann es wirklich nur ganz überzeugten Bettina-Belitz-Fans empfehlen. Allen anderen rate ich von dieser Lektüre ganz klar ab. 😉

Da ich den Sprach- und Schreibstil der Autorin – im Gegensatz zum Inhalt – wunderschön und gelungen fand, werde ich mir demnächst die „Splitterherz“-Trilogie von Bettina Belitz vornehmen. 🙂

Die Bewertung

4/10 😦

lese.helden.punkte

Habt ihr das Buch gelesen?

Wenn ja – was haltet ihr davon?

Kennt ihr die Splitterherz-Reihe?

5

*Top Ten Thursday* 10 Bücher, die dich wochenlang nicht losgelassen haben

Die Aktion wird von Steffi veranstaltet.

Alle Infos dazu und die Listen anderer Blogger findet ihr auf ihrem Blog Steffis Bücher-Bloggeria.

 

Hier ist meine Liste. 🙂 Wenn ihr das jeweilige Cover anklickt, erfahrt ihr mehr über das Buch.

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

„Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ von Jorge Bucay: Dieses wunderschöne Buch steht seit einigen Jahren in meinem Regal. Ich nehme es immer wieder mal heraus, um eine der wunderschönen Geschichten erneut zu lesen, anderen vorzulesen oder zu erzählen. Der Autor hat Geschichten verfasst, die berühren, anregen, weiterhelfen, den Leser im Alltag begleiten und lange nachklingen.

Der Junge im gestreiften Pyjama

„Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne: Die Geschichte des neunjährigen Brunos zur Zeit des Zweiten Weltkrieges – aus einer kindlichen Sicht erzählt – hat mich zutiefst berührt und lange nicht losgelassen.

„Die Tribute von Panem – Flammender Zorn“ von Suzanne Collins: Auch wenn ich die ersten beiden Bände der Reihe außerordentlich mag, hat mich die Handlung um Katniss im dritten Teil besonders mitgerissen. Ich habe so stark mit gefiebert, dass mir die Geschichte, das eindrucksvolle Finale und das Schicksal der Figuren lange nicht mehr aus dem Kopf gehen wollten.

Der Circle

„Der Circle“ von Dave Eggers: Ein hoch aktuelles Buch, das in unsere (Medien-)Zeit hinein spricht. Ich habe schon oft darüber nachgedacht – und mich mit meinem Mann ausgetauscht – ob diese fiktive Geschichte in den nächsten Jahren (ein Stückweit) Wirklichkeit werden könnte.

Noah | Sebastian Fitzek

„Noah“ von Sebastian Fitzek: Der umweltpolitische Aspekt dieses Thrillers hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Ich hatte mich auch vor dieser Lektüre schon mit den Themen „Massentierhaltung“ und „Fleischkonsum“ beschäftigt und habe danach meine Ernährung auf mehr vegetarische Kost, Bioprodukte und Fleisch „von glücklichen Tieren“ umgestellt.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green: Dieses geniale Jugendbuch hat mich umgehauen. 🙂 John Greens Schreibstil ist einfach wunderschön, seine Charaktere – Hazel Grace und Augustus Waters – sind umwerfend und liebenswert. Die Art, wie der Autor die Krebserkrankung darstellt, ist feinfühlig, rührend und trotz allem mit Humor gespickt.

„Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg“ von Hape Kerkeling: Da ich auch so gerne wandere und „mal weg bin“, habe ich Hapes Reisebericht sehr genossen und schon mehrfach gelesen. Mein großer Traum ist es, einmal den Jakobsweg zu wandern bzw. zu pilgern. 🙂

„Zwei Leben“ von Samuel Koch/Christoph Fasel: Ich finde es bewundernswert, wie Samuel Koch mit seinem Unfall und der damit verbundenen Krankheit umgeht. Obwohl sein Lebensradius radikal eingeschränkt ist, ist er doch ein lebensfroher und lebensbejahender Mensch. Das hat mich unheimlich beeindruckt.

Buchdeckel „Ein ganzes halbes Jahr“

„Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes: Eine „schwere“ und doch bezaubernde Liebesgeschichte, die mich sehr bewegt hat. Ich habe noch lange über das Endes des Buches nachgedacht.

Hörbuchcover Teller - Nichts. Was im Leben wichtig ist„Nichts – Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller: Die Geschichte um Pierre Anthon und seine Mitschüler – erzählt aus der Perspektive der dreizehnjährigen Agnes – hat mich tief erschüttert und ist lange in meinen Gedanken nachgehallt. Laura Maire liest das Buch mit so einer unschuldigen Leichtigkeit, dass die dramatische Handlung umso tragischer wirkt.

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„Delirium“ von Lauren Oliver *Kurzrezension*

Preis: 8,99 €
Taschenbuch-Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Carlsen (22. November 2013)
ISBN: 978-3-551-31301-0
Genre: Fantasy, Dystopie
ab 14 Jahren
Band 1 der Amor-Trilogie

Der Klappentext

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll. Band 1 der spannenden Reihe von Bestseller-Autorin Lauren Oliver.

Die Gedanken zum Buch

Mit „Delirium“ hat Lauren Oliver eine Dystopie verfasst, die mich von den ersten Seiten an gefesselt hat. Da ich ein großer Fan von Dystopien bin, war ich gespannt, wie die Autorin die zukünftige Welt beschreibt. Die Vorstellung, dass Liebe – Amor Deliria Nervosa – eine tödliche Krankheit darstellen soll, finde ich interessant und erschreckend zugleich. Alle Menschen müssen sich im Alter von 18 Jahren einer Operation unterziehen, die sie für immer von dieser angeblich schrecklichen Erkrankung heilt. Die siebzehnjährige Lena steht kurz vor ihrem operativen Eingriff und muss sich bis zu ihrer Heilung an enge Regeln und Vorgaben halten. Starke Gefühle wie Freude, Begeisterung und Zuneigung sind nicht nur unerwünscht, sondern auch strengstens untersagt. Zu Beginn der Handlung glaubt Lena noch an das System, fügt sich ein und erwartet sehnsüchtig den Tag ihrer Heilung. Als sie jedoch den attraktiven und unangepassten Alex kennen lernt, keimen erste Zweifel in ihr auf.

Lauren Oliver gelingt es sehr gut, die Veränderung, die in und mit Lena vonstatten geht zu schildern. Der Leser wird mitten in die Reise hineingenommen, die Lena – innerlich und äußerlich – durchlebt. Dabei ist das Mädchen am Anfang keineswegs naiv, wie ich zuerst dachte (Wie kann man nur glauben, dass Liebe eine Krankheit sein soll?), sondern einfach nur ganz fest in ihrer Welt und dem dazugehörigen System gefangen. Lena ist intelligent, kritisch und mutig und wagt gemeinsam mit Alex erste Schritte in die Freiheit. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mir gut gefallen – sie ist romantisch, ohne kitschig zu sein. Der Cliffhanger am Schluss lässt mich unheimlich gespannt auf die Fortsetzung zurück.

Ich habe mit „Delirium“ viele spannende und schöne Lesestunden erlebt und freue mich schon, die Folge-Bände „Pandemonium“ und „Requiem“ zu lesen. 🙂

Die Bewertung

8/10

lese.helden.punkte

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*Advents-Gruß*

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde

die Flockenherde wie ein Hirt,

und manche Tanne ahnt, wie balde

sie fromm und lichterheilig wird,

und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

streckt sie die Zweige hin – bereit

und wehrt dem Wind und wächst entgegen

der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke

Noah sendet euch einen ganz lieben Advents-Gruß!

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„Letztendlich sind wir dem Universum egal“ von David Levithan *Hörbuchrezension*

 Sprecher: Adam Nümm

Preis: 16,95 €
Laufzeit: 8 Stunden 45 Minuten (ungekürzte Lesung)
Verlag: Argon Hörbuch (27. März 2014)
ISBN: 978-3-8398-4061-0
Originaltitel: Every Day

Der Klappentext

A hat keine Freunde, keine Familie, kein Zuhause – und keinen eigenen Körper. Er ist nie länger als einen Tag dieselbe Person. Mal männlich, mal weiblich taucht er in die unterschiedlichsten Leben ein. Das ist sein Alltag, etwas anderes kennt er nicht. Doch dann lernt er Rhiannon kennen und verliebt sich unsterblich in sie. Und auf einmal wünscht er sich mehr Kontinuität, als das Universum ihm zugesteht.

Der Held

A ist kein normaler Teenager, denn er besitzt keinen eigenen Körper. Jeden Morgen wacht er im Körper eines anderen Jugendlichen auf, ohne vorher zu wissen, wessen Leben er für den kommenden Tag – und wirklich nur für einen Tag – leben wird. A leiht sich praktisch die „Hülle“ eines anderen Jungen oder Mädchen, ohne bei der Auswahl ein Mitspracherecht zu haben. Er verbringt dann einen Tag im Leben eines für ihn Fremden und versucht, die Stunden bis Mitternacht so gut es geht zu gestalten und nicht als „Fremdkörper“ aufzufallen. Er respektiert den Alltag des jeweils anderen Teenagers und passt sich dessen Gepflogenheiten an. As Spielraum ist somit unwahrscheinlich eng – er ist ständig gefangen in verschiedenen Körpern, sein Horizont ist jedoch unwahrscheinlich weit, da er sich täglich in einen anderen Menschen hineinversetzen muss.

Erstaunlicherweise hat A sich mit seinem Schicksal abgefunden, nimmt seine – für mich schreckliche – Situation einfach hin und macht das Beste daraus. Ihn stört es überhaupt nicht, dass er weder männlich noch weiblich ist und nicht nur ständig den Körper, sondern auch das Geschlecht wechselt. Besonders glücklich ist er nicht, ihm scheint aber auch nichts zu fehlen. Dies ändert sich, als er Rhiannon trifft und sich sofort in sie verliebt. Von nun an würde er am liebsten jeden Tag mit ihr verbringen – immer im Körper einer anderen Person, doch das ist kaum möglich. A verstößt gegen so manche seiner Regeln, um Rhiannon nah zu sein.

Rhiannon ist für A die ganz große Liebe. Bei mir ist jedoch der Funke dieser Liebesgeschichte beim Zuhören nicht übergesprungen. Meiner Meinung nach ist die Beziehung der beiden zwar von Entschlossenheit und Ausdauer geprägt, nicht aber von Romantik oder „Schmetterlingen im Bauch“. Der Autor David Levithan hat die Liebesgeschichte für meinen Geschmack zu sachlich und an manchen Stellen zu langatmig dargestellt.

Der Titel

„Letztendlich sind wir dem Universum egal“ hat den Leserpreis 2014 bei Lovely Books in der Kategorie Bester Buchtitel gewonnen. Der Titel ist provakant, regt zum Weiterdenken und zum Hinterfragen an. Letztendlich war es dieser provokante Titel, der mich zum Anhören dieses Hörbuches veranlasst hat. Mir sind dazu direkt verschiedene Fragen in den Kopf geschossen: Wen oder was meint der Autor mit „Universum“? Was bedeutet „egal“ in diesem Zusammenhang? Heißt es, dass wir machen können, was wir wollen oder bedeutet es, dass sich niemand um uns kümmert und sich um uns sorgt? Was steckt hinter dieser Aussage – Resignation, Trauer oder eine gewisse Art von Gelassenheit?

Dieser Titel hat mich einfach neugierig gemacht und ich wollte unbedingt wissen, was sich dahinter verbirgt. Alle meine Fragen wurden im Laufe der Handlung nicht beantwortet, ich habe jedoch eine Ahnung davon bekommen, was David Levithan mit dem Titel aussagen möchte.

Der Sprecher

Adam Nümm ist Schauspieler und Sprecher. Seine Stimme ist warm, angenehm und sympathisch. Er liest das Hörbuch abwechslungs- und facettenreich und setzt Betonungen und verschiedene Nuancen gekonnt – und ohne Übertreibungen – ein. Mir ist es sehr leicht gefallen, Adam Nümm zuzuhören, denn ich habe seine Stimme auf Anhieb gemocht und konnte ihm die Rolle von A vollkommen abnehmen.

Die eigene Meinung

Zuerst hatte ich „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ für einen Fantasy-Roman gehalten, habe dann aber schnell bemerkt, dass es sich eher um ein Jugenddrama handelt, das nur das fantastische Element des „Körperwechseln“ beinhaltet. An manchen Stellen wirkt die Handlung wie eine Sozialstudie, was zwar einerseits interessant, andererseits aber ziemlich zäh zu lesen bzw. anzuhören ist. Bei der Liebesgeschichte haben mir der romantische Funke und eine gewisse romantische Spannung gefehlt. Außerdem hat es mich gestört, dass der Autor – durch die Aussagen von A – immer wieder betont hat, dass es keinerlei Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Wesen gibt und dass das Geschlecht überhaupt keine Rolle in unserem Leben und in unserer Entwicklung spielt. Meiner Ansicht nach kann ein Autor sehr wohl eine starke Meinung haben und diese mit Hilfe seiner Charaktere vertreten, sollte dabei jedoch nicht aufdringlich sein.

Sprachlich gesehen hat mir der Roman sehr gut gefallen. David Levithan versteht es, mit Sprache zu spielen und seine Leser damit zu fesseln. Besonders positiv ist mir ein Vergleich aufgefallen, als A die Liebe mit einem Puzzle vergleicht, bei dem nicht alle Teile sofort zusammen- und ineinanderpassen, sondern erst einmal zurecht geschliffen werden müssen.

Die Idee, einen Tag im Körper eines anderen Menschen zu verbringen und dessen Leben für einen Tag zu leben, finde ich faszinierend. Ich würde gerne einmal einen Tag im Leben von einem meiner Freunde oder Verwandten stecken, um ihr Leben und ihren Alltag aus ihrer Perspektive zu sehen. Sicher würde ich dann einige Menschen viel besser verstehen können. Mein ganzes Leben lang von einem Körper zum nächsten zu wechseln, fände ich allerdings ganz furchtbar, traurig und verzweifelnd. Auch wenn ich nicht immer zufrieden mit meinem Körper bin, gehört er doch zu mir und bildet mit meinem Geist und meiner Seele eine Einheit – ein Ganzes, das meine Persönlichkeit ausmacht. 🙂

Letztendlich denke ich, dass wir dem Universum, den Menschen, die darin leben und dem, der für das Universum verantwortlich ist, keineswegs egal sind.

Die Bewertung

6/10

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